Britische Aufsichtsbehörden untersuchen einem Zeitungsbericht zufolge von der Deutschen Bank zusammengestellte Wertpapiere wegen Betrugsverdachts. Die Ermittlungen des Serious Fraud Office (SFO) sollen Beweise dafür liefern, dass Finanzinstitute ihren Kunden beim Verkauf von forderungsbesicherten Wertpapieren in Großbritannien falsche Informationen lieferten, berichtet die Financial Times.

Von der Untersuchung seien auch Goldman Sachs sowie weitere Geldhäuser betroffen, die jedoch nicht namentlich genannt werden. SFO-Direktor Richard Alderman sagte, die Ermittlungen seien schwierig, da die Behörde den Instituten eine Betrugsabsicht nachweisen müsse.

Erst am Freitag war eine neue Milliardenklage gegen die Deutsche Bank in den USA bekannt geworden: Bei der Aufarbeitung der Finanzkrise zieht überraschend die Aufsichtsbehörde der beiden größten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac vor Gericht.

Die Aktien der Deutschen Bank notierten am Montagmorgen auf dem niedrigsten Stand seit März 2009. Sie rutschten als schwächster Dax-Wert um 5,46 Prozent auf 24,600 Euro ab.