Troika-Bericht Griechenland braucht mehr Geld als erwartet

Der Troika-Bericht alarmiert Griechenlands Unterstützer: Handelt Europa nicht, steigt die Schuldenquote des Landes bis 2020 auf über 180 Prozent. Von P. Faigle, Brüssel

Es ist Samstagmorgen in Brüssel, als Jean-Claude Juncker die Sätze spricht, die nach Tatkraft klingen sollen. Die Länder der Euro-Zone seien sich einig, dass es eine "erhebliche Anhebung" des Bankenbeitrags für die Rettung Griechenlands geben werde, lässt der Euro-Gruppen-Chef wissen. Griechenland werde ein Schuldenschnitt verordnet, und zwar einer, der den Schuldenstand des Landes deutlich reduziert.

Junckers Worte werden eine der Nachrichten des Tages. Doch weit mehr Aufmerksamkeit bekommt ein Papier, aus dem unter anderem die britische Financial Times zitiert. Es trägt den Titel "Schuldentragfähigkeitsanalyse". Verfasst hat es die sogenannte Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank. Die Botschaft der Fachleute: Griechenland geht es noch schlechter als angenommen. Bis zum Jahr 2020 betrage der Finanzbedarf des Landes rund 252 Milliarden Euro. Das Land braucht also nicht nur ein paar Milliarden mehr, als zuletzt im Juli berechnet, sondern rund 150 Milliarden.

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Unternimmt Europa nichts, wird die Schuldenquote des Landes bis zum Jahr 2020 auf mehr als 180 Prozent steigen, warnen die Fachleute. Derzeit liegt die Quote bei 160 Prozent. Anders gesagt heißt das: Will Europa einen Bankrott verhindern, muss es noch mehr tun, um Griechenland zu helfen.

Einig sind sich die Fachleute mit Juncker, dass es ohne Schuldenschnitt nicht gehen wird. Sie rechnen zwei Szenarien vor: In einem ersten Szenario verzichten die Institute auf 50 Prozent ihrer Forderungen. Die Länder der Euro-Zone springen dem Land wiederum mit einem zweiten Hilfspaket in Höhe von 114 Milliarden, das allerdings nur um fünf Milliarden höher ausfällt, als im Juni beschlossen. Läuft alles wie geplant, könnte die Schuldenquote Griechenlands dadurch bis zum Jahr 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken.

Ein ehrgeiziger Plan, aber auch einer, der ernüchtert: Selbst mit einem deutlichen Schuldenschnitt und weiteren Milliardenhilfen würde die Schuldenquote der Griechen binnen neun Jahren lediglich auf das Niveau Italiens sinken. Auf das Niveau eines Landes also, das selbst am Finanzmarkt unter Druck steht. Außerdem betont die Troika selbst, dass die Prognosen größere Unwägbarkeiten enthalten. Hält die Rezession in Griechenland länger an, steigen auch die Schulden schneller.

Die Troika bringt deshalb noch ein zweites Szenario ins Spiel. Es sieht einen Schuldenschnitt von sogar 60 Prozent vor. Das zweite Hilfspaket der Euro-Zone in Höhe von 109 Milliarden Euro könnte in diesem Fall so bleiben wie es ist. Die Staatsverschuldung Griechenlands würde laut den Prognosen der Troika bis 2020 auf rund 110 Prozent sinken – also etwas schneller. Insgesamt aber ist der Ausblick der Experten für Griechenland düster: Die Volkswirtschaft wird weniger stark wachsen, die Privatisierungen kommen langsamer voran als geplant, lautet das Fazit.

Zugleich muss der Schuldenschnitt mit den Banken erst noch verhandelt werden – ein Job, den der italienische Staatssekretär Vittorio Grilli übernehmen soll. Wahrscheinlich wird man die Institute nicht dazu zwingen, auf ihre Forderungen zu verzichten. Wie schon bei der bisher vereinbarten Bankenbeteiligung in Höhe von 21 Prozent, die im Juli beschlossen wurde, setzt die Politik auf eine freiwillige Verpflichtung der Institute – nicht zuletzt in der Hoffnung, dass die Rating-Agenturen den Schnitt nicht als Zahlungsausfall werten.

Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Kommentare. Danke. Die Redaktion/vn

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    • joG
    • 22.10.2011 um 18:39 Uhr

    ....nach Griechenland schickte und schickt, fehlt bei unserer Krankenversorgung.

    griechenland laesst sich schlecht von europa abtrennen, ausser durch eine kontinentalspaltung vielleicht.

    lassen wir uns doch nicht von den banken verschaukeln! damit diese nicht ein paar bedruckte papierscheine abschreiben muessen, sollen wir ein ganzes volk ueber die klinge springen lassen. die soziale not, die sich bereits jetzt in blutige proteste wandelt, wuerde europa ueber kurz oder lang in schreckliche kriege verwickeln. verlierer: wir und viele andere. gewinner: die banken.

    • joG
    • 22.10.2011 um 18:39 Uhr

    ....nach Griechenland schickte und schickt, fehlt bei unserer Krankenversorgung.

    griechenland laesst sich schlecht von europa abtrennen, ausser durch eine kontinentalspaltung vielleicht.

    lassen wir uns doch nicht von den banken verschaukeln! damit diese nicht ein paar bedruckte papierscheine abschreiben muessen, sollen wir ein ganzes volk ueber die klinge springen lassen. die soziale not, die sich bereits jetzt in blutige proteste wandelt, wuerde europa ueber kurz oder lang in schreckliche kriege verwickeln. verlierer: wir und viele andere. gewinner: die banken.

    • BerndL
    • 22.10.2011 um 18:28 Uhr

    sieht, das Land ist hoffnungslos pleite und ist daran selbst Schuld.
    G soll den Euroraum verlassen und sich selbst neu finden. Andere Länder (Argentinien) habe das auch getan.
    G soll uns einfach in Ruhe lassen- wir haben keine Schuld an der griechischen Misere und wir haben unsere eigenen Probleme.
    Durch die griechische Pleite ist schon zuviel Porzellan in Europa zerschlagen worden. Liebe Griechen, tretet aus- das ist der beste Dienst, den ihr Europa erweisen könnt.

    27 Leser-Empfehlungen
    • neoen
    • 22.10.2011 um 18:29 Uhr

    Ich vermisse in dem Beitrag und auch allen Äußerungen die Alternative der tatsächlichen Pleite...trifft doch nur die Banken...und mit allem Respekt:die Übernahme griechischer Staatsschulden durch Nordländer als Alternative auch nur anzusprechen, ist ja wohl das Allerletzte.

    25 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 22.10.2011 um 19:02 Uhr

    .....nicht pleite. Das sagen uns auch die erfahrenen Experten des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank. Ich bin fest davon überzeugt, dass es in gemeinsamer Anstrengung gelingen kann, Griechenland aus der Krise zu führen."
    http://www.gouvernement.l...

    • Supi
    • 22.10.2011 um 22:52 Uhr

    "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

    Nicht:

    Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
    Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
    Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
    Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
    Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
    Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
    Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
    Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
    Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
    Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist

    • joG
    • 22.10.2011 um 19:02 Uhr

    .....nicht pleite. Das sagen uns auch die erfahrenen Experten des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank. Ich bin fest davon überzeugt, dass es in gemeinsamer Anstrengung gelingen kann, Griechenland aus der Krise zu führen."
    http://www.gouvernement.l...

    • Supi
    • 22.10.2011 um 22:52 Uhr

    "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

    Nicht:

    Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
    Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
    Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
    Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
    Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
    Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
    Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
    Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
    Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
    Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist

  2. die den Griechen - wider besseren Wissens - den Euro geschenkt haben, in Abwasserrohren?

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    Im Moment bilden die sich tatsächlich immer noch ein wir würden das Kasperle-Theater und 'rumgefuchtel, was die abziehen, gut finden. Verdammte Rettungs-Sozialisten, wenn Sie mich fragen.

    Und wir galoppieren auf die nächste Inflation zu.
    Der € ist ja so nicht mehr zu retten-also Schulden machen.Die von mir nicht gewählten Volksvertrete machen es ja vor.

    Im Moment bilden die sich tatsächlich immer noch ein wir würden das Kasperle-Theater und 'rumgefuchtel, was die abziehen, gut finden. Verdammte Rettungs-Sozialisten, wenn Sie mich fragen.

    Und wir galoppieren auf die nächste Inflation zu.
    Der € ist ja so nicht mehr zu retten-also Schulden machen.Die von mir nicht gewählten Volksvertrete machen es ja vor.

  3. Wenn ich die üblichen Kommentare zur Griechenlandrettung lese, dann schäme ich mich für unser Land. Gibt es denn keine echten Europäer mehr, die ein vereintes Europa verteidigen. wie steht es mit der Solidarität. Gegenvorschläge der Kritiker? Mir sind die Milliarden für Griechenland lieber, als ein völlig destabilisierter Euro. Im Vergleich zu den Alternativszenarien ist jeder Euro für die Rettung Griechenlands tausendmal besser angelegt.

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    " Mir sind die Milliarden für Griechenland lieber, als ein völlig destabilisierter Euro. Im Vergleich zu den Alternativszenarien ist jeder Euro für die Rettung Griechenlands tausendmal besser angelegt. "

    Das Problem ist:
    Es wird nicht Griechenland gerettet, es werden die Gläubiger und das hochkorrupte Establishment gerettet!

    Von den abermilliarden der "Griechenlandrettung" sehen die einfachen Menschen in Griechenland vermutlich keinen Cent...

    die ein vereintes Europa verteidigen. wie steht es mit der Solidarität."

    Fragen Sie sich das mal in Bezug auf die erneuten griechischen und italienischen Forderungen an Deutschland bezügl. des 2. Weltkriegs. Wo ist da die griechische und italienische Solidarität mit Deutschland, das diesen Ländern über die EU schon seit Jahrzehnten finanziell hilft?

    Ich rate ihnen dringend Ihre gesamten Ersparnisse dem griechischen Finanzminister zu überweisen,dann kann er diese, zu den im Ausland gebunkerten 200 Milliarden Euro dazurechnen.das wird Ihn freuen. Sicherlich könnten hier bei uns auch die Steuern erheblich raufgesetzt werden um diese zusätzlichen Einnahmen dann nach griechenland zu überweisen.Die,die heute lauthals tönen mehr für Griechenland zu opfern,sind die ersten die lautstark jammern wenn dann an ihr eigenes Kapital geht.Diese Sorte ist allemal bestens bekannt.

    ... die Sie Kritiker nennen sind Realisten und keine "Rosa-Brille-Träger".

    Es gibt auch genügend Vorschläge der politischen "Gegner". Nur werden diese als unausgegoren durch die Spitzen der Parteien von Tisch gewischt.

    Dabei ist das Einzig unausgegorene das Handeln der derzeitig politisch handelnden Personen. Werfen Sie doch eine Suchmaschine ihrer Wahl an und lesen Sie nach wie sich das Wording innerhalb der letzten 18 Monate zum Thema Griechenland geändert hat.
    Am Anfang sagte man noch, es würde ausreichen wenn man den Märkten erklären würde das man Griechenland nicht fallen lassen würde. Dann kam der erste Rettungsschirm, dann der zweite, dann EFSF und nun in Zukunft der ESM mit richtig BARGELD (was unser Staat selbt nicht hat, haben schließlich ein Defizit).
    Nur was hat das alles Griechenland gebracht? Nichts! Und das ist auch logisch, denn man kann nicht Schulden mit Schulden bekämpfen!

    Ich sage, man hätte Griechenland vor vor über einem Jahr geordnet abwickeln sollen. Nur Menschen die dies forderten, wurden als Anti-Europäer und Populisten verschrien.

    ...Griechenland pleite gehen lassen, denn das wäre auch besser für Griechenland und die Griechen.
    Die EZB und die jeweiligen Staatsbanken garantieren Einlagen bis 100.000,- Euro, womit schon mal +90% der EU-Bevölkerung nicht direkt von einer Bankenpleite betroffen sind.
    Würde die EU dann mit dem Rettungsfond Verbindlichkeiten garantieren wären Löhne und Rechnungen auch sicher was die Wirtschaft nicht in den freien Fall bringen würde.
    Banken gehen pleite und werden danach(!) verstaatlicht - damit gibts Nichts für Bondholder und Aktionäre.
    Statt für die nächsten 15-20 Jahren herumzueiern ist die Sache in 2-3 Jahren ausgestanden - siehe Island oder Argentinien.
    Die Verlierer wären die Sparer im allgemeinen, aber das sind sie so oder so, sie wissen es nur zum Teil noch nicht.

    Alternative wäre auch ein EURO-weiter Währungsschnitt 1 zu 10 für alle Einlagen über 100.000,- Euro.
    Damit wären alle EUROLänder fast Schuldenfrei.

    Dann gibt es noch die Möglichkeit daß Griechenland die Drachmen wieder einführt und seine EUROschulden einfach in Drachmen umwandelt - was zwar nicht legal ist, aber so ist das Bezahlen von Schulden für andere Länder laut EUROVertrag ja auch, also was solls - und dann abwerten bis man die Schulden bezahlen kann. Die EU kann mit wesentlich kleineren Krediten für das nötigste Sorgen, damit das Land nicht verkommt.

    Und.... Optionen gibts genug, nur wollen die Männer hinter den Poltikern sie nicht benutzen, denn das würde sie Geld und Macht kosten.

    • neoen
    • 22.10.2011 um 20:39 Uhr

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine neutrale Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn

    • neoen
    • 22.10.2011 um 21:17 Uhr

    1999 1,0658 USD
    2001 0,8956 USD
    Heut 1,3868 USD

    Für mich sieht der €, gemessen am USD, stark und stabil aus. Griechenland kann ruhig pleitieren...niemand sollte alles glauben, was Frau Merkel so an Mantras von sich gibt...Sind auch nur unbewiesene Glaubenssätze.

    Was denken Sie über die griechischen Journalisten und Demonstranten, die pauschal Deutschland die Schuld daran geben, dass Griechenland nicht dauerhaft viel) mehr Geld ausgeben kann als es einnimmt und die ihre Kritik gerne mit beleidigenden Nazi Vergleichen unterstreichen ? Wo ist der europäische Geist in Griechenland ?

    Schon bei den EU Gipfeln der letzten Jahre wurde deutlich, dass einige EU Länder nur knallhart ihren eigenen Vorteil durchsetzen wollen und darauf spekuliert haben, dass Deutschland am Ende jeden Kompromiss erkauft. Anstelle der europäischen Idee trat für die Politiker einiger Staaten das Gefeilsche um möglichst hohe Subventionen ohne Rücksicht auf das europäische Projekt insgesamt...

    Warum wird nur von der Bevölkerung in D europäisches Denken erwartet wähend andere wie selbstverständlich ihren Nationalismus und ihre Stereotype pflegen ? Warum soll man immer mehr zahlen, wenn deutlich wird, dass die Politiker einiger Länder die EU nur als praktische Geldquelle betrachten und sonst nichts mit der EU am Hut haben ?

    Wenn es in der EU nicht mehr so viel um Milliardentransfers geht, werden am Ende die Mitglieder bleiben, die ein wirkliches Interesse an einem Bündnis und einer guten Kooperation haben.

    "5. Wer macht's besser?
    Wenn ich die üblichen Kommentare zur Griechenlandrettung lese, dann schäme ich mich für unser Land. Gibt es denn keine echten Europäer mehr, die ein vereintes Europa verteidigen. wie steht es mit der Solidarität. Gegenvorschläge der Kritiker? Mir sind die Milliarden für Griechenland lieber, als ein völlig destabilisierter Euro. Im Vergleich zu den Alternativszenarien ist jeder Euro für die Rettung Griechenlands tausendmal besser angelegt."

    Nach Gegenvorschlägen und Alternativen zu fragen, die es vor der Euroeinführung reichlich gab und die man vehement bekämpft hatte, wenn das Unglück praktisch unabwendbar geworden ist, ist scheinheilig und total überflüssig. Dieses korrupte, undemokratische und unfähige Europa wollte ich zu keinem Zeitpunkt, - ich wurde ja auch gar nicht gefragt also kann man von mir als "unmündigen" Bürger auch keine Solidarität erwarten. Mir ist außerdem ein Schrecken mit Ende allemal lieber als ein Schrecken ohne Ende. Es gibt nichts hassenswerteres als eine konstruierte Zinsknechtschaft über Generation hinweg, egal aus welchem Grund. Wer so etwas verantwortet gehört sogar biologisch sofort entsorgt, denn solche Subjekte sind das Allerübelste !

    Mein Gegenvorschlag ist eindeutig: Es sollen die maximal 15 % der Deutschen mit ihrem gesamten Vermögen für die Eurorettung in Anspruch genommen werden die von seiner Einführung profitiert haben. Das wäre ihre verlangte Solidarität, alles andere ist ein krimineller Betrug.

    alle Hande voll zu tun haben, sich für ihr Land zu schämen. Da macht die deutsche Haltung zu Griechenland vermutlich nur ein Mosaiksteinchen im ganzen Bild aus.

    " Mir sind die Milliarden für Griechenland lieber, als ein völlig destabilisierter Euro. Im Vergleich zu den Alternativszenarien ist jeder Euro für die Rettung Griechenlands tausendmal besser angelegt. "

    Das Problem ist:
    Es wird nicht Griechenland gerettet, es werden die Gläubiger und das hochkorrupte Establishment gerettet!

    Von den abermilliarden der "Griechenlandrettung" sehen die einfachen Menschen in Griechenland vermutlich keinen Cent...

    die ein vereintes Europa verteidigen. wie steht es mit der Solidarität."

    Fragen Sie sich das mal in Bezug auf die erneuten griechischen und italienischen Forderungen an Deutschland bezügl. des 2. Weltkriegs. Wo ist da die griechische und italienische Solidarität mit Deutschland, das diesen Ländern über die EU schon seit Jahrzehnten finanziell hilft?

    Ich rate ihnen dringend Ihre gesamten Ersparnisse dem griechischen Finanzminister zu überweisen,dann kann er diese, zu den im Ausland gebunkerten 200 Milliarden Euro dazurechnen.das wird Ihn freuen. Sicherlich könnten hier bei uns auch die Steuern erheblich raufgesetzt werden um diese zusätzlichen Einnahmen dann nach griechenland zu überweisen.Die,die heute lauthals tönen mehr für Griechenland zu opfern,sind die ersten die lautstark jammern wenn dann an ihr eigenes Kapital geht.Diese Sorte ist allemal bestens bekannt.

    ... die Sie Kritiker nennen sind Realisten und keine "Rosa-Brille-Träger".

    Es gibt auch genügend Vorschläge der politischen "Gegner". Nur werden diese als unausgegoren durch die Spitzen der Parteien von Tisch gewischt.

    Dabei ist das Einzig unausgegorene das Handeln der derzeitig politisch handelnden Personen. Werfen Sie doch eine Suchmaschine ihrer Wahl an und lesen Sie nach wie sich das Wording innerhalb der letzten 18 Monate zum Thema Griechenland geändert hat.
    Am Anfang sagte man noch, es würde ausreichen wenn man den Märkten erklären würde das man Griechenland nicht fallen lassen würde. Dann kam der erste Rettungsschirm, dann der zweite, dann EFSF und nun in Zukunft der ESM mit richtig BARGELD (was unser Staat selbt nicht hat, haben schließlich ein Defizit).
    Nur was hat das alles Griechenland gebracht? Nichts! Und das ist auch logisch, denn man kann nicht Schulden mit Schulden bekämpfen!

    Ich sage, man hätte Griechenland vor vor über einem Jahr geordnet abwickeln sollen. Nur Menschen die dies forderten, wurden als Anti-Europäer und Populisten verschrien.

    ...Griechenland pleite gehen lassen, denn das wäre auch besser für Griechenland und die Griechen.
    Die EZB und die jeweiligen Staatsbanken garantieren Einlagen bis 100.000,- Euro, womit schon mal +90% der EU-Bevölkerung nicht direkt von einer Bankenpleite betroffen sind.
    Würde die EU dann mit dem Rettungsfond Verbindlichkeiten garantieren wären Löhne und Rechnungen auch sicher was die Wirtschaft nicht in den freien Fall bringen würde.
    Banken gehen pleite und werden danach(!) verstaatlicht - damit gibts Nichts für Bondholder und Aktionäre.
    Statt für die nächsten 15-20 Jahren herumzueiern ist die Sache in 2-3 Jahren ausgestanden - siehe Island oder Argentinien.
    Die Verlierer wären die Sparer im allgemeinen, aber das sind sie so oder so, sie wissen es nur zum Teil noch nicht.

    Alternative wäre auch ein EURO-weiter Währungsschnitt 1 zu 10 für alle Einlagen über 100.000,- Euro.
    Damit wären alle EUROLänder fast Schuldenfrei.

    Dann gibt es noch die Möglichkeit daß Griechenland die Drachmen wieder einführt und seine EUROschulden einfach in Drachmen umwandelt - was zwar nicht legal ist, aber so ist das Bezahlen von Schulden für andere Länder laut EUROVertrag ja auch, also was solls - und dann abwerten bis man die Schulden bezahlen kann. Die EU kann mit wesentlich kleineren Krediten für das nötigste Sorgen, damit das Land nicht verkommt.

    Und.... Optionen gibts genug, nur wollen die Männer hinter den Poltikern sie nicht benutzen, denn das würde sie Geld und Macht kosten.

    • neoen
    • 22.10.2011 um 20:39 Uhr

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine neutrale Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn

    • neoen
    • 22.10.2011 um 21:17 Uhr

    1999 1,0658 USD
    2001 0,8956 USD
    Heut 1,3868 USD

    Für mich sieht der €, gemessen am USD, stark und stabil aus. Griechenland kann ruhig pleitieren...niemand sollte alles glauben, was Frau Merkel so an Mantras von sich gibt...Sind auch nur unbewiesene Glaubenssätze.

    Was denken Sie über die griechischen Journalisten und Demonstranten, die pauschal Deutschland die Schuld daran geben, dass Griechenland nicht dauerhaft viel) mehr Geld ausgeben kann als es einnimmt und die ihre Kritik gerne mit beleidigenden Nazi Vergleichen unterstreichen ? Wo ist der europäische Geist in Griechenland ?

    Schon bei den EU Gipfeln der letzten Jahre wurde deutlich, dass einige EU Länder nur knallhart ihren eigenen Vorteil durchsetzen wollen und darauf spekuliert haben, dass Deutschland am Ende jeden Kompromiss erkauft. Anstelle der europäischen Idee trat für die Politiker einiger Staaten das Gefeilsche um möglichst hohe Subventionen ohne Rücksicht auf das europäische Projekt insgesamt...

    Warum wird nur von der Bevölkerung in D europäisches Denken erwartet wähend andere wie selbstverständlich ihren Nationalismus und ihre Stereotype pflegen ? Warum soll man immer mehr zahlen, wenn deutlich wird, dass die Politiker einiger Länder die EU nur als praktische Geldquelle betrachten und sonst nichts mit der EU am Hut haben ?

    Wenn es in der EU nicht mehr so viel um Milliardentransfers geht, werden am Ende die Mitglieder bleiben, die ein wirkliches Interesse an einem Bündnis und einer guten Kooperation haben.

    "5. Wer macht's besser?
    Wenn ich die üblichen Kommentare zur Griechenlandrettung lese, dann schäme ich mich für unser Land. Gibt es denn keine echten Europäer mehr, die ein vereintes Europa verteidigen. wie steht es mit der Solidarität. Gegenvorschläge der Kritiker? Mir sind die Milliarden für Griechenland lieber, als ein völlig destabilisierter Euro. Im Vergleich zu den Alternativszenarien ist jeder Euro für die Rettung Griechenlands tausendmal besser angelegt."

    Nach Gegenvorschlägen und Alternativen zu fragen, die es vor der Euroeinführung reichlich gab und die man vehement bekämpft hatte, wenn das Unglück praktisch unabwendbar geworden ist, ist scheinheilig und total überflüssig. Dieses korrupte, undemokratische und unfähige Europa wollte ich zu keinem Zeitpunkt, - ich wurde ja auch gar nicht gefragt also kann man von mir als "unmündigen" Bürger auch keine Solidarität erwarten. Mir ist außerdem ein Schrecken mit Ende allemal lieber als ein Schrecken ohne Ende. Es gibt nichts hassenswerteres als eine konstruierte Zinsknechtschaft über Generation hinweg, egal aus welchem Grund. Wer so etwas verantwortet gehört sogar biologisch sofort entsorgt, denn solche Subjekte sind das Allerübelste !

    Mein Gegenvorschlag ist eindeutig: Es sollen die maximal 15 % der Deutschen mit ihrem gesamten Vermögen für die Eurorettung in Anspruch genommen werden die von seiner Einführung profitiert haben. Das wäre ihre verlangte Solidarität, alles andere ist ein krimineller Betrug.

    alle Hande voll zu tun haben, sich für ihr Land zu schämen. Da macht die deutsche Haltung zu Griechenland vermutlich nur ein Mosaiksteinchen im ganzen Bild aus.

  4. " Bis zum Jahr 2020 betrage der Finanzbedarf des Landes rund 252 Milliarden Euro. Das Land braucht also nicht nur ein paar Milliarden mehr, als zuletzt im Juli berechnet, sondern rund 150 Milliarden. "

    Das kommt ja völlig überraschend, niemand hätte damit rechnen können.
    Ich bin schockiert!
    Als nächstes kommt von Schäuble die Ansage, dass der EFSF ebenfalls völlig überraschend nicht ausreicht und noch um weitere 2 Billionen hochgehebelt werden muss, weil auch die Privatbanken noch eine Spur kaputter sind, als angenommen?
    Oh, und vielleicht kommt sogar noch ans Licht, dass sich Schäuble übelst von Ackermann über den Tisch ziehen hat lassen...

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    • joG
    • 22.10.2011 um 19:23 Uhr

    .... Jahres hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Deutschlandfunk noch erklärt:

    "Griechenland ist nicht zahlungsunfähig und deshalb ist die Frage der Hilfen auch nicht die, die wir jetzt diskutieren müssen. Und ich finde wichtig, dass wir den Märkten keine Illusionen machen: Hilfe steht nicht auf der Tagesordnung.""

    http://www.dradio.de/dlf/...

    Es ist doch so einfach Geld aus dem Volk nach oben zu schaufeln. Das wird man auch bei uns einsetzen und die Fetten werden fetter!

    • joG
    • 22.10.2011 um 19:23 Uhr

    .... Jahres hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Deutschlandfunk noch erklärt:

    "Griechenland ist nicht zahlungsunfähig und deshalb ist die Frage der Hilfen auch nicht die, die wir jetzt diskutieren müssen. Und ich finde wichtig, dass wir den Märkten keine Illusionen machen: Hilfe steht nicht auf der Tagesordnung.""

    http://www.dradio.de/dlf/...

    Es ist doch so einfach Geld aus dem Volk nach oben zu schaufeln. Das wird man auch bei uns einsetzen und die Fetten werden fetter!

    • joG
    • 22.10.2011 um 18:37 Uhr

    ...Architekten und Verfechter der EU und Eurolands. Das sagt alles, was man über ihn wissen muss.

    11 Leser-Empfehlungen
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    gegen J.C. Juncker hege ich einen ganz bestimmten Verdacht.
    Seine Biografie läßt mir da viel Raum für Spekultaion.
    Jedenfalls könnte es ihm m.E. gut gefallen, daß er Deutschland mit seinem Treiben nun in in eine solche Misere reingeritten hat.
    http://de.wikipedia.org/w...

    gegen J.C. Juncker hege ich einen ganz bestimmten Verdacht.
    Seine Biografie läßt mir da viel Raum für Spekultaion.
    Jedenfalls könnte es ihm m.E. gut gefallen, daß er Deutschland mit seinem Treiben nun in in eine solche Misere reingeritten hat.
    http://de.wikipedia.org/w...

  5. Es ist immer wieder amüsant zu beobachten, wie mathematisch Unbedarfte darauf reagieren, wenn sich eine Exponentialfunktion genau so verhält, wie ihr das mthemtisch eben vorgegeben ist.

    Der übliche Kommentar dazu lautet in der Regel: "Das hätte doch niemand vorhersehen können". Nein? Ich finde, dass das bei einer Exponentialfunktion eigentlich ganz natürlich ist.

    Aber die Investment-Abteilungen der Banken träumen wahrscheinlich immer noch von exorbitanten Gewinnen, die man mit Zockermethoden erzielne kann.

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    Treffen sich zwei Funktionen im Unendlichen.
    Sagt die eine: "Verschwinde aus meinem Definitionsbereich, sonst differenziere ich Dich!" Die andere erwidert: "Mach doch! Ich bin
    'ne e-Funktion!"

    Ich nehme an, dass ein Grossteil unserer 620 Vertreter im Bundestag diesen Witz leider nicht versteht.
    Ich war zutiefst erschuettert mit anzusehen, wie wenig die Parlamentarier ueber die Materie ueber die am 29 Sept. abgestimmt wurde, wussten.

    Hier nochmal zwei Highlights (minute 6 - er wusste nicht dass bereits 160Mrd ausgezahlt wurden):
    http://panorama.blog.ndr....

    oder kurz nach der Abstimmung:
    http://www.youtube.com/wa...

    Im Haushaltsausschuss sitzen 41 Mitglieder. Darf man erwarten, dass diese besser informiert sind? Sind deren Ergebnisse noch demokratisch legitimiert?

    Treffen sich zwei Funktionen im Unendlichen.
    Sagt die eine: "Verschwinde aus meinem Definitionsbereich, sonst differenziere ich Dich!" Die andere erwidert: "Mach doch! Ich bin
    'ne e-Funktion!"

    Ich nehme an, dass ein Grossteil unserer 620 Vertreter im Bundestag diesen Witz leider nicht versteht.
    Ich war zutiefst erschuettert mit anzusehen, wie wenig die Parlamentarier ueber die Materie ueber die am 29 Sept. abgestimmt wurde, wussten.

    Hier nochmal zwei Highlights (minute 6 - er wusste nicht dass bereits 160Mrd ausgezahlt wurden):
    http://panorama.blog.ndr....

    oder kurz nach der Abstimmung:
    http://www.youtube.com/wa...

    Im Haushaltsausschuss sitzen 41 Mitglieder. Darf man erwarten, dass diese besser informiert sind? Sind deren Ergebnisse noch demokratisch legitimiert?

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