Eine Familie wird obdachlos

Dan und Brandie Barbiere umarmen sich im Garten. Die Bank hat den Hausrat der Familie in den Garten stellen lassen. | © John Moore/Getty Images
Familie Barbiere aus Miliken in Colorado konnte den Kredit für ihr Haus nicht mehr bedienen. Am Mittwoch ließ die Bank ihr Haus räumen.
Die Geschichte der Familie zeigt, wie stark die Wirtschaftskrise die Mittelschicht belastet: Dan Barbiere arbeitet für einen Aufsteller von Klimaanalagen, seine Frau Brandie war als Tagesmutter selbstständig. Doch in der Krise können sich viele eine Tagesmutter nicht mehr leisten, und ohne das zweite Einkommen können die Barbieres den Hauskredit nicht mehr abbezahlen. Nun sind sie obdachlos.
- Datum 06.10.2011 - 17:52 Uhr
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wenn Menschen aus der Wohnung geklagt wurden und es bis zu dem Moment nicht in den Griff bekamen, sich um Ersatz für ihr Haus oder ihre Wohnung zu kümmern. Dann steht alles rum, fliegt entweder in den Container oder wird auf Kosten der Ex-Bewohner eingelagert.
Allein die Folgen sind andere: in Deutschland kann man auf Unterbringung in einer städtischen Bleibe hoffen, in den USA ist das wesentlich schwieriger, da z.B. die Familien häufig nicht zusammen bleiben können und getrennt unter gebracht werden.
So landen diverse Menschen in Trailerparks oder leben, wenn sie keinen Wohnwagen haben in ihrem PKW unter Verlust ihrer Habe oder am Ende ganz auf der Straße.
Die staatliche Absicherung ist eine andere, die Bilder allerdings gleichen sich sehr.
Entfernt.Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Danke, die Redaktion/jz
Die Handlungsweise der Banken wäre ja aus deren Sicht noch verständlich, wenn sie einen solventen Käufer fänden. Ich habe jedoch schon viele Fernsehberichte gesehen, nach denen die Häuser leer bleiben und herunterkommen. Schließlich kommt das ganze Viertel herunter und die letzten kaufkräftigen Menschen ziehen auch noch weg.
Kann mir jemand erklären, welcher Sinn dahintersteckt, wenn die Banken ihre Pfänder verkommen lassen? weshalb lassen sie die Leute nicht in den Häusern und strecken den Kredit oder vermieten das Haus an die ehemaligen Eigentümer? Solange das, was die Leute zahlen, über dem Zinssatz liegt, den die Bank an die Zentralbank zahlen muß, macht die Bank doch nicht wirklich Minus.
Spinne ich oder spinnen die???
Gier macht asozial.
Gier macht geistig und psychisch krank.
Gier macht dumm.
Und dabei kommt dann sowas raus, wie im Artikel beschrieben.
Was wissen Sie über die von der Bank den Schuldnern angebotenen Möglichkeiten?
Aus dem Artikel: Nichts!
Der Beitrag hat seinen Zweck erfüllt. Der Fotograf bekommt sein Geld von Getty Image und Getty Image sein Geld von der Zeit.
Warum hat sich die Familie überhaupt räumen lassen, statt selbst auszuziehen? In Deutschland kostet ein Zwangsräumung ab 5 TEUR aufwärts. In USA ist das sicher billiger, weil der Zwang zur Einlagerung wie in Deutschland offensichtlich nicht gegeben ist, aber sicher nicht kostenlos. Die Schuldner haben also noch mehr Schulden. Aber egal. Betrifft ja nur böse, böse Banken. Die Welt kann so einfach sein.
könnten dann ja die Menschen merken, ein Haus besteht zuvorderst aus Ressourcen, Energie und Arbeitskraft, und ein Kredit besteht nur aus einem Tauschmittel, welches eigentlich so beschaffen hauptsächlich dem Gewinn eigentlich Unbeteiligter dient.
Auch haben viele dieser Häuser eher Gartenlaubenqualität (freundlich ausgedrückt) und sind dann in Kürze abbruchreif. Da kann man dann bestimmt bald wieder neue bauen, was der Wirtschaft bestimmt wieder auf die Beine hilft, zumindest rein rechnerich.
Man kann natürlich auch was richtiges bauen und die Häuser in erster Linie zum Wohnen statt zum Geldgewinn Dritter nutzen. Das ist besser für Ressourcen und Energie, mit der Arbeitskraft könnte man bestimmt etwas vernünftiges anfangen.
Ist aber wohl nicht im Interesse aller. Macht aber eigentlich nichts, es gibt ja eigentlich so etwas wie Werte und Mehrheiten.
Die Sichtweise der Banken offenbart die teuflischsten Züge des Kapitalismus:
Wenn Häuser nicht mehr bezahlt werden können, stehen sie zum Verkauf, um Schulden zu tilgen. Wenn aber zu viele Häuser zum Verkauf stehen, dann sinken die Preise und Otto Normalverbraucher kann billig kaufen, während die Sicherheiten der Banken sinken.
Es ist jedes Mittel recht, das zu verhindern. Also müssen die Häuser weg vom Markt, damit die Preise für diese Bretterschuppen auf keinen Fall auf ein vernünftiges Niveau sinken.
Eine Möglichkeit ist es, per Leerstand die Immobilien verfallen zu lassen. Es gibt aber auch Aktionen, meines Wissens sogar bundesstaatlich subventioniert, in denen leerstehende Häuser per Buldozer plattgemacht werden und abgerissen werden.
Häufig nehmen die gepfändeten Vorbesitzer den Banken auch das Problem ab und zerstören ihre Häuser nach der Räumungsklage selbst. Solche Ruinen habe ich mir persönlich schon im Midwest angesehen. Sehr beeindruckend.
Der ungezügelten Kapitalismus ist in der Krise eine Hölle der Destruktion.
Gier macht asozial.
Gier macht geistig und psychisch krank.
Gier macht dumm.
Und dabei kommt dann sowas raus, wie im Artikel beschrieben.
Was wissen Sie über die von der Bank den Schuldnern angebotenen Möglichkeiten?
Aus dem Artikel: Nichts!
Der Beitrag hat seinen Zweck erfüllt. Der Fotograf bekommt sein Geld von Getty Image und Getty Image sein Geld von der Zeit.
Warum hat sich die Familie überhaupt räumen lassen, statt selbst auszuziehen? In Deutschland kostet ein Zwangsräumung ab 5 TEUR aufwärts. In USA ist das sicher billiger, weil der Zwang zur Einlagerung wie in Deutschland offensichtlich nicht gegeben ist, aber sicher nicht kostenlos. Die Schuldner haben also noch mehr Schulden. Aber egal. Betrifft ja nur böse, böse Banken. Die Welt kann so einfach sein.
könnten dann ja die Menschen merken, ein Haus besteht zuvorderst aus Ressourcen, Energie und Arbeitskraft, und ein Kredit besteht nur aus einem Tauschmittel, welches eigentlich so beschaffen hauptsächlich dem Gewinn eigentlich Unbeteiligter dient.
Auch haben viele dieser Häuser eher Gartenlaubenqualität (freundlich ausgedrückt) und sind dann in Kürze abbruchreif. Da kann man dann bestimmt bald wieder neue bauen, was der Wirtschaft bestimmt wieder auf die Beine hilft, zumindest rein rechnerich.
Man kann natürlich auch was richtiges bauen und die Häuser in erster Linie zum Wohnen statt zum Geldgewinn Dritter nutzen. Das ist besser für Ressourcen und Energie, mit der Arbeitskraft könnte man bestimmt etwas vernünftiges anfangen.
Ist aber wohl nicht im Interesse aller. Macht aber eigentlich nichts, es gibt ja eigentlich so etwas wie Werte und Mehrheiten.
Die Sichtweise der Banken offenbart die teuflischsten Züge des Kapitalismus:
Wenn Häuser nicht mehr bezahlt werden können, stehen sie zum Verkauf, um Schulden zu tilgen. Wenn aber zu viele Häuser zum Verkauf stehen, dann sinken die Preise und Otto Normalverbraucher kann billig kaufen, während die Sicherheiten der Banken sinken.
Es ist jedes Mittel recht, das zu verhindern. Also müssen die Häuser weg vom Markt, damit die Preise für diese Bretterschuppen auf keinen Fall auf ein vernünftiges Niveau sinken.
Eine Möglichkeit ist es, per Leerstand die Immobilien verfallen zu lassen. Es gibt aber auch Aktionen, meines Wissens sogar bundesstaatlich subventioniert, in denen leerstehende Häuser per Buldozer plattgemacht werden und abgerissen werden.
Häufig nehmen die gepfändeten Vorbesitzer den Banken auch das Problem ab und zerstören ihre Häuser nach der Räumungsklage selbst. Solche Ruinen habe ich mir persönlich schon im Midwest angesehen. Sehr beeindruckend.
Der ungezügelten Kapitalismus ist in der Krise eine Hölle der Destruktion.
Die USA wanken derzeit von einem Trauma ins nächste, Obama hat verschiedene Reformen auf den weg gebracht, aber leider hindern ihn jetzt die Querschläger der Tea Party und der Republ.
Nun vielleicht wäre es hilfreich ihnen den Kinofilm von Robert Redford über die Lincoln-Ermorderung vor Augen zu führen oder gar sich mit diesem Thema auseinander zu setzten, was Lincoln in Stein gemeisselt schuf, gilt heute noch aber das scheint kaum jemanden zu interessieren.
Die Mittelschicht in den USA bricht weg und dies ist der Motor einer jeden Volkswirtschaft, hier ist wohl wieder Obama gefragt, aber die Reise im First Bus durch die Bundesstaaten zieht sich und er kann auch nicht wie Herkules alles auf einmal machen.
Als "sogn. erste Hilfe" könnte es helfen, die Steuern für die Mittelschicht zu senken und hier eine Art 1 Dollar Wonder zu konstruieren, kurz ein Großkonzern investiert in ein mittleres Unternehmen und bekommt dafür niedrige Steuern z.B. oder ein mittelständiges Unternehmen zahlt mal für 1 Jahr keine Steuern um wieder auf die Beine zu kommen usw.
Obdachlose in den USA, das dürfte wohl das nächste grosse Problem für Obama sein und seine Offensive, hier auch in Sachen Bildung und Zukunft für die Jugend samt Jobschaffung zu unternehmen, ein mühevolles Unterfangen werden.
Diese Menschen sind Opfer unseriöser Banken. Wie kann man so unerfahrenen Menschen nur einreden, das sie ohne Erspartes und mit wenig Einkommen ein Haus finanziert bekommen?
Auch in Deutschland passiert so etwas immer wieder. Wie gewissenlos und Brutal. Hauptsache die Provision stimmt.
Irgendwann fliegt uns dieses System in die Luft und mit ihm noch einiges.
hat sie Verwandte, die sie aufnehmen können?
Gibt es Mietwohnungen?
Das Haus war ein recht einfaches Holzhaus. Warum kann sich ein Banker nicht erbarmen und die Zinsabzahlungen ein wenig strecken?
So herzlos gegen über den Töchern, der Mutter und dem Vater.
Hier erbarmen sich die Regierungen und strecken die Schulden von armen Banken, damit sie nicht zusammenklappen.
Aber so eine Stundung wird nicht von den Banken gegenüber Kunden und Familien gewährt.
Ich kriege das alles nicht mehr zusammen in einen Kopf rein.
darüber hat das TIME Magazine eine ziemlich erschütternde Reportage publiziert: http://www.time.com/time/...
Wenn Menschen in die Obdachlosigkeit abrutschen, die in besseren Tagen mal ein sechsstelliges Jahresgehalt verdient haben, dann hilft auch der viel gepriesene Amerikanische Optimismus nicht wirklich weiter.
Es ist anlässlich des zehnten Jahrestages (des 11.September) oft vorgerechnet worden, welch aberwitzige Summen die beiden Kriege verschlungen haben, die seitdem geführt worden sind. Angesichts der Wirtschaftskrise wird offensichtlich, welchen Preis dies fordert: die USA haben kein Soziales Netz, welches die Opfer der Krise auffangen könnte und wegen der exzessiven Verschuldung ist es auch nicht eben plausibel, dass der Staat dies nachholt.
darüber hat das TIME Magazine eine ziemlich erschütternde Reportage publiziert: http://www.time.com/time/...
Wenn Menschen in die Obdachlosigkeit abrutschen, die in besseren Tagen mal ein sechsstelliges Jahresgehalt verdient haben, dann hilft auch der viel gepriesene Amerikanische Optimismus nicht wirklich weiter.
Es ist anlässlich des zehnten Jahrestages (des 11.September) oft vorgerechnet worden, welch aberwitzige Summen die beiden Kriege verschlungen haben, die seitdem geführt worden sind. Angesichts der Wirtschaftskrise wird offensichtlich, welchen Preis dies fordert: die USA haben kein Soziales Netz, welches die Opfer der Krise auffangen könnte und wegen der exzessiven Verschuldung ist es auch nicht eben plausibel, dass der Staat dies nachholt.
Gier macht asozial.
Gier macht geistig und psychisch krank.
Gier macht dumm.
Und dabei kommt dann sowas raus, wie im Artikel beschrieben.
aus dem Revolutionen geboren werden - mit allen "Nebeneffekten" welche dazu gehoeren. Wenn immer mehr Menschen alles verlieren und/oder nichts mehr zu verlieren haben, ist es nicht mehr weit, und diese Menschen sind einfache Beute fuer Populisten und zu allem bereit, was auch nur ein bisschen Besserung verspricht. Das ist in den USA nicht anders als anderswo auf der Welt. Dazu kommt in den USA auch noch der so gut wie nicht kontrollierbare Waffenbesitz. Wir spielen ein gefaehrliches Spiel mit unserem neoliberalen Wahnsinn. Wollen wir wirklich abwarten, bis uns die Fetzen um die Ohren fliegen ? Es sieht so aus.
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