Weltbevölkerung"Die wichtigste Aufgabe ist eine gerechtere Verteilung"

Sieben Milliarden Menschen sind nicht unbedingt zu viele, sagt der Chef des UN-Bevölkerungsprogramms. Junge Leute bringen Dynamik – doch sie brauchen Bildung und Arbeit. von 

Fußball spielende Kinder in Soweto (Archivbild)

Fußball spielende Kinder in Soweto (Archivbild)  |  © Yasuyoshi Chiba/AFP/Getty Images

ZEIT ONLINE:Sieben Milliarden Weltbürger : Wann sind wir zu viele?

Babatunde Osotimehin: Die Frage kann niemand verlässlich beantworten. Schon als 3,5 Milliarden Menschen auf der Erde lebten, warnte das TIME Magazine auf seiner Titelseite vor Überbevölkerung . Das ist beinahe fünf Jahrzehnte her.

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ZEIT ONLINE: Heute sind Umweltprobleme und Ressourcenknappheit eine Realität, und viele sagen: Alles wegen der Überbevölkerung!

Babatunde Osotimehin

wurde 1949 in Nigeria geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten von Ibadan und Birmingham, war Direktor der nigerianischen Aids-Behörde und seit 2008 Gesundheitsminister seines Landes. Im Januar 2011 wurde er vom UN-Generalsekretär zum neuen Exekutivdirektor des UN-Bevölkerungsprogramms UNFPA ernannt.

Osotimehin: Gewiss stehen wir vor großen Herausforderungen, um das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten wieder herzustellen. Aber wir müssen uns auch mit dem Konsum auseinandersetzen. Denn die meisten Ressourcen werden gerade dort verbraucht, wo die wenigsten Menschen wohnen. Die wichtigste Aufgabe ist, eine gerechtere Verteilung zu erreichen.

ZEIT ONLINE: Bis 2050 sollen noch weitere drei Milliarden Menschen hinzukommen, deshalb beschwören viele trotzdem den Malthus'schen Alptraum, es werde nicht reichen .

Osotimehin: Dieses Narrativ wird vor allem von den Medien aufrechterhalten. Doch zum einen darf man die Erfolge nicht übersehen. In Lateinamerika zum Beispiel sind die Geburtenraten gesunken; Fortschritte gibt es selbst bei einem scheinbar hoffnungslosen Fall wie Bangladesh. Dort konnte die Regierung das Bevölkerungswachstum von 6 Prozent auf 2,5 Prozent senken, vor allem, indem die Stellung der Frauen gestärkt wurde. Vor 15 Jahren habe ich in Bangladesh noch keine Frauen auf der Straße gesehen – heute ist das normal. Darüber hinaus gibt es bei der Bevölkerungsentwicklung, wenn man genau hinschaut, nicht nur Probleme, sondern auch Chancen.

ZEIT ONLINE: Wie sehen die aus?

Osotimehin: In Nordeuropa, wo die Bevölkerung schrumpft, besteht zwar die Gefahr, dass Produktivität, Sozial- und Rentensysteme ins Wanken geraten, aber es gibt auch die Hoffnung auf ein erfülltes Alter. In Schwellenländern, deren Bevölkerung sich stabilisiert hat, stellt die Landflucht die Städte vor die große Herausforderungen, wie man all die Menschen behaust, mit Wasser und Nahrung versorgt und ausbildet – doch in den Städten entsteht auch Kreativität. Schließlich gibt es jene Länder, in denen die Bevölkerung weiterhin dramatisch wächst.

Sieben Milliarden Menschen

Am 31. Oktober zelebrieren die Vereinten Nationen symbolisch die Geburt des siebenmilliardsten Menschen. Innerhalb von nur zwölf Jahren ist die Weltbevölkerung damit um eine Milliarde Menschen gewachsen. Der neue UN-Weltbevölkerungsbericht, der am 26. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt wird, soll die Konsequenzen aufzeigen. Zudem gibt er einen Überblick über die jüngsten demographischen und sozioökonomischen Daten der Vereinten Nationen.

ZEIT ONLINE: In Afrika soll sich die Zahl der Menschen bis 2050 etwa verdoppeln. Wo sehen Sie da Chancen?

Osotimehin: In der großen Zahl junger Menschen. Wenn wir ihre immense Dynamik und Energie nutzen wollen, dann müssen wir ihnen allerdings Beschäftigung, Bildung, Sexualaufklärung und Entscheidungsfreiheit bringen. Erfahrungsgemäß wollen sie dann auch weniger Nachwuchs.

ZEIT ONLINE: Wenn man die Überalterung im Norden und den hohen Bevölkerungszuwachs im Süden zusammendenkt, läge Migration als Lösung nahe. Werden Sie dafür streiten, dass die Grenzen offener werden?

Leserkommentare
  1. "ZEIT ONLINE: Bis 2050 sollen noch weitere drei Millionen Menschen hinzukommen, deshalb beschwören viele trotzdem den Malthus'schen Alptraum, es werde nicht reichen."

    Wahrscheinlich ist, dass bis 2050 drei Milliarden Menschen dazu kommen. Für drei Millionen brauchen wir keinen Monat.

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    Redaktion

    Lieber Philip Tyson,

    danke für den Hinweis, der Fehler ist korrigiert.

    Beste Grüße,
    Alexandra Endres

    • joG
    • 26. Oktober 2011 19:06 Uhr

    ....sollte man anmerken, dass sowohl Bildung als auch Arbeit Allokationsthemen und nicht -wie in der Überschrift gesagt- Verteilungsfragen sind. Das ist wichtig, da die möglichen Lösungen von Allokations- und Verteilungsproblemen sehr unterschiedlich sind.

  2. sind definitiv zu viel. aber was solls. wir haben ja noch zuviel wald hier rum stehen. wenn wir den noch abholzen dann passen die 7 000 000 000.

    glück auf

  3. "Sieben Milliarden Menschen sind nicht unbedingt zu viele, sagt der Chef des UN-Bevölkerungsprogramms."

    -------------

    Angesichts der Tatsache, dass auf diesem Planeten jede Sekunde ein Mensch verhungert, ist eine solche Aussage recht zynisch.

    Es ist aber das Prinzip des Kapitalismus. Wachstum. Man produziert jede Menge Menschen, die offensichtlich das System Kapitalismus gar nicht braucht und die auf dieser Erde auch nicht die geringste Überlebenschance haben. Wir nehmen es einfach hin, dass Millionen Menschen verhungern.

    Es gibt dann zwar welche wie oben, die darüber sinnieren, dass das alles nicht sein müsste. Es ist aber so seit Jahrzehnten und vielleicht Jahrhunderten.

    Dabei könnte man tatsächlich versuchen, das Leben für die Menschen lebenswert zu machen in dem man weltweit eine rigorose Geburtenkontrolle einführt.

    Der andere Weg - allen Menschen eine Überlebenschance zu geben, hat noch niemals funktioniert.

    Wäre der Mensch ein Stück Natur, würde sich das automatisch regeln.

    "Jedes Tier" regelt das instinktiv. Wenn zB die Überlebenschancen nicht mehr gegeben sind, sterben Tierarten aus. Nur der Mensch vervielfacht sich angesichts dessen dennoch.

    Es gibt Forscher die sagen aus, ab einer Zahl von ca. 4 Milliarden Einwohnern könnte sich die Erde regenerieren.
    Die Bevölkerungszahlen entwickeln sich jedoch nicht rückwärts sondern weiterhin vorwärts.

    Über eine rigorose Geburtenkontrolle wäre zu erreichen, dass die Einwohnerzahlen rückläufig werden können.

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    • tobmat
    • 26. Oktober 2011 10:55 Uhr

    Wieso sind 7 Milliarden zuviel? Wir stellen bereits heute Lebensmittel für ca. 9 Milliarden Menschen her. 1/3 davon wird halt weggeschmissen. Resourcen sind auch genügend da. Die Verteilung ist das große Problem. Mit der heutigen Technologie kommen wir auch mit 12 Milliarden zu Recht und bis 2050 bleibt der Fortschritt ja nicht stehen und da sollen es ja nur 10 Milliarden sein. Und wer trotzdem eine Geburtenregulierung will, dem empfehle ich die beste die es gibt. Sie nennt sich Wohlstand. Gebt den Menschen Wohlstand und die Geburtenzahlen gehen zurück. Nebenbei nimmt dann auch der Umweltschutz zu. Erst wohlhabende Menschen haben die Zeit und das Geld sich um die Umwelt zu sorgen.

    //Es ist aber das Prinzip des Kapitalismus. Wachstum. Man produziert jede Menge Menschen, die offensichtlich das System Kapitalismus gar nicht braucht und die auf dieser Erde auch nicht die geringste Überlebenschance haben. Wir nehmen es einfach hin, dass Millionen Menschen verhungern.//

    War ja klar, daß sie wie ein Pawlowscher Hund den Kapitalismus beschuldigen würden. Die "Schuld" des Kapitalismus besteht darin, daß die Lebensbedingungen sich für so viele Menschen so drastisch verbessert haben, daß die Sterberate drastisch runtergegangen ist. Die Geburtenrate war nämlich schon in vorkapitalistischen Zeiten hoch. Entgegen ihrer etwas einseitigen Weltsicht ist "Wachstum" nämlich ein urmenschliches Prinzip, das durch Sex gefördert wird. Sex führt nicht nur zur Vermehrung, sondern soll auch gegen Frust und somit Forendauerposten helfen. Ich kann es nur empfehlen.

    • Afa81
    • 26. Oktober 2011 12:39 Uhr

    "Es ist aber das Prinzip des Kapitalismus. Wachstum. Man produziert jede Menge Menschen, die offensichtlich das System Kapitalismus gar nicht braucht und die auf dieser Erde auch nicht die geringste Überlebenschance haben. Wir nehmen es einfach hin, dass Millionen Menschen verhungern."

    Wieso geht dann in den Hardcore-Kapitalismus-Ländern die Bevölkerung zurück? Welcher Chef freut sich denn, wenn seine Mitarbeiterin schwanger ist und lange ausfällt?

    Sie beklagen, dass sich die Menschen quantitativ nicht selber regeln. Die Tiere regeln sich, indem ihr Bestand zurück geht. Sie sterben also. Sorry, aber die Menschen tun das auch - sie sterben in diesen Ländern, weil zu wenig für zu viele reichen soll.

  4. Gerechtigkeit wird es nie geben. Schon jetzt werden mehr Fische gefangen als sie sich fortpflanzen können. Die Meere sterben aus.
    Auf Agraflächen werden eher weniger als mehr Lebensmittel angepflanzt (Öko-Sprit...).
    Nutztierhaltung wird auch immer schwieriger.

    Aber in Teilen der Welt werden es immer mehr Menschen.

    Sorry aber da muss man eingreifen.

    Ich weiß nicht wie aber es kann nicht sein das die Teile der Welt wo es jetzt schon das Essen nicht zum Leben reicht sich immer weiter unkontrolliert vermehrt.
    Wir Europäer können ja nicht ewig Geld und Essen in die 3.Welt schippern.

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    publizierten Beitraegen entnehmen koennen, produzieren wir
    genug Nahrung fuer die 7 Mrd und koennen die Produktion ohne
    Probleme erhoehen, wenn jemand fuer die Nahrungsmittel zahlt. Das ist das Verdienst des Wachstumsprinzips Kapitalismus. Dieses Prinzip foerdert aber nicht das Bevoel-
    kerungswachstum, das in den entwickelten Laendern stark
    zurueckgeht. Wie wollen Sie in Afrika eine "rigorose
    Geburtenkontrolle" durchsetzen? Und hungern tut man in den
    kapitalistischen Laendern ueblicherweise nicht.

    Vielleicht ist es ja so, dass man im Abstand von jeweils ein paar "Jahrhunderten" immer wieder neu die These einführen muss:

    "Zurück zur Natur."

    Der Mensch konsumiert heute weit mehr als 50% Dinge, welche er niemals in seinem Leben braucht. Welche noch nicht einmal sein Leben verbessern.

    In einer kürzlichen Phoenixdokumentation zu China wurde folgendes Bsp. vorgeführt.

    Ein chinesischer Industriedesigner verdient massenhaft Geld.
    Er sagt: Solange er in seinem Büro saß, hat er pausenlos nur über eines nachgedacht: Wie er mehr Geld machen kann und was er sich für das ganze Geld alles kaufen könne.

    Dann wurde ihm bewußt (erinnert auch an den Topmanager Daniel Goeudevert) wie sinnlos ein solches Leben ist.

    Er kaufte sich ein Stück Land in China und kündigte.
    Heute hat er einen Heilpflanzengarten, dessen Pflanzen er tlw an Restaurants etc. verkauft. Er hat nun nur noch den Bruchteil seines früheren Einkommens. Aber er ist glücklich. Er sagt, er sei nun eins mit der Natur und das erfülle ihn.

    Das ist die Richtung, der Trend. Nicht, dass alle nun Landwirtschaft oä betreiben sollen - aber die Richtung wird erkennbar.

    Weil das Leben in der Industriegesellschaft so völlig sinnlos ist, entsteht Frust. Dieser Frust wird durch Konsum befriedigt.
    Um Konsum zu haben, muss man Geld verdienen. Ein Teufelskreis.

    Der Weg ist, dass wir unser Leben grundsätzlich ändern müssen. Uns auf das beschränken, was wir wirklich brauchen.

    • tobmat
    • 26. Oktober 2011 10:55 Uhr

    Wieso sind 7 Milliarden zuviel? Wir stellen bereits heute Lebensmittel für ca. 9 Milliarden Menschen her. 1/3 davon wird halt weggeschmissen. Resourcen sind auch genügend da. Die Verteilung ist das große Problem. Mit der heutigen Technologie kommen wir auch mit 12 Milliarden zu Recht und bis 2050 bleibt der Fortschritt ja nicht stehen und da sollen es ja nur 10 Milliarden sein. Und wer trotzdem eine Geburtenregulierung will, dem empfehle ich die beste die es gibt. Sie nennt sich Wohlstand. Gebt den Menschen Wohlstand und die Geburtenzahlen gehen zurück. Nebenbei nimmt dann auch der Umweltschutz zu. Erst wohlhabende Menschen haben die Zeit und das Geld sich um die Umwelt zu sorgen.

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    • Unhold
    • 26. Oktober 2011 11:05 Uhr

    Juhu die Patentlösung. Aber mal ehrlich, wer gibt mir Wohlstand? Ich muss mir jeden ungeliebten Euro hart erarbeiten, Aber von Wohlstand bin ich meilenweit entfernt. Kinder kann ich mir nicht leisten, also warum soll ich Überbevölkerung von Anderen auch noch unterstützen?

    • frank62
    • 26. Oktober 2011 11:02 Uhr

    Unter den Bedingungen des heutigen globalen Kapitalismus, der natürlich mitnichten auf gerechte Verteilung ausgerichtet ist, sondern, im Gegenteil, auf die Ausbeutung vieler Völker dieses Planeten zum Vorteil weniger privilegierter, kann man auf eine "gerechte Verteilung" lange warten.

    Gerade Afrika erfüllt schon seit Jahrhunderten den Zweck, lediglich billiges Reservoir an Menschen und Rohstoffen zu sein. Damals in Form von Kolonialismus und Sklaverei, heute deutlich subtiler und damit perfider.

    Die Übermacht multinationaler Konzerne in Zeiten der Globalisierung funktioniert ja gerade über die Möglichkeit, win-lose-Situationen für sich auszunutzen. Also: der Kapitalismus heutiger Prägung setzt Ungleichgewichte zwingend voraus. Also dürfen diese keinesfalls verschwinden!

    • Unhold
    • 26. Oktober 2011 11:05 Uhr

    Juhu die Patentlösung. Aber mal ehrlich, wer gibt mir Wohlstand? Ich muss mir jeden ungeliebten Euro hart erarbeiten, Aber von Wohlstand bin ich meilenweit entfernt. Kinder kann ich mir nicht leisten, also warum soll ich Überbevölkerung von Anderen auch noch unterstützen?

    Antwort auf "Lebensmittel"
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    • tobmat
    • 26. Oktober 2011 11:42 Uhr

    "Kinder kann ich mir nicht leisten" Genau deswegen ist Wohlstand die Lösung. In wohlhabenden Gesellschaften sind Kinder teuer und die Geburtenzahlen gehen zurück. In armen Gesellschaften bringen Kindern sogar Geld ein (Altersversorgung, Arbeit usw.) und deswegen sind da die Geburtenzahlen hoch. Es kommt dabei nie auf dne Wohlstand des einzelnen an.

    Sie machen Ihrem Namen alle Ehre.
    "also warum soll ich Überbevölkerung von Anderen auch noch unterstützen?"
    Also auf Ihre Unterstützung kann man gerne verzichten.
    Aber nur nebenbei:
    Durch eine gerechtere Verteilung von Wohlstand hätten Sie indirekt auch etwas davon.
    Aber um das zu erkennen, muss man auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen können.

  5. publizierten Beitraegen entnehmen koennen, produzieren wir
    genug Nahrung fuer die 7 Mrd und koennen die Produktion ohne
    Probleme erhoehen, wenn jemand fuer die Nahrungsmittel zahlt. Das ist das Verdienst des Wachstumsprinzips Kapitalismus. Dieses Prinzip foerdert aber nicht das Bevoel-
    kerungswachstum, das in den entwickelten Laendern stark
    zurueckgeht. Wie wollen Sie in Afrika eine "rigorose
    Geburtenkontrolle" durchsetzen? Und hungern tut man in den
    kapitalistischen Laendern ueblicherweise nicht.

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    Mein Beitrag ist Nummer 3 und nicht Nummer 4.

    "produzieren wir genug Nahrung fuer die 7 Mrd "

    Tun wir nicht. Das sind zunächst mal Behauptungen. Zwar gibt es Dokus, in denen die Aussage gemacht wird, dass das was wir wegwerfen, ausreichen würde, die Welt zu ernähren.

    Das sind aber erst mal flotte Behauptungen, die nicht belegt sind.

    Man kann zwar vielleicht "Reis" um die Welt karren, aber nicht verderbliche Lebensmittel, die man dort auch braucht. Weiterhin werden diese "überflüssigen" Nahrungsmittel deshalb nicht dorthin gebracht, weil die Transportkosten zu teuer sind.
    Es nützt also nichts, wenn in "Berlin" genug Lebensmittel hergestellt werden, die aber in "Kapstadt" gebraucht werden.
    Diese müssen also geographisch sinnvoll erzeugt werden und das werden sie Stand heute nicht.

    Weiterhin gehen diese Behauptungen davon aus, dass alle Lebensmittel zum Zeitpunkt des Wegwerfens in Ordnung sind, was natürlich auch nicht zutrifft.

    Dem allem steht aber der Kapitalismus entgegen, der die Profitmaximierung oben behält.

    Es ist nachgewiesen, dass die Lebensmittelspekulanten die eigentlichen Veursacher der Hungersnot sind.

    In einer der derzeit mehreren Dokus wurde zB gebracht, dass in Regionen Afrikas die Bevölkerung noch nicht mal in der Lage ist sich 1 Kilo Reis kaufen zu können, weil die Lebensmittelpreise dort explodiert sind.

    Diese müssen also 250 Gramm Reis kaufen, weil zu mehr das Geld nicht reicht.

    Und dass das so ist, ist der Erfolg des neoliberalen Kapitalismus.

    "Wie wollen Sie in Afrika eine "rigorose
    Geburtenkontrolle" durchsetzen?

    ---------------

    Durch Aufklärung

    "Die Afrikaner" sind vereinzelt vielleicht arm, aber nicht blöde.
    Hier kann Aufklärung sehr viel bewirken.
    Was die afrik. Kultur ausmacht, so ist diese ja nicht falsch.
    Nur nicht mehr zeitgemäß.
    Und über diesen Zeitenwandel muss man aufklären.

    "Früher" traf es in der afrik. Kultur zu, dass je mehr Kinder, desto mehr "Jäger" eine Altersversorgung sicherten. Heute brauchen diese alle einen Erwerbsarbeitsplatz. Das ist der Zeitenwandel.

    Und je mehr Kinder, desto mehr Arbeitslose - gilt auch für Deutschland.

    Also muss man heute die Kinder dh die Bevölkerungszahlen radikal begrenzen, damit es für alle reicht.

    Natürlich könnte man das auch über eine gerechtere Verteilung lösen. Aber das funktioniert seit 60 Jahren nicht. Warum sollte es jetzt funktionieren. Und das bei ca. 20 000 Demonstranten (Finanzkrise) bei ca. 82 Mio. Einwohnern? Diesen Weg gibt es also definitiv nicht.

    Also bleibt nur die radikale Geburtenbegrenzung. Und da Afrikaner natürlich nicht blöd sind, werden sie das verstehen, was für die gesamte Welt gelten muss - auch für Deutschland und Europa.

    Außerdem hat Afrika tlw verbrecherische Systeme, verbrecherische Diktatoren, welche man allesamt zum Teufel jagen muss, wenn das Leben für alle besser werden soll. Das ist langer Weg nach Canossa - also eine Straße voller Leid und Schmerzen.

    Aber erst am Ende dieser Straße kommt das Prinzip Hoffnung.

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