Schuldenkrise Kapitalbedarf der Banken entzweit Währungshüter

200 Milliarden Euro oder weniger? Um die Schuldenkrise zu überstehen, brauchen die europäischen Banken mehr Kapital. Wie viel ist umstritten.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei einem Treffen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei einem Treffen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments

Internationaler Währungsfonds (IWF) und Europäische Zentralbank (EZB) beurteilen den Kapitalbedarf europäischer Banken unterschiedlich. Er sei sich sicher, dass die vom IWF am Ende festgestellte Summe letztlich weit unter den genannten 200 Milliarden Euro liegen werde, sagte Zentralbank-Präsident Jean-Claude Trichet dem französischen Fernsehsender LCI.

Nach IWF-Schätzung könnten den Kreditinstituten wegen der Euro-Schuldenkrise bis zu 200 Milliarden Euro an Kapital fehlen, hatte es in Medienberichten geheißen. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte gefordert, die europäischen Staaten sollten ihre Banken mit frischem Kapital unterstützen. Notfalls müssten öffentliche Geldmittel eingesetzt werden.

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Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hatte den Vorstoß des IWF für eine Zwangskapitalisierung europäischer Kreditinstitute zurückgewiesen. Die Vorschläge seien wenig hilfreich "und im Übrigen in der Sache nicht gerechtfertigt", sagte er. Es sei eine Binsenweisheit, "dass es zahlreiche europäische Banken nicht verkraften würden, müssten sie die im Bankbuch gehaltenen Staatsanleihen auf Marktwerte abschreiben", sagte Ackermann.

Die Zentralbank hatte bis Montag ihre umstrittenen Käufe von Staatsanleihen überraschend verdoppelt. Sie erwarb in der vorigen Woche Papiere im Wert von 13,305 Milliarden Euro. In der Vorwoche waren es lediglich 6,651 Milliarden Euro. Analysten hatten mit sieben Milliarden gerechnet. Seit Mai 2010 hat sie damit Bonds im Gesamtwert von 129 Milliarden Euro gekauft.

Die EZB rechtfertigt dies als Stützungsmaßnahme für die Märkte. Doch de facto erleichtert sie es damit Schuldenländern wie Italien und Spanien, sich am Kapitalmarkt Kredit zu beschaffen.

 
Leser-Kommentare
  1. Der kann dem Staat doch egal sein! Der Markt wird es den Märkten schon richten!

    10 Leser-Empfehlungen
    • jagu
    • 06.09.2011 um 8:16 Uhr

    Thema ist nicht wie die Banken mit unseren Steuergeldern gestützt werden, sonder wie man durch entsprechende Regelungen und Gesetze endlich verhindert, dass solche Situationen überhaupt entstehen können.

    Gerade Deutschland steht international in dem Ruf, dass die Banken und die Pharmaindustrie gesetzlich in Europa und ganz besonders in Deutschland in einem El Dorado leben.

    Frau Merkel - tun Sie endlich etwas!

    Unser Wirtschaftsminister (FDP) scheint sich ja eher im Tiefschlaf zu befinden und Schäuble kann seit je her eher als Gefahr für diese Republik, seiner Demokratie und unseren Rechtsprinzipien gesehen werden.

    • bayert
    • 06.09.2011 um 8:31 Uhr

    der kürzlich durchgeführte Stresstest ist gut ausgefallen. Es kann sich nur um Falschmeldungen handeln.

    10 Leser-Empfehlungen
  2. Geld?

    Zum Zocken

    oder

    für echte Investitionen (kein Investment!!), also Betriebserweiterungen etc.

    Da dies nicht einfach zu kontrollieren ist, so sollte die EZB eine eigene Investitionsbank mit rigider Kontrolle betreiben, um echte Investitionen zu finanzieren. Also eine Erweiterung ihres Sektors, wobei die EZB ja sowieso ihren Sektor sehr eigenmächtig erweitert hat durch Aufkauf von Staatsanleihen.

    Es ist ein Unding, dass Banken sich für fast null Prozent bei der EZB bedienen, um daraus ihre Zockerbeträge zu erwirtschaften.

    Das Geschrei um die Deutsche Bank sollte man nicht so ernst nehmen. Viel mehr sollte man dieser Bank nahe legen ihren Namen zu ändern. Deutsch ist sie schon lange nicht mehr, in vielerlei Hinsicht, auch bei den Kapitaleignern. Dafür hat der Merkel Flüsterer Ackermann gesorgt. Ob das der BK Merkel nicht bekannt ist?

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    "Na, bescheidene Frage: Wen soll der Wähler denn aussuchen und küren?

    Die Grünen? Die Nachfolgepartei der FDP, die Partei der besser verdienenden Beamten mit neoliberalem Anstrich?

    Die SPD mit Siggi Popp aus der Schule Gerhard Schröders nebst Steinbrück, Steinmeier aus derselben Schule, die den Sozialstaat mit der Agenda 2010 gebeutelt haben?

    Beide haben doch mit G.Schröder die Finanzschranken für Hedge-Fonds und CDS geöffnet, nicht wissend welche Lawine sie damit los getreten haben.

    Wollen Sie Claudia Roth for President oder gar Özdemir?

    Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann."

    Haben Sie da nicht eine Partei vergessen? Aber halt, wir regen uns als gefühlter "Mittelstand" ja lieber über ein dummes Glückwunsch-Telegramm an Fidel Castro auf, während uns vom neoliberalen Einheitsblock CDUCSUSPDFDPGRÜN das Fell über die Ohren gezogen wird. Lafontaines penetrante
    Wa(h)rnungen vor dem Casino-Kapitalismus? Geschenkt. Um mal Pispers zu zitieren: "Der Lafontaine, der Lafontaine wie oft will er eigentlich noch recht haben, der Lafontaine? Da wähle ich lieber mal Westerwelle, der hat noch nie recht gehabt. Und Westerwelle steht in diesem Fall für die Wirtschaftspolitik des o.a. Polik-Einheitsblocks. Immer mehr von der falschen Medizin, die nicht wirkt. Völlige geistige Verblödung!

    "Na, bescheidene Frage: Wen soll der Wähler denn aussuchen und küren?

    Die Grünen? Die Nachfolgepartei der FDP, die Partei der besser verdienenden Beamten mit neoliberalem Anstrich?

    Die SPD mit Siggi Popp aus der Schule Gerhard Schröders nebst Steinbrück, Steinmeier aus derselben Schule, die den Sozialstaat mit der Agenda 2010 gebeutelt haben?

    Beide haben doch mit G.Schröder die Finanzschranken für Hedge-Fonds und CDS geöffnet, nicht wissend welche Lawine sie damit los getreten haben.

    Wollen Sie Claudia Roth for President oder gar Özdemir?

    Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann."

    Haben Sie da nicht eine Partei vergessen? Aber halt, wir regen uns als gefühlter "Mittelstand" ja lieber über ein dummes Glückwunsch-Telegramm an Fidel Castro auf, während uns vom neoliberalen Einheitsblock CDUCSUSPDFDPGRÜN das Fell über die Ohren gezogen wird. Lafontaines penetrante
    Wa(h)rnungen vor dem Casino-Kapitalismus? Geschenkt. Um mal Pispers zu zitieren: "Der Lafontaine, der Lafontaine wie oft will er eigentlich noch recht haben, der Lafontaine? Da wähle ich lieber mal Westerwelle, der hat noch nie recht gehabt. Und Westerwelle steht in diesem Fall für die Wirtschaftspolitik des o.a. Polik-Einheitsblocks. Immer mehr von der falschen Medizin, die nicht wirkt. Völlige geistige Verblödung!

  3. ...völlig überflüssige Banken subventioniert, die Hälfte mindestens müsste man sofort in den Bankrott schicken. Deren Einlagen bei der EZB könnte man ja gleich einbehalten - und verbrennen.

  4. Der Wähler hat die Möglichkeit den Neoliberalismus zu beenden.

    Wenn er es nicht tut, ist er selbst schuldig.

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    """"Der Wähler hat die Möglichkeit den Neoliberalismus zu beenden."""""

    Na, bescheidene Frage: Wen soll der Wähler denn aussuchen und küren?

    Die Grünen? Die Nachfolgepartei der FDP, die Partei der besser verdienenden Beamten mit neoliberalem Anstrich?

    Die SPD mit Siggi Popp aus der Schule Gerhard Schröders nebst Steinbrück, Steinmeier aus derselben Schule, die den Sozialstaat mit der Agenda 2010 gebeutelt haben?

    Beide haben doch mit G.Schröder die Finanzschranken für Hedge-Fonds und CDS geöffnet, nicht wissend welche Lawine sie damit los getreten haben.

    Wollen Sie Claudia Roth for President oder gar Özdemir?

    Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann.

    """"Der Wähler hat die Möglichkeit den Neoliberalismus zu beenden."""""

    Na, bescheidene Frage: Wen soll der Wähler denn aussuchen und küren?

    Die Grünen? Die Nachfolgepartei der FDP, die Partei der besser verdienenden Beamten mit neoliberalem Anstrich?

    Die SPD mit Siggi Popp aus der Schule Gerhard Schröders nebst Steinbrück, Steinmeier aus derselben Schule, die den Sozialstaat mit der Agenda 2010 gebeutelt haben?

    Beide haben doch mit G.Schröder die Finanzschranken für Hedge-Fonds und CDS geöffnet, nicht wissend welche Lawine sie damit los getreten haben.

    Wollen Sie Claudia Roth for President oder gar Özdemir?

    Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann.

  5. """"Der Wähler hat die Möglichkeit den Neoliberalismus zu beenden."""""

    Na, bescheidene Frage: Wen soll der Wähler denn aussuchen und küren?

    Die Grünen? Die Nachfolgepartei der FDP, die Partei der besser verdienenden Beamten mit neoliberalem Anstrich?

    Die SPD mit Siggi Popp aus der Schule Gerhard Schröders nebst Steinbrück, Steinmeier aus derselben Schule, die den Sozialstaat mit der Agenda 2010 gebeutelt haben?

    Beide haben doch mit G.Schröder die Finanzschranken für Hedge-Fonds und CDS geöffnet, nicht wissend welche Lawine sie damit los getreten haben.

    Wollen Sie Claudia Roth for President oder gar Özdemir?

    Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann.

    10 Leser-Empfehlungen
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    @thomas: ""Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann."

    Als Anregung empfehle ich einmal das hier zu lesen:
    http://www.linksfraktion....

    Statt ausschließlich die immergleichen Mainstream-Ökonomen aus der neoliberalen Denkmode der letzten Jahrzehnte hier zu Wort kommen zu lassen, die aus ihrer Schablone nicht mehr herausfinden, sollte DIE ZEIT einmal Herrn Flasbeck die Gelegenheit zu einem Aufsatz geben, um die makroökonomischen Argumente der Linken im Zusammenhang vorzustellen. Es handelt sich längst nicht mehr um die Frage verschiedener metaphysischer oder idiologischer Prämissen, über die man ewig streiten kann, sondern unsere gegenwärtigen Lenker und ihre Zuarbeiter haben ein echtes Verständnisproblem makroöknomischer Zusammenhänge.

    es kann nur noch rechts gewaehlt werden um diesen Europopulisten ins Handwerk zu legen!

    @thomas: ""Sehen, das ist unser Dilemma. Nur Mittelmäßige bis untere und bis gar keine "Eliten"?". Wir sind auf hoher und rauher See, kein Land in Sicht, kein Kompass und kein ausgebildeter Steuermann."

    Als Anregung empfehle ich einmal das hier zu lesen:
    http://www.linksfraktion....

    Statt ausschließlich die immergleichen Mainstream-Ökonomen aus der neoliberalen Denkmode der letzten Jahrzehnte hier zu Wort kommen zu lassen, die aus ihrer Schablone nicht mehr herausfinden, sollte DIE ZEIT einmal Herrn Flasbeck die Gelegenheit zu einem Aufsatz geben, um die makroökonomischen Argumente der Linken im Zusammenhang vorzustellen. Es handelt sich längst nicht mehr um die Frage verschiedener metaphysischer oder idiologischer Prämissen, über die man ewig streiten kann, sondern unsere gegenwärtigen Lenker und ihre Zuarbeiter haben ein echtes Verständnisproblem makroöknomischer Zusammenhänge.

    es kann nur noch rechts gewaehlt werden um diesen Europopulisten ins Handwerk zu legen!

  6. Lasst die Banken pleite gehen endlich. Wagt den Reset! Entsorgt mit den Banken ihr korruptes Personal, reguliert das Bankenwesen, führt eine vernünftige Kapitalbesteuerung ein. Reguliert dann die Arbeitsmärkte und fördert die Endverbrauchernachfrage nachhaltig, um dem rechtspopulistischen Spin vorzubeugen.

    Die BIZ hat zwar einen Eurozonenbankrott für 2013 berechnet, aber diese Eigendynamik führt 2012, wenn nicht sogar noch 2011 zum Bankrott. Die Politiker sollten das endlich einsehen.

    Besser jetzt als den Konkurs weiter zu verschleppen!

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    ...der paper-pushenden Bevölkerung arbeitslos. Was werden dann die vielen armen "masters of the universe" machen, mit ihren Anshu-Kartons in der city von Frankfurt?

    ...der paper-pushenden Bevölkerung arbeitslos. Was werden dann die vielen armen "masters of the universe" machen, mit ihren Anshu-Kartons in der city von Frankfurt?

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