Euro-Debatte Wer die Rezession will, muss FDP wählen

Wer die Pleite Griechenlands heraufbeschwört, übersieht: Sie hätte eine gigantische Wohlstandsvernichtung zur Folge – auch in Deutschland.

FDP-Parteichef Philipp Rösler

FDP-Parteichef Philipp Rösler

Die Nachwelt steht immer fassungslos vor den großen Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Wie konnte es passieren, dass die Weltwirtschaft in den dreißiger Jahren in die offensichtlich entstehende Depression rutschte? Warum hat niemand etwas dagegen unternommen? Warum hat keiner gewarnt? Im Nachhinein ist kaum zu begreifen, wie es so weit kommen konnte.

An der Euro-Krise lässt sich die Genese einer Katastrophe in Echtzeit studieren. Die gemeinsame Währung steht kurz vor dem Zusammenbruch. Naiv wäre der Glaube, dass dies keine Auswirkungen auf den politischen Zusammenhalt des Kontinents habe. Erst fällt der Euro, dann kollabiert die Wirtschaft und irgendwann werden die Europäer wieder aufeinander losgehen – dieses Szenario steht uns möglicherweise bevor.

Anzeige

Eine Pleite Griechenlands – oder gar ein Austritt aus der Währungsunion – würde zu massivsten Verwerfungen an den ohnehin nervösen Finanzmärkten führen. Nach einer Pleite werden die Investoren einen Bogen um Europa machen, weil sie auch Italien und Spanien misstrauen. Die Banken werden kein Geld mehr flüssig haben und keins erhalten. Die Sparer werden ihr Geld verlieren. Die Wirtschaft wird in eine tiefe Rezession stürzen. Die Arbeitslosigkeit wird steigen.

Die Kosten einer Pleite wären unabschätzbar

Nun mag es Möglichkeiten geben, die Folgen einer Pleite oder eines Austritts abzumildern. Durch neue Rettungsschirme, durch eine großflächige Verstaatlichung der Banken, durch Kapitalverkehrskontrollen. Doch warum sollte es einfacher sein, eine politische Mehrheit dafür zu finden als für ein neues Hilfspaket für Griechenland, das uns allenfalls ein paar Milliarden kostet?

Die FDP hat sich schon in der Finanzkrise gegen eine Bankenverstaatlichung gewehrt, würde sie ihr jetzt zustimmen? Oder neuen Garantien für all jene Länder, die im Fall einer Pleite Griechenlands ebenfalls wanken würden? Oder einem Marshall-Plan?

Es dürfte alles in allem erheblich billiger kommen, Griechenland weiter zu finanzieren und im Gegenzug Reformen voranzutreiben, auch wenn damit Dauerstreit programmiert ist. Selbst wenn Europa die gesamten Staatsschulden des Landes übernehmen müsste würde es sich nicht überheben – im Gegenteil.

Leser-Kommentare
  1. von diesen reißerischen Kommentaren bei der ZEIT!!!...
    Hier werden Kommentare gelöscht, da sie Fakten nicht in ihre Argumentation einbinden würden.
    Wieso sehe ich hier dann keine volkswirtschaftlichen Analysen sondern lese wilde Spekulationen?

    122 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Alle Welt guckt auf den Euro. Der Dollar ist aber die auf wackligen Beinen stehende Währung, nicht der Euro. Die Amis lachen sich doch kaputt, dass wir hier den Euro zerreden. Er ist die einzig stabile Währung wenn es ENDLICH mal zu lange überfälligen Verfall des Dollars kommt, und Chinas Macht gleich mit relativiert. Dann werden sich alle um Europa reissen.

    • Cando
    • 16.09.2011 um 10:57 Uhr

    ... die ZEIT hat sich bei aller berechtigter Kritik an der FDP mittlerweile zu sehr darauf eingeschossen, aktives FDP-Bashing zu betreiben.

    Die Partei ist ohnehin (übrigens aus anderem Grunde als der EU-Politik: zu Recht) in der Bedeutungslosigkeit der 5%-Hürde verschwunden. Die ZEIT aber schießt hier über das Ziel hinaus: Durch diese vor allem substanzlosen Kommentare (wie auch zuvor der von Herrn Dausend) vermittelt diese Zeitung mittlerweile das Niveau eines mittelmäßigen Regionalblattes.

    Warum werden keine volkswirtschaftlichen Analysen zum Thema Eurokrise veröffentlicht?

    Vielleicht deshalb, weil die Volkswirte keine Ahnung haben was da eigentlich abgeht. Die Mikroökönomie lässt sich ja noch einigermaßen gut beschreiben - wer mehr Geld ausgibt als er einnimmt geht Pleite.
    Aber die Makroökonomie gleicht mehr einer Mischung aus Voodoo und Wahrsagerei.

    Wie war das mit der Steuersenkung die durch die von ihr geschaffenen Anreize letztendlich mehr Steuergeld in die Kassen zaubert. Diese Mär wird zwar immer wieder herunter geleiert, aber wirklich überprüft wurde sie noch nie. Kann man wahrscheinlich auch gar, darum lässt sie sich so schön und beliebig wiederholen.

    Ich persönlich vertraue einem Volkswirten keinen Cent an.

    Das Vorgehen in der Euro-Krise ist ein Problem das politisch gelöst werden muss, ökonomische Planspiele mit ihren unüberprüfbaren Annahmen sind hier eher fehl am Platz.

    Fakt ist:

    * Griechenland steckt in Problemen
    * Viele griechische (und italienische, etc.) Staatsanleihen stecken in den Bilanzen der (West-)Europäischen Banken.

    Raten Sie mal was passiert, wenn Griechenland den Schuldendienst einstellt und dicht macht.

    Am nächsten Tag seht dann der Herr Ackermann bzw. seine Nachfolger und Konsorten bei der Kanzlerin auf der Matte und rufen nach der Feuerwehr.

    Aber vielleicht könnte man die Deutsche Bank ja auch in die geordnete Insolvenz gehen lassen. Der sanfte Tod des Retiers ist schon längst überfällig.

    Es wird sich nicht auf das Problem fokussiert. Wieder nur drum herum.

    "Es dürfte alles in allem erheblich billiger kommen, Griechenland weiter zu finanzieren und im Gegenzug Reformen voranzutreiben"
    Dann machen sie es doch Herr Schieritz konkret. Jeder weiß was passieren muss.

    Ich bin kein Freund der FDP und CSU. Aber man kann doch nicht jeden Diskurs um ein Thema damit beenden das es eine Seite gibt die Recht hat und die andere Populistisch ist. Man ist zu Recht uneins wie man mit Griechenland weiter machen soll. Für mich bedeutet Populistisch dem kleinen Bürger nach dem Mund zu reden. Es ist aber auch nicht besser Arogant zu sein und zu behaupten das die Krise sich durch ein weiteres Geldpaket für die Griechen lösen lässt.
    Ob das Geld wieder zurückgezahlt wird und was für Folgen das Scheitern des Rettungsschirms(Italien Bankrott?) haben könnte ist nicht abzusehen.
    Ausserdem sind auch nicht die meisten Deutschen dafür die Griechen aus dem Euro zu schmeissen oder Pleite gehen zu lassen. Die meisten glauben einfach nicht das ein weitere Rettungsschirm, bei einer Staatsschuld von mehr als 160%, die Krise beendet. Ausserdem sollten die Reichen in GR dafür zahlen. 2000 Familien besitzen dort 80% des Vermögens. Die sollen erstmal ordentlich zahlen. Das wird hier nicht gefordert. Stattdessen ist jeder der gegen mehr Schulden ist ein Populist. So wie in den anderen Medien auch. Da könnten die Medien mal den Menschen der EU dienen, nicht nur dem Establishment.

    Wenn Herr Schieritz fassungslos vor der Weltwirtschaftskrise steht, dann gibt es ein gutes Mittel: ein Geschichtsbuch lesen. Zugegeben, die guten Bücher über Wirtschaftsgeschichte der 20er und 30er Jahre sind nicht so zahlreich.

    Natürlich führt die Insolvenz Griechenlands zu einem nicht kalkulierbaren Wohlstandsverlust. Gleiches gilt auch für die Unterstützung Griechenlands. Die Behauptungen von Herrn Schieritz sind weder argumentativ unterlegt, noch logisch untermauert. Die ständige Zensur der Redaktion nebst Aufforderung zur "sachlichen Kritik" ist angesichts dieses Machwerks anmaßend und nervtötend.

    "Italien und Spanien" können sich selber helfen" Wirklich, Herr Schieritz,was muß passieren, daß man solche Sätze schreibt? Wo muß man bei der Zeit vernetzt sein, daß solche Sätze veröffentlicht werden. Italien hat erst letzte Woche China angepumpt und die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ist inzwischen legendär.

    • PigDog
    • 16.09.2011 um 12:13 Uhr

    - weil man nicht genug fachwissen besitzt um fundiert zu analysieren

    - weil man nicht fundiert analysieren möchte sondern die öffentliche meinung in eine bestimmte richtung drängen will

    - eine kombination obiger gründe

    ---

    dahinter muss man übrigens nicht gleich eine verschwörung vermuten, einen guten überblick über die funktion der presse in "demokratien" gibt noam chomsky in "manufactoring consent"

    • joG
    • 16.09.2011 um 12:22 Uhr

    ....sehr ähnlich. Die Zeit mag die FDP offenbar nicht und sagt Dinge, die man wirklich nicht vertreten kann seit Längerem. Man kann ihr eigentlich nichts glauben, das mit der deutschen Innenpolitik zu tun hat. Das gilt natürlich nicht für alle Autoren, aber im Allgemeinen ist das mein Eindruck. Es ist eine Art Stalking.

    In diesem Fall ist zu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession recht hoch ist, egal wer gewählt wird. Es sind sehr große Geldmengen aus dem Handelsüberhang stetig aufgebaut worden, die nicht ausgeglichen wurden. Diese Schulden sind wirtschaftlich nicht unterlegt und können nur zum kleineren Teil zurückbezahlt werden. Der Fehlbetrag wird jemandem und damit meine ich jemandem innerhalb der Gruppe der Gläubiger fehlen. Die Frage ist lediglich, wer das sein wird. Das wird bestimmen, wie die Rezession beginnt und verläuft.

    • zompel
    • 16.09.2011 um 13:30 Uhr

    werden da vernichtet, So wie ein Ballon Luft verliert. Bei einem Ja würden wir immer luft reinpumpen. Ich habe noch nirgends gelesen wie und nach welchen Plan Griechenland seine Schulden bezahlen will, nirgends. Aber vieleicht weiss die Zeit mehr.

    Liebe ZEIT, lieber Herr Schieriz,

    in der FAZ liest man in letzter Zeit sehr viele differenzierende Artikel, in denen unterscheidliche Szenarien analysiert und beschrieben werden. - Die FAZ ist zwar die Zeitung der falschen Partei, doch sie ist die einzige Zeitung in D. die gute Analysen zur akteullen Krise liefert. Sie dagegen haben sich auf die FDP eingeschossen, nach dem Motto die Welt geht unter und die FDP ist Schuld. Die Partei liegt bei 3 Prozent und zieht nicht wieder in den Bundestag ein-was soll ihr Geschrei?

    Ich wechsel die Zeitung und hoffe, dass die ZEIT sich demnächst mal ne Auszeit nimmt,...wie die FDP auch.

    • an-i
    • 16.09.2011 um 22:21 Uhr

    "Wieso sehe ich hier dann keine volkswirtschaftlichen Analysen sondern lese wilde Spekulationen?",
    weil die sog. "volkswirtschaftler" auch mit ihrem latein am ende sind. es gibt keine objektive analyse, sondern nur immer wieder von der jeweiligen "lobbybetrachtung", damit seine gruppe (banken, versicherungen, usw.)nicht den kürzeren zieht. alle bemühen sich die analyse (s. sinn) so darstellen, das seine klientel am besten wegkommt, versteht sich auf kosten des steuerzahlers, da der keine lobby hat.
    so sieht es aus mein lieber. gute nacht.
    die ackermanns waren immer die gewinner, bis es aufstand gibt, und da sind wir sehr nahe am...
    gott hüte uns von amerika.

    Alle Welt guckt auf den Euro. Der Dollar ist aber die auf wackligen Beinen stehende Währung, nicht der Euro. Die Amis lachen sich doch kaputt, dass wir hier den Euro zerreden. Er ist die einzig stabile Währung wenn es ENDLICH mal zu lange überfälligen Verfall des Dollars kommt, und Chinas Macht gleich mit relativiert. Dann werden sich alle um Europa reissen.

    • Cando
    • 16.09.2011 um 10:57 Uhr

    ... die ZEIT hat sich bei aller berechtigter Kritik an der FDP mittlerweile zu sehr darauf eingeschossen, aktives FDP-Bashing zu betreiben.

    Die Partei ist ohnehin (übrigens aus anderem Grunde als der EU-Politik: zu Recht) in der Bedeutungslosigkeit der 5%-Hürde verschwunden. Die ZEIT aber schießt hier über das Ziel hinaus: Durch diese vor allem substanzlosen Kommentare (wie auch zuvor der von Herrn Dausend) vermittelt diese Zeitung mittlerweile das Niveau eines mittelmäßigen Regionalblattes.

    Warum werden keine volkswirtschaftlichen Analysen zum Thema Eurokrise veröffentlicht?

    Vielleicht deshalb, weil die Volkswirte keine Ahnung haben was da eigentlich abgeht. Die Mikroökönomie lässt sich ja noch einigermaßen gut beschreiben - wer mehr Geld ausgibt als er einnimmt geht Pleite.
    Aber die Makroökonomie gleicht mehr einer Mischung aus Voodoo und Wahrsagerei.

    Wie war das mit der Steuersenkung die durch die von ihr geschaffenen Anreize letztendlich mehr Steuergeld in die Kassen zaubert. Diese Mär wird zwar immer wieder herunter geleiert, aber wirklich überprüft wurde sie noch nie. Kann man wahrscheinlich auch gar, darum lässt sie sich so schön und beliebig wiederholen.

    Ich persönlich vertraue einem Volkswirten keinen Cent an.

    Das Vorgehen in der Euro-Krise ist ein Problem das politisch gelöst werden muss, ökonomische Planspiele mit ihren unüberprüfbaren Annahmen sind hier eher fehl am Platz.

    Fakt ist:

    * Griechenland steckt in Problemen
    * Viele griechische (und italienische, etc.) Staatsanleihen stecken in den Bilanzen der (West-)Europäischen Banken.

    Raten Sie mal was passiert, wenn Griechenland den Schuldendienst einstellt und dicht macht.

    Am nächsten Tag seht dann der Herr Ackermann bzw. seine Nachfolger und Konsorten bei der Kanzlerin auf der Matte und rufen nach der Feuerwehr.

    Aber vielleicht könnte man die Deutsche Bank ja auch in die geordnete Insolvenz gehen lassen. Der sanfte Tod des Retiers ist schon längst überfällig.

    Es wird sich nicht auf das Problem fokussiert. Wieder nur drum herum.

    "Es dürfte alles in allem erheblich billiger kommen, Griechenland weiter zu finanzieren und im Gegenzug Reformen voranzutreiben"
    Dann machen sie es doch Herr Schieritz konkret. Jeder weiß was passieren muss.

    Ich bin kein Freund der FDP und CSU. Aber man kann doch nicht jeden Diskurs um ein Thema damit beenden das es eine Seite gibt die Recht hat und die andere Populistisch ist. Man ist zu Recht uneins wie man mit Griechenland weiter machen soll. Für mich bedeutet Populistisch dem kleinen Bürger nach dem Mund zu reden. Es ist aber auch nicht besser Arogant zu sein und zu behaupten das die Krise sich durch ein weiteres Geldpaket für die Griechen lösen lässt.
    Ob das Geld wieder zurückgezahlt wird und was für Folgen das Scheitern des Rettungsschirms(Italien Bankrott?) haben könnte ist nicht abzusehen.
    Ausserdem sind auch nicht die meisten Deutschen dafür die Griechen aus dem Euro zu schmeissen oder Pleite gehen zu lassen. Die meisten glauben einfach nicht das ein weitere Rettungsschirm, bei einer Staatsschuld von mehr als 160%, die Krise beendet. Ausserdem sollten die Reichen in GR dafür zahlen. 2000 Familien besitzen dort 80% des Vermögens. Die sollen erstmal ordentlich zahlen. Das wird hier nicht gefordert. Stattdessen ist jeder der gegen mehr Schulden ist ein Populist. So wie in den anderen Medien auch. Da könnten die Medien mal den Menschen der EU dienen, nicht nur dem Establishment.

    Wenn Herr Schieritz fassungslos vor der Weltwirtschaftskrise steht, dann gibt es ein gutes Mittel: ein Geschichtsbuch lesen. Zugegeben, die guten Bücher über Wirtschaftsgeschichte der 20er und 30er Jahre sind nicht so zahlreich.

    Natürlich führt die Insolvenz Griechenlands zu einem nicht kalkulierbaren Wohlstandsverlust. Gleiches gilt auch für die Unterstützung Griechenlands. Die Behauptungen von Herrn Schieritz sind weder argumentativ unterlegt, noch logisch untermauert. Die ständige Zensur der Redaktion nebst Aufforderung zur "sachlichen Kritik" ist angesichts dieses Machwerks anmaßend und nervtötend.

    "Italien und Spanien" können sich selber helfen" Wirklich, Herr Schieritz,was muß passieren, daß man solche Sätze schreibt? Wo muß man bei der Zeit vernetzt sein, daß solche Sätze veröffentlicht werden. Italien hat erst letzte Woche China angepumpt und die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ist inzwischen legendär.

    • PigDog
    • 16.09.2011 um 12:13 Uhr

    - weil man nicht genug fachwissen besitzt um fundiert zu analysieren

    - weil man nicht fundiert analysieren möchte sondern die öffentliche meinung in eine bestimmte richtung drängen will

    - eine kombination obiger gründe

    ---

    dahinter muss man übrigens nicht gleich eine verschwörung vermuten, einen guten überblick über die funktion der presse in "demokratien" gibt noam chomsky in "manufactoring consent"

    • joG
    • 16.09.2011 um 12:22 Uhr

    ....sehr ähnlich. Die Zeit mag die FDP offenbar nicht und sagt Dinge, die man wirklich nicht vertreten kann seit Längerem. Man kann ihr eigentlich nichts glauben, das mit der deutschen Innenpolitik zu tun hat. Das gilt natürlich nicht für alle Autoren, aber im Allgemeinen ist das mein Eindruck. Es ist eine Art Stalking.

    In diesem Fall ist zu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession recht hoch ist, egal wer gewählt wird. Es sind sehr große Geldmengen aus dem Handelsüberhang stetig aufgebaut worden, die nicht ausgeglichen wurden. Diese Schulden sind wirtschaftlich nicht unterlegt und können nur zum kleineren Teil zurückbezahlt werden. Der Fehlbetrag wird jemandem und damit meine ich jemandem innerhalb der Gruppe der Gläubiger fehlen. Die Frage ist lediglich, wer das sein wird. Das wird bestimmen, wie die Rezession beginnt und verläuft.

    • zompel
    • 16.09.2011 um 13:30 Uhr

    werden da vernichtet, So wie ein Ballon Luft verliert. Bei einem Ja würden wir immer luft reinpumpen. Ich habe noch nirgends gelesen wie und nach welchen Plan Griechenland seine Schulden bezahlen will, nirgends. Aber vieleicht weiss die Zeit mehr.

    Liebe ZEIT, lieber Herr Schieriz,

    in der FAZ liest man in letzter Zeit sehr viele differenzierende Artikel, in denen unterscheidliche Szenarien analysiert und beschrieben werden. - Die FAZ ist zwar die Zeitung der falschen Partei, doch sie ist die einzige Zeitung in D. die gute Analysen zur akteullen Krise liefert. Sie dagegen haben sich auf die FDP eingeschossen, nach dem Motto die Welt geht unter und die FDP ist Schuld. Die Partei liegt bei 3 Prozent und zieht nicht wieder in den Bundestag ein-was soll ihr Geschrei?

    Ich wechsel die Zeitung und hoffe, dass die ZEIT sich demnächst mal ne Auszeit nimmt,...wie die FDP auch.

    • an-i
    • 16.09.2011 um 22:21 Uhr

    "Wieso sehe ich hier dann keine volkswirtschaftlichen Analysen sondern lese wilde Spekulationen?",
    weil die sog. "volkswirtschaftler" auch mit ihrem latein am ende sind. es gibt keine objektive analyse, sondern nur immer wieder von der jeweiligen "lobbybetrachtung", damit seine gruppe (banken, versicherungen, usw.)nicht den kürzeren zieht. alle bemühen sich die analyse (s. sinn) so darstellen, das seine klientel am besten wegkommt, versteht sich auf kosten des steuerzahlers, da der keine lobby hat.
    so sieht es aus mein lieber. gute nacht.
    die ackermanns waren immer die gewinner, bis es aufstand gibt, und da sind wir sehr nahe am...
    gott hüte uns von amerika.

  2. Der Beitrag strotz nur von Behauptungen, ohne diese plausibel zu begründen. Empfehle das Studium der FAZ, dort können Sie anspruchsvollen Journalismus lernen.

    78 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das möcht' ich mal sehen, dass es bei der FAZ was anderes im wirtschaftspolitischen Teil zu lesen gibt als "der Markt hat immer Recht und gerettet wird grundsätzlich nur das Kapital der ganz Reichen".

    Anspruchsvoller Journalismus ist vermutlich ein sehr dehnbarer Begriff und wird vermutlich immer der Zeitung zugesprochen, die das schreibt, was man gerne liest.

    • sudek
    • 16.09.2011 um 15:52 Uhr

    ist das, was die eigene meinung bestätigt! Aber dann sollte man doch FAZ lesen! Mir ist die FAZ nicht anspruchsvoll genug!

    • dacapo
    • 16.09.2011 um 18:04 Uhr

    .......ist nach Ihrer Meinung anspruchsvoller Journalismus? Wo Sie ihn vermutlich meinen zu finden, ist bekannt. Aber was ist das, dieser anspruchsvolle Journalismus? Was zeichnet ihn aus? Doch wohl nicht der Art, weil er Ihnen zusagt?

    Das möcht' ich mal sehen, dass es bei der FAZ was anderes im wirtschaftspolitischen Teil zu lesen gibt als "der Markt hat immer Recht und gerettet wird grundsätzlich nur das Kapital der ganz Reichen".

    Anspruchsvoller Journalismus ist vermutlich ein sehr dehnbarer Begriff und wird vermutlich immer der Zeitung zugesprochen, die das schreibt, was man gerne liest.

    • sudek
    • 16.09.2011 um 15:52 Uhr

    ist das, was die eigene meinung bestätigt! Aber dann sollte man doch FAZ lesen! Mir ist die FAZ nicht anspruchsvoll genug!

    • dacapo
    • 16.09.2011 um 18:04 Uhr

    .......ist nach Ihrer Meinung anspruchsvoller Journalismus? Wo Sie ihn vermutlich meinen zu finden, ist bekannt. Aber was ist das, dieser anspruchsvolle Journalismus? Was zeichnet ihn aus? Doch wohl nicht der Art, weil er Ihnen zusagt?

  3. Entfernt. Wir bitten Sie, inhaltliche Kritik am Artikel sachlich zu äußern. Danke. Die Redaktion/lv

    18 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Über sachlich formulierte Kritik würden wir uns freuen. Danke. Die Redaktion/lv

    • PigDog
    • 16.09.2011 um 12:32 Uhr

    Sachliche Artikelkritik:

    1.) die Verwendung des Konjunktiv
    -"würde zu massivsten Verwerfungen..."
    -"Es dürfte alles in allem erheblich billiger kommen, Griechenland weiter zu finanzieren..."

    2.) das Aufstellen von Behauptungen ohne Belege anzuführen (dies wird in Leserkommentaren üblicherweise mit der Moderationsamerkung "Bitte Belegen Sie Ihre behauptungen..." kommentiert, oft sogar entfernt.

    -"Erst fällt der Euro, dann kollabiert die Wirtschaft und irgendwann werden die Europäer wieder aufeinander losgehen"
    -"Nach einer Pleite werden die Investoren einen Bogen um Europa machen, weil sie auch Italien und Spanien misstrauen."
    -"Die Banken werden kein Geld mehr flüssig haben und keins erhalten. Die Sparer werden ihr Geld verlieren. Die Wirtschaft wird in eine tiefe Rezession stürzen. Die Arbeitslosigkeit wird steigen."
    - etc.

    3.)eine glatte und dreiste Lüge ist die Behauptung, dass Frank Schäffler nur anprangert und keine Lösungsvorschläge präsentiert. Lesen Sie den Artikel in der FAZ, der auch schon an anderer Stelle von Lesern / Kommentatoren im Forum verlinkt wurde.

    4.) ein Schlußwort, daß eigentlich nur mit "Demagogie" korrekt beschrieben ist. Überzeugen Sie mich bitte, Herr Autor, davon daß eine Rezession mit einer Fortführung des derzeitigen Merkel'schen Chaosstils verhindern lässt!

    ---

    nein, ich bin kein Anhänger der FDP.
    Ganz im Gegenteil, die Partei ist dort (fast drei prozent...) wo sie hingehört!

    Entfernt. Über sachlich formulierte Kritik würden wir uns freuen. Danke. Die Redaktion/lv

    • PigDog
    • 16.09.2011 um 12:32 Uhr

    Sachliche Artikelkritik:

    1.) die Verwendung des Konjunktiv
    -"würde zu massivsten Verwerfungen..."
    -"Es dürfte alles in allem erheblich billiger kommen, Griechenland weiter zu finanzieren..."

    2.) das Aufstellen von Behauptungen ohne Belege anzuführen (dies wird in Leserkommentaren üblicherweise mit der Moderationsamerkung "Bitte Belegen Sie Ihre behauptungen..." kommentiert, oft sogar entfernt.

    -"Erst fällt der Euro, dann kollabiert die Wirtschaft und irgendwann werden die Europäer wieder aufeinander losgehen"
    -"Nach einer Pleite werden die Investoren einen Bogen um Europa machen, weil sie auch Italien und Spanien misstrauen."
    -"Die Banken werden kein Geld mehr flüssig haben und keins erhalten. Die Sparer werden ihr Geld verlieren. Die Wirtschaft wird in eine tiefe Rezession stürzen. Die Arbeitslosigkeit wird steigen."
    - etc.

    3.)eine glatte und dreiste Lüge ist die Behauptung, dass Frank Schäffler nur anprangert und keine Lösungsvorschläge präsentiert. Lesen Sie den Artikel in der FAZ, der auch schon an anderer Stelle von Lesern / Kommentatoren im Forum verlinkt wurde.

    4.) ein Schlußwort, daß eigentlich nur mit "Demagogie" korrekt beschrieben ist. Überzeugen Sie mich bitte, Herr Autor, davon daß eine Rezession mit einer Fortführung des derzeitigen Merkel'schen Chaosstils verhindern lässt!

    ---

    nein, ich bin kein Anhänger der FDP.
    Ganz im Gegenteil, die Partei ist dort (fast drei prozent...) wo sie hingehört!

  4. weil er die Wahrheit nicht ertragen kann, darf sich auf keinen Fall außerhalb der Mainstream-Medien mit Informationen versorgen.

    Wir bitten Sie, sich mit sachlichen Argumenten an der Artikeldiskussion zu beteiligen. Danke. Die Redaktion/lv

    29 Leser-Empfehlungen
  5. 5. [...]

    Entfernt. Über sachlich formulierte Kritik würden wir uns freuen. Danke. Die Redaktion/lv

    15 Leser-Empfehlungen
  6. Die FAZ ist die einzige große Zeitung die eine ausgewogene Berichterstattung macht, sodass der Bürger die Möglichkeit hat sich eine eigene Meinung zu bilden.

    http://www.faz.net/artike...

    Herr Schäffler zeigt eine wirkliche Alternative zur aktuellen Politik auf.

    Erpressung der Politik durch Banken gefährdet die Demokratie massiv und ist nicht alternativlos.

    Bei den Rettungsschirmen und Euro-Bonds geht es nicht um Solidarität, das ist Propaganda. Ein allgemein annerkantes Prinzip wird missbraucht, um den Zusammenbruch des aktuellen Finanzsystem hinauszuzögern. Marktwirtschaft, ohne mögliche Verluste für Investoren, kann aus banalen logischen Gründen nicht funktionieren.

    Wenn man den Banken völlig freie Hand lässt und ihnen auch noch zusichert sie nie Pleite gehen zu lassen. Kann kein Wettbewerb, um die beste Bewertung der Risiken entstehen. Genau dies ist aber eigentlich die Aufgabe der Banken.

    Man kann nicht dauerhaft die Grundsätze der Marktwirtschaft aushebeln, die Folgen für die Wirtschaft werden dadurch nur verschlimmert.

    63 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Auch wenn der von Ihnen angegebene Artikel wirklich gut ist, müssen Sie nicht in drei unterschiedlichen Artikeln den exakt gleichen Kommentar veröffentlichen!

    Stattdessen sollten Sie lieber differenzierter auf das jeweilige Thema des Artikels eingehen.

    • cvnde
    • 16.09.2011 um 12:54 Uhr

    Herr Schäffler ist nicht nur kein VWLer er ist auch noch ein schlechter Historiker, alleine schon der Rückgriff auf Bismarcks Einigungspolitik ist historisch inkorrekt.

    Auch das "Bankenabwicklungsszenario" mag zwar im Modell ganz logisch klingen, aber es wird in der Realität kaum funktionieren.
    Denn wenn es so einfach ginge, bräuchte man doch nur den ESF der Banken zu garantieren und gut.

    Was man eher machen könnte wäre einen Zeitpunkt T null definieren und sagen was ihr jetzt in den Büchern habt wird abgewickelt aber ihr müßt, alles offenlegen, jedes Sondervermögen und alles, dann müssen die aufgeblähten Teile abgeschmolzen werden.

    Vor allem die Investmentbanking und FM-Teile, denn da werde die höchsten Boni bezahlt und nicht im Vorstand.

    Das ganze mus in einer Insolvenzordnung kodifiziert werden.

    Was manche einfach nicht verstehen: Wir reden hier nicht nur über abstrakte Banken und Risikobewertungen. Wir reden zunächst und zuallersert über Menschen und deren Leben.

    Das wir eine andere Finanzmarktpolitik brauchen: Kein Zweifel. Der KApitalismus in Reinform ist gescheitert. Wir brauchen zwingend sowas wie eine verbindliche Wirtschaftsethik - und zwar weltweit.

    Darüberhinaus brauchen wir diese Ethik aber auch in der Diskussion über Folgen und Auswirkungen der Krise. Wenn sie den Solidaritätsgedanken als Prpaganda abtun, dann haben Sie noch nicht verstanden, das am Ende es Menschen sind, die unter der Krise zu leiden haben. Das es Menschen sein werden, die in Armut vegetieren werden. Und das es genau die Menschen sein werden, die jetzt schon kaum etwas haben. Die werden hungern. Die werden den Arzt nicht mehr bezahlen können. Wir reden hier nicht über den Privatbankrott von irgendwelchen Bänkern. Die haben ihre Schäfchen im trockenen.
    Alternativlos ist die Rettung Griechenlands genau deshalb, weil wir damit Menschenleben retten. Im wortwörtlichen Sinne.
    Zeitgleich ist dann der Finanz- und Wirtschaftssektor neu zu ordnen. Und da darf es dann wirklich keine Denkverbote geben. Besitzstandsobergrenzen für Menschen und Konzerne. Schuldenbegrenzungen ebenfalls. Eine komplette Entschuldung aller Länder und Menschen dieser Welt. Eine verbindliche Wirtschaftsethik. Solange wir das nicht hinbekommen, werden wir immer wieder gegen die Wand fahren.

    sollen nur für die Menschen da unten gelten. Oben herrscht Sozialismus auf allerhöchstem Niveau. Gemessen an dem neuen Luxussozialismus unserer "Eliten", haben die politischen Eliten des ehemaligen Ostblocks gelebt wie die Obdachlosen.

    "Man kann nicht dauerhaft die Grundsätze der Marktwirtschaft aushebeln, die Folgen für die Wirtschaft werden dadurch nur verschlimmert."

    Da unten ist jeder Transfer mit sozialem Ziel vom Teufel. Dort unten soll der biologische und soziale Darwinismus wüten mit der Macht und der Kraft von Pest und Cholera. Da unten sollen die Menschen Verantwortung übernehmen, um es mal mit dem zynischen neoliberalen Geschwafel der Rot-Grünen Koalition zu sagen. Oben die sind anscheinend aus jeder Verantwortung und persönlichen Haftung raus.

    "Chancengerechtigkeit anstatt Verteilungsgerechtigkeit." Da lachen doch jetzt noch die Hühner und die Ackermänner dieser Welt.

    Dass der Neoliberalismus lediglich eine zum Scheitern verurteilte verlogene Ideologie ohne das geringste wissenschaftliche Fundament und ohne geringste moralische Skrupel ist, wird jetzt durch die Wirklichkeit bestätigt.

    Was in Europa und insbesondere in Deutschland seit der Rot-Grünen Koalition derzeit passiert, man reibt sich die Augen und wähnt sich in einem bösen Traum. Demokratie, Gerechtigkeit und Humanität waren vielleicht mal. Diese Dinge gibt es jetzt jedenfalls nur noch als Spurenelement und sie werden auch gar nicht mehr ernsthaft angestrebt.

    Auch wenn der von Ihnen angegebene Artikel wirklich gut ist, müssen Sie nicht in drei unterschiedlichen Artikeln den exakt gleichen Kommentar veröffentlichen!

    Stattdessen sollten Sie lieber differenzierter auf das jeweilige Thema des Artikels eingehen.

    • cvnde
    • 16.09.2011 um 12:54 Uhr

    Herr Schäffler ist nicht nur kein VWLer er ist auch noch ein schlechter Historiker, alleine schon der Rückgriff auf Bismarcks Einigungspolitik ist historisch inkorrekt.

    Auch das "Bankenabwicklungsszenario" mag zwar im Modell ganz logisch klingen, aber es wird in der Realität kaum funktionieren.
    Denn wenn es so einfach ginge, bräuchte man doch nur den ESF der Banken zu garantieren und gut.

    Was man eher machen könnte wäre einen Zeitpunkt T null definieren und sagen was ihr jetzt in den Büchern habt wird abgewickelt aber ihr müßt, alles offenlegen, jedes Sondervermögen und alles, dann müssen die aufgeblähten Teile abgeschmolzen werden.

    Vor allem die Investmentbanking und FM-Teile, denn da werde die höchsten Boni bezahlt und nicht im Vorstand.

    Das ganze mus in einer Insolvenzordnung kodifiziert werden.

    Was manche einfach nicht verstehen: Wir reden hier nicht nur über abstrakte Banken und Risikobewertungen. Wir reden zunächst und zuallersert über Menschen und deren Leben.

    Das wir eine andere Finanzmarktpolitik brauchen: Kein Zweifel. Der KApitalismus in Reinform ist gescheitert. Wir brauchen zwingend sowas wie eine verbindliche Wirtschaftsethik - und zwar weltweit.

    Darüberhinaus brauchen wir diese Ethik aber auch in der Diskussion über Folgen und Auswirkungen der Krise. Wenn sie den Solidaritätsgedanken als Prpaganda abtun, dann haben Sie noch nicht verstanden, das am Ende es Menschen sind, die unter der Krise zu leiden haben. Das es Menschen sein werden, die in Armut vegetieren werden. Und das es genau die Menschen sein werden, die jetzt schon kaum etwas haben. Die werden hungern. Die werden den Arzt nicht mehr bezahlen können. Wir reden hier nicht über den Privatbankrott von irgendwelchen Bänkern. Die haben ihre Schäfchen im trockenen.
    Alternativlos ist die Rettung Griechenlands genau deshalb, weil wir damit Menschenleben retten. Im wortwörtlichen Sinne.
    Zeitgleich ist dann der Finanz- und Wirtschaftssektor neu zu ordnen. Und da darf es dann wirklich keine Denkverbote geben. Besitzstandsobergrenzen für Menschen und Konzerne. Schuldenbegrenzungen ebenfalls. Eine komplette Entschuldung aller Länder und Menschen dieser Welt. Eine verbindliche Wirtschaftsethik. Solange wir das nicht hinbekommen, werden wir immer wieder gegen die Wand fahren.

    sollen nur für die Menschen da unten gelten. Oben herrscht Sozialismus auf allerhöchstem Niveau. Gemessen an dem neuen Luxussozialismus unserer "Eliten", haben die politischen Eliten des ehemaligen Ostblocks gelebt wie die Obdachlosen.

    "Man kann nicht dauerhaft die Grundsätze der Marktwirtschaft aushebeln, die Folgen für die Wirtschaft werden dadurch nur verschlimmert."

    Da unten ist jeder Transfer mit sozialem Ziel vom Teufel. Dort unten soll der biologische und soziale Darwinismus wüten mit der Macht und der Kraft von Pest und Cholera. Da unten sollen die Menschen Verantwortung übernehmen, um es mal mit dem zynischen neoliberalen Geschwafel der Rot-Grünen Koalition zu sagen. Oben die sind anscheinend aus jeder Verantwortung und persönlichen Haftung raus.

    "Chancengerechtigkeit anstatt Verteilungsgerechtigkeit." Da lachen doch jetzt noch die Hühner und die Ackermänner dieser Welt.

    Dass der Neoliberalismus lediglich eine zum Scheitern verurteilte verlogene Ideologie ohne das geringste wissenschaftliche Fundament und ohne geringste moralische Skrupel ist, wird jetzt durch die Wirklichkeit bestätigt.

    Was in Europa und insbesondere in Deutschland seit der Rot-Grünen Koalition derzeit passiert, man reibt sich die Augen und wähnt sich in einem bösen Traum. Demokratie, Gerechtigkeit und Humanität waren vielleicht mal. Diese Dinge gibt es jetzt jedenfalls nur noch als Spurenelement und sie werden auch gar nicht mehr ernsthaft angestrebt.

  7. Ich empfehle eher die Analyse von Herrn Sinn vom IFO Institut. Eine Pleite Griechenlands und der Austritt aus dem Euro sind die einzige Chance die dieses Land hat. Ein "Reset" würde dazu führen, daß der gigantische Staatsapparat verschlankt würde (auch in Kuba müssen hunderttausende ihren Job im Staatsdienst abgeben!) und die Sparpakete (die ja nur Steuererhöhungspakete sind und die Privatwirtschaft zerstören) zu Ende kämen.

    38 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Das ist der Apologet einer maximalen Deregulierung, ein Marktgläubiger wie aus dem Bilderbuch.

    Waren es nicht ungezügelten Finanzmärkte, die uns mit ihrer Gier nach unbegrenzter Rendite in die heutige Situation gebracht haben?

    Die griechische Verschuldung ist ein Symptom dieser Krise, aber doch nicht die Ursache. Bis zur Finanzkrise 2008 war die griechische Verschuldung mit etwa 120 % BIP zwar hoch, aber immer noch in einem Bereich, der auch auch bei anderen schwachen Euro-Staaten gegeben war und ist. Erst durch die zögerliche und ziellose Herangehensweise der wichtigen europäischen Regierungen war es den Spekulanten möglich, Griechenland als schwächstes Glied massiv anzugreifen.

    Das jetzige Zinsniveau für griechische Staatsanleihen, das der griechische Staat natürlich nicht mehr tragen kann, ist ein Ergebnis der Spekulation an den unregulierten Finanzmärkten.

    Falls Sie glauben, die Rezepte von Herrn Sinn helfen da weiter, dann machen Sie den Bock zum Gärtner.

    [noch einmal eingefügt, damit der Zusammenhang klar wird]

    Wenn Sie eine Lösung wollen, suchen Sie sie um Himmels Willen nicht bei Sinn. Der Mann kann Mikroökonomie. Die liefert aber keine Lösungen für das Euro-Problem.

    Sinn ist zum Beispiel ein Fan von niederen Steuern für Reiche und die Staatsfinanzierung über den Konsum der Masse. Die Schonung und Bevorzugung der Reichen hat Griechenland in die Lage gebracht, aus der sie sich nicht mehr selber befreien können.

    Prof. Sinn ist die Verkörperung des falschen Wegs.

    Das ist der Apologet einer maximalen Deregulierung, ein Marktgläubiger wie aus dem Bilderbuch.

    Waren es nicht ungezügelten Finanzmärkte, die uns mit ihrer Gier nach unbegrenzter Rendite in die heutige Situation gebracht haben?

    Die griechische Verschuldung ist ein Symptom dieser Krise, aber doch nicht die Ursache. Bis zur Finanzkrise 2008 war die griechische Verschuldung mit etwa 120 % BIP zwar hoch, aber immer noch in einem Bereich, der auch auch bei anderen schwachen Euro-Staaten gegeben war und ist. Erst durch die zögerliche und ziellose Herangehensweise der wichtigen europäischen Regierungen war es den Spekulanten möglich, Griechenland als schwächstes Glied massiv anzugreifen.

    Das jetzige Zinsniveau für griechische Staatsanleihen, das der griechische Staat natürlich nicht mehr tragen kann, ist ein Ergebnis der Spekulation an den unregulierten Finanzmärkten.

    Falls Sie glauben, die Rezepte von Herrn Sinn helfen da weiter, dann machen Sie den Bock zum Gärtner.

    [noch einmal eingefügt, damit der Zusammenhang klar wird]

    Wenn Sie eine Lösung wollen, suchen Sie sie um Himmels Willen nicht bei Sinn. Der Mann kann Mikroökonomie. Die liefert aber keine Lösungen für das Euro-Problem.

    Sinn ist zum Beispiel ein Fan von niederen Steuern für Reiche und die Staatsfinanzierung über den Konsum der Masse. Die Schonung und Bevorzugung der Reichen hat Griechenland in die Lage gebracht, aus der sie sich nicht mehr selber befreien können.

    Prof. Sinn ist die Verkörperung des falschen Wegs.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service