Europa-Kritik Obama sollte vor der eigenen Tür kehren
Der amerikanische Präsident hat die Euro-Staaten für ihren Rettungskurs kritisiert. Die Kritik ist unfair: Amerikas Schuldenkrise belastet die Weltwirtschaft ebenso.
© Kevork Djansezian/Getty Images

Barack Obama bei einer Rede in Hollywood
Reicht es nicht, dass die Finanzmärkte durchdrehen und sich auf wilde Achterbahnfahrt begeben, obwohl es keine neuen ökonomischen Eckdaten aus den zwei größten Sorgengebieten gibt, den USA und dem Euro-Raum? Jetzt verstärkt US-Präsident Barack Obama überflüssigerweise die Nervosität.
Er behauptet, die Euro-Staaten stürzten die Welt mit ihrem zögerlichen Rettungskurs in eine neue Finanzkrise. Das ist dreist und spiegelt vor allem seine wachsende Furcht, 2012 abgewählt zu werden. Er sucht einen Sündenbock für Amerikas Probleme.
Es stimmt: Die Euro-Krise belastet die Weltwirtschaft, und Europa gibt kein gutes Bild ab. Damit sinken auch Obamas Chancen auf eine zweite Amtszeit. Aber eine ebenso große Gefahr ergibt sich aus der Unfähigkeit des US-Kongresses, Amerikas wachsende Schuldenlast zu reduzieren.
- Oktober 2009
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© Vladimir Rys/Getty ImagesDie griechische Regierung revidiert die Schätzung des Staatsdefizits für 2009 nach oben – von sechs auf mehr als zwölf Prozent des BIPs. Bereits zuvor enthielt die Schuldenstatistik des Landes gravierende Fehler: Im Jahr 2004 wurde bekannt, dass die Neuverschuldung in den Jahren 1998 und 1999 – also kurz vor Einführung des Euro – deutlich über den im Maastricht-Vertrag festgeschriebenen drei Prozent des BIPs lag. Ende 2010 werden Griechenlands Schulden mehr als 140 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen.
- 16. Dezember 2009
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© Justin Lane/dpaAls erste Rating-Agentur stuft Fitch die Kreditwürdigkeit Griechenlands herab; die anderen Agenturen folgen. Die Sparmaßnahmen Griechenlands reichten nicht aus, um das Defizit nachhaltig zu verringern, begründet Standard & Poor's die Entscheidung. In der EU wächst die Angst vor einem Staatsbankrott, der andere Länder anstecken könnte. In Griechenland kommt es zu ersten Streiks gegen die Sparpolitik der Regierung.
- 11. Februar 2010
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© John Thys/Getty ImagesDie Staats- und Regierungschefs der EU erklären sich bereit, Griechenland finanziell zu unterstützen, um die Stabilität der Währungsunion zu sichern. Die EU fordert Griechenland jedoch gleichzeitig auf, die Sparanstrengungen zu verstärken. Zuvor bescheinigte die Kommission ihren Finanzstatistiken qualitative Mängel. Die griechische Regierung verkündet zusätzliche Sparmaßnahmen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Das entspricht rund zwei Prozent des griechischen BIPs.
- 2. Mai 2010
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© Jean-Christophe Verhaegen/AFPDie EU-Finanzminister beschließen, Griechenland Kredite in Höhe von 110 Milliarden Euro zu gewähren: 80 Milliarden kommen von den Euro-Staaten, 30 vom IWF. Nur zehn Tage später fließt die erste Tranche nach Athen. Im Gegenzug wird Griechenland verpflichtet, hart zu sparen, die Wirtschaft zu reformieren und staatliche Unternehmen zu privatisieren. An den Kapitalmärkten kann sich Griechenland nur noch zu hohen Zinsen refinanzieren. Standard & Poor's bewertet die Anleihen des Landes als hochspekulativ (B).
- 8. Mai 2010
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© Bernd Weißbrod/dpaDas Bundesverfassungsgericht lehnt einen Eilantrag gegen die Griechenland-Hilfen ab. Fünf Wissenschaftler hatten nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Griechenland-Hilfe im Bundestag Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ihr Argument: Die Hilfe verstoße gegen die EU-Verträge, genauer: gegen das Verbot der gegenseitigen Haftung in der sogenannten No-Bailout-Klausel. Mit den Finanzhilfen werde eine "verheerende Inflationspolitik" betrieben.
- 10. Mai 2010
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© Frank Rumpenhorst/dpaDie Europäische Zentralbank (EZB) beschließt, Staatsanleihen kriselnder Staaten aufzukaufen. Sie will verhindern, dass die Länder ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil die Zinsen immer weiter steigen. Ihre Statuten verbieten ihr, Anleihen direkt von den Emittenten zu erwerben; also wird sie am öffentlichen und privaten Anleihemarkt – dem sogenannten Sekundärmarkt – tätig. Mit der Ankündigung bricht die EZB mit einem Tabu: Bisher hat sie derartige Mittel zur Krisenbekämpfung stets abgelehnt.
- 7. Juni 2010
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© Georges Gobet/AFPDie Euro-Finanzminister gründen in Luxemburg die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), den sogenannten Euro-Rettungsschirm. Die Zweckgesellschaft soll im Notfall am Kapitalmarkt Kredite aufnehmen, um klamme Staaten finanziell zu stützen. Die Euro-Länder sollen für die Kredite bürgen, Deutschland mit bis zu 148 Milliarden Euro. Der EFSF umfasst insgesamt 750 Milliarden Euro. Die tatsächliche Kreditvergabekapazität liegt niedriger, weil für ein AAA-Rating hohe Garantien erforderlich sind.
- 29. September 2010
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© John Thys/Getty ImagesEU-Währungskommissar Olli Rehn präsentiert Vorschläge zur Krisenbewältigung. Der Finne will den Stabilitäts- und Wachstumspakt stärken und die EU finanzpolitisch besser steuern. Dazu sollen etwa Sanktionen künftig automatisch verhängt werden und nicht erst, wenn die Mitgliedsländer darüber entschieden haben. Und Schuldenstaaten sollen schon bei der Eröffnung eines Defizitverfahrens ein Strafpfand in Höhe von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes hinterlegen. Die EU-Finanzminister entscheiden über die Vorschläge im März 2011.
- 30. September 2010
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© Bernd Thissen/dpaDie Rating-Agentur Moody's stuft Spanien herab, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Sie bewertet die Bonität des Landes nun nicht mehr mit der Bestnote. Vor dem Platzen der Immobilienblase befand sich Spanien noch im Aufschwung. Seitdem kämpft das Land mit den Folgen der Finanzkrise. Ministerpräsident Zapatero bestreitet, finanzielle Hilfe der EU zu brauchen. Spanien hat auf einen rigorosen Sparkurs geschwenkt – genau wie der ebenfalls hoch verschuldete Nachbar Portugal.
- 21. November 2010
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© David Cannon/Getty ImagesIrland muss vom Euro-Rettungsschirm aufgefangen werden. Das Land hat seine Banken mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch gerettet und ist dadurch selbst in eine Schieflage geraten. Die Euro-Finanzminister beschließen Hilfskredite in Höhe von 85 Milliarden Euro, im Gegenzug muss Irland wie zuvor schon Griechenland hart sparen. Die irischen Bürger sind wütend: Bis zuletzt hatte ihre Regierung bestritten, Hilfe aus Brüssel beantragen zu wollen.
- 28. November 2010
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© Georges Gobet/AFPDie Finanzminister der Euro-Länder einigen sich auf einen dauerhaften Krisenfonds, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Er soll 2013 den Rettungsfonds EFSF ablösen. Der ESM umfasst 700 Milliarden Euro, von denen maximal 500 Milliarden an Not leidende Staaten verliehen werden können. Der Rest dient als Sicherheitseinlage. Sie soll die Rating-Agenturen überzeugen, auch dem ESM Bestnoten zu verleihen. Im Gegensatz zum EFSF wird der neue Fonds mit einer Bareinlage in Höhe von 80 Milliarden Euro ausgestattet. In Einzelfällen können auch private Gläubiger beteiligt werden.
- 16. Dezember 2010 /25. Januar 2011
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© Frank Rumpenhorst/dpaDie EZB verdoppelt ihr Grundkapital auf elf Milliarden Euro, um ihre Anleihekäufe abzusichern. Zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits für 72 Milliarden Euro Anleihen aufgekauft – griechische, irische, portugiesische, spanische. Einen Monat später gibt der Rettungsfonds EFSF erstmals selbst Anleihen auf dem Kapitalmarkt aus. Das Interesse der Anleger an den EFSF-Anleihen ist enorm, unter anderem wegen seines Top-Ratings.
- 11. März 2011
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© Sean Gallup/Getty ImagesDie Staats- und Regierungschefs der EU-Länder beschließen, die Kreditvergabekapazität des EFSF auf 440 Milliarden aufzustocken. Außerdem einigen sich die Staaten auf den "Pakt für den Euro" – die Selbstverpflichtung, sich in der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik enger abzustimmen – und verpflichten sich zum Sparen. Gleichzeitig wird der Stabilitäts- und Wachstumspakts verschärft. Die von Deutschland geforderten automatischen Sanktionen scheitern allerdings am Widerstand der Mitgliedsstaaten.
- April 2011
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© Wolfgang Kumm/dpaInnerhalb der schwarz-gelben Koalition regt sich Widerstand gegen den ESM: Mehr als 30 FDP-Politiker fordern, den Rettungsfonds auf dem Parteitag im Mai abzulehnen. Außerdem wollen sie ein Insolvenzverfahren für EU-Staaten mit starker Gläubigerbeteiligung und ein Verbot für die EZB, Anleihen aufzukaufen. Sie scheitern: Zwei Drittel der Liberalen sprechen sich gegen ein Nein zum ESM aus. Außenminister Westerwelle sagt: "Europa liegt im deutschen Interesse."
- 7. April 2011
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© Patrick Pleul/dpaAuch Portugal will unter den Rettungsschirm. Das ärmste Land Westeuropas sieht keine Alternative, nachdem die Opposition im März ein geplantes Sparprogramm der Minderheitenregierung ablehnte. Nach dreiwöchigen Verhandlungen bekommt Portugal 78 Milliarden Euro zugesprochen – und mehr Zeit für den Schuldenabbau: Die Neuverschuldung des Staats darf in diesem Jahr nun statt 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 5,9 Prozent betragen.
- Juli 2011
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© Vincenzo Pinto/AFPDie Sorge um Italien lässt die Gemeinschaftswährung abrutschen. Die Staatsverschuldung der drittgrößten Volkswirtschaft Europas ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, mit fast 120 Prozent höher als die Irlands und Portugals. Die Renditen auf ihre Anleihen steigen. Die Regierung plant, in vier Jahren knapp 48 Milliarden Euro einzusparen, etwa im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen. Berlusconi meint trotzdem: "Wir sind stabil."
- 21. Juli 2011
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© Ralph Orlowski/Getty ImagesDie Euro-Länder beschließen das zweite Rettungspaket für Griechenland. Es umfasst neue Kredite in Höhe von 109 Milliarden Euro und soll bis 2014 reichen. Erstmals beteiligen sich freiwillig private Gläubiger: Banken sollen 37 Milliarden Euro beisteuern, indem sie griechische Staatsanleihen in neue Bonds mit geringeren Zinsen umtauschen. Ein Erfolg für die Bundesregierung, die sich für die Beteiligung privater Gläubiger eingesetzt hat.
- 8. August 2011
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© Daniel Roland/AFPDie Europäische Zentralbank kauft erstmals auch italienische und spanische Staatsanleihen am Sekundärmarkt. Sie will damit verhindern, dass die Zinsen für die Krisenstaaten weiter steigen. Mit Erfolg: Der Druck auf die beiden Länder nimmt in den kommenden Wochen etwas ab. Italien erklärt sich bereit, ein weiteres Sparpaket aufzulegen: Bis 2013 soll der Haushalt um weitere 45 Milliarden Euro gekürzt werden.
- August 2011
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© David Ramos/Getty ImagesDie Debatte über Euro-Bonds entflammt. Euro-Gruppen-Chef Juncker ist dafür, die Krisenstaaten im Süden auch. In Deutschland drängen SPD und Grüne auf die gemeinsamen Anleihen; auch in der CDU bröckelt der Widerstand. Die FDP ist weiterhin strikt gegen Euro-Bonds, auch Angela Merkel lehnt sie ab. Unterdessen sorgen Gerüchte, Frankreich könnte sein AAA-Rating verlieren, für Turbulenzen an den Börsen. Der Dax fällt zeitweise um bis zu sechs Prozent im Vergleich zum Vortag. Sarkozy kündigt weitere Sparpläne an.
- 16. August 2011
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© Patrick Kovarik/AFPMerkel und Sarkozy treffen sich zu einem Krisengipfel. Euro-Bonds sind dabei angeblich kein Thema. Stattdessen schlagen die beiden Staatschef eine EU-Wirtschaftsregierung vor, die sich aus dem Rat der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder zusammensetzen soll. Außerdem soll eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in die Verfassungen der Euro-Länder – und eine Steuer auf Finanztransaktionen. Letztere stößt vor allem bei den Banken auf wenig Gegenliebe.
- 31. August 2011
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© Sean Gallup/Getty ImagesDas Bundeskabinett bringt das "Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" auf den Weg. Damit setzt es die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 21. Juli um. Deutschland bürgt nun für weitere 211 Milliarden Euro. Knackpunkt in der deutschen Diskussion ist die Beteiligung des Bundestages: Künftig soll das Parlament über alle neuen Hilfen abstimmen. Unter anderem haben die Unions- und die FDP-Fraktion dies gefordert.
- August/September 2011
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Banken Frankfurt
© Alex Grimm/Getty ImagesDie europäischen Banken misstrauen einander zunehmend. Statt sich gegenseitig Geld zu leihen, bemühen sie die EZB. Der Liquiditätsfluss im Finanzsektor droht auszutrocknen, die Angst vor einer neuen großen Bankenpleite wächst. Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), fordert deshalb, die Banken mit neuem Kapital auszustatten, das direkt vom Rettungsfonds EFSF kommen soll. Auch die Bankenaufsicht (EBA) zeigt sich besorgt. EZB-Chef Trichet und Deutsche-Bank-Chef Ackermann hingegen kritisieren die Vorstöße.
- 7. September 2011
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Bundesverfassungsgericht
© Ralph Orlowski/Getty ImagesErneut weist das Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerden gegen die Griechenland-Hilfen ab. Die Richter entscheiden, dass die deutsche Beteiligung am Rettungsfonds EFSF mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Sie setzen aber voraus, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages allen Rettungsmaßnahmen zustimmen muss. Bisher musste sich Finanzminister Wolfgang Schäuble lediglich um ein Einvernehmen mit dem Parlament bemühen.
- Mitte September 2011
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© Sakis Mitrolidis/AFPDie Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands nehmen zu. Eine neue Immobiliensteuer soll das benötigte Geld in die öffentlichen Kassen bringen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos sagt, sein Land brauche weitere Milliarden, um seine Haushaltsziele zu erreichen. Die griechische Wirtschaft schrumpft stärker als gedacht. Ein Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble nennt die Spekulationen "zwecklos", aber Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt öffentlich, es dürfe keine Denkverbote geben. Eine geordnete Insolvenz schließt er nicht mehr aus.
- 29. September 2011
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© Sean Gallup/AFP/Getty ImagesDer Bundestag billigt die von den Euro-Ländern geplante Aufstockung des Rettungsfonds EFSF auf 780 Milliarden Euro, von denen 440 Milliarden an überschuldete Euro-Staaten verliehen werden können. Treten die geplanten Änderungen in Kraft, steigen die deutschen Garantien um 88 Milliarden auf 211 Milliarden Euro. Zudem erhält der Fonds dann weitere Kompetenzen: Künftig soll er an der Börse Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen, um deren Kurse zu stabilisieren. Von 611 anwesenden Abgeordneten im Bundestag stimmen 523 dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zu.
- Oktober 2011
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© Odd Andersen/AFP/Getty ImagesAm 26. Oktober stimmt der Bundestag schon wieder über eine Ausweitung des Rettungsfonds EFSF ab. In ihrer Regierungserklärung appelliert Kanzlerin Merkel an die Abgeordneten, ihre Rettungspolitik zu unterstützen: "Scheitert der Euro, scheitert Europa", sagt sie. 503 von 596 Abgeordneten stimmen für die Erweiterung. Auf dem anschließenden EU-Gipfel beschließen die Staats- und Regierungschefs einen Schuldenschnitt für Griechenland, eine Ausweitung des EFSF und eine Rekapitalisierung der Banken. Italien verspricht, stärker zu sparen.
- Anfang November 2011
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Lucas Papademos (r.) mit seinem Amtsvorgänger Giorgos Papandreou
© Orestis Panagiotou/EPA/dpaAm 31. Oktober kündigt Griechenlands Ministerpräsident Papandreou überraschend an, er wolle seine Bevölkerung über die EU-Rettungshilfen abstimmen lassen. Europas Regierungen setzten Griechenland daraufhin unter Druck: Die nächste Kredittranche, von den Euro-Finanzministern eigentlich schon gebilligt, wird auf Eis gelegt. Am 3. November sagt Papandreou das Referendum wieder ab. Sechs Tage später kündigt er seinen Rücktritt an. Das frühere EZB-Ratsmitglied Lucas Papademos wird neuer griechischer Ministerpräsident.
- Mitte November 2011
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Mario Monti
© Filippo Monteforte/AFP/Getty ImagesNach wachsendem Druck der Finanzmärkte auf Italien tritt Regierungschef Silvio Berlusconi zurück. Sein Nachfolger wird der frühere EU-Kommissar Mario Monti. Im Dezember stimmt das Parlament in Rom seinem Spar- und Sanierungsprogramm zu. Auch in Spanien wechselt die Regierung: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 20. November werden die Sozialisten abgewählt, die konservative Volkspartei (PP) mit ihrem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy siegt. Er löst im Dezember José Luis Rodríguez Zapatero als Regierungschef ab.
- Dezember 2011
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David Cameron in Brüssel
© Eric Feferberg/AFP/Getty ImagesAm 5. Dezember, nur wenige Tage vor dem nächsten EU-Gipfel, droht die Rating-Agentur Standard & Poor's Deutschland und weiteren 14 Ländern der Euro-Zone mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ist Großbritanniens Premierminister David Cameron isoliert: Er will einen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin nicht mittragen, die anderen Länder vereinbaren den Abschluss des Regelwerks. Für sein Verhalten erntet Cameron auch im eigenen Land viel Kritik.
- 13. Januar 2012
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© Getty Images
Die Rating-Agentur Standard & Poor's stuft Frankreichs Kreditwürdigkeit herab. Einen Tag später entzieht sie neun weiteren Ländern die Bestnote. Auch der Krisenfonds EFSF verliert sein AAA-Rating. Die Folgen sind begrenzt: Die Zinsaufschläge für einige Krisenländer bleiben zwar hoch, sinken aber in der Tendenz. Die erste Auktion des EFSF nach seiner Herabstufung verläuft reibungslos. Allerdings nimmt die Flucht in sichere Häfen zu: Wenige Tage vor der Herabstufung von Frankreich zahlt Deutschland erstmals negative Zinsen auf kurzfristige Staatspapiere – wie zuvor die Schweiz und Dänemark.
- 31. Januar
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© Getty Images
Die Staats- und Regierungschefs der EU verabschieden in Brüssel den Fiskalpakt. 25 Staaten stimmen dem neuen Regelwerk zu; Großbritannien und Tschechien bleiben außen vor. Die neuen Regeln sollen ab 2013 gelten. Künftig kann die Kommission ein Defizitverfahren auch ohne die Zustimmung der Finanzminister eröffnen, immer dann, wenn die Defizitquote eines Landes drei Prozent überschreitet. Das strukturelle Defizit in den Haushalten darf in der Regel nicht mehr die Grenze von 0,5 Prozent überschreiten. Die Krisenstaaten müssen ihre Schulden um fünf Prozent jährlich abbauen. Die Regierungschefs verabschieden auch den dauerhaften Krisenmechanismus ESM, der ab Juli in Kraft treten soll.
- 21. Februar
Die EU-Finanzminister bringen in Brüssel ein zweites Rettungspaket für Griechenland auf den Weg. Es umfasst neue Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro. Die Einigung der Minister mit Griechenland ist auch Voraussetzung für die Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung des überschuldeten Landes. Sie sollen nun auf mehr als 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Der Schuldenstand Griechenlands soll dadurch auf rund 120 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken.
- 8. März 2012
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© Oli Scarff/Getty Images

Der Parthenon auf der Akropolis
Die griechische Regierung verschickt eine Erfolgsmeldung: An dem angekündigten Schuldenschnitt beteiligen sich nach Angaben des Finanzministeriums rund 86 Prozent aller Gläubiger, die Papiere nach griechischem Recht halten. Damit ist das nötige Quorum erreicht, um auch die anderen Gläubiger zum Umtausch zu zwingen. Insgesamt wären dann rund 95 Prozent der Investoren im Boot. Rund 197 Milliarden der 206 Milliarden Euro an griechischen Staatsschulden können nun umgeschuldet werden. Die Anleger erhalten Papiere mit längerer Laufzeit und niedrigerem Zinssatz. Griechenland bekommt mehr Zeit.
Zum dritten Mal binnen weniger Monate droht den USA die Schließung der Regierung, weil Republikaner und Demokraten sich nicht rechtzeitig auf den Haushalt einigen. Das zieht die Kurse ebenfalls nach unten. Beruhigung kehrt nur ein, wenn Europa und Amerika zusammenhalten.
Kanzlerin Merkel widersteht der Versuchung, den USA die Schuld für die Krise zu geben. Obama sollte es umgekehrt genauso halten.
- Datum 27.09.2011 - 18:24 Uhr
- Quelle Tagesspiegel
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von daher völlig Wurscht was der so sabbelt.
Bitte bleiben Sie sachlich und äußern Sie Kritik anhand von Argumenten. Danke. Die Redaktion/wg
Der Unterschied ist der: Amerikas Probleme sind politischer Natur (Radikalisierung der Republikaner), Europas Probleme sind grundsätzlicher und struktureller Natur.
Die USA bekommen die zehnjahres-Bonds zur Zeit quasi umsonst, sie können ihr eigenes Geld drucken, ihre Zinsen setzen und mit ein paar im Grunde machbaren Reformen wie einer moderaten Steuererhöhung und Einsparungen im völlig aufgeblähten Gesundheitssystem und beim Militär ihre langfristige Verschuldung unter Kontrolle bringen. All das kann man von Griechenland oder Italien nicht gerade behaupten.
Die USA gehen wirtschaftlich am Stock, die reale Arbeitslosigkeit liegt jenseits der 15%. Zu den scheinbar unüberwindlichen ideologischen Gräben im Parlament kommen immense ordnungspolitische Versäumnisse in den vergangenen Jahrzehnten: der öffentliche Bildungssektor ist ein Trauerspiel; die Infrastruktur fällt auseinander; es gibt nicht genug öffentliche Investitionen in zukunftsweisende F&E; Kaufkraftverluste der Mittelschicht aufgrund hoher realer Inflation (z.B. galoppierende Gesundheitskosten). Dazu wird es den US-Konzernen sehr leicht gemacht, produzierende Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Nicht nur das Unternehmenssteuerrecht ist eine Katastrophe, auch fehlen mittlerweile die Gewerkschaften, um eine solche Entwicklung einzuschränken. Die USA sind weitgehend deindustralisiert - dies wird vor allem deutlich, wenn man den aufgeblähten Verteidigungssektor herausrechnet.
Die USA stellen in den meisten zukunftsweisenden Industriezweigen keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr dar. Diesen Trend umzukehren, wird selbst bei sofortigem Handeln seine Zeit brauchen. Dass Obama nun mit dem Finger auf Europa zeigt, ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.
Hier ein interessantes Video, in welchem Ausmaß die USA seit langem die eigenen Statistken schönen:
http://www.youtube.com/wa...
dass Amerika mehr als doppelt so überschuldet ist, wie es die DDR bei ihrer Demission war (gemessen an der Auslandsverschuldung) und die europäische Finanzkrise im Wesentlichen durch die amerikanische Hypothekenkrise ausgelöst wurde.
Sicherlich unterscheiden sich die Probleme innerhalb Europas oft nicht wesentlich (der spanische Immobilienmarkt), Obama versucht hier aber einfach von den US-Problemen abzulenken und den Druck auf Europa zu erhöhen, um die Stabilität des Dollars zu erhalten.
Die USA gehen wirtschaftlich am Stock, die reale Arbeitslosigkeit liegt jenseits der 15%. Zu den scheinbar unüberwindlichen ideologischen Gräben im Parlament kommen immense ordnungspolitische Versäumnisse in den vergangenen Jahrzehnten: der öffentliche Bildungssektor ist ein Trauerspiel; die Infrastruktur fällt auseinander; es gibt nicht genug öffentliche Investitionen in zukunftsweisende F&E; Kaufkraftverluste der Mittelschicht aufgrund hoher realer Inflation (z.B. galoppierende Gesundheitskosten). Dazu wird es den US-Konzernen sehr leicht gemacht, produzierende Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Nicht nur das Unternehmenssteuerrecht ist eine Katastrophe, auch fehlen mittlerweile die Gewerkschaften, um eine solche Entwicklung einzuschränken. Die USA sind weitgehend deindustralisiert - dies wird vor allem deutlich, wenn man den aufgeblähten Verteidigungssektor herausrechnet.
Die USA stellen in den meisten zukunftsweisenden Industriezweigen keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr dar. Diesen Trend umzukehren, wird selbst bei sofortigem Handeln seine Zeit brauchen. Dass Obama nun mit dem Finger auf Europa zeigt, ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.
Hier ein interessantes Video, in welchem Ausmaß die USA seit langem die eigenen Statistken schönen:
http://www.youtube.com/wa...
dass Amerika mehr als doppelt so überschuldet ist, wie es die DDR bei ihrer Demission war (gemessen an der Auslandsverschuldung) und die europäische Finanzkrise im Wesentlichen durch die amerikanische Hypothekenkrise ausgelöst wurde.
Sicherlich unterscheiden sich die Probleme innerhalb Europas oft nicht wesentlich (der spanische Immobilienmarkt), Obama versucht hier aber einfach von den US-Problemen abzulenken und den Druck auf Europa zu erhöhen, um die Stabilität des Dollars zu erhalten.
als Erfüllungsgehilfe auf die Bühne geschoben.
Wow, endlich mal ein guter Artikel auf ZEITOnline, wurde auch ZEIT !
Obama versucht nur von den immensen innenpolitischen Problemen abzulenken, indem er viel Außenpolitik macht.
Er wird 2012 sehr wahrscheinlich nicht wiedergewählt wird, zum einen, weil er seine Wahlversprechen nicht halten konnte, z.B Gesundheitsreform.
Osamas Tod reicht nicht zur Wiederwahl. Die gewaltige Schuldenlast, die unter anderem George W. mitverschuldet hat, wird Obama das Genick brechen.
Allerdings wäre die Schuldepolitik von 2001-2007 unter demokratischer Führung auch nicht anders verlaufen, sicher besser, aber immer noch immens defizitär.
Im Bereich der Leserkommentare:
http://www.zeit.de/wirtsc...
Sehr richtig Herr Marschall!Obama sucht einen Sündenbock für eine jahrzehntelange, verfehlte Finanzpolitik der USA!
Die Niedrigzinspolitik und die damit einhergehende Geldschwemme kommt aus den USA und wurde von Reagan zu Beginn der 80er eingeleitet.Man beachte Zins-u.Geldschöpfung seidem.Geld ist Papier und Geldschöpfung durch Kredite ist auch ein Versprechen an die ZUKUNFT.Die technische Entwicklung,massenhafte Ratinalisierungen v.Arbeitsplätzen (80/90er)haben dieser Politik zunächst recht gegeben.Mit der Dynamik HINTER diesem Geld haben wir die UdSSR weggespült. Jedoch ist diese Rationalisierungs-Geldpolitik im Hype der Internetblase geplatzt und der Geldüberfluss wurde mit Bush ab 2001 in Immobilien -der stabilsten/LANGZEITLICHSTEN und am TIEFSTEN BEWERTETEN Anlageform geparkt.Deshalb der Hype auf US-Immobilien. 2007/2008 begann auch diese Blase zu platzen.Diesmal hat man-NOCH-keinen Parkplatz. Deshalb wird jetzt versucht, das Versprechen auf Erfüllung des"Geld-Gegenwerts"auf dem letzten Platz zu parken,den dieses System kennt: Dem Staat und seine Steuerzahler!
Ich meine, dass die Lösung des Problems letztendlich in China, in einem Ende der dortigen Sklaverei-Entgelte und einer Aufwertung des Renmimbi liegt.
Auf keinen Fall darf der europäische Steuerzahler der Parkplatz sein.Lieber soll die Schwemme wieder dahin schwappen, wo sie einst hergekomen ist!
Im Bereich der Leserkommentare:
http://www.zeit.de/wirtsc...
Sehr richtig Herr Marschall!Obama sucht einen Sündenbock für eine jahrzehntelange, verfehlte Finanzpolitik der USA!
Die Niedrigzinspolitik und die damit einhergehende Geldschwemme kommt aus den USA und wurde von Reagan zu Beginn der 80er eingeleitet.Man beachte Zins-u.Geldschöpfung seidem.Geld ist Papier und Geldschöpfung durch Kredite ist auch ein Versprechen an die ZUKUNFT.Die technische Entwicklung,massenhafte Ratinalisierungen v.Arbeitsplätzen (80/90er)haben dieser Politik zunächst recht gegeben.Mit der Dynamik HINTER diesem Geld haben wir die UdSSR weggespült. Jedoch ist diese Rationalisierungs-Geldpolitik im Hype der Internetblase geplatzt und der Geldüberfluss wurde mit Bush ab 2001 in Immobilien -der stabilsten/LANGZEITLICHSTEN und am TIEFSTEN BEWERTETEN Anlageform geparkt.Deshalb der Hype auf US-Immobilien. 2007/2008 begann auch diese Blase zu platzen.Diesmal hat man-NOCH-keinen Parkplatz. Deshalb wird jetzt versucht, das Versprechen auf Erfüllung des"Geld-Gegenwerts"auf dem letzten Platz zu parken,den dieses System kennt: Dem Staat und seine Steuerzahler!
Ich meine, dass die Lösung des Problems letztendlich in China, in einem Ende der dortigen Sklaverei-Entgelte und einer Aufwertung des Renmimbi liegt.
Auf keinen Fall darf der europäische Steuerzahler der Parkplatz sein.Lieber soll die Schwemme wieder dahin schwappen, wo sie einst hergekomen ist!
Oder auch: die Sache mit dem "Splitter" und dem "Balken"
Version „niedlich“
http://usdebt.kleptocracy...
Version „harmlos“
http://img.boersenverlag....
Natürlich müssen weltweit in den Industrieländern die Schulden abgebaut werden. Schnellstens !!!Das Problem ist aber nicht neu. Meiner Meinung nach liegt die Ursache aber woanders.
Die Zockerei/Spekulation der Banken muss sofort gestoppt werden !!! Wir sehen doch heute an den steigenden Börsenkursen, dass die Politik wieder auf dem falschen Weg ist. Wir sind in den Fängen des Großkapitals. Lasst die Zocker endlich Pleite gehen bzw. Verluste einfahren ! Die können es verkraften - der Steuerzahler nicht !!!
Politiker bellen nur, die beißen nicht.Besonders wenn es um die Wahlen geht.Was an sich ja schade ist. Ein politischen Bluthund, der das Finanzsystem durch die Mangel nimmt und nicht umgekehrt...das wäre schön....*träum*
Leider hätte man im Artikel ein wenig mehr darauf eingehen sollen, wieso jetzt Europa im Pfadenkeuz der amerikanischen Politik steht...vermutlich braut sich auf der anderen Seite des Teiches etwas zusammen, wovon man erstmal so lang wie möglich ablenken will.
Gespannt bin ich ja.....
Die Probleme in Europa liegen in der politischen Struktur.
Bei der Vereinigung haben Politiker das Grundgerüst gestellt.
Schon vor 10 Jahren wurde auf Problemfälle, wie Griechenland, aufmerksam gemacht.
Da es bisher keine Reaktion gab, kann man davon ausgehen, dass die Politik strukturelle Fälle nicht in den Griff bekommt, was damit gleich kommt, dass Europa scheitern wird.
Wenn die Politik jetzt zudem verzögert reagiert, da sie zu spät, das eigene Unvermögen erkennt, ist ein Desaster nicht mehr aufzuhalten.
Wie wir wissen hat die Politik weder die Kraft noch die Möglichkeiten wirtschaftl. zu lenken.
Deshalb hat Obama zum Teil recht, wenn er auf die Vereinigung Europa schimpft.
Das Problem liegt aber vor allem darin, dass Deutschland nicht unbegrenzt bürgen kann.
In kurzfristiger Zeit werden auch wir herab gestuft, da wir nicht in der Lage sein werden die Zinsen der Schulden zu bedienen. Dann beginnt ein richtiges Finanzchaos in welches wir uns momentan hineinmanövrieren.
In Amerika ist es eher ein wirtschaftl. und finanzpolit. Versagen, hier ein politisches, den Unterschied sollte man schon machen.
Inwiefern belasten Amerikas Schulden die Weltwirtschaft? Darüber schweigt sich der Verfasser aus. Japan hat dreimal so viel Schulden pro Kopf wie die USA. Belasten die auch die Weltwirtschaft? Weder Amerika noch Japan hat jemals den Internationalen Währungsfonds benötigt. Europa hingegen belastet ihn zu einem in der Geschichte noch niemals dagewesenen, unerhörten Ausmaß, und amerikanische und japanische, neuerdings auch chinesische Steuerzahler bezahlen bekanntlich den Löwenanteil des IWF.
Das stimmt nur bedingt, das problem war am Anfang das man nicht gleich mehr EU und weniger national machte, gemeinsame Währung heisst auch teilweise gemeinsame Wirtschaftspolitik und vor allem zentrale Kontrolle der Schuldenquote....das hat man nicht gemacht und daher rühren nun die Probleme.
Inwiefern belasten Amerikas Schulden die Weltwirtschaft? Darüber schweigt sich der Verfasser aus. Japan hat dreimal so viel Schulden pro Kopf wie die USA. Belasten die auch die Weltwirtschaft? Weder Amerika noch Japan hat jemals den Internationalen Währungsfonds benötigt. Europa hingegen belastet ihn zu einem in der Geschichte noch niemals dagewesenen, unerhörten Ausmaß, und amerikanische und japanische, neuerdings auch chinesische Steuerzahler bezahlen bekanntlich den Löwenanteil des IWF.
Das stimmt nur bedingt, das problem war am Anfang das man nicht gleich mehr EU und weniger national machte, gemeinsame Währung heisst auch teilweise gemeinsame Wirtschaftspolitik und vor allem zentrale Kontrolle der Schuldenquote....das hat man nicht gemacht und daher rühren nun die Probleme.
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