Beschäftigung in Deutschland Arbeitskräfte-Bedarf erreicht Rekordwert
Die Furcht vor einem Abschwung in der Wirtschaft ist auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland noch nicht zu spüren. Fast alle Branchen suchen gut ausgebildetes Personal.
© Ralph Orlowski/Getty Images

Ein Frau kontrolliert die Qualität von Bleistiften der Firma Faber-Castell.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland hat im August kräftig zugenommen. Unbeeindruckt von der Lage an den Aktienmärkten und den zurückhaltenden Geschäftserwartungen der Unternehmen sei in fast allen Branchen die Zahl der Stellenangebote gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Der monatlich ermittelte Beschäftigungsindex BA-X habe mit 170 Punkten im August ein neues Allzeithoch erreicht. Dies seien 5 Punkte mehr als im Juli und sogar 28 Punkte mehr als vor einem Jahr.
Allein im Maschinenbau, der Metallindustrie, in Architektur- und Ingenieurbüros, dem Handel und in Speditionsunternehmen sowie Teilen der Baubranche sei die Nachfrage nach Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel gestiegen. Eine große Rolle spielten weiterhin Zeitarbeitsunternehmen; aus dieser Branche stamme jede dritte gemeldete offene Stelle, berichtete die Bundesbehörde.
Ökonomen befürchten derzeit, dass sich die Unsicherheit an den Aktienmärkten wegen der Schuldenkrisen in Europa und den USA bald auf die reale Wirtschaft auswirkt. Im zweiten Quartal verlangsamte sich der Aufschwung in Deutschland unerwartet kräftig. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt aber hinkt dem Konjunkturverlauf traditionell etwas hinterher. Daher dürfte im August die Zahl der Arbeitslosen nach Ansicht von Experten wieder deutlich unter der Drei-Millionen-Marke bleiben. Bereinigt um jahreszeitliche Schwankungen erwarten Analysten etwa 10.000 weniger Arbeitslose in Deutschland.
Analysten erwarten keine Abnahme der Arbeitslosenzahlen
Für die kommenden Monate rechnen Volkswirte und Analysten deutscher Großbanken allerdings eher mit keiner weiteren Abnahme der Arbeitslosenzahlen. Zwar sei man von einer Jobkrise weit entfernt, dennoch werde das getrübte Geschäftsklima unweigerlich auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Erste Großbanken überdenken bereits ihre optimistische Arbeitsmarktprognose für das kommende Jahr. Derzeit sehe es eher nach 2,8 als 2,7 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2012 aus, sagt etwa HypoVereinsbank-Volkswirt Alexander Koch.
Auch nach Beobachtungen des Münchner ifo Instituts sind Firmen bei der Personalplanung vorsichtiger geworden. Das für die Financial Times Deutschland ermittelte ifo-Beschäftigungsbarometer sei auf den niedrigsten Stand seit knapp einem Jahr gesunken, hatte das Blatt Ende vergangener Woche berichtet. Die ifo-Experten sähen darin ein Warnsignal: "Zwar befindet sich das Beschäftigungsbarometer weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich aber in den kommenden Monaten merklich verlangsamen."
- Datum 30.08.2011 - 13:54 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 47
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Das ist ja eine grossartige Nachricht!
Da trifft es sich ja günstig, dass genügend davon bereitsteht, auch die verwähntesten Ansprüche zu erfüllen.
Zu marktgerechten Kondition, natürlich. Wie das in der neuen sozialen Marktwirtschaft so ist.
"Eine große Rolle spielten weiterhin Zeitarbeitsunternehmen"
Wie gut, dass die dem Gedanken der freien Marktwirtschaft so besonders verpflichtet sind!
Und um die sich befürchtenden Ökonomen machen Sie sich mal keinen Kopf. Haben die sich schon einmal vor etwas Richtigem gefürchtet?
Die Suche nach Arbeitskräften ist ein typischer Inflationseffekt, der darauf zurück zu führen ist, dass die Arbeitskräfte immer noch die gleichen Löhne erhalten, während das Geld bereits abwertet. In solchen Zeiten wird Arbeitskraft günstiger und führt zu mehr Beschäftigungsverhältnissen.
Wenn allerdings die Inflation beim Bürger angekommen ist, werden auch die Löhne steigen und damit die Arbeitslosigkeit zunehmen.
Vergleichen 60er/70er Jahre.
...die Inflation ist bei um die 2%, oder nicht?
Die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch, trotz all der Jubelpropaganda. Die Nachfrage stagniert, der innereuopäischen Zuwanderung sind alle Schleusen geöffnet, ebenso wie dem Lohndumping.
Wo siehst du da einen typischen Inflationseffekt?
Im übrigen sollte man die weitgehend unreflektierten Zahlen nicht allzu ernst nehmen, mit Statistik wird gerne getrickst und dpa-Artikel sind in der Vergangenheit nie durch besonders tiefgründige Analyse aufgefallen. Ich würde sogar soweit gehen, solche Artikel als billige Klick-Generatoren aus Textbausteinen zu bezeichnen, kritischer Journalismus sieht anders aus...
Volkswirtschaftlich gesehen ist es sinnvoll, dass Löhne und Arbeitsproduktivität in gleichem Ausmaß wachsen. Dafür setzen sich auch die Gewerkschaften ein, die regelmäßig sogar mehr als das fordern und nicht selten auch bekommen.
Die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität ist der Quotient aus dem realen (preisbereinigten) BIP (also der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung, einzelwirtschaftlich vergleichbar mit dem Gewinn) und der Summe der gezahlten Reallöhne. Die Inflation/Preissteigerung muss zusätzlich ausgeglichen werden.
Wenn so verfahren wird, wird Arbeit durch die allgemeine Preissteigerung/Inflation nicht billiger.
...die Inflation ist bei um die 2%, oder nicht?
Die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch, trotz all der Jubelpropaganda. Die Nachfrage stagniert, der innereuopäischen Zuwanderung sind alle Schleusen geöffnet, ebenso wie dem Lohndumping.
Wo siehst du da einen typischen Inflationseffekt?
Im übrigen sollte man die weitgehend unreflektierten Zahlen nicht allzu ernst nehmen, mit Statistik wird gerne getrickst und dpa-Artikel sind in der Vergangenheit nie durch besonders tiefgründige Analyse aufgefallen. Ich würde sogar soweit gehen, solche Artikel als billige Klick-Generatoren aus Textbausteinen zu bezeichnen, kritischer Journalismus sieht anders aus...
Volkswirtschaftlich gesehen ist es sinnvoll, dass Löhne und Arbeitsproduktivität in gleichem Ausmaß wachsen. Dafür setzen sich auch die Gewerkschaften ein, die regelmäßig sogar mehr als das fordern und nicht selten auch bekommen.
Die volkswirtschaftliche Arbeitsproduktivität ist der Quotient aus dem realen (preisbereinigten) BIP (also der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung, einzelwirtschaftlich vergleichbar mit dem Gewinn) und der Summe der gezahlten Reallöhne. Die Inflation/Preissteigerung muss zusätzlich ausgeglichen werden.
Wenn so verfahren wird, wird Arbeit durch die allgemeine Preissteigerung/Inflation nicht billiger.
Den Wahrheitsgehalt dieses Artikels können wir ja denn bald an den Arbeitslosenzahlen feststellen...
Doch wie man am Nebenartikel sieht, werden diese ja auch möglichst vertuscht (auch wenn es eigentlich nicht möglich ist, aber die Mehrheit der Bevölkerung glaubt ja eh alles...).
Doch wie man am Nebenartikel sieht, werden diese ja auch möglichst vertuscht (auch wenn es eigentlich nicht möglich ist, aber die Mehrheit der Bevölkerung glaubt ja eh alles...).
[...] Dass die Zeitarbeitsbranche sucht, ist der größte Hohn. So einen Arbeitssklaven hätte wohl jeder gerne.
Hier wird wieder die Lüge vom Beschäftigungswunder und Aufschwung-XXL zelebriert.
Gekürzt. Bitte verrzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
Seit über einem Jahr arbeitslos, mehrere Dutzend Bewerbungen hat er abgeschickt. Im Lebenslauf steht unter anderem Geschäftsführer und Restaurant-Manager, zudem ist er ausgebildeter Finanzfachwirt. Man sollte eigentlich annehmen, dass man damit wenigstens IRGENDETWAS findet - Pustekuchen.
Übrigens nicht im tiefen Osten, sondern im Raum Landau/Germersheim/Karlsruhe.
ist einfach überqualifiziert. er sollte seinen lebenslauf immer an die position anpassen, für die er sich bewirbt - dann klappt es sicher.
bitte richten sie ihm das aus!!!
ein lebenslauf muss übrigens nicht der wahrheit entsprechen, also keine sorge deshalb.
ist vielleicht schon etwas älter?
Da wirds dann schwer - früher galt man als älter, wenn man die 50 überschritten hatte, heute fängt das schon bei 40 an, leider.
ist einfach überqualifiziert. er sollte seinen lebenslauf immer an die position anpassen, für die er sich bewirbt - dann klappt es sicher.
bitte richten sie ihm das aus!!!
ein lebenslauf muss übrigens nicht der wahrheit entsprechen, also keine sorge deshalb.
ist vielleicht schon etwas älter?
Da wirds dann schwer - früher galt man als älter, wenn man die 50 überschritten hatte, heute fängt das schon bei 40 an, leider.
Wenn ständig mit falschen Zahlen operiert wird. Es weiß doch wirklich fast jeder, dass diese Statistik nicht stimmt. Und anscheinend ist es der Regierung egal, dass aus Billiglöhnen nie ausreichende Renten finanziert werden können. Die kommende riesige Altersarmut ist entweder gewollt oder gleichgültig.
Die Regierung hat kein Interesse am Wohlstand seiner Bürger der Unter- und Mittelschicht, zeigt sich ja auch an der EU-Politik.
Der nächste Schritt zur Auflösung des Sozialstaats ist, noch härter in Billig- und Zwangsarbeit zu treiben, um die hohen Profite von überflüssigen Unternehmen zu ermöglichen (Zeitarbeit). Schleichende Entwicklung zur Diktatur, bald wohl europaweit.
Vielleicht wollen sich ja arbeitslose Griechen hier als Arbeitnehmer zur Benutzung "überlassen", um grade mal überleben zu können? Die Polen wollen es offenbar nicht.
anderen Ländern wie der Schweiz und Norwegen wesentlich besser als in Deutschland und an der Kaufkraft und den Preisen gemessen inzwischen sogar in Polen selbst mehr als in Deutschland - das kommt eben davon, wenn man ein Land politisch gewollt zum Billiglohnland umkonstruiert; die halbwegs gut ausgebildeten Menschen und jungen Leute gehen dann eben woanders hin. Das war schon früher so und das ist auch heute so.
anderen Ländern wie der Schweiz und Norwegen wesentlich besser als in Deutschland und an der Kaufkraft und den Preisen gemessen inzwischen sogar in Polen selbst mehr als in Deutschland - das kommt eben davon, wenn man ein Land politisch gewollt zum Billiglohnland umkonstruiert; die halbwegs gut ausgebildeten Menschen und jungen Leute gehen dann eben woanders hin. Das war schon früher so und das ist auch heute so.
Bla, bla, bla.
Für Branchenlaien: Durch den massiven Einsatz von privaten Arbeitsvermittlern und Personalleasingagenturen läuft die Chausse so:
1.) Inserat der Firma selbst, Zeitungen
2.) Inserate Dutzender von privaten Arbeitsvermittlern in den kostenlosen Zeitungen und Internetpublikationen, über die Anzeigeseiten der BA und den angeschlossenen Dutzenden Onling-Publikationen, bundesweit verbreitet, Inserate kostenlos erhältlich.
3.) Das gleiche von Dutzenden von Personalleasingfirmen, ebenfalls bundesweit inserierend, entweder in der Presse gegen Bezahlung oder auch unter Nutzung der vorab beschriebenen kostenlosen Publikationen.
Das heisst also: Jede offene Stelle ist also mindestens 10 mal, wenn nicht noch öfter von allen Seiten inseriert, der Arbeitnehmer und Stellensuchende erkennt das natürlich nicht und glaubt, er hätte sich bei einem Dutzend verschiedner Stellen beworben, es war aber nur eine einzige. Und so, wie sie die Arbeitnehmer verulken, so verulken sie auch die Presse und die Bevölkerung, die den der Presse mitgeteilten Unsinn natürlich glaubt. Die Presse ist an dieser Sache auch ausnahmsweise mal absolut unschuldig, was man ja nicht immer sagen kann.
Bitte recherchieren Sie selbst und glauben Sie nicht immer den ganzen Regierungsschmonzel, das ist ja bald nicht mehr zum Aushalten.
Ende der Infos eines ehemaligen Insiders.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass gerade die Zeitarbeitsbranche auch ganz gerne mal inseriert, um Bewerberprofile zu sammeln.
Ein Nebeneffekt dessen, dass sich Teile des Arbeitsmarktes ins Internet verlagert haben ist auch, manche Firmen inserieren bestimmte Stellen immer wieder. Besonders solche, wo ganz "märchenhafte" (Fach-)Kompetenzen gefragt sind. Da stellt sich dann schon die Frage, mangelt es wirklich an geeigneten Bewerbern, oder geht es mehr darum, das eigene Unternehmen in einer bestimmten Weise darzustellen.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass gerade die Zeitarbeitsbranche auch ganz gerne mal inseriert, um Bewerberprofile zu sammeln.
Ein Nebeneffekt dessen, dass sich Teile des Arbeitsmarktes ins Internet verlagert haben ist auch, manche Firmen inserieren bestimmte Stellen immer wieder. Besonders solche, wo ganz "märchenhafte" (Fach-)Kompetenzen gefragt sind. Da stellt sich dann schon die Frage, mangelt es wirklich an geeigneten Bewerbern, oder geht es mehr darum, das eigene Unternehmen in einer bestimmten Weise darzustellen.
ist einfach überqualifiziert. er sollte seinen lebenslauf immer an die position anpassen, für die er sich bewirbt - dann klappt es sicher.
bitte richten sie ihm das aus!!!
ein lebenslauf muss übrigens nicht der wahrheit entsprechen, also keine sorge deshalb.
...muß nicht der Wahrheit entsprechen? Wo haben sie das her? Falschdarstellungen hier sind schlicht eine Lüge und können u.U. bei auffliegen zur Kündigung führen.
Sollte ich hier falsch informiert sein oder nur mit meiner Erziehung hadern (immer ehrlich bleiben) bitte ich ernstlich um Aufklärung.
im Vorstellungsgespräch!
Da wird dann auch mal ganz genau gefragt ...
Vor kurzem hier in ZEIT online:
http://www.zeit.de/karrie...
Mir wäre es äußerst unangenehm, falsche Angaben zu machen und daraufhin dann befragt zu werden. Sicher sollte niemand zu Hochstapelei neigen, aber sich bewußt unter Wert verkaufen? Hallo? Wo leben wir? Muss man sich für seine bisherigen Leistungen nun noch entschuldigen oder sie gar untergraben, um evtl. einen Lohndumping-Job als Sklave in einer Leiharbeitsfirma zu bekommen? Das ist bald nicht mehr erträglich in dieser scheinheiligen Demokratie. Hier wird alles Recht zu Unrecht gemacht, die Tatsachen auf den Kopf gestellt. Wer soll die Welt noch verstehen?
Übrigens sollte es im Artikel richtigerweise heißen: "Fast alle Branchen suchen gut ausgebildetes Personal, dass für wenig Geld viel und gute Arbeit leistet!"
...muß nicht der Wahrheit entsprechen? Wo haben sie das her? Falschdarstellungen hier sind schlicht eine Lüge und können u.U. bei auffliegen zur Kündigung führen.
Sollte ich hier falsch informiert sein oder nur mit meiner Erziehung hadern (immer ehrlich bleiben) bitte ich ernstlich um Aufklärung.
im Vorstellungsgespräch!
Da wird dann auch mal ganz genau gefragt ...
Vor kurzem hier in ZEIT online:
http://www.zeit.de/karrie...
Mir wäre es äußerst unangenehm, falsche Angaben zu machen und daraufhin dann befragt zu werden. Sicher sollte niemand zu Hochstapelei neigen, aber sich bewußt unter Wert verkaufen? Hallo? Wo leben wir? Muss man sich für seine bisherigen Leistungen nun noch entschuldigen oder sie gar untergraben, um evtl. einen Lohndumping-Job als Sklave in einer Leiharbeitsfirma zu bekommen? Das ist bald nicht mehr erträglich in dieser scheinheiligen Demokratie. Hier wird alles Recht zu Unrecht gemacht, die Tatsachen auf den Kopf gestellt. Wer soll die Welt noch verstehen?
Übrigens sollte es im Artikel richtigerweise heißen: "Fast alle Branchen suchen gut ausgebildetes Personal, dass für wenig Geld viel und gute Arbeit leistet!"
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