Alternative Energien "Das Projekt ist ein Traum"
Der griechische Umweltminister Papakonstantinou will die Solarenergie ausbauen. Im Interview mit ZEIT ONLINE sagt er: Das könnte auch in der Schuldenkrise helfen.
© Aris Messinis/AFP/Getty Images

Angestellte arbeiten in einem Solarpark 110 Kilometer nördlich von Athen.
ZEIT ONLINE: Herr Minister, wie kommt Griechenland aus der Krise?
Giorgos Papakonstantinou: Es ist völlig klar, dass man nur mit Sparen die Krise nicht bewältigen kann. Wir müssen wachsen und unsere Produktion verändern. Dabei spielt mein Ministerium eine wichtige Rolle: Ich bin unter anderem für Energie und dabei besonders für die erneuerbaren Energien zuständig und für die Abfallentsorgung. Ich kümmere mich um Umweltgenehmigungen und Fragen der Landnutzung. Letzteres ist wichtig, weil viele verzögerte Investitionen damit zusammenhängen. Wir haben gerade die Genehmigungsverfahren für Umweltfragen beschleunigt und wir vereinfachen die Flächennutzung.

Giorgos Papakonstantinou ist griechischer Umweltminister.
ZEIT ONLINE: In Ihrem Land ist es kein Problem, neue Gesetze zu beschließen. Schwierig ist es, sie durchzusetzen.
Papakonstantinou: Stimmt, aber wenn sie keine verabschieden, können Sie auch keine durchsetzen. Nehmen Sie die Umweltgenehmigungen. Für manche brauchten Sie die Unterschrift des halben Kabinetts. Künftig bin ich allein zuständig. Bisher brauchen Sie eine komplette Umweltfolgenabschätzung, wenn Sie ein Hotel mitten in der Stadt bauen wollen. Das ist lächerlich. Künftig müssen Sie nur noch bestimmte Kriterien erfüllen, die sie im Internet finden können. Das sind einfache Dinge, die wir schnell tun können.
ZEIT ONLINE: Was könnten Sie noch tun?
Papakonstantinou: Denken Sie an die regenerativen Energien. Wir haben ein großes Potenzial bei Windenergie und natürlich bei der Sonnenenergie. Bei uns scheint die Sonne 300 Tage im Jahr. Ein Euro, der in griechische Solarenergie investiert wird, bringt eine viel höhere Rendite, als wenn er in vergleichbare deutsche Anlagen investiert würde – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Im Moment jedenfalls wächst die Branche sehr stark.
ZEIT ONLINE: Auch weil Griechenland einen sehr günstigen Einspeisetarif hat.
Papakonstantinou: Aktuell bekommt man bei Ihnen 22 Cent pro Kilowattstunde, bei uns zwischen 34 und 50 Cent. Diesen Höchstbetrag gibt es aber nur für Anlagen auf Dächern und kleinen Häusern. Wir bezahlen mehr als Deutschland, weil sich dieser Sektor hier später entwickelt hat. Langfristig wird die Vergütung auch bei uns sinken.
ZEIT ONLINE: Sie wollen trotzdem viel mehr Sonnenenergie produzieren und planen mit Helios ein großes Solarprojekt.
Papakonstantinou: Ja, und Ihr Finanzminister Schäuble war einer der ersten, der mir schon vor Monaten sagte: Giorgos, denk darüber nach, ob große Energieprojekte vielleicht helfen können. Das Projekt ist ein Traum. Es ist grün. Es passt in alle Programme, mit denen Griechenland geholfen werden soll. Es macht Sinn, denn Strom wird dort produziert, wo die Ressourcen billig sind.
ZEIT ONLINE: Das ist zu perfekt, um wahr zu sein!
Papakonstantinou: Lassen Sie uns auch über die Probleme sprechen: Wenn das Projekt läuft, soll es zehn Gigawatt Strom produzieren. Dafür wären allerdings Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro nötig. Es würde dann über 20 Jahre pro Jahr etwa drei bis vier Milliarden Euro Einnahmen bringen. Die Rendite wäre also sehr hoch.
- Datum 06.10.2011 - 17:04 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die Atomwende kann Griechenland bestimmt teilweise retten.
Solaranlagen in Griechenland im großen Stil installieren und wir werden unabhängiger von den Nordafrikanischen Staaten. Windanlagen brauchen nicht Offshore, sondern könnten Isleshore betrieben werden.
Die Wertschöpfung bliebe im Euroraum.
...das würde allen nützen, den Chinesen und den Deutschen besonders, da die die Anlagen bauen, den Banken und den Reichen, die diese finanzieren und dann jahrzehntelang Renditen dafür kassieren. Hab ich jemanden vergessen? Ach so, der griechische Bürger, hm na ja, klar, Jobs entstehen kaum und ob die gr. Behörden in Zukunft mehr Steuern von den Reichen kassieren, tja, wer weiß.
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, so ein Projekt ist längst überfällig, aber nur weil es grün ist, taugt es noch lange nicht zur Krisenbekämpfung. Bevor man es dafür anpreist, sollte man es sich also genau anschauen.
und Griechenland vielleicht auch nicht die Grundstücke gehören auf denen gebaut wird, wird Griechenland auch nur wenig von diesen Anlagen profitieren.
Es sei denn man will die Genehmigungen und Leitungsrechte teuerst verkaufen. Da zahlen wir dann nochmal.
...das würde allen nützen, den Chinesen und den Deutschen besonders, da die die Anlagen bauen, den Banken und den Reichen, die diese finanzieren und dann jahrzehntelang Renditen dafür kassieren. Hab ich jemanden vergessen? Ach so, der griechische Bürger, hm na ja, klar, Jobs entstehen kaum und ob die gr. Behörden in Zukunft mehr Steuern von den Reichen kassieren, tja, wer weiß.
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, so ein Projekt ist längst überfällig, aber nur weil es grün ist, taugt es noch lange nicht zur Krisenbekämpfung. Bevor man es dafür anpreist, sollte man es sich also genau anschauen.
und Griechenland vielleicht auch nicht die Grundstücke gehören auf denen gebaut wird, wird Griechenland auch nur wenig von diesen Anlagen profitieren.
Es sei denn man will die Genehmigungen und Leitungsrechte teuerst verkaufen. Da zahlen wir dann nochmal.
...das würde allen nützen, den Chinesen und den Deutschen besonders, da die die Anlagen bauen, den Banken und den Reichen, die diese finanzieren und dann jahrzehntelang Renditen dafür kassieren. Hab ich jemanden vergessen? Ach so, der griechische Bürger, hm na ja, klar, Jobs entstehen kaum und ob die gr. Behörden in Zukunft mehr Steuern von den Reichen kassieren, tja, wer weiß.
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, so ein Projekt ist längst überfällig, aber nur weil es grün ist, taugt es noch lange nicht zur Krisenbekämpfung. Bevor man es dafür anpreist, sollte man es sich also genau anschauen.
die Klimaskeptiker!
nachdem er die griechische wirtschaft saniert hat, macht er jetzt auf umweltschutz...ich vermute, dass das interview gegen cash plaziert wurde, ich sage nochmal: ich vermute es!(der zensur wegen...)
Nö. Ein Traum wäre eine Reise zum Mars. Strom in Mittelmeerländern zu produzieren und in die Industriezentren Zentraleuropas zu transportieren ist kein Traum sondern in etwa technologisch so anspruchsvoll wie einen iPad zu bauen.....eher leichter (Gott habe Steve Jobs selig).
Ansonsten....ich will ja nicht mosern.....aber....."Gigatonnen Strom"??? Das wären aber viele Elektronen....vermutlich mehr als im gesamten Universum verfügbar sind, sogar wenn es nur ein paar Gigatonnen gerichtet bewegter Elektronen wären. Ansonsten hätte ich gerne eine Flasche Pommes Frittes....
Zuerst dachte ich auch, das es wahrscheinlich nicht so viele Elektronen gibt, dass es für Gigatonnen reicht. Flugs nachgerechnet: Eine Gigatonne Elektronen wären ganz grob 10^42 Stück. Im Universum dagegen finden wir vermutlich eher etwas wie 10^80 Stück, wobei das natürlich eine enorm unsichere Schätzung ist. Tatsächlich würde ich jetzt anhand kurzer Überschlagsrechnung sogar sagen, dass es auf oder besser in der Erde sogar genug gibt. Aber nicht in Griechenland. ;-)
Zuerst dachte ich auch, das es wahrscheinlich nicht so viele Elektronen gibt, dass es für Gigatonnen reicht. Flugs nachgerechnet: Eine Gigatonne Elektronen wären ganz grob 10^42 Stück. Im Universum dagegen finden wir vermutlich eher etwas wie 10^80 Stück, wobei das natürlich eine enorm unsichere Schätzung ist. Tatsächlich würde ich jetzt anhand kurzer Überschlagsrechnung sogar sagen, dass es auf oder besser in der Erde sogar genug gibt. Aber nicht in Griechenland. ;-)
und Griechenland vielleicht auch nicht die Grundstücke gehören auf denen gebaut wird, wird Griechenland auch nur wenig von diesen Anlagen profitieren.
Es sei denn man will die Genehmigungen und Leitungsrechte teuerst verkaufen. Da zahlen wir dann nochmal.
Denn Ökostrom muß dort erzeugt werden wo er gebraucht wird.
PV ist in Griechenland deutlich teurer, HGÜ ist sehr teuer u. man muß nur die Kosten von Norger KS ansehen um zu merken dass es sich von Griechenland aus nicht lohnt.
Selbst in der Wüste könnte mit PV nur 50% mehr Strom je KWp erzeugt werden. Nein, PV in D nahe beim Verbraucher ist die günstigste Möglichkeit.
Aber Windstrom u. PV für den Eigenbedarf GR ist immer ok.
Solarzellen in Griechenland um Bedarf nach unzuverlässiger Elektrizität, der in Deutschland angeblich existiert, zu befriedigen sind eine Schnapsidee, solange der Strom durch die Leitungen Italiens, das selbst völlig überinvestiert in unzuverlässiger Elektrizität ist, geliefert werden muss.
Derzeit verbrennt Griechenland tödliche Kohle, um Italien mit Grundlast zu versorgen, da das dortige Netz seit Verbot der Kernkraft konstant am Rande des Zusammenbruchs steht. Ein Kernkraftwerk direkt am giechischen Ende des Unterseekabels hatte vielfachen Nutzen:
-bezahlbare Grundlast für Italien
-sichere und produktive Arbeitsplätze für die Griechen
-berechenbare Steuereinnahmen für den griechischen Fiskus (Abklingbecken sind schwerer zu verstecken als Swimmingpools)
-einen Sofortstimulus für die griechische Wirtschaft beim Bau der Anlage
-weniger französische Kernkraft wird durch Italien beansprucht, es bleibt mehr für Deutschland, um das Versagen bei der eigenen Infrastrukturplanung zu vertuschen.
Mit deutschem Geld Griechenland mit toxischen Halbleitern zu bedecken, bringt allein weitere toxische Posten in deutsche Portfolios.
Wenn interessieren schon die Risiken der Kernkraft, wenn es Geld bringen könnte, gell!? Ich bin da völlig bei Ihnen....ich bin außerdem dafür in Griechenland gentechnisch optimierte Anbauprodukte in größerem Maßstab anzubauen und obendrein einen Teil der Inseln zu Endlagern für Atommüll, toxische Abfälle und sonstiges umzubauen. Schwupps, wäre Griechenland wieder zahlungsfähig und obendrein würde sich dadurch auch die Lebenserwartung innerhalb der EU weiter angleichen....die Griechen leben bekanntlich am längsten, was vermutlich daran liegt, dass sie so eine tolle Gesundheitsversorgung haben, so wenig arbeiten und soviel Urlaub haben.
Ich rate jetzt mal bei welcher Partei sie so ihr Kreuzlein machen....
Wenn interessieren schon die Risiken der Kernkraft, wenn es Geld bringen könnte, gell!? Ich bin da völlig bei Ihnen....ich bin außerdem dafür in Griechenland gentechnisch optimierte Anbauprodukte in größerem Maßstab anzubauen und obendrein einen Teil der Inseln zu Endlagern für Atommüll, toxische Abfälle und sonstiges umzubauen. Schwupps, wäre Griechenland wieder zahlungsfähig und obendrein würde sich dadurch auch die Lebenserwartung innerhalb der EU weiter angleichen....die Griechen leben bekanntlich am längsten, was vermutlich daran liegt, dass sie so eine tolle Gesundheitsversorgung haben, so wenig arbeiten und soviel Urlaub haben.
Ich rate jetzt mal bei welcher Partei sie so ihr Kreuzlein machen....
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