Nach Medienberichten haben IWF, EZB und EU-Kommission der griechischen Regierung eine Liste von 15 Sparmaßnahmen vorgelegt, die schneller umgesetzt werden müssen. Demnach sollen die Griechen beginnen, Mitarbeiter im Staatsdienst zu entlassen, Staatsgehälter und Pensionen zu kürzen oder einzufrieren, Heizölsteuern zu erhöhen, verlustbringende staatliche Organisationen zu schließen, die Gesundheitsausgaben zu senken und Privatisierungen zu beschleunigen.

Aus Athener Regierungskreisen hieß es, die Troika erwarte, dass die griechische Immobiliensteuer nur eine Milliarde Euro einbringen werde anstatt der angepeilten zwei Milliarden Euro. Zudem verlangten die drei Geldgeber von Griechenland kräftige Ausgabenkürzungen für 2012.

Bundesbankpräsident Weidmann warnte eindringlich davor, mit dem Reformdruck auf Griechenland nachzulassen. Er sagte im Bundestagshaushaltsausschuss, wenn das Land sein Anpassungsprogramm nicht umsetze, entfalle auch die Grundlage für weitere Hilfszahlungen seiner Euro-Partner und des IWF.

Kanzlerin Angela Merkel warb dagegen um Verständnis. "Es wäre politisch eine verheerende Botschaft, wenn rauskäme: Wer gerade nicht so richtig rein passt, wird rausgeschmissen. Dies wäre eine schwere Belastung für den Euro." Die Deutschen müssten in der Euro-Krise zwar streng sein und klare Auflagen für Hilfen fordern. Das erfordere jedoch Geduld – Reformen in anderen Euro-Staaten seien auch nicht von einem Tag auf den anderen durchsetzbar.