Rating-Agenturen "Der Wohlstand der USA beruht auf Pump"

Die US-Politik ist handlungsunfähig, sagt Rating-Agentur-Chef Guan Jianzhong. Im Interview kritisiert der Chinese die Politik der Fed, immer mehr Dollar zu drucken.

ZEIT ONLINE: Herr Guan, der US-Kongress hatte sich vergangene Woche nach langem Ringen auf eine Erhöhung der Schuldengrenze und ein Sparpaket geeinigt. Sie werteten die USA dennoch ab. Warum?

Guan Jianzhong: Wir schauen bei unserem Rating auf die wirtschaftliche Gesamtsituation eines Landes. Dazu zählt vor allem die Leistungskraft. Das heißt, wir betrachten auch, ob ein Land in der Lage ist, seine Schulden zu begleichen. Bei der USA sind wir zu dem Ergebnis gekommen: Nein, auf diese Weise ist dieses Land dazu nicht imstande.

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ZEIT ONLINE: Sie zweifeln die größte Volkswirtschaft der Welt an?

Guan: Ja, das tun wir. Der interne Streit um die Erhöhung der Schuldengrenze hat gezeigt, wie handlungsunfähig die USA geworden ist. Die US-Politiker konnten sich auf keine Maßnahmen einigen, die Leistungskraft zu steigern. Und auch sonst findet sich in dem Sparpaket nichts wieder, was die Einnahmeseite erhöhen würde. Stattdessen werden immer weiter neue Schulden gemacht – und zwar nur, um überhaupt die Zinsen der alten Schulden begleichen zu können. Der Schuldenberg selbst wird nicht reduziert, sondern wächst immer weiter. 

Guan Jianzhong

Er ist Chef der chinesischen Rating-Agentur Dagong Global Credit Rating. Dagong wurde 1994 gegründet und bewertet neben chinesischen Firmen auch die Kreditwürdigkeit von ausländischen Konzernen und anderen Staaten. Die Bonität der USA bewertet das Unternehmen mit A und damit deutlich niedriger als die US-Rating-Agenturen. Umstritten ist, wie unabhängig die Agentur von der Regierung in Peking ist.

ZEIT ONLINE: Aber genau das ist doch das besondere an der USA. Mit dem Dollar als Leitwährung verfügt das Land über ein Instrument, über das andere Länder nicht verfügen: Die USA kann immer weiter Dollarnoten drucken und darüber ihre Schulden abbauen.

Guan: Aber auch das hat Grenzen. Und genau diese Grenzen werden jetzt erreicht, weswegen wir den miserabel ausgehandelten Schuldenkompromiss nun auch als einen kritischen Wendepunkt betrachten. Die Amerikaner setzen ganz allein auf eine lockere Geldpolitik ihrer Notenbank. Sie drucken immer weiter Dollar und versuchen ihre Schulden auf diesem Weg weg zu inflationieren.

ZEIT ONLINE: Das könnte doch funktionieren.

Guan: Aber genau das halte ich für gefährlich. Wenn die Fed weiter Dollarnoten druckt, verliert der Dollar an Wert. Damit riskiert sie aber seine Rolle als Leitwährung. Denn immer mehr Länder und Anleger verlieren das Vertrauen in den Dollar. Und wenn dieses Vertrauen weg ist, hat die USA erst Recht keine Möglichkeit mehr, den Schuldenberg abzubauen. Weil genau das aber momentan der Weg zu sein scheint, den die USA eingeschlagen hat, werten wir das Land ab.

ZEIT ONLINE: Für China ist der nun ausgehandelte Schuldenkompromiss immer noch besser als wenn es zu gar keiner Einigung gekommen wäre. Immerhin ist China mit mehr als 1,2 Billionen Dollar der größte ausländische Gläubiger der USA. Ein Staatsbankrott der USA wäre auch für China schmerzvoll.

Guan: Der nun ausgehandelte Kompromiss ist doch quasi eine Bankrotterklärung. Die Amerikaner zahlen ihre Schulden nicht zurück. Stattdessen wirft die Fed über eine lockere Geldpolitik immer weiter Dollar auf die Märkte. Dies sorgt dafür, dass vor allem die Preise von Rohstoffen weltweit in die Höhe schießen. Wir in China kämpfen momentan gegen eine sehr hohe Inflation. Zum großen Teil ist diese hohe Inflation auf die Geldpolitik der Fed zurückzuführen. 

ZEIT ONLINE: Worauf hätten sich die US-Politiker stattdessen einigen sollen?

Guan: Zwei Dinge hätte die USA grundsätzlich angehen müssen: Sie muss ihre Ausgaben im Ausland drastisch reduzieren. Und sie muss dafür sorgen, dass die US-Bürger nicht mehr so viel ausgeben. Zu viel davon ist kreditfinanziert, die Amerikaner haben zu sehr über ihre Verhältnisse gelebt. Die USA stellt sich immer noch als das reichste Land der Welt dar. Das ist sie in Wirklichkeit aber nicht mehr. Ihr Wohlstand beruht auf Pump.

ZEIT ONLINE: China verdankt seinen Boom genau diesem kreditfinanzierten US-Wachstum. Die Chinesen pumpen den Amerikanern Geld, indem sie ihnen fleißig US-Staatsanleihen abkaufen. Die Amerikaner geben dieses Geld für Produkte aus, die wiederum in China hergestellt werden. Bricht dieser Konsum weg, bricht auch Chinas Exportindustrie zusammen. Liegt es nicht auch an China, seine Wachstumsstrategie zu hinterfragen?

Guan: China hat viele Konsumprodukte gegen Dollars eingetauscht. Und nun stellt sich die Frage: Was machen wir mit so vielen Dollars? Wenn man dieses Geld nicht nutzen kann, was ist dann der Sinn für so viel Export? Diese Strategie muss in der Tat überdacht werden.

ZEIT ONLINE: Das heißt?

Guan: Wenn Amerikaner weniger konsumieren und wir deswegen auch weniger exportieren können, dann bleibt China nichts anderes übrig, als sich den neuen Umständen anzupassen. China müsste eigentlich Waren exportieren und im Gegenzug dafür auch Waren erhalten, die uns auch von Nutzen sind. Stattdessen erhalten wir einen Haufen Papier. Und dieser Papierhaufen verliert auch noch an Wert. Das geht so nicht. China muss seinen Binnenmarkt stärken. Das bestreitet auch in China niemand.

ZEIT ONLINE: Wird die USA ihre Rolle als führende Wirtschaftsmacht verlieren?

Guan: Ja, dieser Schuldenkompromiss stellt eindeutig eine Zäsur dar. Den Amerikanern ist es nicht gelungen, ihre Probleme anzugehen. Die Vorzüge, für die die USA mit ihrer freien Marktwirtschaft einst stand, sind nicht mehr zu erkennen.

ZEIT ONLINE: Und wird China künftig diese Führungsrolle übernehmen?

Guan: Das ist absolut möglich, hängt aber nicht zuletzt davon ab, ob wir die richtigen Lehren aus der US-Schuldenkrise ziehen. Und dazu zählt auch ein glaubwürdiges Rating. 

ZEIT ONLINE: Damit meinen Sie sich selbst?

Guan: Anders als bei den drei großen amerikanischen Rating-Agenturen stehen bei uns Fragen, wie frei die Märkte sind oder wie demokratisch im westlichen Sinne das Regierungssystem nicht im Vordergrund. Wir schauen auf das Resultat. Wichtig bei unserer Beurteilung ist vor allem die Frage, inwiefern ein Land imstande ist, seine Schulden zu begleichen. Auch die Frage, ob die Finanz- und Realwirtschaft noch in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen, spielt bei uns eine große Rolle. Die Krise zeigt doch, dass die Finanzwirtschaft in den westlichen Ländern völlig ausgeufert ist. Die Finanzwirtschaft produziert aber nicht. Sie verteilt nur.

 ZEIT ONLINE: Sie halten das Rating der drei großen US-Agenturen für politisch motiviert?

Guan: Ich würde schon sagen: Ja. Es ist doch kein Zufall, dass ausgerechnet die 15 derzeit am stärksten verschuldeten Länder dieser Welt zumindest bis vor kurzem noch ein sehr hohes Rating erhalten haben und allesamt dem Westen angehörten. Und auch aktuell bei den USA tun sie sich schwer, obwohl die Fakten alle eindeutig für eine Abwertung sprechen.

ZEIT ONLINE: Ihre Rating-Agentur wird nicht staatlich beeinflusst?

Guan: Das wird uns besonders von westlichen Medien immer unterstellt. Aber nein. Wir sind ein unabhängiges Privatunternehmen. Wir erhalten weder staatliche Unterstützung noch Anweisungen von der Politik. Unseren Eigentümern und Mitarbeitern ist es untersagt, an der Börse zu handeln. Unser Ziel ist es, als Rating-Agentur von den Märkten international anerkannt zu werden. Gelingt uns das nicht, wird es uns auch nicht mehr lange geben. Für uns würde zu viel auf dem Spiel stehen.

ZEIT ONLINE: Sie wollen sagen, der chinesische Staat hat es noch nicht einmal versucht, Einfluss auf Sie auszuüben? Ausgerechnet in China, wo jeder Zeitungsbericht einer staatlichen Kontrolle unterzogen wird?

Guan: Zumindest bislang hat es so etwas nicht bei uns gegeben. Ideologie ist für uns aber auch kein Kriterium, deswegen kritisieren wir auch nicht das politische System. Wir warnen vor Risiken. Und das ist auch der chinesischen Regierung von großem Nutzen. Wir bewerten unter anderem ein Drittel aller kommunalen Haushalte in China. Die Regierung braucht unabhängige Einschätzungen wie die von uns, um Fehler erkennen und beheben zu können.

ZEIT ONLINE: Wie bewerten Sie die derzeitige Schuldenkrise in den Euro-Staaten?

Guan: Die Euro-Länder und die USA haben derzeit beide ein Staatsschuldenproblem. Die Umstände sind aber völlig andere. Bei den Euro-Ländern sind es einzelne Länder, in denen es kriselt. Aber als Ganzes betrachtet stehen die Euro-Länder nicht so schlecht da wie die USA, weil es großen EU-Ländern wie Deutschland gut geht. Und Deutschland ist immerhin die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Zudem sind große Sparanstrengungen zu erkennen. Vor allem aber gefährden die Euro-Länder nicht den Rest der Welt. Das ist mit den USA anders. Die Amerikaner verringern nicht ihr Schuldendefizit oder steigern ihre Wertschöpfung, sondern versuchen, ihre Schulden über eine Dollarschwemme auf die gesamte Welt abzuwälzen. Damit aber schaden sie nicht nur sich selbst, sondern uns allen. Die große Gefahr geht von den Amerikanern aus.

 
Leser-Kommentare
  1. Das Problem ist nicht der Staatsbankrott bei dem die USA ihre Schulden akut nicht zurückzahlen könnten.

    Das Problem ist die Unfähigkeit der US-Politik (besonders der Republikaner) zur Haushaltskonsolisierung, was auf lange Sicht zu erheblichen Problemen, mehr für die Weltwirtschaft, als für die USA selbst, führen wird.

    Auch wenn ich der chinesischen Ratingagentur ihre Unabhängigkeit nicht abnehme, so vertritt sie doch einen wesentlich objektiveren Standpunkt als die verblendeten US-Unternehmen.

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    Dafür muss man das System kippen und das wäre ja Kommunismus (weil alles, was die Situation verbessern würde schonmal aus Prinzip Kommunismus ist).

    Dafür muss man das System kippen und das wäre ja Kommunismus (weil alles, was die Situation verbessern würde schonmal aus Prinzip Kommunismus ist).

  2. Tatsache ist: die USA haben inzwischen weder den WILLEN, noch die FÄHIGKEIT ihre Schulden jemals in WERTHALTIGEN Dollars zurückzuzahlen.

    Je eher der Rest der Welt das erkennt, um so besser - und inzwischen würde ich es auch für keine schlechte Idee halten, wenn wir in Deutschland noch mal die Sache mit eigenen Atomwaffen bzw. Trägersystemen überdenken bzw. angehen...

    ...ich bin nämlich nicht sicher, ob die USA die Würde und den Anstand besitzen, so wie die ehemalige UdSSR unterzugehen...nämlich mit einem Wimmer, statt mit einem KNALL.

    18 Leser-Empfehlungen
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    • Jenss
    • 09.08.2011 um 22:08 Uhr

    Sie sind mir zuvor gekommen mit Ihrer Überschrift. Sehr lobenswert fand ich auch das er auf das Verhältnis von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft einging.

    Letztlich verbirgt sich dahinter nämlich das Ende der sogenannten Dienstleistungsgesellschaft. Den größten Teil der "Umsätze" in England und der USA die den Dienstleistungen zugeschrieben werden kommen aus dem Finanzsektor.

    Letztlich werden dort aber keine Werte geschaffen. Wenn ein Land versucht sich einen Teil seiner Schulden durch Inflation zu entledigen, gelingt dies nur, wenn es gleichzeitig Güter und reale Werte schafft, die nicht Inflationsabhängig sind.

    Da die USA und England aber nur noch sehr wenig produzieren, wird es kaum gelingen durch Inflation die Schulden zu verringern. Das gleiche gilt übrigens für Irland.

    Duch die viel zu niedrigen Leitzinsen pumpt die Notenbank viel zu viel Geld ins System, dem kaum Werte in der Produktion entgegen stehen. Das Geld fließt so zwangsläufig in die nächste Blase.

    Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal den Goldpreis anschauen. Der steigt und steigt. Wenn der mal wieder schnell sinkt wird dort das Geld vernichtet, was jetzt ins System gepumpt wird.

    Solch ein Anstieg zeigt, das es viel zu viel Geld im Markt gibt, die Anleger aber nicht mehr wissen worin sie sinnvoll investieren können.

    ..darf ich nen Stueck Klietschkuchen haben? Gucke mah, was haette die BRD von den eigenen Atombomben? Jeglicher Austausch wuerde uns doch vernichten. Also sollten wir erst gar nicht mit Feuer spielen. Nee strammes Heer zum Schutz gegen die kleineren Moechtegerns waere allerdings nicht schlecht. Und ein bischen Schmiss und Sport in Morgendaemmerung taete jedem Jungen gut. Was die USA angeht, und Anstand, Deutschland gegenueber, haste denen eine Menge zu verdanken. Marschallplan aus der UDSSR? Nix mit. Mit den Amis machten wir bisher die beste Partie. Uns gings nie besser. Und die USA hat durchaus die Faehigkeit ihre Finanzen grade zu drehen. Du wirst dich eines Tages wundern wie fix das ging. Und das ohne Mogeln. Die USA sind halt in Allem zu erst.

    @OmaGeddon
    ...ich bin nämlich nicht sicher, ob die USA die Würde und den Anstand besitzen, so wie die ehemalige UdSSR unterzugehen...nämlich mit einem Wimmer, statt mit einem KNALL.
    Kluge Feststellung.
    Die Plutokratie in den USA hat jeglichen Realitaetssinn veroren und schlittert in gefaehrliche Gewaesser.
    Die Oligarchie wird den selbstverschuldeten Niedergang NIE freiwillig , oder wie Sie schreiben in Wuerde , hinnehmen.
    Im Grunde sehen wir diese Entwicklung schon seit 9/11 , dem Datum also , als die USA in die Phase der 'kontinuierlichen' Kriege ( zZt 7 )eingetreten ist.
    Wenn man nun diese Logik ueberspannt , muss man von einem Angriffskrieg der USA auf China ausgehen , wenn kein *Wunder* geschieht.

    aber nicht........sie schwimmen nämlich ziemlich weit oben
    mit ihren lächerlichen 37 Mill. Euro Schulden. Sie waren nicht untergegangen, sondern haben intelligenterweiße - Dank an Gorbatschow, die Zeichen der Zeit erkannt und den kalten Krieg beendet. Sie sind der Gewinner!!!!!!!!!!!

    • Jenss
    • 09.08.2011 um 22:08 Uhr

    Sie sind mir zuvor gekommen mit Ihrer Überschrift. Sehr lobenswert fand ich auch das er auf das Verhältnis von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft einging.

    Letztlich verbirgt sich dahinter nämlich das Ende der sogenannten Dienstleistungsgesellschaft. Den größten Teil der "Umsätze" in England und der USA die den Dienstleistungen zugeschrieben werden kommen aus dem Finanzsektor.

    Letztlich werden dort aber keine Werte geschaffen. Wenn ein Land versucht sich einen Teil seiner Schulden durch Inflation zu entledigen, gelingt dies nur, wenn es gleichzeitig Güter und reale Werte schafft, die nicht Inflationsabhängig sind.

    Da die USA und England aber nur noch sehr wenig produzieren, wird es kaum gelingen durch Inflation die Schulden zu verringern. Das gleiche gilt übrigens für Irland.

    Duch die viel zu niedrigen Leitzinsen pumpt die Notenbank viel zu viel Geld ins System, dem kaum Werte in der Produktion entgegen stehen. Das Geld fließt so zwangsläufig in die nächste Blase.

    Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal den Goldpreis anschauen. Der steigt und steigt. Wenn der mal wieder schnell sinkt wird dort das Geld vernichtet, was jetzt ins System gepumpt wird.

    Solch ein Anstieg zeigt, das es viel zu viel Geld im Markt gibt, die Anleger aber nicht mehr wissen worin sie sinnvoll investieren können.

    ..darf ich nen Stueck Klietschkuchen haben? Gucke mah, was haette die BRD von den eigenen Atombomben? Jeglicher Austausch wuerde uns doch vernichten. Also sollten wir erst gar nicht mit Feuer spielen. Nee strammes Heer zum Schutz gegen die kleineren Moechtegerns waere allerdings nicht schlecht. Und ein bischen Schmiss und Sport in Morgendaemmerung taete jedem Jungen gut. Was die USA angeht, und Anstand, Deutschland gegenueber, haste denen eine Menge zu verdanken. Marschallplan aus der UDSSR? Nix mit. Mit den Amis machten wir bisher die beste Partie. Uns gings nie besser. Und die USA hat durchaus die Faehigkeit ihre Finanzen grade zu drehen. Du wirst dich eines Tages wundern wie fix das ging. Und das ohne Mogeln. Die USA sind halt in Allem zu erst.

    @OmaGeddon
    ...ich bin nämlich nicht sicher, ob die USA die Würde und den Anstand besitzen, so wie die ehemalige UdSSR unterzugehen...nämlich mit einem Wimmer, statt mit einem KNALL.
    Kluge Feststellung.
    Die Plutokratie in den USA hat jeglichen Realitaetssinn veroren und schlittert in gefaehrliche Gewaesser.
    Die Oligarchie wird den selbstverschuldeten Niedergang NIE freiwillig , oder wie Sie schreiben in Wuerde , hinnehmen.
    Im Grunde sehen wir diese Entwicklung schon seit 9/11 , dem Datum also , als die USA in die Phase der 'kontinuierlichen' Kriege ( zZt 7 )eingetreten ist.
    Wenn man nun diese Logik ueberspannt , muss man von einem Angriffskrieg der USA auf China ausgehen , wenn kein *Wunder* geschieht.

    aber nicht........sie schwimmen nämlich ziemlich weit oben
    mit ihren lächerlichen 37 Mill. Euro Schulden. Sie waren nicht untergegangen, sondern haben intelligenterweiße - Dank an Gorbatschow, die Zeichen der Zeit erkannt und den kalten Krieg beendet. Sie sind der Gewinner!!!!!!!!!!!

    • hareck
    • 09.08.2011 um 18:39 Uhr

    und eine realistische Zustandsbeschreibung ausgerechnet aus China.

    Demnächst hole ich mir dort meine Ratings ;)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich kenne Herrn Guan nicht, ich vermute jedoch dass er einen Teil seiner Ausbildung und seiner Berufspraxis in den USA absolviert hat.

    Es gibt viele chinesische Führungskräfte im Finanzsektor die waren vorher bei Pimco oder bei Goldman-Sachs.

    Nachdem sie in die Heimat zurück gekehrt oder abgeworben wurden haben sie dort dann halt andere Rahmenbedingungen und können dem entsprechend auch anders an die Sache rangehen und diese auch anders kommunzieren. Gepaart mit einem Schuß Common Sense den der olle Konfuzius gelehrt hat wird dann eine brauchbare Analyse daraus.

    Ähnliche Sachverhalte habe ich im Übrigen auch schon von anderen nicht-chinesischen Experten gehört, die allerdings sind weniger wahrgenommen worden bzw. werden von der Presse und der Öffentlichkeit nicht beachtet.

    Insofern ist es gut zu sehen dass China darum bemüht ist einige unserer Fehler auszulassen.

    Ich kenne Herrn Guan nicht, ich vermute jedoch dass er einen Teil seiner Ausbildung und seiner Berufspraxis in den USA absolviert hat.

    Es gibt viele chinesische Führungskräfte im Finanzsektor die waren vorher bei Pimco oder bei Goldman-Sachs.

    Nachdem sie in die Heimat zurück gekehrt oder abgeworben wurden haben sie dort dann halt andere Rahmenbedingungen und können dem entsprechend auch anders an die Sache rangehen und diese auch anders kommunzieren. Gepaart mit einem Schuß Common Sense den der olle Konfuzius gelehrt hat wird dann eine brauchbare Analyse daraus.

    Ähnliche Sachverhalte habe ich im Übrigen auch schon von anderen nicht-chinesischen Experten gehört, die allerdings sind weniger wahrgenommen worden bzw. werden von der Presse und der Öffentlichkeit nicht beachtet.

    Insofern ist es gut zu sehen dass China darum bemüht ist einige unserer Fehler auszulassen.

  3. Der Chinese ist gut. Den Artikel kann man sich in der Tat hinter den Spiegel stecken.

  4. 5. na ja

    und wo sitzt nun bei uns in der politik so ein schlaues kerlchen?
    alles richtig.

    damit dürfte auch klar sein, dass die finanzmärkte genau die spielwiese sind, über die die amerikaner ihre finanzsunamis organiseiren.

    das heißt dann auch, dass europa seine interessen gegen die der usa durchsetzen muss und das geht nur gegen die spekulationsblase der finanzmärkte.

    theoretisch, denn praktisch haben wir dafür keine politiker ...

    • chamsi
    • 09.08.2011 um 18:42 Uhr

    hier das Chart von Dagong mit seinen weltweiten Ratings.....

    http://chartsbin.com/view...

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    Redaktion

    Vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Sie haben recht: Dagong hat am 3. August die Bewertung der US-Bonität von A+ auf A gesenkt. Wir haben das Kurzporträt von Herrn Guan entsprechend korrigiert.

    Beste Grüße
    Matthias Breitinger

    Redaktion

    Vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Sie haben recht: Dagong hat am 3. August die Bewertung der US-Bonität von A+ auf A gesenkt. Wir haben das Kurzporträt von Herrn Guan entsprechend korrigiert.

    Beste Grüße
    Matthias Breitinger

  5. Das klassische Klischee verlangt von Chinesen mit blumigen Umschreibungen nichts zu sagen, aber Herr Guan redet Tacheles, wie man es sich von den westlichen Kommentatoren und Korrespondenten nur wünschen könnte.

    Schade nur, dass er so lange Worte verwendet, sonst könnte es mal jemand übersetzen und den Tea-Party Anhängern zu lesen geben. Oder zum vorlesen...

  6. dar. Das ist sie in Wirklichkeit aber nicht mehr. Ihr Wohlstand beruht auf Pump."

    Ganz so ist es ja nicht. Die USA sind immer noch die Reichsten von allen. Vermögen aller Amerikaner insgesamt rd. 60 Billionen Dollar. Haushaltsschulden rund 15 Billionen Dollar.

    Das Problem ist nur, dass der Reichtum sehr ungleichmäßig verteilt ist und viel Konsum tatsächlich auf Pump läuft. Die letzten Haushaltsverhandlungen haben gezeigt, dass sie Reichsten endgültig nicht mehr zur Staatsfinanzierung beitragen sollen - wenn es nach der Tea Party geht. Für die kommenden Staatshaushalt wird das natürlich verheerend.

    So ist kein Staat zu machen. Naja, wenn die Dollar-Inflation so weiter läuft, entmachtet das auch die Reichen in den USA. Ein ganz guter Nebeneffekt.

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    • Daimon
    • 09.08.2011 um 20:32 Uhr

    position tauschen indem es dem Dollar mit Ansage das Genick bricht d.h. die neu Reservewährung promoten und dann die Dollaranleihen auf den Markt werfen um eine vernichtende Dollarinflation in gang zu bringen.

    Da sollten die Teaparty Leute vielleicht doch lieber Steuern zahlen sonst haben sie bald garnichts mehr.

    Überhaupt währe ein weltweites Sonderopfer für alle die mehr als 200000€ Bares besitzen die einfachste möglichkeit den Staaten genug Kapital für die Schuldentilgung zu verschaffen.

    Das wissen sie genauso gut wie ich.
    Die USA haben bereits fast 50 Millionen Menschen die letztlich auf Spenden angewiesen sind, Anzahl steigend. Selbst bei einer Hyperinflation sind die Reichen immer noch reicher, doch der eigentlichen Idee des "American dream" ist überhaupt noch diese relative soziale Sicherheit zu verdanken, die dann aber auch vergehen wird wenn die Amerikaner sehen, dass ihre Währung nichts mehr wert ist.

    Wenn die FED wirklich dumm ist dann wird sie praktisch eine Hyperinflation herbeiführen um die Schulden zu bezahlen - was dann dafür sorgen würde, dass die Armen sich absolut nichts mehr leisten können während die Reichen ihr Geld schnellstens in andere Währungen umwechseln.

    Und sie wissen was dann passiert, dasselbe gab es schon einmal nach 1923 zehn Jahre lang in Deutschland bis jemand aufgetaucht ist der "Tacheles" geredet hat, und dasselbe kann ebenso schnell in jedem Land der Welt passieren wie wir leider allzu oft erlebt haben.
    Vor allem das Erstarken der "Tea Party" ist dabei mehr als bedenklich...

    die USA sind der größte Kapitalexporteur. Neben der BRD der einzige Staat der 2011 mehr Kapital exportierte. Nur sind diese Couponschneider auf eine Mindehrheit der Gesellschaft begrenzt, während der Rest ein paar Brotkrumen bekommt.

    • Daimon
    • 09.08.2011 um 20:32 Uhr

    position tauschen indem es dem Dollar mit Ansage das Genick bricht d.h. die neu Reservewährung promoten und dann die Dollaranleihen auf den Markt werfen um eine vernichtende Dollarinflation in gang zu bringen.

    Da sollten die Teaparty Leute vielleicht doch lieber Steuern zahlen sonst haben sie bald garnichts mehr.

    Überhaupt währe ein weltweites Sonderopfer für alle die mehr als 200000€ Bares besitzen die einfachste möglichkeit den Staaten genug Kapital für die Schuldentilgung zu verschaffen.

    Das wissen sie genauso gut wie ich.
    Die USA haben bereits fast 50 Millionen Menschen die letztlich auf Spenden angewiesen sind, Anzahl steigend. Selbst bei einer Hyperinflation sind die Reichen immer noch reicher, doch der eigentlichen Idee des "American dream" ist überhaupt noch diese relative soziale Sicherheit zu verdanken, die dann aber auch vergehen wird wenn die Amerikaner sehen, dass ihre Währung nichts mehr wert ist.

    Wenn die FED wirklich dumm ist dann wird sie praktisch eine Hyperinflation herbeiführen um die Schulden zu bezahlen - was dann dafür sorgen würde, dass die Armen sich absolut nichts mehr leisten können während die Reichen ihr Geld schnellstens in andere Währungen umwechseln.

    Und sie wissen was dann passiert, dasselbe gab es schon einmal nach 1923 zehn Jahre lang in Deutschland bis jemand aufgetaucht ist der "Tacheles" geredet hat, und dasselbe kann ebenso schnell in jedem Land der Welt passieren wie wir leider allzu oft erlebt haben.
    Vor allem das Erstarken der "Tea Party" ist dabei mehr als bedenklich...

    die USA sind der größte Kapitalexporteur. Neben der BRD der einzige Staat der 2011 mehr Kapital exportierte. Nur sind diese Couponschneider auf eine Mindehrheit der Gesellschaft begrenzt, während der Rest ein paar Brotkrumen bekommt.

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