Griechenland-Krise Die Kosten der Drachme
Auch wenn es kein Referendum über das Rettungspaket gibt: Die G 20 rechnen die Kosten eines griechischen Euro-Austritts durch. Was wären seine Folgen?
© Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Touristen auf der Akropolis
Vielleicht kommt ja alles wieder ins Lot: Griechenland verzichtet auf das Referendum, die einschneidenden Reformen im Land gehen weiter, das Euro-Rettungspaket wird wie geplant nach Athen geschickt. Aber die Situation ist nicht ausgestanden. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy Mittwochnacht klargemacht haben, dass ein Nein zum Hilfspaket den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro bedeuten würde, steht das Szenario, das bislang niemand so deutlich benennen wollte, an der Wand.
Und Euro-Skeptiker sagen ja schon lange, dass Griechenland selbst trotz Hilfen nicht in der Lage sei, sich langfristig aus der Schuldenfalle zu befreien. Insofern ist die Frage, was ein Austritt des Landes aus dem Euro-System bedeuten würde, weiter aktuell – selbst wenn die Äußerungen Merkels und Sarkozys vor allem Drohgebärden waren, um den Griechen die Dimension des Problems zu verdeutlichen.
Die G20 jedenfalls, die derzeit in Cannes tagenden führenden Industrie- und Schwellenländer, rechnen nach den Worten eines hochrangigen Vertreters die Kosten einer Staatspleite Griechenlands schon mal durch – und analysieren die Folgen, die dessen Euro-Austritt hätte.
Doch ein Abschied vom Euro ist nicht so einfach. In den EU-Verträgen gibt es dafür keine Regelung. Deshalb hält EZB-Präsident Mario Draghi einen solchen Schritt Griechenlands auch für nicht vorstellbar. Er könne sich "nicht Situationen vorstellen, die im Vertrag nicht vorgesehen sind", sagte er am Donnerstag. Und eine Sprecherin der EU-Kommission stellte klar, dass nach der gültigen Rechtslage ein Land nur aus der Euro-Zone ausscheiden könne, wenn es auch die EU verlässt.
Gewiss, das ist der rein formale Weg, ein EU-Austritt ist im Paragraf 50 des Lissabonner Vertrages geregelt. Andere Experten argumentieren mit der Macht des Faktischen: Man könne doch keine Truppen nach Griechenland schicken, wenn das Land von heute auf morgen den Euro abschaffe und zur Drachme zurückkehre.
Folgen für Griechenland: Nur kurzfristiger Spielraum
Kommt das von Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU beschlossene Sanierungsprogramm in Griechenland nicht zum Zuge, wäre der Staat binnen kurzer Zeit zahlungsunfähig. Verbindlichkeiten der Griechen von fast 360 Milliarden Euro – mehr als 200 Milliarden Euro bei ausländischen Gläubigern – wären weitgehend verloren. Die Regierung könnte versuchen, ihr Heil in einem Austritt aus der Euro-Zone zu suchen und die Drachme wieder einzuführen. Die neue alte Währung würde Experten zufolge um mindestens 50 Prozent zum Euro abgewertet.
Das gäbe den Griechen kurzfristig geld- und fiskalpolitischen Spielraum, denn der Staat könnte seine Löhne und Renten bezahlen, indem er die eigene Notenpresse anwirft, er könnte Lücken im Haushalt decken oder die Banken stützen. Außerdem würde sich die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft schlagartig verbessern, weil sich griechische Produkte im Ausland massiv verbilligen würden.
Doch die Wirtschaft ist enorm schwach, die Produktivität gering. Und die Handlungsfreiheit, die die eigene Währung den Griechen gäbe, ist nur theoretisch. Denn schon die Ankündigung, sich vom Euro verabschieden zu wollen, würde zu einer massiven Vertrauenskrise und wirtschaftlichen Depression führen. Das griechische Bankensystem stünde vor dem Kollaps. Denn die Griechen würden ihre Bankeinlagen abziehen und stattdessen Euro-Bargeld halten oder Bankguthaben im Ausland.
Die Regierung müsste zu Kapitalverkehrsbeschränkungen greifen und Obergrenzen einführen, wie viel die Bürger pro Woche abheben dürfen. Die Ausfuhr von Geld in andere Länder würde untersagt. Zusätzlich müssten die griechischen Banken die Anleihen ihres Staates im Bestand um mindestens 50 Prozent abschreiben. Weil die griechischen Geldinstitute keine werthaltigen Sicherheiten mehr zu bieten hätten, wäre ihnen der Zugang zu Zentralbankgeld verschlossen. Internationale Zocker würden sich auf die Drachme stürzen und gegen die griechische Wirtschaft spekulieren.
- Datum 04.11.2011 - 14:50 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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...Griechenland soll also keine Mätzchen mehr machen und endlich "liefern". Soll ist ungleich kann.....es wird nicht können und ein weiterer Schuldenschnitt wird nötig. Warum wurde nicht im Mai 2010 der Staatsbankrott erklärt, alle Schulden auf 60 Jahre hinaus degressiv zu 2,5% des BIP abzustottern und einen Zinsstopp zu erklären. Damit wäre es möglich geworden das damalige Haushaltsdefizit zu verkleinern und die übrigen 3% zu sparen, ohne das Land in die Depression zu stoßen.
Es wurde versäumt....jetzt ist das keine Option mehr, da die Schulden zum großen Teil bei öffentlichen Gläubigern (sprich den Steuerzahlern der EU Partner) liegen. Es geht nicht mehr.
Jetzt muss das Land die Brüssler Diktate abnicken und in sechs Monaten geht es dann nochmal weiter abwärts.
>>Die G 20 rechnen die Kosten eines griechischen
>>Euro-Austritts durch.
Bleibt noch die Hoffnung, daß dies nicht durch die Experten der HRE erledigt wird - da könnten ganz leicht mal 55 Milliarden zu viel rauskommen...
"Warum wurde nicht im Mai 2010 der Staatsbankrott erklärt, alle Schulden auf 60 Jahre hinaus degressiv zu 2,5% des BIP abzustottern"
Sie haben Recht. Allerdings ohne partiellen Schuldenschnitt wäre es dann auch nicht gegangen.
Ich bin nach wie vor der Meinungen, daß wir alle, Europa und Griechenland im besonderen, nur eine wirkliche Chance habe, wenn Gr zur Drachme zurückkehrt.
Das sehe ich so wie Prof. Sinn.
...Weil die Vertreter des Volkes ihr Verständnis der Welt und dessen Geschehens zum großen Teil innerhalb der Erfahrungswelt bürokratischer Reglung bildeten. Die Probleme einer solchen Gruppe mit den Realitäten und Zwängen umzugehen ziehen sich wie ein Roter Faden durch die Aktivitäten und Entscheidungen der Politischen Elite Europa der letzten Jahre und sieht man genauer hin, seit der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags.
>>Die G 20 rechnen die Kosten eines griechischen
>>Euro-Austritts durch.
Bleibt noch die Hoffnung, daß dies nicht durch die Experten der HRE erledigt wird - da könnten ganz leicht mal 55 Milliarden zu viel rauskommen...
"Warum wurde nicht im Mai 2010 der Staatsbankrott erklärt, alle Schulden auf 60 Jahre hinaus degressiv zu 2,5% des BIP abzustottern"
Sie haben Recht. Allerdings ohne partiellen Schuldenschnitt wäre es dann auch nicht gegangen.
Ich bin nach wie vor der Meinungen, daß wir alle, Europa und Griechenland im besonderen, nur eine wirkliche Chance habe, wenn Gr zur Drachme zurückkehrt.
Das sehe ich so wie Prof. Sinn.
...Weil die Vertreter des Volkes ihr Verständnis der Welt und dessen Geschehens zum großen Teil innerhalb der Erfahrungswelt bürokratischer Reglung bildeten. Die Probleme einer solchen Gruppe mit den Realitäten und Zwängen umzugehen ziehen sich wie ein Roter Faden durch die Aktivitäten und Entscheidungen der Politischen Elite Europa der letzten Jahre und sieht man genauer hin, seit der Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags.
Zu spät. Fait accompli. Gestern die Entmachtung Griechenlands, heute Italiens und der EU. Der IWF hat endgütlig das Sagen. Europa ist wieder unter Kontrolle des Dollarkonsortiums. Ich habe jetzt seit 18 Monaten immer wieder davor gewarnt, dass ein massiver Angriff auf den Euro stattfindet. Wie siehts aus liebe Mitbürger, sind sie der Ansicht, dass die Bundeskanzlerin das Mandat hat, die Souveränität der Bundesrepublik an eine privatwirtschaftliche von den USA gesteuerte Organisation zu übertragen?!
Da haben Sie doch direkt auf eine Volksabstimmung abgezielt! Dafür wird man neuerdings schnellstens aufs Abstellgleis verfrachtet...denke mal, man wird Sie allsogleich nach Cannes bestellen und Ihnen die Leviten lesen (oder wahlweise auch gern: brüllen).
Naja,
ich denke, das "Mandat", wie Sie es nennen, wird ganz gerne an den IWF übertragen.
Denn machen wir uns nicht vor: Die EU-Geberländer können nur gegrenzt Druck auf die Nehmerländer machen, sonst heißt es gleich wieder Fettarsch oder Nazis.
Ursache der Krise ist nicht nur die Gier der Finanzmärkte, sondern vor allem die Schuldenorgie in vielen europ. Staaten (auch in den USA). Leben auf Pump und Politik auf Pump.
Das rächt sich jetzt fundamental.
Da haben Sie doch direkt auf eine Volksabstimmung abgezielt! Dafür wird man neuerdings schnellstens aufs Abstellgleis verfrachtet...denke mal, man wird Sie allsogleich nach Cannes bestellen und Ihnen die Leviten lesen (oder wahlweise auch gern: brüllen).
Naja,
ich denke, das "Mandat", wie Sie es nennen, wird ganz gerne an den IWF übertragen.
Denn machen wir uns nicht vor: Die EU-Geberländer können nur gegrenzt Druck auf die Nehmerländer machen, sonst heißt es gleich wieder Fettarsch oder Nazis.
Ursache der Krise ist nicht nur die Gier der Finanzmärkte, sondern vor allem die Schuldenorgie in vielen europ. Staaten (auch in den USA). Leben auf Pump und Politik auf Pump.
Das rächt sich jetzt fundamental.
Da haben Sie doch direkt auf eine Volksabstimmung abgezielt! Dafür wird man neuerdings schnellstens aufs Abstellgleis verfrachtet...denke mal, man wird Sie allsogleich nach Cannes bestellen und Ihnen die Leviten lesen (oder wahlweise auch gern: brüllen).
Ich weiss nicht, Makmachtmobil, ob ich überhaupt bis Cannes komme. Als getreuer Bürger muss ich doch vorher mein Phlegma (φλέγμα) überwinden, das kann dauern. Nein, nein, ich verstecke mich lieber hinter der Gewissheit nichts wissen zu wollen, Hauptsache wir können den Griechen alles anhaften. Einfach keine Verantwortung zu übernehmen macht es uns viel leichter. Can or no Cannes. ;)
Ich weiss nicht, Makmachtmobil, ob ich überhaupt bis Cannes komme. Als getreuer Bürger muss ich doch vorher mein Phlegma (φλέγμα) überwinden, das kann dauern. Nein, nein, ich verstecke mich lieber hinter der Gewissheit nichts wissen zu wollen, Hauptsache wir können den Griechen alles anhaften. Einfach keine Verantwortung zu übernehmen macht es uns viel leichter. Can or no Cannes. ;)
Insgesamt wäre die Situation für Griechenland wahrscheinlich besser, nur für den Rest der Welt geradezu nicht berechenbar. Dann sollte man bitte nicht mehr von "Hilfe für" oder "Rettung" Griechenlands reden.
wir leben nunmal in einer Art von Demokratie, wo die Politiker wenigstens den Anschein erwecken müssen, für Völker und nicht für deren selbsternannten "Eliten" (also die mit den dicken Brieftaschen) zu agieren. Entsprechend klingt "Rettungspaket für Griechenland" einfach besser als "Vergesellschaftung möglicher Verluste für Superreiche".
Seien Sie ehrlich: Sie zahlten doch auch lieber, wenn Sie glauben könnten, dass Ihr Geld an eine arme griechische Omma geht, als an einen Reeder, der sich mit seinen Bankaktien verzockt hat, oder? Na also.
Außerdem kommt tatsächlich ein kleiner Teil der "Hilfen" den Griechen zugute. Indirekt zwar, über die Refinanzierung der Sozialkassen die dem Staat Geld leihen "durften", aber dennoch.
Für den griechischen Staat bedeutete ein Austritt aus dem Euro, gerade wenn Spekulanten gegen die Währung wetteten zweierlei:
(1) In Griechenland produzierte Produkte würden auf dem Weltmarkt günstiger und somit die griechische Wirtschaft belebt.
(2) Durch eine Währungsabwertung sünke die Schuldenlast.
Allerdings könnte Griechenland auf lange Sicht hin keine Kredite mehr aufnehmen, immerhin wachsen Zinsen auf dem Markte schneller als das Misstrauen der Anleger.
Für die Bürger Griechenlands ergäbe sich eine andere Situation. Waren aus dem Ausland verteuerten sich, im Falle der Belebung der Wirtschaft auch die Waren aus dem Inland. Dem müssten durchaus Gehaltsanpassungen folgen, wenn der Lebensstandard gehalten werden wollte (mindestens im Maße, wie die Waren im Inland teuerer würden).
So ein Bürger im Ausland Anlagen hielte, vermehrte sich sein Geld natürlich stärker, bedenkt man aber, die meisten Menschen leisten sich keine internationalen Investitionen, so liesse sich absehen, dass auch bei einem Austritts Griechenlands aus dem Euro die gleichen Menschen die Zeche zu zahlen hätten, wie sie es schon heute tun - nämlich schlecht Verdienende und Menschen, welche auf staatliche Leistungen angewiesen sind.
wir leben nunmal in einer Art von Demokratie, wo die Politiker wenigstens den Anschein erwecken müssen, für Völker und nicht für deren selbsternannten "Eliten" (also die mit den dicken Brieftaschen) zu agieren. Entsprechend klingt "Rettungspaket für Griechenland" einfach besser als "Vergesellschaftung möglicher Verluste für Superreiche".
Seien Sie ehrlich: Sie zahlten doch auch lieber, wenn Sie glauben könnten, dass Ihr Geld an eine arme griechische Omma geht, als an einen Reeder, der sich mit seinen Bankaktien verzockt hat, oder? Na also.
Außerdem kommt tatsächlich ein kleiner Teil der "Hilfen" den Griechen zugute. Indirekt zwar, über die Refinanzierung der Sozialkassen die dem Staat Geld leihen "durften", aber dennoch.
Für den griechischen Staat bedeutete ein Austritt aus dem Euro, gerade wenn Spekulanten gegen die Währung wetteten zweierlei:
(1) In Griechenland produzierte Produkte würden auf dem Weltmarkt günstiger und somit die griechische Wirtschaft belebt.
(2) Durch eine Währungsabwertung sünke die Schuldenlast.
Allerdings könnte Griechenland auf lange Sicht hin keine Kredite mehr aufnehmen, immerhin wachsen Zinsen auf dem Markte schneller als das Misstrauen der Anleger.
Für die Bürger Griechenlands ergäbe sich eine andere Situation. Waren aus dem Ausland verteuerten sich, im Falle der Belebung der Wirtschaft auch die Waren aus dem Inland. Dem müssten durchaus Gehaltsanpassungen folgen, wenn der Lebensstandard gehalten werden wollte (mindestens im Maße, wie die Waren im Inland teuerer würden).
So ein Bürger im Ausland Anlagen hielte, vermehrte sich sein Geld natürlich stärker, bedenkt man aber, die meisten Menschen leisten sich keine internationalen Investitionen, so liesse sich absehen, dass auch bei einem Austritts Griechenlands aus dem Euro die gleichen Menschen die Zeche zu zahlen hätten, wie sie es schon heute tun - nämlich schlecht Verdienende und Menschen, welche auf staatliche Leistungen angewiesen sind.
>>Die G 20 rechnen die Kosten eines griechischen
>>Euro-Austritts durch.
Bleibt noch die Hoffnung, daß dies nicht durch die Experten der HRE erledigt wird - da könnten ganz leicht mal 55 Milliarden zu viel rauskommen...
Die Griechen haben einfach in den letzten 20 Jahren über ihren wirtschaftlichen Verhältnissen gelebt. Dies war möglich, weil die Zinsen durch den Euro so niedrig waren, so dass sie sich total überschulden konnten. Da offensichtlich keine funktionierende Steuerbehörde existiert, haben vor allem die Reichen enorm davon profitiert, haben wohl kaum Steuern gezahlt.
Egal, ob Griechenland im Euroraum bleibt, oder nicht, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist eher gering und wird sich auch auf absehbare Zeit nicht wesentlich verbessern.
Der Wohlstand muss entweder der Leistungsfähigkeit angepasst werden, denn viel an Gehältern, Rente usw. wurde mit Krediten bezahlt.* Oder er bleibt auf "höherem" Niveau, wenn die anderen Länder Jahrzehnte reinbuttern. (Wie bei uns im Osten etc.).
Das wäre dann die Transferunion, mit oder ohne Euro.
Wenn das stimmte, würde auch Deutschland und jeder andere Staat der jedes Jahr neue Schulden macht, über seine Verhältnisse leben. Das Haushaltsdefizit in Griechenland war über die Jahre ähnlich dem Deutschen. Die Wachstumsraten aber höher, wodurch der relative Schuldenstand teilweise sogar sank.
Explodiert ist Griechenland während der Weltfinanzkrise und die Schwächen der Wirtschaftskraft wurden offenbar (übrigens weit mehr z. B. in Groß Britannien, das hat aber ein besseres Standing auf den "Märkten").
Fragen Sie sich doch mal, warum in Deutschland Sozialabbau und Lohndumping betrieben wird, welches die EU-Partner erdrückt, wenn gleichzeitig der absolute Wohlstand steigt?
Eine Umverteilung von unten nach oben muss eben alle paar Jahrzehnte korrigiert werden. Sei es über Schuldenschnitt, Steuern für Reiche, Währungsreformen und ähnliches.
Griechenland hat strukturelle Schwächen, die Wirtschaft hat bis zu den "Hilfen" recht ordentlich funktioniert. Statt die Schwächen zu bekämpfen, wurde die Volkswirtschaft durch künstliche Geldverknappung ruiniert und die Schröpfung der Bürger entzog soviel Kaufkraft, dass eine Abwärtsspirale in Gang gebracht wurde, die den Staat nachhaltig ruiniert hat.
Wenn das stimmte, würde auch Deutschland und jeder andere Staat der jedes Jahr neue Schulden macht, über seine Verhältnisse leben. Das Haushaltsdefizit in Griechenland war über die Jahre ähnlich dem Deutschen. Die Wachstumsraten aber höher, wodurch der relative Schuldenstand teilweise sogar sank.
Explodiert ist Griechenland während der Weltfinanzkrise und die Schwächen der Wirtschaftskraft wurden offenbar (übrigens weit mehr z. B. in Groß Britannien, das hat aber ein besseres Standing auf den "Märkten").
Fragen Sie sich doch mal, warum in Deutschland Sozialabbau und Lohndumping betrieben wird, welches die EU-Partner erdrückt, wenn gleichzeitig der absolute Wohlstand steigt?
Eine Umverteilung von unten nach oben muss eben alle paar Jahrzehnte korrigiert werden. Sei es über Schuldenschnitt, Steuern für Reiche, Währungsreformen und ähnliches.
Griechenland hat strukturelle Schwächen, die Wirtschaft hat bis zu den "Hilfen" recht ordentlich funktioniert. Statt die Schwächen zu bekämpfen, wurde die Volkswirtschaft durch künstliche Geldverknappung ruiniert und die Schröpfung der Bürger entzog soviel Kaufkraft, dass eine Abwärtsspirale in Gang gebracht wurde, die den Staat nachhaltig ruiniert hat.
wir leben nunmal in einer Art von Demokratie, wo die Politiker wenigstens den Anschein erwecken müssen, für Völker und nicht für deren selbsternannten "Eliten" (also die mit den dicken Brieftaschen) zu agieren. Entsprechend klingt "Rettungspaket für Griechenland" einfach besser als "Vergesellschaftung möglicher Verluste für Superreiche".
Seien Sie ehrlich: Sie zahlten doch auch lieber, wenn Sie glauben könnten, dass Ihr Geld an eine arme griechische Omma geht, als an einen Reeder, der sich mit seinen Bankaktien verzockt hat, oder? Na also.
Außerdem kommt tatsächlich ein kleiner Teil der "Hilfen" den Griechen zugute. Indirekt zwar, über die Refinanzierung der Sozialkassen die dem Staat Geld leihen "durften", aber dennoch.
Warum wurden die dann fällig werdenden CDS der amerikanischen Großbanken nicht eingerechnet? Erst diese Woche machte es doch die Runde, dass wohl 500 Milliarden Euro fällig würden.
...das Weiße Haus bald schwarz gebrannt wäre.
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlich argumentierten Beiträgen. Danke, die Redaktion/lv
...das Weiße Haus bald schwarz gebrannt wäre.
Bitte beteiligen Sie sich mit sachlich argumentierten Beiträgen. Danke, die Redaktion/lv
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