Ökonom Paul Krugman "Der Euro würde zu einer erweiterten Deutschen Mark mutieren"

Wenn Italien den Euro aufgibt, fällt auch Spanien und vielleicht auch Frankreich, sagt der Ökonom Paul Krugman. Ob es dazu kommt, hängt vor allem von der EZB ab.

Frage: Herr Krugman, wir haben einen neuen Krisenherd in der Euro-Zone: Italien. Was wird dort passieren?

Paul Krugman: Das hängt in erster Linie von der EZB ab. Ich glaube, die Notenbank wird alles tun, um eine italienische Kernschmelze zu verhindern. Wenn Italien im Härtefall einen Schuldenschnitt machen müsste, würde der Euro zerbrechen.

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Frage: Was die EZB um jeden Preis verhindern will?

Krugman: Am Ende wird die EZB in den Abgrund blicken und sagen: "Vergessen wir alle Regeln, wir müssen die Anleihen kaufen. Der Ansturm auf Italien muss gestoppt werden. Sonst scheitert das ganze Euro-Projekt." Die politischen Folgen eines Scheiterns wären enorm.

Frage: Gescheitert war das Projekt schon am Anfang, was auch einige Ökonomen sofort erkannt hatten.

Krugman: Ja, es gibt keinen gemeinsamen homogenen Wirtschaftsraum. Damit fehlte auch die Voraussetzung für eine gemeinsame Währung. Deshalb war das Euro-Projekt ein schrecklicher Fehler.

Frage: Der Fehler hat uns über Griechenland nach Italien geführt. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die Währungsunion tatsächlich mit einem massiven Aufkauf von Staatsanleihen retten wird?

Krugman: Das ist schwer zu sagen. Die Notenbank muss ja außerdem noch die Märkte davon überzeugen, dass sie deren Angriffen auf jeden Fall standhalten wird. Anders gesagt muss die EZB klarmachen: "Wir kaufen so viel, wie eben nötig ist."

Frage: Gibt es ein Szenario, in dem die Politiker oder die Notenbanker sagen würden: "Lasst uns das Projekt Euro aufgeben?"

Krugman: Das höre ich von niemandem.

Frage: Aber Deutschland als stärkstes Land könnte irgendwann sagen: "Wir wollen nicht mehr zahlen."

Krugman: Nehmen wir an, man würde sich gegen die Anleihekäufe der EZB wehren. Was würde dann passieren? Es gäbe einen Run auf die italienischen Banken. Institute müssten geschlossen werden. Die Renditen der Staatsanleihen würden nach oben schießen. Kaum vorstellbar, dass sich Kanzlerin Angela Merkel bei diesem Ausblick gegen den Euro wendet. 

Leser-Kommentare
  1. „Deshalb war das Euro-Projekt ein schrecklicher Fehler.“
    Da stimme ich Herrn Krugmann ohne Wenn und Aber zu.

    „Was wäre der Worst Case für die kommenden Jahre?“
    Meine Meinung: dass es den Euro noch lange gibt.

    „ … oder wir lassen den Euro auseinanderbrechen – dann können wir die Gemeinschaftswährung vergessen.“
    Dann hoffe ich, dass der Euro sehr bald auseinanderbricht, damit wir diesen Unsinn möglichst schnell vergessen können.

    23 Leser-Empfehlungen
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    das Problem nur, unsere "kompetenten" Politiker haben keine anderen Ideen und Weltbilder als Europa, haben keine zukunftsträchtigen Visionen, zu festgefahren sind die Denkstrukturen.
    Ein Neuanfang kommt für die nicht in Frage, kostet nur Posten, Geld und Prestige und ist sehr schlecht für die Wirtschaft ;)

    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Da steht drin: Euroausstieg --> Massenarbeitslosigkeit in den Exportländern. Lieber Massenarmut als 3 statt 1,5 % Inflation? Ich verstehe Sie und diese akausalen Euroskeptiker nicht.

    Es gibt nur einen rationalen Lösungsvorschlag: eine dauerhafte und nationalstaatliche Integration der Eurozone zu einem föderalen Bundesstaat. Dieser Vorschlag muss endlich offen diskutiert werden, wir brauchen ein Verfassung gebendes europäisches Konvent.

    Das Problem ist die Architektur der Anleihemärkte. Hochkriminelle Zocker in der Wallstreet-Schattenfinanzwirtschaft hat sich eingeschworen um jedes Land der Eurozone einzeln abzugrasen, Italien ist ein fundamental gesundes Land und darum ist diese ganze Hysterie so unglaubhaft. Die EZB sollte nicht zaudern bei einer Finanzierung des italienischen Haushalts im nächsten Jahr, andernfalls steigt Italien noch selbst aus der Eurozone aus. Das wäre die Katastrophe schlechthin.

    Die Gefahr ist jetzt erstmals, dass ein Land vom Kapitalmarkt abgeschnitten ist, das es sich leisten könnte auf Kosten der Nachbarn aus der Eurozone auszusteigen...

    Die Architektur der "Finanzmärkte" muss also zusätzlich schleunigst geändert werden. Die Politik soll endlich ihrer Aufgabe nachkommen.

    Wenn diese akuten Probleme im Griff sind, kann man die innereuropäischen Verwaltungen harmonisieren und im Süden erst mal effektive aufbauen. Aber ein Euroausstieg wäre das krass Dümmste, was man organisieren könnte.

    das Problem nur, unsere "kompetenten" Politiker haben keine anderen Ideen und Weltbilder als Europa, haben keine zukunftsträchtigen Visionen, zu festgefahren sind die Denkstrukturen.
    Ein Neuanfang kommt für die nicht in Frage, kostet nur Posten, Geld und Prestige und ist sehr schlecht für die Wirtschaft ;)

    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Da steht drin: Euroausstieg --> Massenarbeitslosigkeit in den Exportländern. Lieber Massenarmut als 3 statt 1,5 % Inflation? Ich verstehe Sie und diese akausalen Euroskeptiker nicht.

    Es gibt nur einen rationalen Lösungsvorschlag: eine dauerhafte und nationalstaatliche Integration der Eurozone zu einem föderalen Bundesstaat. Dieser Vorschlag muss endlich offen diskutiert werden, wir brauchen ein Verfassung gebendes europäisches Konvent.

    Das Problem ist die Architektur der Anleihemärkte. Hochkriminelle Zocker in der Wallstreet-Schattenfinanzwirtschaft hat sich eingeschworen um jedes Land der Eurozone einzeln abzugrasen, Italien ist ein fundamental gesundes Land und darum ist diese ganze Hysterie so unglaubhaft. Die EZB sollte nicht zaudern bei einer Finanzierung des italienischen Haushalts im nächsten Jahr, andernfalls steigt Italien noch selbst aus der Eurozone aus. Das wäre die Katastrophe schlechthin.

    Die Gefahr ist jetzt erstmals, dass ein Land vom Kapitalmarkt abgeschnitten ist, das es sich leisten könnte auf Kosten der Nachbarn aus der Eurozone auszusteigen...

    Die Architektur der "Finanzmärkte" muss also zusätzlich schleunigst geändert werden. Die Politik soll endlich ihrer Aufgabe nachkommen.

    Wenn diese akuten Probleme im Griff sind, kann man die innereuropäischen Verwaltungen harmonisieren und im Süden erst mal effektive aufbauen. Aber ein Euroausstieg wäre das krass Dümmste, was man organisieren könnte.

    • this.
    • 11.11.2011 um 19:41 Uhr
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    Vielleicht sollten sie sich lieber mal über den Kontext solcher Aussagen informieren bevor sie ihre Erkentnisse aus Bildchen nehmen die sie im Netz finden?
    Man könnte die Aussage nämlich ganz leicht bewerten:
    http://krugman.blogs.nyti...

    Aber ich schätze längere Texte lesen ist nicht so attraktiv wie kleine Häppchen mit Bild serviert bekommen.

    Vielleicht sollten sie sich lieber mal über den Kontext solcher Aussagen informieren bevor sie ihre Erkentnisse aus Bildchen nehmen die sie im Netz finden?
    Man könnte die Aussage nämlich ganz leicht bewerten:
    http://krugman.blogs.nyti...

    Aber ich schätze längere Texte lesen ist nicht so attraktiv wie kleine Häppchen mit Bild serviert bekommen.

  2. "Es gibt keinen gemeinsamen homogenen Wirtschaftsraum. Damit fehlte auch die Voraussetzung für eine gemeinsame Währung. Deshalb war das Euro-Projekt ein schrecklicher Fehler."

    Vielleicht sollte man langsam den Leuten zuhören, die die Währungsunion von Anfang an kritisiert haben und die unweigerlichen Probleme erkannt haben."
    Insbesondere einem der Euro-Kläger Professor Dr. Wilhelm Hankel.
    http://www.youtube.com/wa...

    17 Leser-Empfehlungen
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    Sry, das ist Blödsinn.
    Da kann der Professor noch so viele Dr. Titel haben, sonst könnten weder China noch die USA überleben.

    • Todoy
    • 12.11.2011 um 0:08 Uhr

    ""Vielleicht sollte man langsam den Leuten zuhören, die die Währungsunion von Anfang an kritisiert haben und die unweigerlichen Probleme erkannt haben."
    Insbesondere einem der Euro-Kläger Professor Dr. Wilhelm Hankel.""

    Er ist geächtet, weil er die Wahrheit verkündete und niemand sie hören wollte und er, um gehört zu werden, in der Wochenzeitung Junge Freiheit publizieren mußte. Ein vorweggenommener Sarrazin also.
    Die Mainstreampresse schreibt sich noch mal in den Untergang.

    Sry, das ist Blödsinn.
    Da kann der Professor noch so viele Dr. Titel haben, sonst könnten weder China noch die USA überleben.

    • Todoy
    • 12.11.2011 um 0:08 Uhr

    ""Vielleicht sollte man langsam den Leuten zuhören, die die Währungsunion von Anfang an kritisiert haben und die unweigerlichen Probleme erkannt haben."
    Insbesondere einem der Euro-Kläger Professor Dr. Wilhelm Hankel.""

    Er ist geächtet, weil er die Wahrheit verkündete und niemand sie hören wollte und er, um gehört zu werden, in der Wochenzeitung Junge Freiheit publizieren mußte. Ein vorweggenommener Sarrazin also.
    Die Mainstreampresse schreibt sich noch mal in den Untergang.

    • Gjalp
    • 11.11.2011 um 19:51 Uhr

    ...schöne Elite.

    "When you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth."

    Eine Leser-Empfehlung
  3. "Das hat eine Wahrscheinlichkeit von bis zu 40 Prozent."

    Ich würde wirklich, wirklich gerne mal das Modell sehen, mit dem Herr Krugman seine Wahrscheinlichkeiten eines Auseinanderfallens des Euros berechnet.

    Ich finde die Idee einer Finanzierung über die EZB gar nicht schlecht: sie fordert 7% Zinsen von Italien und gibt diese Zinsen an die übrigen Staaten, die für das Eigenkapital und damit die Schulden haften, weiter. Das wäre in 10 Jahren mit Zinseszinsen eine komplette Rückzahlung der Schulden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    oekonomi:

    Ich finde die Idee einer Finanzierung über die EZB gar nicht schlecht: sie fordert 7% Zinsen von Italien und gibt diese Zinsen an die übrigen Staaten, die für das Eigenkapital und damit die Schulden haften, weiter. Das wäre in 10 Jahren mit Zinseszinsen eine komplette Rückzahlung der Schulden.

    ...

    Die Grundidee der Entmachtung der Finanzindustrie durch ein neues geregeltes Übergangssystem, wo die eigene Leistung für die Finanzierung der alten Schulden verwendet wird, finde ich gut.

    Darum geht es eigentlich, die Verursacher der Krise, und das ist in wesentlichem die Grundphilosophie des gegenwärtigen Systems der Finanzindustrie und "Heiligen Märkten" von fremden Gelder und Leistungen die ihrerseits als Druckmittel verwendet werden abzukoppeln.

    "Mit meinem Geld willst Du mich nicht mehr erpressen und noch die Erpressung als heilig preisen!"

    oekonomi:

    Ich finde die Idee einer Finanzierung über die EZB gar nicht schlecht: sie fordert 7% Zinsen von Italien und gibt diese Zinsen an die übrigen Staaten, die für das Eigenkapital und damit die Schulden haften, weiter. Das wäre in 10 Jahren mit Zinseszinsen eine komplette Rückzahlung der Schulden.

    ...

    Die Grundidee der Entmachtung der Finanzindustrie durch ein neues geregeltes Übergangssystem, wo die eigene Leistung für die Finanzierung der alten Schulden verwendet wird, finde ich gut.

    Darum geht es eigentlich, die Verursacher der Krise, und das ist in wesentlichem die Grundphilosophie des gegenwärtigen Systems der Finanzindustrie und "Heiligen Märkten" von fremden Gelder und Leistungen die ihrerseits als Druckmittel verwendet werden abzukoppeln.

    "Mit meinem Geld willst Du mich nicht mehr erpressen und noch die Erpressung als heilig preisen!"

  4. Vielleicht sollten sie sich lieber mal über den Kontext solcher Aussagen informieren bevor sie ihre Erkentnisse aus Bildchen nehmen die sie im Netz finden?
    Man könnte die Aussage nämlich ganz leicht bewerten:
    http://krugman.blogs.nyti...

    Aber ich schätze längere Texte lesen ist nicht so attraktiv wie kleine Häppchen mit Bild serviert bekommen.

    Antwort auf "Krugman.. :)"
    • Gjalp
    • 11.11.2011 um 19:59 Uhr

    ...die bittere Wahrheit ist es, dass die Eliten einzig auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Diejenigen in den Machtpositionen, sei es Politik, Wirtschaft, Finanzwesen, Justiz und Medien sie haben die arbeitende Bevölkerung verraten.

    Die Methoden, die nun folgen werden dienen einzig dem Macht und Gier-Erhalt der Reichen. Es darf keine Änderung geben, wer heute reich ist, der soll es bleiben, wer heute die öffentliche Meinung bestimmt, der soll es auch morgen tun.

    Diese Eliten wissen ganz genau um die Folgen einer inflationären EZB. Die FED ist doch das beste Beispiel: Seit Jahren herrscht dort die wilde Gelddruckerei. 50 Millionen Menschen dort benötigen Lebensmittelgutscheine, Kommunen sind insolvent und der Staat völlig überschuldet.
    Wäre der Dollar nciht die Weltwährung und würde die FED ihre Geldvolumen nicht geheim halten und vor allem würde das US-Militär nicht jene Staaten angreifen, die eine goldgedeckte Währung einführen... so wäre die USA heute ein Agrarstaat. Doch leider gibt es keinen Gott.

    Fragt die Experten doch nicht, wie sie das Problem aufschieben wollen. Fragt die Experten, was sie vermuten wir sich die Probleme wieder lösen sollen, selbst wenn die Kapitalitzenmärkte "beruhigt" sind?

    Es gibt doch gar kein Konzept für die Zukunft ausser der weiteren Belastung und Enteignung der kleinen Menschen...

    15 Leser-Empfehlungen
  5. befinden sich die Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften. Allerdings können sich die Astrologen auf reale Phänomene berufen. Die Volkswirtschaftler konstruieren skrupellos eine Phantasiewelt.

    Es ist kaum zu glauben was Krugman vorschlägt. Weder die Fed noch die Bank of England kann man bei einem Blick auf die Währungsgeschichte mit gutem Gewissen als erfolgreich bezeichnen.

    Krugmans Vorschlag läuft auf Lösung durch Inflation heraus. Frühere Landesherren haben ihre Probleme mit Münzverschlechterung gelöst.

    11 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man verkleidet es bei uns zwar gern als "Ankauf von Anleihen" oder "Ausweitung der Geldmenge", aber gemeint ist immer nur das Anwerfen der Druckpresse, Milliarden und Abermillarden. Schließlich brauchen die Italiener allein schon 1.500.000 Millionen Euro, und ganz Euroland 8.500.000 Millionen - oder achteinhalb Billionen. Und da wundert sich einer noch, warum die Chinesen sich weigern, ihr gutes Geld bei uns zu investieren. Nein, die Chinesen kaufen sich lieber in Kanada, Brasilien und Australien an, wo es Rohstoffe gibt, die sie brauchen -- nicht im rohstoffarmen Pleite-Europa.

    Kommentar 8: "Auf einer Stufe mit den Astrologen ... befinden sich die Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften. ...
    Krugmans Vorschlag läuft auf Lösung durch Inflation heraus. Frühere Landesherren haben ihre Probleme mit Münzverschlechterung gelöst."

    Die Aussage, dass Krugmans Vorschlag auf Inflation hinausläuft, beruht auch auf wirtschaftswissenschaftlichen Überlegungen. Hat dies daher ebenfalls die Qualität einer astrologischen Aussage? Oder meint Kommentar 8, nur Aussagen über Wirtschaft von *anderen* sind Astrologie, aber nicht die eigenen? Ich denke, wer alle wirtschaftswissenschaftlichen Aussagen für Woodoo hält, sollte selbst auch keine machen.

    Die Wirtschaftskrise in Europa lässt sich durch die Einführung von zwei Währungssystemen beheben. Die „Europäische Währungsunion“ mit dem vorhanden Euro und dem Cent auf der einen Seite und eine „Südländische Währungsunion“ mit dem Südeuro und dem Südcent im südländischen Raum von Europa. Mit den „Zwei Währungssystemen“ kann die notwendige Feinjustierung vorgenommen werden.Die Wirtschaftskrise in Europa lässt sich durch die Einführung von zwei Währungssystemen beheben. Die „Europäische Währungsunion“ mit dem vorhanden Euro und dem Cent auf der einen Seite und eine „Südländische Währungsunion“ mit dem Südeuro und dem Südcent im südländischen Raum von Europa. Mit den „Zwei Währungssystemen“ kann die notwendige Feinjustierung vorgenommen werden.
    Wenn der Länderfinanzausgleich in Deutschland, wie der Rettungsschirm für Griechenland, zwangsläufig dazu führt, dass sich die wirtschaftlichen Strukturen der Bundesländer im Norden und im Süden ausgleichen würden, hätten wir den Länderfinanzausgleich schon längst nicht mehr nötig. Die Tatsache zeigt aber, dass die unterschiedlichen ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Strukturen und Verwerfungen selbst in einem Land wie Deutschland unüberbrückbar sind.

    Ihr SOS-Weigel

    Man verkleidet es bei uns zwar gern als "Ankauf von Anleihen" oder "Ausweitung der Geldmenge", aber gemeint ist immer nur das Anwerfen der Druckpresse, Milliarden und Abermillarden. Schließlich brauchen die Italiener allein schon 1.500.000 Millionen Euro, und ganz Euroland 8.500.000 Millionen - oder achteinhalb Billionen. Und da wundert sich einer noch, warum die Chinesen sich weigern, ihr gutes Geld bei uns zu investieren. Nein, die Chinesen kaufen sich lieber in Kanada, Brasilien und Australien an, wo es Rohstoffe gibt, die sie brauchen -- nicht im rohstoffarmen Pleite-Europa.

    Kommentar 8: "Auf einer Stufe mit den Astrologen ... befinden sich die Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften. ...
    Krugmans Vorschlag läuft auf Lösung durch Inflation heraus. Frühere Landesherren haben ihre Probleme mit Münzverschlechterung gelöst."

    Die Aussage, dass Krugmans Vorschlag auf Inflation hinausläuft, beruht auch auf wirtschaftswissenschaftlichen Überlegungen. Hat dies daher ebenfalls die Qualität einer astrologischen Aussage? Oder meint Kommentar 8, nur Aussagen über Wirtschaft von *anderen* sind Astrologie, aber nicht die eigenen? Ich denke, wer alle wirtschaftswissenschaftlichen Aussagen für Woodoo hält, sollte selbst auch keine machen.

    Die Wirtschaftskrise in Europa lässt sich durch die Einführung von zwei Währungssystemen beheben. Die „Europäische Währungsunion“ mit dem vorhanden Euro und dem Cent auf der einen Seite und eine „Südländische Währungsunion“ mit dem Südeuro und dem Südcent im südländischen Raum von Europa. Mit den „Zwei Währungssystemen“ kann die notwendige Feinjustierung vorgenommen werden.Die Wirtschaftskrise in Europa lässt sich durch die Einführung von zwei Währungssystemen beheben. Die „Europäische Währungsunion“ mit dem vorhanden Euro und dem Cent auf der einen Seite und eine „Südländische Währungsunion“ mit dem Südeuro und dem Südcent im südländischen Raum von Europa. Mit den „Zwei Währungssystemen“ kann die notwendige Feinjustierung vorgenommen werden.
    Wenn der Länderfinanzausgleich in Deutschland, wie der Rettungsschirm für Griechenland, zwangsläufig dazu führt, dass sich die wirtschaftlichen Strukturen der Bundesländer im Norden und im Süden ausgleichen würden, hätten wir den Länderfinanzausgleich schon längst nicht mehr nötig. Die Tatsache zeigt aber, dass die unterschiedlichen ökonomischen, ökologischen und wirtschaftlichen Strukturen und Verwerfungen selbst in einem Land wie Deutschland unüberbrückbar sind.

    Ihr SOS-Weigel

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