Bankenproteste Der Zauber des Anfangs
Noch beteiligen sich nur wenige an den Bankenprotesten. Doch der Aufstand kommt aus der Mitte der Gesellschaft – und könnte der Politik nützen. Ein Kommentar
© Hannibal Hanschke/dpa

Ein Demonstrant vor dem Reichstag in Berlin
Am Rande der Bankenproteste am gestrigen Samstag vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt stand ein Mann. Mit verschränkten Armen und skeptischem, aber interessiertem Blick beobachtete er das Demo-Treiben um ihn herum. Er arbeite in der Pharmabranche, berichtete er, sich selbst zähle er zur Mittelschicht. Mit Demonstrationen habe er eigentlich nichts am Hut. "Aber jetzt wird es Zeit. Das hat schon lange in mir gearbeitet."
Es wird Zeit. Dieses Gefühl teilt er mit vielen seiner Mit-Demonstranten, mit Hausfrauen, Studenten, Anwälten. Dass sie alle gekommen sind, viele von ihnen Demo-Neulinge, macht diese Proteste besonders. Ja, die Mehrheit der Deutschen ist gestern noch zu Hause geblieben. Ein paar Zehntausende deutschlandweit sind keine 99 Prozent. Aber diejenigen, die in Frankfurt, Berlin und anderswo auf die Straßen gegangen sind, haben die Mehrheit aufs Beste repräsentiert.
Dieser Protest hat das Potenzial, eine wirklich globale Gemeinschaft zu schaffen. Auch weil zum ersten Mal alle auf einer Seite stehen: Ob Griechen oder Deutsche, Amerikaner oder Chinesen, Russen oder Afrikaner – sie alle leiden am Ende, wenn die Finanzmärkte die Realwirtschaft mit in den Abgrund reißen. Bei den Anti-Globalisierungsprotesten, die vor allem Anfang des Jahrtausends viele internationale Gipfel lahm legten, war das noch anders: Die westlichen Mittelschichten hatten sich daran nie beteiligt, weil ihnen nur allzu klar war, dass sie zu den Profiteuren zählten.
Seit Beginn der Krise verweisen Politiker immer wieder zu Recht darauf, dass sich Probleme nicht mehr national lösen lassen, dass die Macht der Finanzmärkte nur eingedämmt werden kann, wenn weltweit alle Länder an einem Strang ziehen. Damit haben sie recht. Allzu oft aber hat ihnen der Verweis auf die globalen Abhängigkeiten als Ausflucht gedient, um eine Reform des Finanzsystems nicht beginnen zu müssen. Eine globale Protestwelle könnte die richtige Antwort auf diese globale Ohnmacht der Politik sein.
Es gibt genug Regierende und Parlamentarier auf der Welt, die die Macht der Finanzmärkte beschränken wollen. Nur hat ihnen in der Praxis oft das Wissen, vor allem aber der Mut für drastischere Umbauten gefehlt. Die Demonstranten aus der Mittelschicht könnten sie wieder antreiben. Ihre Botschaft an die Politiker ist klar: Was ihr bisher gemacht habt, reicht uns nicht! Wie sehr sich die Parteien gestern beeilt haben, den Forderungen der Demonstranten zuzustimmen, ist bereits ein deutliches Zeichen dafür, dass beide Gruppen hier am Ende auf einer Seite stehen könnten.
Anders als manche Kritiker behaupten, ist der weltweite Protest keineswegs populistisch oder unkonkret, sondern lässt sich ganz klar auf eine Forderung bringen: Die Entmachtung der Finanzmärkte. Und ebenso falsch ist der Vorwurf, dafür fehlten die Mittel. Eine weltweite Transaktionssteuer auf Finanzgeschäfte, eine stärkere Regulierung von Banken durch höhere Eigenkapitalquoten oder die Trennung von Investment-Geschäften und Alltagsbanking – die Konzepte liegen seit Beginn der Krise in den Schubladen. Und wenn Banken so groß sind, dass sie nicht Pleite gehen dürfen, weil sonst alle darunter leiden, dann sind sie eben einfach zu groß und müssen zerschlagen werden.
Mit den gestrigen Protesten hat etwas begonnen. Damit aber wirklich etwas in Gang kommt, müssen die Demonstranten nicht nur wiederkommen, sie müssen auch ihre Freunde und Kollegen mitbringen, ihre Kinder und Eltern. Und sie müssen, anders als am Samstag in Rom, friedlich bleiben.
- Datum 16.10.2011 - 08:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Politiker und Politikerinnen der großen Parteien haben viel zu oft entschieden :
- aus Parteiraison
- gegen eigene Überzeugungen
- lobbygesteuert
- weit sie später lukrative Jobs wollten
Viel zu oft haben sie geahnt, gespürt oder ganz genau gewusst, was ihre Wähler wollen - und trotzdem anders abgestimmt.
Das geht quer durch alle Parteien - die Grünen teilweise, die Linke mal ganz ausgenommen.
(Nahles Bauchschmerzenabstimmung ist das beste Beispiel - http://is.gd/wRsTcH)
Parteien, die im "Interesse der Bürger" auch gern mal gegen genau die entscheiden - solche Parteien haben sich selbst überflüssig gemacht.
Und wer Occupy Wallstreet braucht, um endlich mal in Gang zu kommen - sollte schnell verschwinden.
Aber PolitikerInnen sind in Sachen Selbstekel ja völlig resistent.
... gehört abgeschafft. Denn das nennt man dann Diktatur. Mich stört allgemein oft an der deutschen Mentalität, dass sie so außerordentlich autoritär ist. Bei sämtlichen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen wird zu denen geschielt. Sei es Kriminalität, Kampfhunde etc.. die sollen machen. Tatsächlich ist das keine demokratische Einstellung, zu meinen, dass man sein Kreuzchen macht und dann soll derjenige einen vertreten und selbst kann man sich zurücklehen. Das ist dann aber nur ein gewähltes Parlament, Demokratie sollte eigentlich ein Gesamtgesellschaftszustand sein, d. h. jeder von uns ist eigentlich verpflichtet nach seinen Möglichkeiten auch im Alltag die Demokratie zu vertreten. Das war aber nicht der Fall. Stattdessen lebten wir den egoistisch-individualistischen Zeitgeist im vollen Maße. Wen hat es gehindert bei Lidl einzukaufen als rauskam, dass die Mitarbeiter gegängelt werden? Wen hat es gehindert Sushi zu essen als bekannt wurde, dass die afrikanische Küste u. a. von europäischen Unternehmen leergefischt wurde und dort vielen die Existenz abhanden kam? Wie viele der Besserverdienenden haben sich gegen die "unheimliche Stille der Prekariasierung" (Axel Honneth) gewehrt und gerufen "Nein verteilt um, ich kann meinen Lebensstandard nicht genießen, wenn ich weiß, dass der Preis deren Armut ist". Politik ist ein Spiegel der Gesellschat. Das Axiom von Banken UND Politkern UND der Bevölkerung war: Maximalprofit. P. S.Linke in Berlin war nicht sehr links die letzen Jahre.
… die Politiker hinken wie immer arg hinterher und versuchen sich erneut einzuschleimen, aber eine aufrechte Grundhaltung eben dieser Leute sollte man da nirgends vermuten, denn dann hätten sie diese schon früher an den Tag legen können. Bleibt spannend, ob die Politik tatsächlich dieses Geld-System zurechtgestutzt bekommen oder ob uns der System-Zusammenbruch überrollt. Ich tippe auf Letzteres, weil die Karre bereits, dank der Politiker und Rettungspakete, viel zu tief im Dreck steckt.
Wie wäre es mit einer schönen Satire zum Sonntag: „Banker und Politiker beraten über die Niederschlagung der Proteste“ … Link. Ich denke das kommt der Realität am Ende näher als die jetzt an den Tag gelegte Heuchelei.
Man sieht aber an der Beteiligung, das die Aktionen in den südlicheren Ländern etwas hitziger kommen. Die unterkühlten Nordlichtern brauchen wohl noch eine gewisse Vorglühzeit. Aber wenn es dem Michel am Ende auch gut weh tut, wird er sich schon bewegen.
... gehört abgeschafft. Denn das nennt man dann Diktatur. Mich stört allgemein oft an der deutschen Mentalität, dass sie so außerordentlich autoritär ist. Bei sämtlichen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen wird zu denen geschielt. Sei es Kriminalität, Kampfhunde etc.. die sollen machen. Tatsächlich ist das keine demokratische Einstellung, zu meinen, dass man sein Kreuzchen macht und dann soll derjenige einen vertreten und selbst kann man sich zurücklehen. Das ist dann aber nur ein gewähltes Parlament, Demokratie sollte eigentlich ein Gesamtgesellschaftszustand sein, d. h. jeder von uns ist eigentlich verpflichtet nach seinen Möglichkeiten auch im Alltag die Demokratie zu vertreten. Das war aber nicht der Fall. Stattdessen lebten wir den egoistisch-individualistischen Zeitgeist im vollen Maße. Wen hat es gehindert bei Lidl einzukaufen als rauskam, dass die Mitarbeiter gegängelt werden? Wen hat es gehindert Sushi zu essen als bekannt wurde, dass die afrikanische Küste u. a. von europäischen Unternehmen leergefischt wurde und dort vielen die Existenz abhanden kam? Wie viele der Besserverdienenden haben sich gegen die "unheimliche Stille der Prekariasierung" (Axel Honneth) gewehrt und gerufen "Nein verteilt um, ich kann meinen Lebensstandard nicht genießen, wenn ich weiß, dass der Preis deren Armut ist". Politik ist ein Spiegel der Gesellschat. Das Axiom von Banken UND Politkern UND der Bevölkerung war: Maximalprofit. P. S.Linke in Berlin war nicht sehr links die letzen Jahre.
… die Politiker hinken wie immer arg hinterher und versuchen sich erneut einzuschleimen, aber eine aufrechte Grundhaltung eben dieser Leute sollte man da nirgends vermuten, denn dann hätten sie diese schon früher an den Tag legen können. Bleibt spannend, ob die Politik tatsächlich dieses Geld-System zurechtgestutzt bekommen oder ob uns der System-Zusammenbruch überrollt. Ich tippe auf Letzteres, weil die Karre bereits, dank der Politiker und Rettungspakete, viel zu tief im Dreck steckt.
Wie wäre es mit einer schönen Satire zum Sonntag: „Banker und Politiker beraten über die Niederschlagung der Proteste“ … Link. Ich denke das kommt der Realität am Ende näher als die jetzt an den Tag gelegte Heuchelei.
Man sieht aber an der Beteiligung, das die Aktionen in den südlicheren Ländern etwas hitziger kommen. Die unterkühlten Nordlichtern brauchen wohl noch eine gewisse Vorglühzeit. Aber wenn es dem Michel am Ende auch gut weh tut, wird er sich schon bewegen.
sondern darum, dass sie von fuer sie lebenswichtigen Entscheidungen systematisch ausgeschlossen werden und sie sich in folgedessen ausgeliefert fuehlen. Sie haben verstanden, dass wir eine Systemreparatur benoetigen, die ueberfaellig ist. Die Parteiendemokratien Europas und in der Welt, haben zwecks Machterhalt, den Buerger quasi voellig entmachtet und haben es vorgezogen sich mit den Lobbyisten in verantwortungsloser Weise zu verbuenden, zum Schaden der Buerger. Die Menschen haben das verstanden und es werden schnell mehr werden. Die Parteien muessen zurueck zu den Inhalten und Programmen, dafuer sind sie da. Es funktioniert nicht mehr ihnen den Zugriff auf Machtpositionen und Verguenstigungen, ohne vorherige "Zugangskontrolle" zu ueberlassen. Wenn wir die Besten in den Regierungen wollen, dann sollten wir zunaechst die Programme waehlen und anschliessend entscheiden wer zur Umsetzung derselben am besten geeignet ist; dies muessen wie wir sehen keineswegs Parteiangehoerige sein. Wer immer noch nicht erkannt hat wozu das fuehrt der tut mir leid.
Heute werden sehr weitreichende Entscheidungen, die Einfluss auf Generationen haben, ohne demokratische Legitimation in kleinsten Zirkeln, an Parlamenten vorbei, die ja heute bei den ueblichen Probeabstimmungen, nur noch ein Witz sind, dem Buerger als alternativlos verkauft. Die Inflation der sogenannten Gipfel liefert so jede Woche eine neue alternativlose Loesung. Das ist unertraeglich, so geht das nicht mehr!
Wer sich als Bürger generell in den letzten Jahren (und Jahrzehnten) nur allzuoft von den Entscheidungen der Politik-"Elite" ausgeschlossen fühlte, es gibt eine - meiner Meinung nach unterstützenswerte und zukunftsträchtige Abhilfe,
je mehr Bürger sich DARUM kümmern, desto SCHNELLER:
http://www.omnibus.org/ho...
"Dieser Protest hat das Potential, eine wirklich globale Gemeinschaft zu schaffen"
Ja, in dieser Bewegung steckt hoffentlich der Kern für eine global bessere, allen Menschen und der menschlichen Gemeinschaft überall auf der Welt zugewandte Politik, und die nicht sich dem Erhalt der eigenen Macht verschreibt und den global wirkenden Finanzakteuren überall "Schmiere stehen" will.
Hätte das Deutsche Volk das direktdemokratische Instrument des Referendumsrechts, hätten die Bürger wohl kaum einem übermächtigen Rettungsschirm zugestimmt. Genauso würden sie wohl nicht zustimmen, höchste Hoheitsrechte an Brüssel abzugeben um eine politische Union zu unterstützen.
Ich gehe sogar noch weiter. Hätte das Volk damals entscheiden können, die Mark zu behalten oder den (T)Euro einzuführen, hätte dieser wohl kaum eine Chance gehabt.
Ich sage voraus, dass mit dem Abgang von Angela Merkel das Deutsche Volk das letzte Mal der reinen Willkür einer Bundesregierung ausgesetzt war. Danach kann die Politik unter dem Druck des Referendumsrechts des Volkes nur noch Gesetze und Vorlagen durchbringen, die tatsächlich auch dem Volkswillen entsprechen.
Wer sich als Bürger generell in den letzten Jahren (und Jahrzehnten) nur allzuoft von den Entscheidungen der Politik-"Elite" ausgeschlossen fühlte, es gibt eine - meiner Meinung nach unterstützenswerte und zukunftsträchtige Abhilfe,
je mehr Bürger sich DARUM kümmern, desto SCHNELLER:
http://www.omnibus.org/ho...
"Dieser Protest hat das Potential, eine wirklich globale Gemeinschaft zu schaffen"
Ja, in dieser Bewegung steckt hoffentlich der Kern für eine global bessere, allen Menschen und der menschlichen Gemeinschaft überall auf der Welt zugewandte Politik, und die nicht sich dem Erhalt der eigenen Macht verschreibt und den global wirkenden Finanzakteuren überall "Schmiere stehen" will.
Hätte das Deutsche Volk das direktdemokratische Instrument des Referendumsrechts, hätten die Bürger wohl kaum einem übermächtigen Rettungsschirm zugestimmt. Genauso würden sie wohl nicht zustimmen, höchste Hoheitsrechte an Brüssel abzugeben um eine politische Union zu unterstützen.
Ich gehe sogar noch weiter. Hätte das Volk damals entscheiden können, die Mark zu behalten oder den (T)Euro einzuführen, hätte dieser wohl kaum eine Chance gehabt.
Ich sage voraus, dass mit dem Abgang von Angela Merkel das Deutsche Volk das letzte Mal der reinen Willkür einer Bundesregierung ausgesetzt war. Danach kann die Politik unter dem Druck des Referendumsrechts des Volkes nur noch Gesetze und Vorlagen durchbringen, die tatsächlich auch dem Volkswillen entsprechen.
Gestern hatten Gabriel und Nahles die dicksten Backen. Mitglieder der Partei, die der globalen Zockerei in Deutschland Tür und Tor geöffnet hat.
Münchhausen-Stellvertretersyndrom?
Unterfangen von SPD, Grüne und soagr von großen Teilen der CDU/CSU. Sich jetzt hier hinzustellen, um die großen Kapitalismuskritiker raushängenzulassen, dabei sind sie mitverantwortlich für die unglaubliche Macht der Finanzwirtschaft. Ich glaube auch nicht, dass es wirklich Regierende gibt, die wirklich ernsthaft versuchen diese Macht einzudämmen. Man sollte auch den "Drehtür-Effekt" von Politik und Wirtschaft im Hinterkopf behalten. Merkel, Sarkotzy und Cameron werden einen Teufel tun, um die Macht der Banken Einhalt zu gebieten. Besonders wenn sie nach ihrer Amtszeit diese Verbindungen für ihr Wohlergehen nutzen wollen.
gestern Mittag auf dem Frankfurter Goetheplatz waren am Rande der Menge auch jene vertreten, die die "Rote Fahne" mit sich führten. Nun es kann doch nicht sein, dass eine tiefe Krise des Finanzsektors dazu herhalten muss, um jenen totalitären Ideologen aus der Steinzeit wieder Zulauf zu gewähren.
Wenn wir als Gesellschaft uns nicht bloß von den Interessen des Finanzsektors dominieren lassen wollen, dann ist es ebenso wenig statthaft totalitäre Ideologien, die historisch schon einmal gescheitert sind, wieder aufleben zu lassen.
Grundsätzlich macht die Politik in dieser Krise keine so gute Figur vieles wirkt hastig improvisiert, so als ob die Ereignisse die Politik vor sich hertreiben.
Im Moment müssen wir damit leben, dass die augenblickliche Regierungskoalition aus den schwächsten der Gesellschaft (wortwörtlich) jeden Cent herauszuquetschen versucht und gleichzeitig immer mehr Milliarden in den "Rettungsschirm" fließen. Die ganz spannende Frage ist dabei, was würden Sigmar Gabriel und seine Partei real in derselben Situation anders machen.
Unterfangen von SPD, Grüne und soagr von großen Teilen der CDU/CSU. Sich jetzt hier hinzustellen, um die großen Kapitalismuskritiker raushängenzulassen, dabei sind sie mitverantwortlich für die unglaubliche Macht der Finanzwirtschaft. Ich glaube auch nicht, dass es wirklich Regierende gibt, die wirklich ernsthaft versuchen diese Macht einzudämmen. Man sollte auch den "Drehtür-Effekt" von Politik und Wirtschaft im Hinterkopf behalten. Merkel, Sarkotzy und Cameron werden einen Teufel tun, um die Macht der Banken Einhalt zu gebieten. Besonders wenn sie nach ihrer Amtszeit diese Verbindungen für ihr Wohlergehen nutzen wollen.
gestern Mittag auf dem Frankfurter Goetheplatz waren am Rande der Menge auch jene vertreten, die die "Rote Fahne" mit sich führten. Nun es kann doch nicht sein, dass eine tiefe Krise des Finanzsektors dazu herhalten muss, um jenen totalitären Ideologen aus der Steinzeit wieder Zulauf zu gewähren.
Wenn wir als Gesellschaft uns nicht bloß von den Interessen des Finanzsektors dominieren lassen wollen, dann ist es ebenso wenig statthaft totalitäre Ideologien, die historisch schon einmal gescheitert sind, wieder aufleben zu lassen.
Grundsätzlich macht die Politik in dieser Krise keine so gute Figur vieles wirkt hastig improvisiert, so als ob die Ereignisse die Politik vor sich hertreiben.
Im Moment müssen wir damit leben, dass die augenblickliche Regierungskoalition aus den schwächsten der Gesellschaft (wortwörtlich) jeden Cent herauszuquetschen versucht und gleichzeitig immer mehr Milliarden in den "Rettungsschirm" fließen. Die ganz spannende Frage ist dabei, was würden Sigmar Gabriel und seine Partei real in derselben Situation anders machen.
Argument der Globalisierung verstecken und dass eine Regulierung der Finanzmärkte nur mit allen anderen Staaten gemeinsam erfolgen könne. Ein Alleingang schade dem Finanzplatz Deutschland.
Bevor das unsägliche DUO Schröder/Fischer den Finanzmarkt "entfesselte" gab es doch auch den Finanzplatz Deutschland. Und ein Arbeitsplatzaufbau nach der Entfesselung betraf doch nur die "Zockerbuden".
Damals schielten Schröder/Fischer/Maschmeier doch nur nach London und sehnten sich einen ungezügelten Markt herbei mit seinem virtuellen Geld in riesigen Blasen.
Also verbieten wir durch unsere Politiker die Hedgefonds, schließen die Zockerbuden und die Wetten auf Kurse und Staaten, verbieten den Hochgeschwindigkeits-Computerhandel.
Sonst kommen wir irgendwann in naher Zukunft wieder auf den Sachwerte-Tausch statt des Geldes.
"Eine Ziege gegen vier Sack Kartoffel, ....etc."
Ein
Dazu noch die Anmerkung: vor kurzem hat ein Finanzexperte im Deutschlandfunk gefordert, Geschäfts- und Investment-Banking zu trennen. Lesens- bzw. hörenswertes Interview in diesem Kontext:
http://www.dradio.de/dkul...
Nicht das erste übrigens zum Thema. Die Finanzkrise hat ja einiges dazu hervorgebracht, und die Finger wurden in die (diversen) Wunden gelegt. Nur danach ist faktisch wenig passiert, außer dass die meisten Banken wieder glänzende Geschäfte machen und sicher wissen, dass sie - wirtschaftstragend wie sie sind - auf Gedeih und Verderb gerettet werden. Den Verantwortlichkeiten ist wenig nachgegangen worden, die hehren Worte von der Regulierung der Finanzmärkte nahezu vergessen, die Boni werden gezahlt - und klar, dagegen steht eine Mehrheit von Menschen nun auf, dagegen, dass der Bürger bürgt und haftet für die Bereicherung einiger weniger.
Dazu noch die Anmerkung: vor kurzem hat ein Finanzexperte im Deutschlandfunk gefordert, Geschäfts- und Investment-Banking zu trennen. Lesens- bzw. hörenswertes Interview in diesem Kontext:
http://www.dradio.de/dkul...
Nicht das erste übrigens zum Thema. Die Finanzkrise hat ja einiges dazu hervorgebracht, und die Finger wurden in die (diversen) Wunden gelegt. Nur danach ist faktisch wenig passiert, außer dass die meisten Banken wieder glänzende Geschäfte machen und sicher wissen, dass sie - wirtschaftstragend wie sie sind - auf Gedeih und Verderb gerettet werden. Den Verantwortlichkeiten ist wenig nachgegangen worden, die hehren Worte von der Regulierung der Finanzmärkte nahezu vergessen, die Boni werden gezahlt - und klar, dagegen steht eine Mehrheit von Menschen nun auf, dagegen, dass der Bürger bürgt und haftet für die Bereicherung einiger weniger.
Bei diesen Protesten muss man dringends verhindern, das Parteien sich die Menschen vor den Karren spannen und versuchen sich als Kopf der Protestbewegung zu etablieren. Haben besonders die Grünen bei den Anti-Atom-Protesten getan oder die Linken bei sämtlichen israelkritischen-Demos.
Gabriel wird ja jetzt schon populistisch und redet von Zerschlagung von Großbanken, was die SPD niemals schaffen wird.
Das wird noch. Es war der erste Aktionstag. Ich denke weitere werden Folgen und es wird Kreise ziehen. Mal gucken wie sich das entwickelt. Es hat einmal begonnen und wieder Schwer aufhören. Schlecht fand ich nur das die Medien sehr oft Schmähartikel rausbrachten wie gestern SpOn es tat ( "Die 99 % blieben Zuhause" http://huhnundschaf.wordp... ).
Ich steh hinter den Leuten, den sie haben Recht. Kann nicht so weitergehen.
"Bei diesen Protesten muss man dringends verhindern, das Parteien sich die Menschen vor den Karren spannen und versuchen sich als Kopf der Protestbewegung zu etablieren".
Da setz ich 10 Ausrufezeichen dahinter:
!!! !!! !!! !
"Bei diesen Protesten muss man dringends verhindern, das Parteien sich die Menschen vor den Karren spannen und versuchen sich als Kopf der Protestbewegung zu etablieren".
Da setz ich 10 Ausrufezeichen dahinter:
!!! !!! !!! !
Unterfangen von SPD, Grüne und soagr von großen Teilen der CDU/CSU. Sich jetzt hier hinzustellen, um die großen Kapitalismuskritiker raushängenzulassen, dabei sind sie mitverantwortlich für die unglaubliche Macht der Finanzwirtschaft. Ich glaube auch nicht, dass es wirklich Regierende gibt, die wirklich ernsthaft versuchen diese Macht einzudämmen. Man sollte auch den "Drehtür-Effekt" von Politik und Wirtschaft im Hinterkopf behalten. Merkel, Sarkotzy und Cameron werden einen Teufel tun, um die Macht der Banken Einhalt zu gebieten. Besonders wenn sie nach ihrer Amtszeit diese Verbindungen für ihr Wohlergehen nutzen wollen.
aber hier haben die Linken vielleicht schon eine Aktie an der Bewegung. Von links kommen ja auch die Grundeinkommensmodelle.
Wenn sich allerdings die Verrat-Sozialdemokraten oder gar die CDU frech an die Spitze der Occupy-Bewegung stellen, die selbst genug Schmiergeldskandale am Hals haben, dann heißt das, den Teufel mit dem Beezelbub austreiben zu wollen.
Fakt ist jedoch, dass eine Konsum- und Spaßgesellschaft, in der die Bürger nur durch "Anreize" konditioniert sind, irgendwann an diesen Punkt gelangen MUSSTE.
Dazu trägt auch die Anmaßung bei, zu glauben, mit künstlichem Geld aus 2 x 2 = 5 machen zu wollen.
Da kann man gleich an das perpetuum mobile glauben.
Tatsächlich bilden sich manche Politiker und Ökonomen ein, die Wirklichkeit manipulieren zu können, so z.B. der Bush-Berater Karl Rove, der Ron Suskind von der New York Times sagte:
"Wir sind jetzt ein Imperium, und wir schaffen uns unsere eigene Realität. Während Sie diese von uns geschaffene Realität studieren, schaffen wir bereits neue Realitäten, die Sie wiederum studieren können. Wir sind die Akteure der Geschichte, und Ihnen, Ihnen allen bleibt nichts, als die Realität zu studieren, die wir geschaffen haben!"
http://www.umkreis-instit...
aber hier haben die Linken vielleicht schon eine Aktie an der Bewegung. Von links kommen ja auch die Grundeinkommensmodelle.
Wenn sich allerdings die Verrat-Sozialdemokraten oder gar die CDU frech an die Spitze der Occupy-Bewegung stellen, die selbst genug Schmiergeldskandale am Hals haben, dann heißt das, den Teufel mit dem Beezelbub austreiben zu wollen.
Fakt ist jedoch, dass eine Konsum- und Spaßgesellschaft, in der die Bürger nur durch "Anreize" konditioniert sind, irgendwann an diesen Punkt gelangen MUSSTE.
Dazu trägt auch die Anmaßung bei, zu glauben, mit künstlichem Geld aus 2 x 2 = 5 machen zu wollen.
Da kann man gleich an das perpetuum mobile glauben.
Tatsächlich bilden sich manche Politiker und Ökonomen ein, die Wirklichkeit manipulieren zu können, so z.B. der Bush-Berater Karl Rove, der Ron Suskind von der New York Times sagte:
"Wir sind jetzt ein Imperium, und wir schaffen uns unsere eigene Realität. Während Sie diese von uns geschaffene Realität studieren, schaffen wir bereits neue Realitäten, die Sie wiederum studieren können. Wir sind die Akteure der Geschichte, und Ihnen, Ihnen allen bleibt nichts, als die Realität zu studieren, die wir geschaffen haben!"
http://www.umkreis-instit...
Wieviel haben wir den Banken schon gezahlt?
Wieviel der derzeitigen Staatsschulden ergeben sich aus der Bankenrettung? Die Schuldenaufnahme des letzten Jahrs war doch mindestens zu 50% dem geschuldet, Geld für Konjunkturprogramme nicht eingerechnet.
Warum wird die Bankenkrise endlos und endlos in eine Staatsschuldenkrise umdefiniert, obwohl bei näherer Betrachtung die Bankenkrise die Ursache war?
Warum müssen wir den Banken Geld geben, während auf die allermeisten Finanzgeschäften keine Steuern abzugeben sind?
Das zeigt doch schon, wie wenig Finanzmarkt und Realität miteinander zu tun haben.
Warum laufen auf allen Kanälen ständig und immer wieder und unentwegt Börsennachrichten? Wieviel Einschaltquote bringt das wirklich?
Warum müssen die 99% sowohl im Aufschwung als auch in der Rezession den Gürtel enger schnallen?
warum warum warum....
Aber schön, dass die Politik schonmal Zustimmung heuchelt. Wann haben die eigentlich in den letzten 3 Jahren wirklich etwas bewegt?
Zitat: "Wie groß muss die Verzweiflung der Leute mit den etablierten Parteien sein, wenn in Berlin ein Haufen Techniknerds auf 8% kommt?"
wait and see
" Revolution ist eine meinung, die auf Bajonette trifft "
Napoleaon Bonaparte
noch ein Aktionstag diesen Monat und es könnte eine werden...^^
Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
" Revolution ist eine meinung, die auf Bajonette trifft "
Napoleaon Bonaparte
noch ein Aktionstag diesen Monat und es könnte eine werden...^^
Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
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