Euro-Krise: Euro-Bonds könnten die Abwärtsspirale stoppen
Die Bundesregierung hält Euro-Bonds nicht für den richtigen Weg aus der Krise. Es ist höchste Zeit, den Widerstand aufzugeben.
Es war eine überraschende Nachricht. Die Bundesregierung sei angeblich bereit, zur Rettung der Währungsunion notfalls auch die Einführung von Euro-Bonds zu akzeptieren, berichtete die Welt am Sonntag . "Die Bewahrung der Euro-Zone mit all ihren Mitgliedern hat für uns absoluten Vorrang" , zitierte das Blatt aus Kreisen der Regierung.
Eine Kehrtwende in der Krisenpolitik Berlins? Die Bundeskanzlerin ließ ihren Sprecher Steffen Seibert umgehend dementieren. Dabei wäre es höchste Zeit, Deutschland gäbe den Widerstand gegen gemeinsame europäische Anleihen endlich auf.
Das ewige Retten kann so nicht weitergehen. Nach jedem Beschluss, den die europäischen Regierungschefs fassen, um die Krise zu beruhigen, flammt sie an anderer Stelle wieder auf. Seit eineinhalb Jahren verschärft sich die Lage stetig. Euro-Bonds könnten die Abwärtsspirale beenden. Durch sie würde nicht mehr jeder Euro-Staat alleine für seine Verbindlichkeiten haften müssen, sondern die Gemeinschaft als Ganzes spränge für den Großteil ein. Stark sinkende Zinsen wären die Folge und – so die Hoffnung – ein wieder erstarkendes Vertrauen der Kreditgeber.
Die Kritik, Deutschland würde durch Euro-Bonds endgültig zum Zahlmeister Europas, hält keinem zweiten Blick stand. Es ist keinesfalls sicher, dass Deutschland nach der Einführung der Gemeinschaftsanleihen wirklich höhere Zinsen für seine Schulden zahlen müsste. Die Verschuldung der Euro-Zone, an ihrer Wirtschaftskraft gemessen, ist deutlich niedriger als die der USA. Und US-Staatsanleihen erfreuen sich extrem niedriger Zinsen, trotz der Herabstufung durch die Rating-Agentur Standard & Poor's. Einfach nur die Durchschnittsverzinsung der nationalen Anleihen als Maßstab für künftige Zinsen zu nehmen, ist unseriös.
Wer aber so laut Euro-Bonds fordert, wie es einige der Euro-Krisenstaaten tun, muss sich der Konsequenzen bewusst sein: Die Aufgabe nationaler Souveränität in der Finanzpolitik wäre zwingend. Künftig müsste Brüssel darüber wachen, dass die Mitgliedsländer ihre Finanzen im Griff haben, mit aller notwendigen Konsequenz. Diese grundlegende Bedingung für gemeinsame Anleihen hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Wochenende auch deutlich gemacht. Denkbar wäre darüber hinaus, dass jedes Euroland Schuldengrenzen in der Verfassung festschreibt, ähnlich wie in Deutschland.
Deutschland hätte als wirtschaftsstärkstes Mitgliedsland die Chance, diese neue europäische Architektur entscheidend zu gestalten. Am Ende würde die Europäisierung der Finanzpolitik nicht uns, sondern die wirtschaftlich schwächeren Länder Südeuropas am stärksten treffen. Ihnen würde eine nachhaltige Finanzpolitik vorgeschrieben – auf Dauer. Denn Euro-Bonds machen Sparpakete und Reformen in Griechenland , Portugal , Italien und Frankreich noch lange nicht überflüssig.




Sie werden kommen , weil Sarkozy sie will. Es werden laue Versprechen gegeben werden , dass die Finanzpolitik der Schuldenstaaten besser überwacht werden soll, dass Sozialpolitik, Rentenpolitik und Arbeitspolitik sich annähern sollen , man wird uns eventuell auffordern den Verteidigungshaushalt anderer Staaten ( Frankreich ) mitzufinanzieren, da die ja mehr für unsere Sicherheit ( Libyen ) tun und unseren Exportüberschuss abzubauen, der ja Mitschuld hat an dem Niedergang der Industrie in anderen EU-staaten,
dann werden die Eurobonds beschlossen.
Sorry, aber Falsches bleibt falsch. das Problem wird am falschen Ende angepackt, egal ob Eurobonds, Rettungsschirm, EFSF und wie sie alle heißen.
Schulden bleiben Schulden. Und, so lange es KEINE Nation schafft, bei derzeit optimalen Wirtschafstdaten einen Überschuss zu produzieren, kann keines dieser Konstrukte länger halten als die Legislaturperiode der verantwortlichen Politiker. Was wohl auch der einzige Sinn ist.
Und, eine geforderte Schuldenbremse zerbröselt doch spätestens bei der nächsten Rezession, und die kommt sicher. Auch möchte ich mal sehen was die kommende Generation an Jugendlichen mit uns anstellt wenn wir denen sagen dass Sie doch bitte mal x-Billionen Schulden abtragen sollen. Dagegen wird dann das was derzeit in GB abläuft ein Kindergeburtstag.
Lächerlich das alles, einfach nur noch lächerlich!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und achten auf Ihre Ausdrucksweise. Danke, die Redaktion/se
Wenn Herr Soros den Regierungen Tipps zu der Finanzkrise gibt dann kann ich demnächst auch gleich ein Porsche Cayenne GTS Fahrer zum Thema Umweltfreundlichkeit befragen.
Wenn Herr Soros den Regierungen Tipps zu der Finanzkrise gibt dann kann ich demnächst auch gleich ein Porsche Cayenne GTS Fahrer zum Thema Umweltfreundlichkeit befragen.
Wenn unsere unbedarften Politiker neben dem Rettungsschirm auch die Euro-Bonds akzeptieren ist die Herabstufung durch die Ratingagenturen wohl unausweichlich. Frankreich an unserer Stelle würde die nationalen Interessen über Euro-Bonds stellen. Die Verantwortung für Deutschland ist unseren Politikern abhanden gekommen.
wo die wahren Zocker sitzen.
Zitat: "Euro-Bonds könnten die Abwärtsspirale stoppen"
Da fallen mir ja sofort jede Menge Anmerkungen ein:
1. Vielleicht ja, vielleicht nein. Aber hinterher hat man dann so eben mal für Schulden in Höhe von über 5 Billionen Euro mit gebürgt (bei Abdeckung von Schulden bis 60% des BIP über Eurobonds; zum Vergleich Deutschland 2 Billionen Euro). Und was macht man, wenn die Abwärtsspirale dann nicht gestoppt wurde?
2. Die Abwärtsspirale ist ja nur eine Folge der Schulden und des schlechten Managements. Da setzt man aber viel Geld ein, um nur die Folgen zu mindern.
3. Den Krisenstaaten hilft das kein bißchen. Deren eigene Anleihen will dann erst recht niemand mehr haben. Die Rettungspakete bleiben uns also auch noch.
4. Hinzu kommt die endlose Diskussion um die Erhöhung der Schuldengrenze. Zwei Wochen nach der Einführung meldet sich Baroso und fordert die nächste Anhebung.
5. Oft gesagt, immer wieder gut: Wie wollen sie einen souveränen Staat zwingen, die Grenzen einzuhalten? Ist schon blöd, wenn der dann einfach mal die Zinszahlungen einstellt. Sie zwingen doch niemand, der ihnen einen geladenen Revolver an den Kopf hält.
Über Rettungen...und die Griechen kaufen Gold ohne Ende auf...nachzulesen auf weltonline......die geben schon das Geld aus, das sie an Zinsen sparen, kommen die Bonds...so viel zu verantwortlichem Verhalten!
Wenn Herr Soros den Regierungen Tipps zu der Finanzkrise gibt dann kann ich demnächst auch gleich ein Porsche Cayenne GTS Fahrer zum Thema Umweltfreundlichkeit befragen.
Die ganzen Pleitestaaten möchten unbedingt Eurobonds haben, ohne die Hoheit für die Finanzen abzugeben. Für deren Anleihen sollen die anderen Euroländer einfach Mitbürgen. Eurobonds sollen ja verhindern, das man sparen muss. Wenn man die Finanzmacht an einer EU Behörde abgibt, muss man am Ende doch Sparen. So doof sind die auch nicht.
Die USA haben immer noch die Weltleitwährung. Der Internationale Handel wird in Dollar abewickelt. Der Gewinn muss dann auch in Dollar angelegt werden. Ein Eurotausch bringt nur etwas, wenn man in Europa aktiv ist. Den Liquiditätsvorteil wird sich auch mit Eurobonds nicht einstellen.
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