US-Schuldenkrise: Chinas Dollar-Dilemma
China besitzt mehr als eine Billion Dollar in US-Staatsanleihen. Das Land hat sich so einseitig von den USA abhängig gemacht, die Folgen sind gravierend.
Die Worte waren klar und deutlich: China gehe die Geduld aus. Und: Die USA müssten für ihre "Schuldensucht" und das "politischen Gezerre" büßen, hieß es in einem scharfen Kommentar der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua an diesem Wochenende. Wenn die USA vor der Zahlungsunfähigkeit stehen, müssten sie eben ihre "riesigen Militärausgaben und aufgeblähten Sozialausgaben" beschneiden. Auch der Chef der chinesischen Rating-Agentur Dagong, Guan Jianzhong, fordert ganz unverhohlen: Die USA müssten die Ausgaben im Ausland reduzieren und dafür sorgen, dass ihre Bürger nicht mehr so viel Geld ausgeben. Viel zu lange hätten die Amerikaner über ihre Verhältnisse gelebt.
Ganz schön harsche Töne, die aus Peking zu vernehmen waren. Und doch: China hat gute Gründe, sich über das parteipolitische Gezerre der vergangenen Woche in den Vereinigten Staaten zu ärgern. Immerhin hat die chinesische Zentralbank geschätzte 1,2 Billionen US-Dollar in amerikanische Staatsanleihen investiert. Nachdem nun am Freitag auch noch die weltgrößte Rating-Agentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft hatte, sorgt sich die Regierung in Peking um seinen gigantischen Dollar-Schatz. Als größter ausländischer Gläubiger habe China alles Recht der Welt zu fordern, dass die USA ihre strukturellen Schuldenprobleme in den Griff bekommen und die Sicherheit chinesischer Dollar-Anlagen sicherstellen, heißt es in dem Xinhua-Kommentar weiter. In Peking ist nun Schluss mit fernöstlicher Zurückhaltung.
Chinas Wut über die USA kann aber nicht von den eigenen Verfehlungen des Landes ablenken. Dass die gigantischen Devisenreserven nun in Gefahr sind, liegt auch daran, dass das Land einseitig US-Anleihen aufgekauft hat. Die Chinesen ärgern sich über sich selbst. "China müsste eigentlich Waren exportieren und im Gegenzug dafür auch Waren erhalten, die uns auch von Nutzen sind", stellt Dagong-Chef Guan selbstkritisch fest. Stattdessen erhalte China ein "Haufen Papier", der auch noch an Wert verliere. China müsse seinen Binnenmarkt stärken, heißt es in China denn auch von allen Seiten. Das würde inzwischen auch keiner mehr bestreiten, sagt Guan. Die Frage sei nur: Wie?
Einseitige Abhängigkeit
Warum China überhaupt so viele Dollarreserven angehäuft hat, ist ihrer speziellen Währungs- und Wirtschaftspolitik geschuldet. Mehr als 20 Jahre hat die kommunistische Führung nicht zuletzt mithilfe einer am Dollar gekoppelten und unterbewerteten Landeswährung auf eine exportgetriebene Wirtschaftspolitik gesetzt. Dies ist ihr gelungen. Seit geraumer Zeit führt China sehr viel mehr aus als ein. Der Handelsüberschuss ist enorm. Aktuell liegt er bei rund zwei Milliarden Dollar – und zwar am Tag. Das hat den Devisenschatz auf aktuell 3,3 Billionen Dollar anschwellen lassen.
Doch wohin mit all dem Geld? Rund ein Drittel dieser 3,3 Billionen hat die chinesische Staatsführung in US-Staatsanleihen gesteckt, weil sie bislang als eine der sichersten Anlageformen galten. Doch China und auch eine Reihe anderer Staaten haben es mit ihrer bereitwilligen Kreditvergabe an die Amerikaner und dem Horten von Dollar-Staatsanleihen ganz offensichtlich zu weit getrieben. Obwohl seit einiger Zeit führende Ökonomen auch in China die Führung davor warnen, nicht zu einseitig auf US-Staatsanleihen zu setzen, ist es ihr nicht gelungen, rechtzeitig und in ausreichendem Maße auf andere Anlagearten umzuschwenken.




...sollte man News wie diese:
http://english.farsnews.c...
...sehr genau beobachten.
Iran verkauft an China Öl und bekommt dafür alles was man in China einkaufen kann. Ganz ohne Dollars versteht sich. Man sollte das für ein völlig normales Geschäft halten. Die USA halten es für ein Verbrechen, das geandet werden muß.
Ölhandel in einer Nicht-Dollar-Währung? Das war schon bei Saddam ein Kriegsgrund.
Iran verkauft an China Öl und bekommt dafür alles was man in China einkaufen kann. Ganz ohne Dollars versteht sich. Man sollte das für ein völlig normales Geschäft halten. Die USA halten es für ein Verbrechen, das geandet werden muß.
Ölhandel in einer Nicht-Dollar-Währung? Das war schon bei Saddam ein Kriegsgrund.
http://www.querschuesse.d...
fed, japan, uk...
"China müsse seinen Binnenmarkt stärken, heißt es in China denn auch von allen Seiten. Das würde inzwischen auch keiner mehr bestreiten, sagt Guan. Die Frage sei nur: Wie?"
Da sind die Chinesen schon wesentlich klüger als der
deutsche Politikermob
..auch die deutschen Politiker. Das weiß auch jeder, der sich damit befasst hat.
Um den Binnenmarkt zu stärken, müssten aber die Exporte durch die Folge höherer Löhne reduziert werden und es würden so einige Arbeitsplätze wegfallen. Würden Sie auf Ihren verzichten, um den Binnenmarkt (= weniger Exporte, mehr Importe) zu stärken?
Wenn ja, wäre das nobel! Denn davon würde die gesamte EU profitieren.
..auch die deutschen Politiker. Das weiß auch jeder, der sich damit befasst hat.
Um den Binnenmarkt zu stärken, müssten aber die Exporte durch die Folge höherer Löhne reduziert werden und es würden so einige Arbeitsplätze wegfallen. Würden Sie auf Ihren verzichten, um den Binnenmarkt (= weniger Exporte, mehr Importe) zu stärken?
Wenn ja, wäre das nobel! Denn davon würde die gesamte EU profitieren.
so weit ist es mit unserem "Journalismus" schon gekommen, dass hier nirgends auf das Originalzitat von Xinhua verlinkt wird (stattdessen auf einen Artikel der ebenfalls falsch wiedergibt und nicht zum Original verlinkt)
Der link den jeder echte Journalist gelesen haben müsste bevor er zu diesem Thema schreibt ist hier:
http://news.xinhuanet.com...
Jeder der halbwegs englisch versteht stellt schnell fest, dass Xinhua mit seinen Aussagen zu Sozialem und Militär lediglich S&P wiedergegeben hat und es sich insoweit gerade um keinen eigenen "Kommentar" von Xinhua handelte.
Und in allen Zeitungen wird dieser Quatsch verbreitet daraus kann ich nur schließen, dass alle voneinander abschreiben ohne die im Internet frei zugängliche Originalquelle mal anzuschauen.
hat sich China so abhängig gemacht? der guten terms of trade und des Exports in die vermeintlich stärkste Ökonomie wegen. (Auf der Basis von Niedirglöhnen, und übrigens nicht nur mit Billigprodukten.)
Irgendwie kommt mir das bekannt vor.
na wo soll china denn seine immensen Summen parken? Die Deutsche Mark gibt es doch nicht mehr. Der schweizer Franken und die norwegische Krone haben zu geringeren Umlauf. Ausserdem zweifelt keiner das die USA ihre Treasuries bedient und es auch so weiter ohne Fehl macht. Warum? Weil die US-Amerikaner sogar noch mehr Treasuries besitzen als die Chinesen. Treasuries sind Schatzbriefe. Es gibt keine sichere Anlage. Auch der Goldpreis schwankt, stark, ueber lange Zeit, und die Schweis hat nicht genug Geld im Verkehr.
ausserdem, stammt China's Reichtum von der amerikanischen Kaufkraft. Auch Deutschland's. Es waere schoen gewesen wenn Kohl und Co. die DM behalten haette, dann gebe es eine Alternative zum Dollar, in Miniatur. Aber nee, Deutschland's Zukunft ist die anderen Euro Laender zu bedienen.
na wo soll china denn seine immensen Summen parken? Die Deutsche Mark gibt es doch nicht mehr. Der schweizer Franken und die norwegische Krone haben zu geringeren Umlauf. Ausserdem zweifelt keiner das die USA ihre Treasuries bedient und es auch so weiter ohne Fehl macht. Warum? Weil die US-Amerikaner sogar noch mehr Treasuries besitzen als die Chinesen. Treasuries sind Schatzbriefe. Es gibt keine sichere Anlage. Auch der Goldpreis schwankt, stark, ueber lange Zeit, und die Schweis hat nicht genug Geld im Verkehr.
ausserdem, stammt China's Reichtum von der amerikanischen Kaufkraft. Auch Deutschland's. Es waere schoen gewesen wenn Kohl und Co. die DM behalten haette, dann gebe es eine Alternative zum Dollar, in Miniatur. Aber nee, Deutschland's Zukunft ist die anderen Euro Laender zu bedienen.
Wenn die USA ihre Schulden über die Geldpresse begleichen wollen, so ist das ihre Entscheidung. Wenn sie statt dessen ein paar Naturschutzgebiete verkaufen und dort Öl fördern würden um ihre Schulden abzutragen, so wäre dies auch ihre souveräne Entscheidung.
Die Chinesen sollten es dem US-Amerikanischen Volk überlassen, wie ihre Regierung mit den Schulden umzugehen hat.
Hallo KlausFuchs,
.
Das ist nun tatsächlich was nie Dagewesenes: Ein westliches Land, die USA, könnte sich die "Einmischung in innere Angelegenheiten" von China verbitten!
Hallo KlausFuchs,
.
Das ist nun tatsächlich was nie Dagewesenes: Ein westliches Land, die USA, könnte sich die "Einmischung in innere Angelegenheiten" von China verbitten!
danke für den link.
kann ihnen nur zustimmen.
grüße,
fabian_w
.......zweitausendzweihundert milliarden US$ (2.2 Billionen) in Form amerikanischer Staatsanleihen und zwoelftausend milliarden US$ (12 Billionen) in bar. Das ist zwar eine ganze Menge Geld, doch China braucht, um das Reich der Mitte auf westlichem Niveau zu bringen, noch viel mehr. Das Ramsch- und Faelschungnen-Reich ist daher nur von kurzer Dauer.
haben Sie denn diese Zahlen? In China gibt es ja nur umgerechnet eine knappe halbe Billion Yuan in Bargeld. Ich glaub die Gesamtmenge an US Bargeld beträgt weniger als 1,5 Billionen. Woher soll also das viele Papier-Zeug kommen?
....irgendwann in einer serioesen Zeitung gelesen zu haben. Ich koennte dennoch versuchen eine andere Quelle zu finden.
Beim Bar - Cash Vermögen Chinas muss es wohl heissen:
1,2 Billionen US-$, soweit mit bekannt, also ein Zehntel der Zahlenangabe. Deutsches Zahlenverständnis bei Billion.
haben Sie denn diese Zahlen? In China gibt es ja nur umgerechnet eine knappe halbe Billion Yuan in Bargeld. Ich glaub die Gesamtmenge an US Bargeld beträgt weniger als 1,5 Billionen. Woher soll also das viele Papier-Zeug kommen?
....irgendwann in einer serioesen Zeitung gelesen zu haben. Ich koennte dennoch versuchen eine andere Quelle zu finden.
Beim Bar - Cash Vermögen Chinas muss es wohl heissen:
1,2 Billionen US-$, soweit mit bekannt, also ein Zehntel der Zahlenangabe. Deutsches Zahlenverständnis bei Billion.
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