Sozialsysteme Künftig mehr Alte und höhere Kosten als gedacht
Die Zahl der Hundertjährigen steigt auch nach dem Jahr 2060 weiter, so eine Studie der Uni Köln. Der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung bringt das höhere Lasten.
Auf die deutschen Sozialsysteme könnten durch den demografischen Wandel künftig noch höhere Kosten zukommen als bislang erwartet. Das legen die Ergebnisse einer neuen Studie der Universität zu Köln nahe. Zwar sollen Details erst Ende September publiziert werden, doch die Grundzüge der Untersuchung wurden jetzt schon veröffentlicht.
In seinen Modellrechnungen kommt der Wirtschaftswissenschaftler Eckart Bomsdorf zu dem Schluss, dass, anders als bislang häufig angenommen, die Zahl der Hochbetagten in Deutschland auch in 50 Jahren noch weiter steigen wird. "Der demografische Wandel geht auch nach 2060 noch weiter", sagt Bomsdorf. "Bislang dachten viele, die Zahl der mindestens Hundertjährigen werde spätestens im Jahr 2060 anfangen zu sinken, denn die Zahl der Bevölkerung insgesamt geht zurück." Doch der Effekt werde voraussichtlich nicht eintreten: "Die Zahl der Hundertjährigen steigt weiter, trotz der sinkenden Bevölkerung." Damit werde auch der Anteil der Hochbetagten künftig deutlich höher sein als vielfach gedacht.
Als Basis der Berechnungen nutzt Bomsdorf die aktuelle Bevölkerung und ihre Lebenserwartung, bezogen auf die einzelnen Geburtsjahrgänge. Mögliche Wanderungseffekte werden nicht berücksichtigt.
Demzufolge werden etwa acht Millionen der heute in Deutschland lebenden Personen das hundertste Lebensjahr erreichen. Für im Jahr 2011 geborene Mädchen liegt die Chance, hundert Jahre alt zu werden, bei 27 Prozent, für neugeborene Jungen bei 15 Prozent. Unter den heute 30-jährigen Frauen werden voraussichtlich knapp 16 Prozent hundert Jahre alt oder älter. Unter den heute 30-jährigen Männern sind es etwas mehr als 8 Prozent.
"Die Zahlen zeigen, dass die künftigen Lasten für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung höher sein werden als bislang angenommen", sagt Bomsdorf. Vor allem die Pflegeversicherung sei schon jetzt unterfinanziert. Die Anzahl der Pflegebedürftigen werde sich bis 2050 verdoppeln, ihr Anteil an der Bevölkerung noch stärker zunehmen. "Und die Beiträge reichen schon jetzt nicht aus, um die Kosten zu decken."
- Datum 30.08.2011 - 17:01 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 19
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...verteufelt Raucher, Gelegenheitstrinker sowieso und auf die Jagd auf die Übergewichtigen fängt auch gerade an.
Andereseits weis man nicht wohin mit den Alten und Pflegefällen.
Lieber mit 70(von mir aus auch später:-) ) am Herzinfarkt sterben, mit Döner und Bierflasche in der Hand, als als unterernährter Vegetarier mit 100, Dank Alzheimer, im Bett liegen und vor mich hin vegetieren wie ein verwelktes Gemüse.
Ein Bekannter - Vorstand - Sportler - ist im Urlaub mit 50 auf dem Tennisplatz beim Tennisspiel tot umgefallen. Herzinfarkt.
Dieser wurde also nicht 100.
Das Problem wird sich von alleine lösen. Man muss es nur machen wie die USA und Russland: alles "Sozialistische" muss weg. Wir sind da in Deutschland auch auf einem "guten Weg". Medikamente und Arztbehandlungen müssen eben extra bezahlt werden, und das können sich nur noch Wohlhabende leisten in Zukunft, deren Zahl stetig sinkt.
Nachdem der teuflische Kommunismus in der UDSSR abgelöst wurde, ist die Lebenserwartung nochmal gesunken. War sie 1965 noch bei 65 Jahren für Männer und 73,6 Jahren für Frauen, ist die heutige Situation:
"Gegenwärtig haben in Russland Männer eine Lebenserwartung von 58,4 Jahren, Frauen von 71,9 Jahren.
Zwischen 1991 und 2003 sank die Lebenserwartung bei Männern in Russland um 4,9 und bei Frauen um 2,4 Jahre."
http://www.berlin-institu...
.. kosten, Geld spielt in dem System eh keine Rolle mehr oder nicht mehr so, als nur noch Statistik.
Da wird doch wieder ein Süppchen für die Versicherungen gekocht. " Zahlt bitte doch mehr privat. Die Allianz, Ergo, und vor allem Riester, Maschmeyer, Schröder und Rürupp brauchen mehr Tantieme." lautet doch der Slogan dieser Studie.
Es sind "Modsellrechnungen" bei denen die "Stellschrauben" stets so beliebig eingestellt werden können, dass das gewünschte Ergebnis sich ergibt.
Ich kann auch die "Modelle" so Umkehren, dass ich das Ergebnis als Resultat eingebe und die notwendigen "Stellschrauben" werden berechnet.
Soweit mein Beitrag zu sogenannten Modellrechnungen!!
Also wer ist der Sponsor?
Natürlich trommeln die Medien ja auch gerade wieder im Chor, das das Rentenniveau sinkt:
http://www.zeit.de/wirtsc...
Wer könnte da vielleicht an Sponsoring interessiert sein?
Mir fällt da so ein von Allianz über ERGO bis Zurich eine ganze Branche ein ;-)
Die Arbeitgeberverbände haben ja gerade über INSM und IW diese "nette" andere "Studie" lanciert, da sich offensichtlich selbst in der CDU der Gedanke eines Mindeslohnes breit macht:
Mit Neusprech zur Vollbeschäftigung
Die INSM gibt dem Niedriglohn einen schöneren Namen
Wer Unpopuläres verkaufen will, der muss sich etwas einfallen lassen. Politiker und Lobbyisten lassen sich dafür gern neue Begriffe einfallen, die vom wahren Kern des Problems ablenken sollen. Da werden dann Kriege zu humanitären Interventionen, aus der Vorratsdatenspeicherung wird die Mindestdatenspeicherung und das unbeliebte Hartz IV soll durch einen neuen Namen ein besseres Image erhalten. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird, knöpft sich nun den Niedriglohn vor: der sei eigentlich ein Einstiegslohn, findet die INSM und versucht das auch gleich mit einem passenden Gutachten zu belegen.
Natürlich trommeln die Medien ja auch gerade wieder im Chor, das das Rentenniveau sinkt:
http://www.zeit.de/wirtsc...
Wer könnte da vielleicht an Sponsoring interessiert sein?
Mir fällt da so ein von Allianz über ERGO bis Zurich eine ganze Branche ein ;-)
Die Arbeitgeberverbände haben ja gerade über INSM und IW diese "nette" andere "Studie" lanciert, da sich offensichtlich selbst in der CDU der Gedanke eines Mindeslohnes breit macht:
Mit Neusprech zur Vollbeschäftigung
Die INSM gibt dem Niedriglohn einen schöneren Namen
Wer Unpopuläres verkaufen will, der muss sich etwas einfallen lassen. Politiker und Lobbyisten lassen sich dafür gern neue Begriffe einfallen, die vom wahren Kern des Problems ablenken sollen. Da werden dann Kriege zu humanitären Interventionen, aus der Vorratsdatenspeicherung wird die Mindestdatenspeicherung und das unbeliebte Hartz IV soll durch einen neuen Namen ein besseres Image erhalten. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert wird, knöpft sich nun den Niedriglohn vor: der sei eigentlich ein Einstiegslohn, findet die INSM und versucht das auch gleich mit einem passenden Gutachten zu belegen.
Da hilft nur eins, die Reichen und Multinationals muessen wieder Steuern zahlen.
Die jaehrlich in Deutschland entstehenden Vermögen gehen an 90% der Bevölkerung komplett vorbei. Im Gegenteil, viele der weniger bevorteilten machen auch noch Schulden. Das Geld ist also da. Es wird jedes Jahr mehr. Es wird in perversen Finanzgeschaeften an Banken und Privatpersonen umverteilt, etwa wenn der Staat Geld an die Deutsche Bank leiht, damit diese es zu vielfach hoeheren Zinsen an Griechenland weitergeben kann. Alles hausgemacht, von inkompetenten oder gar korrupten Politikern. Und der Deutsche wundert sich und geht am Ende wieder SPD und CDU waehlen.
...wenn die Experten dann noch am Leben sind, dann werden die für's Jahr 7000 hellsehen.
Ich hingegen sage, dass viele Menschen heute unter Last und Mindestlohn ein sehr kurzes Leben bei zeitgleicher niedriger Rente haben werden.
nicht ganz aktuell:
Die Anzahl der in den Jahren 2004 und 2005 (Stand: September 2005) vom Bundespräsident übermittelten Glückwünsche lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Jahr 2004:
100. Geburtstag: 4.123 Jubilare
105. Geburtstag: 203 Jubilare
106. Geburtstag: 71 Jubilare
107. Geburtstag: 34 Jubilare
108. Geburtstag: 14 Jubilare
109. Geburtstag: 5 Jubilare
110. Geburtstag: 2 Jubilare
111. Geburtstag: 2 Jubilare
Jahr 2005:
100. Geburtstag: 3.118 Jubilare
105. Geburtstag: 156 Jubilare
106. Geburtstag: 70 Jubilare
107. Geburtstag: 22 Jubilare
108. Geburtstag: 13 Jubilare
109. Geburtstag: 5 Jubilare
da muss noch noch eine menge passieren wenn wir die 8 mio >100 jaehrigen erreichen wollen. vielleicht sollte man auch erst mit 85 in rente gehen?
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