Lebensmittel: Kartellamt ermittelt gegen Lebensmittelhändler
Das Kartellamt will herausfinden, ob die großen Lebensmittelhändler ihre Macht gegenüber den Herstellern missbrauchen. Es geht unter anderem um Pizza, Kaffee und Sekt.
Das Bundeskartellamt treibt seine Untersuchung des Wettbewerbs im deutschen Einzelhandel voran: 21 Handelsunternehmen und etwa 200 Hersteller von Lebensmitteln wurden Fragebögen zugeschickt.
Mit der Befragung will die Behörde herausfinden, ob in der Branche ausreichend Wettbewerb herrscht. Die Kartellbehörde fürchtet, dass sich die Lebensmittel bei zu wenig Wettbewerb verteuern. Hintergrund der Untersuchung ist die Konzentration auf dem Markt. Derzeit teilen sich die vier großen Handelsunternehmen Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) 85 Prozent des Marktes für Lebensmittel.
"Bei einer solch starken Konzentration müssen wir uns auch die Machtverhältnisse zwischen Händlern und Herstellern genauer anschauen", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.
Zuerst will das Kartellamt die Machtstrukturen bei der Beschaffung von Lebensmitteln anhand zahlreicher Kriterien ermitteln. Untersucht werden dabei größere Warengruppen aber auch neun Produktmärkte in Stichproben. Dazu gehören Gemüsekonserven, Milch, Butter, Kaffeegetränke, Ketchup, Tiefkühlpizza, Röstkaffee und Schaumwein. Auch die Ergebnisse aus bereits abgeschlossenen Fusionskontrollverfahren sollen bei der Untersuchung berücksichtigt werden.
In einer zweiten Stufe der Untersuchung geht es dann darum, ob die führenden Handelsunternehmen Einkaufsvorteile gegenüber ihren Wettbewerbern genießen und worauf diese Vorteile im Einzelnen beruhen. Es soll gezeigt werden, welche Auswirkungen das auf den Wettbewerb hat. Marktmacht könnten die Händler vor allem auf kleinere, austauschbare Markenhersteller ausüben. Wenn ihre Lebensmittel in mehreren Supermarktketten nicht mehr zum Verkauf angeboten werden, bedroht das die Existenz der kleineren Lebensmittelproduzenten.
In der Vergangenheit hatten sich insbesondere Milchbauern sich immer wieder über die Macht der Handelsketten beklagt.
Anfang des Jahres hatten Beamte Büros von Branchengrößen wie Rewe, Edeka, Metro und der Schwarz-Gruppe durchsucht. Das Kartellamt ging damals dem Verdacht nach, Preise für Süßwaren, Kaffee und Tiernahrung seien abgesprochen worden. Im vergangenen März hatte die Behörde Geldbußen von insgesamt rund 38 Millionen Euro gegen Konsumgüterkonzerne wie Oetker, Kraft oder Unilever verhängt.
Erste Untersuchungsergebnisse will das Kartellamt im kommenden Jahr veröffentlichen.





WANN wacht DAS Kartellamt auf und
beginnt mit seiner Arbeit ?
Bitte: Branchenübergreifend !
Das Kartellamt möge bitte auch in Sanitätshäusern und bei marktbeherrschenden Herstellern, deren Lobbyisten im Bundestag auf dem Schoße von Ministern und Abgeordneten sitzen, mit dem Schwert diesem Gekungel ein Ende bereiten! Stante pede!
Leider sind die Behinderten, die es, als Nutzer orthopädischer Hilfsmittel, wie Rollstühle, Badewannenlifter und dergleichen, zu eingelullt und autoritätsgläubig, anstatt, dass sie sich gegen diese Kartell der Gutmenschen und Geldabzocker im Heil- und Hilfsmittelbereich auflehnen.
Da wir immer im Kaufland oder Rewe einkaufen, fällt uns auf, das die Preise bei Kaufland für Kaffe immer schwanken. Bei Rewe allerdings nicht. Aus diesem Grund glaube ich nicht, das eine Absprache stattgefunden hat.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren