Klimaexperte Edenhofer"Die Blockierer haben Angst um ihr Wachstum"

Die Klimaverhandlungen stocken, da viele Länder wirtschaftliche Verluste befürchten, sagt Klimaexperte Otmar Edenhofer. Deutschland sei kein Vorbild, trotz Energiewende.

US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Hu Jintao auf dem jüngsten Apec-Gipfel

US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Hu Jintao auf dem jüngsten Apec-Gipfel

ZEIT ONLINE: Der Klimawandel ist heftiger als gedacht . Doch auch der Gipfel in Durban wird der internationalen Klimapolitik vermutlich keinen Durchbruch bringen. Haben die Verhandlungen noch einen Sinn?

Ottmar Edenhofer: Für Durban sehe ich drei Möglichkeiten: Ein Wunder wäre, wenn die Blockade zwischen den USA und China sich löst, und auch Länder wie Russland oder Japan sich für die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls zu weiteren Emissionsreduktionen verpflichten. Oder die Verhandlungen verzögern sich, gehen aber weiter, weil Europa sich unilateral auf weitere Verpflichtungen einlässt und andere Länder später nachziehen. Beides wird kaum passieren. Das dritte und wahrscheinlichste Szenario ist, dass wir das Kyoto-Protokoll verlieren und damit das einzige halbwegs verbindliche internationale Klimaschutzabkommen.

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ZEIT ONLINE: Was bringt dann der Aufwand für einen weiteren Gipfel?

Edenhofer: Nur wenn innerhalb der UN-Klimarahmenkonvention verhandelt wird, erreichen wir größtmögliche Legitimität. Deshalb ist der Klimagipfel sinnvoll. Aber es stimmt, dass die nötigen Kompromisse durch den UN-Prozess kurzfristig kaum zu erreichen sind. Deshalb sollte man über einen zusätzlichen zweiten Verhandlungspfad nachdenken, zum Beispiel innerhalb der G20, der größten Wirtschaftsmächte – die zugleich auch die größten Emittenten von Treibhausgasen sind. Diese kleinere Runde könnte dann auch über kleinere Themen sprechen als über das eine allumfassende Klimaschutz-Abkommen.

ZEIT ONLINE:Die Zeit drängt , alle Beteiligten wissen das. Was hält sie davon ab, Kompromisse zu schließen?

Ottmar Edenhofer
Ottmar Edenhofer

stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)

Edenhofer: Der Verhandlungsprozess ist nicht wirklich effizient, was unter anderem an der großen Zahl der Beteiligten liegt. Zudem wollen die großen Schwellenländer keine völkerrechtlich verbindlichen Verpflichtungen eingehen. China zum Beispiel hat ambitionierte Ziele: Das Land will einen Emissionshandel einführen und die Energieeffizienz der heimischen Wirtschaft erhöhen. Dennoch will die Regierung sich international nicht festlegen, denn sie fürchtet, dadurch auf Wirtschaftswachstum zu verzichten. Dabei ist es grundsätzlich möglich, Wachstum und Emissionen zu entkoppeln. Aber bisher hat noch niemand bewiesen, dass es in der Praxis funktionieren kann.

ZEIT ONLINE: Nicht nur die Schwellenländer blockieren, auch die USA.

Edenhofer: Alle Länder, für deren Energieversorgung Kohle eine wichtige Rolle spielt, blockieren – auch die USA. Sie haben genauso viel Angst um ihr Wachstum wie die Schwellenländer. Kohle ist sehr billig, und in China, Indien und den USA gibt es enorme Vorkommen. Weltweit erlebt die Kohle gerade eine Renaissance. Die ganze Weltwirtschaft hängt von fossilen Energieträgern ab, das dürfen wir nicht vergessen. Europa aber unterschätzt die Bedeutung der Kohle für die Welt notorisch.

ZEIT ONLINE: Wäre es nicht umso wichtiger, dass Europa in Durban zeigt: Wir glauben an Wachstum ohne Emissionen und legen uns einseitig auf weitere Klimaziele fest?

Thema: Klimawandel
Was wollen der Mensch und die Politik gegen die Erderwärmung tun? Alles zum Thema und zum Weltklimagipfel in Durban.

Was wollen der Mensch und die Politik gegen die Erderwärmung tun? Alles zum Thema und zum Weltklimagipfel in Durban.

Edenhofer: Wir Europäer sollten nicht so tun, als könnten wir alleine das Klima retten. Wenn nur wir unseren Verbrauch an fossiler Energie reduzieren, wird der Rest der Welt sich freuen, weil dann für ihn mehr übrig bleibt. Dem Klima hilft das allein zunächst wenig. Wir können aber ein gutes Beispiel sein – und wenn wir damit auch die Technologieführerschaft im Zukunftsmarkt der erneuerbaren Energien übernehmen, werden andere Länder das sehr aufmerksam beobachten.

ZEIT ONLINE: Sie sagen, innerhalb der G20 ließen sich Kompromisse besser erreichen als in den großen Runden der Vereinten Nationen. Aber in der G20 sitzen die großen Blockierer auch.

Leserkommentare
  1. Der Sommer war zu nass, der Herbst zu trocken. Das sind Wetterextreme. Sicher ändert sich auch das Klima. Das hat es schon immer getan, ohne daß jemand genau sagen könnte, warum. Es gab Warmphasen, in denen man in Grönland (kommt von "Grünland") Getreide angepflanzt hat. Es gab Kältephasen, in denen die Menschheit schwer zu darben hatte. Grundsätzlich wirken sich Warmphasen positiv auf die Artenvielfalt aus. Dass der Mensch das Klima beeinflusst, ist nicht erwiesen, sondern eine These, die von interessierter Seite gern verbreitet wird. Ihre Popularität verdankt sie der Tatsache, dass sie alle politischen Richtungen gleichermaßen anspricht. Der Konservative hängt dem Irrglaube nach, alles müsse bleiben wie es jetzt gerade ist, der Sozialist hat einen Grund mehr "die Massen" zu bevormunden und ihr in die Taschen zu fassen. Und die Wirtschaft kann damit prächtig Geld verdienen. Die Grünen vereinen all diese problematischen Vorstellungen. Die Jounaille schreibt in erster Linie das, was gelesen werden will. Die Zahl der Naturwissenschaftler ist den Medien und bei den Meinungsführern leider stark unterrepräsentiert.
    In Durban treffen sich in erster Linie Politik- und Sozialwissenschaftler, die von dem Hype nicht schlecht leben. Beim Gipfel in Kopenhagen mussten die vielen Privatjets der Teilnehmer zum Parken andere Städte anfliegen, weil die Abstellfläche in der dänischen Hauptstadt überfüllt war. Man (und auch die ZEIT) sollte sich immer die Frage stellen: Wem nützt es.

    9 Leserempfehlungen
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    • Kelhim
    • 29.11.2011 um 18:28 Uhr

    Die Argumente von den Wetterextremen, die es schon immer gegeben habe, weshalb die Erderwärmung nicht durch den Menschen beeinflusst werde, sondern munter weiter CO2 in die Luft geblasen werden dürfe, sind in dieser Form schon lange widerlegt - von Naturwissenschaftlern.

    • blobb
    • 29.11.2011 um 18:41 Uhr

    Immer wieder witzig... lesen sie sich doch bitte mal in die Sachliteratur ein, und beschäftigen sie sich ein bisschen mit Erdkunde. Und ein Tipp: Wenn man immer nur das liest, was man hören will, wird man nicht schlauer...

    Die Rückständigen wurden stets von der Wirklichkeit überholt. Wägt man die Wahrscheinlichkeiten ab, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Erhalt des Status Quo für bestimmte Wirtschaftsinteressen vordergründig ist. Dem gegenüber stehen Vereinzelte, die sich für eine Zukunft einsetzen, die sie nicht erleben werden. Wer sich der Möglichkeit verschliesst, dass die Aktivität des Menschen mit verantwortlich für einen Klimawandel ist, ignoriert absichtlich Kenntnisse und Tatsachen. Dabei handelt es sich nicht um einen begrenzten Effekt. Besteht nur die geringste Chance, dass wir unser Habitat Erde zerstören könnten, wäre es klug, diese Möglichkeit auszuräumen. Den Profiteuren und Egozentrikern ist dies gleich, sie werden es nicht mehr erleben. Wem wollen wir nun vertrauen, den Profiteuren oder doch den Zukunftsverteidigern. Und überhaupt, warum sollten regenerative Energien wirtschaftliche Einbussen bedeuten, wenn nicht aus dem Grund, weil sie die Ansprüche derzeitiger Dominatoren konventioneller Energien gefährden und die ihnen damit die Grundlage ihres Profits entziehen. Wenn überhaupt Profit entstehen soll, dann nur durch eine zukunftsfähige Investition. Wirtschaftlichkeit kann nur im Kontext der Menschlichen Existenz gesehen werden. Keine Technologie ist wirtschaftlich, die unsere Grundlage gefährdet. Alles andere zu behaupten ist paradox.

    • Kelhim
    • 29.11.2011 um 18:28 Uhr

    Die Argumente von den Wetterextremen, die es schon immer gegeben habe, weshalb die Erderwärmung nicht durch den Menschen beeinflusst werde, sondern munter weiter CO2 in die Luft geblasen werden dürfe, sind in dieser Form schon lange widerlegt - von Naturwissenschaftlern.

    • blobb
    • 29.11.2011 um 18:41 Uhr

    Immer wieder witzig... lesen sie sich doch bitte mal in die Sachliteratur ein, und beschäftigen sie sich ein bisschen mit Erdkunde. Und ein Tipp: Wenn man immer nur das liest, was man hören will, wird man nicht schlauer...

    Die Rückständigen wurden stets von der Wirklichkeit überholt. Wägt man die Wahrscheinlichkeiten ab, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Erhalt des Status Quo für bestimmte Wirtschaftsinteressen vordergründig ist. Dem gegenüber stehen Vereinzelte, die sich für eine Zukunft einsetzen, die sie nicht erleben werden. Wer sich der Möglichkeit verschliesst, dass die Aktivität des Menschen mit verantwortlich für einen Klimawandel ist, ignoriert absichtlich Kenntnisse und Tatsachen. Dabei handelt es sich nicht um einen begrenzten Effekt. Besteht nur die geringste Chance, dass wir unser Habitat Erde zerstören könnten, wäre es klug, diese Möglichkeit auszuräumen. Den Profiteuren und Egozentrikern ist dies gleich, sie werden es nicht mehr erleben. Wem wollen wir nun vertrauen, den Profiteuren oder doch den Zukunftsverteidigern. Und überhaupt, warum sollten regenerative Energien wirtschaftliche Einbussen bedeuten, wenn nicht aus dem Grund, weil sie die Ansprüche derzeitiger Dominatoren konventioneller Energien gefährden und die ihnen damit die Grundlage ihres Profits entziehen. Wenn überhaupt Profit entstehen soll, dann nur durch eine zukunftsfähige Investition. Wirtschaftlichkeit kann nur im Kontext der Menschlichen Existenz gesehen werden. Keine Technologie ist wirtschaftlich, die unsere Grundlage gefährdet. Alles andere zu behaupten ist paradox.

    • konnat
    • 29.11.2011 um 18:12 Uhr

    Es reicht doch schon der Guttenberg
    als Weihnachtsmann.
    Müssen es noch weitere Weihnachtsmärchen sein ?

    P.S. :Der nächste strenge Winter steht vor der Tür.

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    • Flin
    • 19.01.2012 um 13:38 Uhr

    Ich finde es ja ziemlich geil, wie verlässlich die Antiklima-Plärrer unrecht haben. Der strenge Winter... haha... lustig.

    • Flin
    • 19.01.2012 um 13:38 Uhr

    Ich finde es ja ziemlich geil, wie verlässlich die Antiklima-Plärrer unrecht haben. Der strenge Winter... haha... lustig.

    • Kelhim
    • 29.11.2011 um 18:28 Uhr

    Die Argumente von den Wetterextremen, die es schon immer gegeben habe, weshalb die Erderwärmung nicht durch den Menschen beeinflusst werde, sondern munter weiter CO2 in die Luft geblasen werden dürfe, sind in dieser Form schon lange widerlegt - von Naturwissenschaftlern.

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    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich zum Thema. Danke. Die Redaktion/sc

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich zum Thema. Danke. Die Redaktion/sc

  2. Wenn ich hier schon die ersten beiden Kommentare lese.

    Selbst wenn der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hätte würde es nicht wehtun, mit den wenigen Recourcen sorgsam umzugehen.

    7 Leserempfehlungen
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    ...dann müsste so mancher Kommentator ein schlechtes Gewissen haben, beim Besteigen seines 3 Tonnen Vans oder Sportwagens. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, weist man lieber darauf hin, dass alles nur eine These ist (und immer bleiben wird, selbst wenn wir alle draufgehen).

    Tatsächlich würde jeder Ingenieur ein chaotisches System, welches er derart schlecht versteht wie das Klima, nur mit Samthandschuhen anfassen. Denn nachträglich wieder reparieren könnte sich als unmöglich erweisen. Das Gegenteil ist in der Praxis aber der Fall: man schöpft aus dem Vollen.

    Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, dass die Menschen aussterben. Aber die Erde ist bereits derart dicht besiedelt, dass jede größere Veränderung locker Millionen an Menschenleben gefährdet...

    Sie haben natürlich recht, aber in einer Welt mit den ignoranten Menschen die dort nun mal leben, nützt ihnen "recht-haben" nicht sonderlich viel, oder?

    Fakt scheint zu sein, dass es einen Klimawandel gibt.
    Ebenfalls Fakt ist: ob der Klimawandel von Menschen verursacht wird oder nicht, das weiss NIEMAND! Auf beiden Seiten des Streits herrschen ausschliesslich Ideologien!

    Ja, selbstverstädnlich sollte man mit dieser Erde ein wenig respektvoller umgehen, nur.... sobald die Menschen erkennen, dass Einschränkungen in ihrem eigenen Leben bedeuten würde, ist es mit Einsicht und Konsequenzen vorbei. Wenn im Artikel zB steht

    "ZEIT ONLINE: Was bringt dann der Aufwand für einen weiteren Gipfel?
    Edenhofer: Nur wenn innerhalb der UN-Klimarahmenkonvention verhandelt wird, erreichen wir größtmögliche Legitimität."

    so ist auch dies nur in weiterer Teil der Heuchelei zum Thema. Weder dieser, noch ein anderer Gipfel bringt áuch nur die geringste Änderung.
    Diese Gipfel dienen einzig und allein der Public Relations der teilnehmenden Politiker, gedacht zum Konsum durch den Urnenpöbel im eigenen Land.
    Der Gipfel dient, wie alle vorhergehenden und auch alle nachfolgenden, einzig und allein der Innenpolitik, der Eigenwerbung.

    ABER: Was wir nicht verbrauchen, bleibt nicht in der Erde. Es verbrauchen nur andere. Nützlich wäre dieser Vorschlag nur, wenn sich alle dran hielten. Tun sie aber nicht. Deshalb ist Ihr Appell wohlmeinend, aber völlig nutzlos.
    (Anbei: Mein Auto ist 29 Jahre alt, verbraucht 8 l Sprit und wiegt soviel wie ein neuer Golf.)

    ...dann müsste so mancher Kommentator ein schlechtes Gewissen haben, beim Besteigen seines 3 Tonnen Vans oder Sportwagens. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, weist man lieber darauf hin, dass alles nur eine These ist (und immer bleiben wird, selbst wenn wir alle draufgehen).

    Tatsächlich würde jeder Ingenieur ein chaotisches System, welches er derart schlecht versteht wie das Klima, nur mit Samthandschuhen anfassen. Denn nachträglich wieder reparieren könnte sich als unmöglich erweisen. Das Gegenteil ist in der Praxis aber der Fall: man schöpft aus dem Vollen.

    Ich halte es zwar für unwahrscheinlich, dass die Menschen aussterben. Aber die Erde ist bereits derart dicht besiedelt, dass jede größere Veränderung locker Millionen an Menschenleben gefährdet...

    Sie haben natürlich recht, aber in einer Welt mit den ignoranten Menschen die dort nun mal leben, nützt ihnen "recht-haben" nicht sonderlich viel, oder?

    Fakt scheint zu sein, dass es einen Klimawandel gibt.
    Ebenfalls Fakt ist: ob der Klimawandel von Menschen verursacht wird oder nicht, das weiss NIEMAND! Auf beiden Seiten des Streits herrschen ausschliesslich Ideologien!

    Ja, selbstverstädnlich sollte man mit dieser Erde ein wenig respektvoller umgehen, nur.... sobald die Menschen erkennen, dass Einschränkungen in ihrem eigenen Leben bedeuten würde, ist es mit Einsicht und Konsequenzen vorbei. Wenn im Artikel zB steht

    "ZEIT ONLINE: Was bringt dann der Aufwand für einen weiteren Gipfel?
    Edenhofer: Nur wenn innerhalb der UN-Klimarahmenkonvention verhandelt wird, erreichen wir größtmögliche Legitimität."

    so ist auch dies nur in weiterer Teil der Heuchelei zum Thema. Weder dieser, noch ein anderer Gipfel bringt áuch nur die geringste Änderung.
    Diese Gipfel dienen einzig und allein der Public Relations der teilnehmenden Politiker, gedacht zum Konsum durch den Urnenpöbel im eigenen Land.
    Der Gipfel dient, wie alle vorhergehenden und auch alle nachfolgenden, einzig und allein der Innenpolitik, der Eigenwerbung.

    ABER: Was wir nicht verbrauchen, bleibt nicht in der Erde. Es verbrauchen nur andere. Nützlich wäre dieser Vorschlag nur, wenn sich alle dran hielten. Tun sie aber nicht. Deshalb ist Ihr Appell wohlmeinend, aber völlig nutzlos.
    (Anbei: Mein Auto ist 29 Jahre alt, verbraucht 8 l Sprit und wiegt soviel wie ein neuer Golf.)

    • blobb
    • 29.11.2011 um 18:41 Uhr

    Immer wieder witzig... lesen sie sich doch bitte mal in die Sachliteratur ein, und beschäftigen sie sich ein bisschen mit Erdkunde. Und ein Tipp: Wenn man immer nur das liest, was man hören will, wird man nicht schlauer...

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    kaue ich nicht mehr den gesellschaftlichen mainstream wider.

    kaue ich nicht mehr den gesellschaftlichen mainstream wider.

    • Halapp
    • 29.11.2011 um 18:41 Uhr

    die Schiefergaslager ausgebeutet. Polen beginnt bereits damit. USA sind damit zum Gasselbstversorger geworden.
    Deutschland hat von der Erwärmung nur Vorteile.
    Rußsland und Kanada haben rießige Vorteile.
    Die Korrelation von CO2 und Erwärmung bleibt umstritten.

    Geld wird ausgegeben, wenn ein Gut oder Energie kanpp werden.
    In Ersatzenergieen wird investitiert, wenn die derzeit
    genutzten Energiearten teurer werden.
    Die Reichweiten von Kohle, Erdgas und Kernenergie gehen
    noch mehrere Jahrhunderte. Selbst die Erdölfunde häufen
    sich. Europa besitzt große nicht geförderte Mengen an Schiefergas. Bitte googeln.
    Nach dem Benzinauto kommt das Gasauto und dann vielleicht
    das Elektoauto.
    Die Klimadebatte wird immer flacher und ideologischer.
    Viel zuviele freuen sich über warme, heitzkostensparende
    CO2 arme Winter.

    Eine Leserempfehlung
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    Die Klimadebatte kann nur mit Idealismus geführt werden, weil sich zwei grundlegend verschiedene Weltsichten gegenüber stehen: Profit heute gegen Zukunftsverantwortung. Profit ist nicht vernünftig, er ist Selbstzweck. Wir verfügen heute über die nötigen Technologien unseren Bedarf grösstenteils regenerativ zu decken. Wer hindert uns daran, wenn nicht die mächtige Lobby der Profiteure.

    "Die Reichweiten von Kohle, Erdgas und Kernenergie gehen
    noch mehrere Jahrhunderte. Selbst die Erdölfunde häufen
    sich"

    ja.. Erdölfunde häufen sich.. Immer kleinere Felder in ungelegeneren gebieten müssen die nachlassenden Förderleistungen der durchweg 40-50 Jahre alten "elephanten" und "Superelephanten" die 80% unseres Crude Oils liefrern ausgleichen.

    Tut mir leid das sagen zu müssen. Sie sind vollständig fehlinformiert. Selbst die ehemals optimistische Internationale Energie Agentur IEA datiert den Peak-Oil für Crude Oil auf 2006. Nur durch die Ölarten die früher niemand mit der Pinzette angefasst hätte, können wir derzeit die Förderraten gerade noch aufrechthalten. Saudiarabien hat als letzter großer Swing-producer seit 2004 die anzahl der Förderrigs vervierfacht. ein starkes indiz für den anrückenden Peak.

    Ihre anderen Energieträger Gas und Kohle die angeblich noch Jahrhunderte reichen (was sie tun, was aber irrelevant ist ), stehen laut Energie Watch Group 2025 und 2035 am Förder Peak, von dem an angebot und Nachfrage auseinanderdriften.

    Wenn das stimmt, steht Deutschland ca 2035 vollständig ohne Erdöl da, da die letzten Förderländer durch steigenden Eigenbedarf nichts mehr exportieren.

    Ich bin immer wieder erschrocken wie oberflächlich das Thema recherchiert wird.

    Die Klimadebatte kann nur mit Idealismus geführt werden, weil sich zwei grundlegend verschiedene Weltsichten gegenüber stehen: Profit heute gegen Zukunftsverantwortung. Profit ist nicht vernünftig, er ist Selbstzweck. Wir verfügen heute über die nötigen Technologien unseren Bedarf grösstenteils regenerativ zu decken. Wer hindert uns daran, wenn nicht die mächtige Lobby der Profiteure.

    "Die Reichweiten von Kohle, Erdgas und Kernenergie gehen
    noch mehrere Jahrhunderte. Selbst die Erdölfunde häufen
    sich"

    ja.. Erdölfunde häufen sich.. Immer kleinere Felder in ungelegeneren gebieten müssen die nachlassenden Förderleistungen der durchweg 40-50 Jahre alten "elephanten" und "Superelephanten" die 80% unseres Crude Oils liefrern ausgleichen.

    Tut mir leid das sagen zu müssen. Sie sind vollständig fehlinformiert. Selbst die ehemals optimistische Internationale Energie Agentur IEA datiert den Peak-Oil für Crude Oil auf 2006. Nur durch die Ölarten die früher niemand mit der Pinzette angefasst hätte, können wir derzeit die Förderraten gerade noch aufrechthalten. Saudiarabien hat als letzter großer Swing-producer seit 2004 die anzahl der Förderrigs vervierfacht. ein starkes indiz für den anrückenden Peak.

    Ihre anderen Energieträger Gas und Kohle die angeblich noch Jahrhunderte reichen (was sie tun, was aber irrelevant ist ), stehen laut Energie Watch Group 2025 und 2035 am Förder Peak, von dem an angebot und Nachfrage auseinanderdriften.

    Wenn das stimmt, steht Deutschland ca 2035 vollständig ohne Erdöl da, da die letzten Förderländer durch steigenden Eigenbedarf nichts mehr exportieren.

    Ich bin immer wieder erschrocken wie oberflächlich das Thema recherchiert wird.

  3. Die Rückständigen wurden stets von der Wirklichkeit überholt. Wägt man die Wahrscheinlichkeiten ab, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Erhalt des Status Quo für bestimmte Wirtschaftsinteressen vordergründig ist. Dem gegenüber stehen Vereinzelte, die sich für eine Zukunft einsetzen, die sie nicht erleben werden. Wer sich der Möglichkeit verschliesst, dass die Aktivität des Menschen mit verantwortlich für einen Klimawandel ist, ignoriert absichtlich Kenntnisse und Tatsachen. Dabei handelt es sich nicht um einen begrenzten Effekt. Besteht nur die geringste Chance, dass wir unser Habitat Erde zerstören könnten, wäre es klug, diese Möglichkeit auszuräumen. Den Profiteuren und Egozentrikern ist dies gleich, sie werden es nicht mehr erleben. Wem wollen wir nun vertrauen, den Profiteuren oder doch den Zukunftsverteidigern. Und überhaupt, warum sollten regenerative Energien wirtschaftliche Einbussen bedeuten, wenn nicht aus dem Grund, weil sie die Ansprüche derzeitiger Dominatoren konventioneller Energien gefährden und die ihnen damit die Grundlage ihres Profits entziehen. Wenn überhaupt Profit entstehen soll, dann nur durch eine zukunftsfähige Investition. Wirtschaftlichkeit kann nur im Kontext der Menschlichen Existenz gesehen werden. Keine Technologie ist wirtschaftlich, die unsere Grundlage gefährdet. Alles andere zu behaupten ist paradox.

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    [Wirtschaftlichkeit kann nur im Kontext der Menschlichen Existenz gesehen werden. Keine Technologie ist wirtschaftlich, die unsere Grundlage gefährdet. Alles andere zu behaupten ist paradox.]

    Auch das sinnvolle Nutzen von Ressourcen ist wichtig für die menschliche Existenz. Allerdings geht es auch nur auf Kosten des Wachstums.

    Alleine schon aus unseren genannten Gründen kann man sagen, wie selbstzerstörerisch unsere derzeitige Wirtschaftsform ist.

    - An die menschengemachte Klimaerwärmung glaubt inzwischen eine Mehrheit, die sich irrtümlicherweise als elitäre Minderheit von Guten und Klugen ("Zukunftsverteidiger") sieht.
    - Der angeblichen Mehrheit unterstellen Sie üble Motive ("Egozentriker", "Profiteure").
    - Ihre "Kenntnisse" und "Tatsachen" gibt es schlicht nicht, sondern nur Modelle.
    - Absolute Sicherheit gibt es nicht. Man setzt immer das Risiko von Schadenseintritt und -höhe ins Verhältnis zum Aufwand für die Risikominimierung. Anderenfalls würden Sie als Fußgänger einen Helm tragen und niemals mit dem Auto fahren.
    - Die Produktion regenerativer Energien ist teurer als herkömmliche Energie. Es ist wirtschaftlicher Unsinn, mehr als nötig für ein Produkt zu bezahlen. Die Rohstoffe, die wir einsparen, bleiben nicht in der Erde. Sie werden von anderen verbraucht (und für die sogar billiger, weil unsere Nachfrage wegfällt). Es wäre hingegen klug, in Forschung zu investieren, aber nicht in die Produktion.
    -Jede Technologie birgt Gefahren in sich, schon das Feuer in der Höhle. Alles andere zu behaupten wäre paradox.

    [Wirtschaftlichkeit kann nur im Kontext der Menschlichen Existenz gesehen werden. Keine Technologie ist wirtschaftlich, die unsere Grundlage gefährdet. Alles andere zu behaupten ist paradox.]

    Auch das sinnvolle Nutzen von Ressourcen ist wichtig für die menschliche Existenz. Allerdings geht es auch nur auf Kosten des Wachstums.

    Alleine schon aus unseren genannten Gründen kann man sagen, wie selbstzerstörerisch unsere derzeitige Wirtschaftsform ist.

    - An die menschengemachte Klimaerwärmung glaubt inzwischen eine Mehrheit, die sich irrtümlicherweise als elitäre Minderheit von Guten und Klugen ("Zukunftsverteidiger") sieht.
    - Der angeblichen Mehrheit unterstellen Sie üble Motive ("Egozentriker", "Profiteure").
    - Ihre "Kenntnisse" und "Tatsachen" gibt es schlicht nicht, sondern nur Modelle.
    - Absolute Sicherheit gibt es nicht. Man setzt immer das Risiko von Schadenseintritt und -höhe ins Verhältnis zum Aufwand für die Risikominimierung. Anderenfalls würden Sie als Fußgänger einen Helm tragen und niemals mit dem Auto fahren.
    - Die Produktion regenerativer Energien ist teurer als herkömmliche Energie. Es ist wirtschaftlicher Unsinn, mehr als nötig für ein Produkt zu bezahlen. Die Rohstoffe, die wir einsparen, bleiben nicht in der Erde. Sie werden von anderen verbraucht (und für die sogar billiger, weil unsere Nachfrage wegfällt). Es wäre hingegen klug, in Forschung zu investieren, aber nicht in die Produktion.
    -Jede Technologie birgt Gefahren in sich, schon das Feuer in der Höhle. Alles andere zu behaupten wäre paradox.

  4. Die Klimadebatte kann nur mit Idealismus geführt werden, weil sich zwei grundlegend verschiedene Weltsichten gegenüber stehen: Profit heute gegen Zukunftsverantwortung. Profit ist nicht vernünftig, er ist Selbstzweck. Wir verfügen heute über die nötigen Technologien unseren Bedarf grösstenteils regenerativ zu decken. Wer hindert uns daran, wenn nicht die mächtige Lobby der Profiteure.

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