Rating-Agentur Moody's sieht Kreditwürdigkeit aller europäischer Staaten in Gefahr

Nicht nur die Wackelkandidaten der Euro-Länder stehen vor Bonitätsproblemen: Der Rating-Agentur zufolge ist die Kreditwürdigkeit aller europäischer Länder bedroht.

Die Finanzkrise in der Euro-Zone könnte nach Einschätzung der Rating-Agentur Moody's Konsequenzen für die Bonität diverser Staaten haben: Der Agentur zufolge gefährdet die Krise die Bonität aller europäischer Länder. Wie Moody's in einem "Sonderkommentar" zur Lage in Europa mitteilte, geht sie zwar generell weiter davon aus, dass es im Euro-Raum nicht zu einer großen Zahl an Staatspleiten komme. Aber selbst bei diesem "positiven" Szenario seien negative Auswirkungen auf die Ratings zu befürchten.

Die Umsetzung eines effektiven politischen Plans zur Lösung der Krise könnte erst nach einer Serie von Schocks möglich sein. Das könnte wiederum dazu führen, dass weitere Länder vom Kapitalnachschub an den Finanzmärkten abgeschnitten wären und weitere Hilfsprogramme nötig würden, so die Agentur. "Institutionellen Schwächen" tragen laut Moody's dazu bei, dass die Krise bislang nicht überwunden werden konnte.
 

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Leser-Kommentare
  1. Warum sich damit aufhalten, die Staaten einzeln in die Pleite zu schreiben? Dann lieber Arbeit sparen und Europa - von Island bis Kasachstan - pauschal abschreiben.

    Hauptsache, es bekommt keiner mit, dass die USA ihren Haushalt erst recht nicht in den Griff bekommen.

    23 Leser-Empfehlungen
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    • SuR_LK
    • 28.11.2011 um 11:07 Uhr

    das die USA täglich 70 Milliarden $ Neuverschuldung haben, täglich...
    Kein Wunder das die USA immer auf EU/Euro derzeit rumhackt :)

    ... dass sie die Entwicklung nicht verschlafen, wie schon so häufig. Z. B. als sich die Verschuldung Griechenlands innerhalb kurzer Zeit in der Legislatur der Konservativen in den Jahren 2004-2009 von 100 % Verschuldung auf 130 % auftürmte.

    Damals reagierte weder der allwissende Markt noch die Ratingagenturen angemessen. Erst als Papandreou wenige Tage nach der Regierungsübernahme an die Mikros trat und kundtat, dass die wirtschaftliche Lage wohl als hoffnungslos bezeichnet werden könne, wurden die Regulative des freien Finanzmarkts aktiv.

    Und wegen Amerika, die USA sind nur wegen unserer eigenen Krise bei uns aus den Schlagzeilen. In Amerika selbst ist die Lage so drückend, dass viele Leute keine Schlagzeilen mehr brauchen, um tagtäglich zu merken, dass sie tief im Schlamassel stecken.

    Viele flüchten sich deshalb in die Tea-Party-Religion und wollen von den Aussichtslosigkeiten der realen Welt nichts mehr wissen. Naja, wer will's ihnen verdenken? Gerade merken Sie, dass sie nicht mal mehr einen Job als Tellerwäscher bekommen, nicht mal mehr die erste Anfangsbedingung des amerikanischen Traums möglich ist, da fliegen sie schon aus der Wohnung raus und stehen mit weiteren 46 Millionen Amerikanern nach Essensmarken in der Schlange.

    Die Leute wollen endlich wieder Tellerwaschen können, egal zu welchem Lohn, denn nur so - diese Gewissheit haben sie mit dem ersten Schluck Muttermilch eingesogen - haben sie eine reelle Chance auf ein Leben in unermesslichem Reichtum und könne auch mal Nachrichten über europäische Staatshaushalte lesen.

    • tokos
    • 28.11.2011 um 13:20 Uhr

    Die Frage ist nun nicht mehr, "Welche Sau wird als nächstes durchs Dorf getrieben", sondern wie groß die Herde ist.
    http://pinkepinke-ab2daet...

    • joG
    • 28.11.2011 um 13:27 Uhr

    ....für die EU Länder, die nicht Teil Eurolands sind, weil sie sagten, der Vertrag wäre schlecht. Vielleicht versteht man nun, wieso diese Länder eine Mitsprache brauchen, wenn Euroländer versagen.

    • SuR_LK
    • 28.11.2011 um 11:07 Uhr

    das die USA täglich 70 Milliarden $ Neuverschuldung haben, täglich...
    Kein Wunder das die USA immer auf EU/Euro derzeit rumhackt :)

    ... dass sie die Entwicklung nicht verschlafen, wie schon so häufig. Z. B. als sich die Verschuldung Griechenlands innerhalb kurzer Zeit in der Legislatur der Konservativen in den Jahren 2004-2009 von 100 % Verschuldung auf 130 % auftürmte.

    Damals reagierte weder der allwissende Markt noch die Ratingagenturen angemessen. Erst als Papandreou wenige Tage nach der Regierungsübernahme an die Mikros trat und kundtat, dass die wirtschaftliche Lage wohl als hoffnungslos bezeichnet werden könne, wurden die Regulative des freien Finanzmarkts aktiv.

    Und wegen Amerika, die USA sind nur wegen unserer eigenen Krise bei uns aus den Schlagzeilen. In Amerika selbst ist die Lage so drückend, dass viele Leute keine Schlagzeilen mehr brauchen, um tagtäglich zu merken, dass sie tief im Schlamassel stecken.

    Viele flüchten sich deshalb in die Tea-Party-Religion und wollen von den Aussichtslosigkeiten der realen Welt nichts mehr wissen. Naja, wer will's ihnen verdenken? Gerade merken Sie, dass sie nicht mal mehr einen Job als Tellerwäscher bekommen, nicht mal mehr die erste Anfangsbedingung des amerikanischen Traums möglich ist, da fliegen sie schon aus der Wohnung raus und stehen mit weiteren 46 Millionen Amerikanern nach Essensmarken in der Schlange.

    Die Leute wollen endlich wieder Tellerwaschen können, egal zu welchem Lohn, denn nur so - diese Gewissheit haben sie mit dem ersten Schluck Muttermilch eingesogen - haben sie eine reelle Chance auf ein Leben in unermesslichem Reichtum und könne auch mal Nachrichten über europäische Staatshaushalte lesen.

    • tokos
    • 28.11.2011 um 13:20 Uhr

    Die Frage ist nun nicht mehr, "Welche Sau wird als nächstes durchs Dorf getrieben", sondern wie groß die Herde ist.
    http://pinkepinke-ab2daet...

    • joG
    • 28.11.2011 um 13:27 Uhr

    ....für die EU Länder, die nicht Teil Eurolands sind, weil sie sagten, der Vertrag wäre schlecht. Vielleicht versteht man nun, wieso diese Länder eine Mitsprache brauchen, wenn Euroländer versagen.

    • IzZo
    • 28.11.2011 um 11:01 Uhr

    Europa bewertet Moody's Einschätzungsqualität mit "CCC"!

    22 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 28.11.2011 um 13:19 Uhr

    ....Monaten verstanden haben, dass Euroland ein sehr grundlegendes Problem hat, dass im aller besten aller möglichen Fälle das deutsche Geschäftsmodell eliminieren wird, also unerhörten Umbau der hiesigen Gesellschaft erfordern wird. Dass das nun von verhassten Amis und unverstanden Kreditbewertungsunternehmen gesagt wird, schmerzt. Vielleicht tröstet es, dass die Chinesen, Inder, Brasilianer oder Japaner dies ihre Staatsoberhäupter sagen lassen.

    • IzZo
    • 28.11.2011 um 15:06 Uhr

    Irgendwie werde ich aus Ihrem Kommentar jetzt nicht schlau.

    "....Monaten verstanden haben, dass Euroland ein sehr grundlegendes Problem hat, dass im aller besten aller möglichen Fälle das deutsche Geschäftsmodell eliminieren wird, also unerhörten Umbau der hiesigen Gesellschaft erfordern wird."

    Komisch und ich dachte, dass das Deutsche Modell eines der konkurenzfähigsten der Welt ist... Wenn ich Sie richtig verstehe, fordern Sie also, dass wir unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufgeben... interessanter Ansatz nicht die Wettbewerbsfähigkeit der schwächelden Länder zu stärken sondern die Wettbewerbsfähigkeit der Starken zu schwächen.

    "Dass das nun von verhassten Amis und unverstanden Kreditbewertungsunternehmen gesagt wird, schmerzt."

    Unverstandene Kreditbewertungsunternehmen? Da muss ich doch ernsthaft wiedersprechen. Keine der Rating-Agenturen hat frühzeitig auf die bestehenden Probleme hingewiesen. Weder hat man eine Immobilienblase in den USA erkannt, noch die Pleite von Lehmann Brothers und sogar die strukturellen wirtschaftlichen Probleme Griechenlands hat man nicht erkannt... und die sind schon locker 30 Jahre alt! Ihre Funktion haben Sie also verfehlt. Für was sind die Agenturen dann gut? Ein Blick auf die Eigentümer der Ratingagenturen... lauter Hedge-Fonds und Großspekulaten... Wie die ihre Wetten wohl platziert haben? Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

    • joG
    • 28.11.2011 um 13:19 Uhr

    ....Monaten verstanden haben, dass Euroland ein sehr grundlegendes Problem hat, dass im aller besten aller möglichen Fälle das deutsche Geschäftsmodell eliminieren wird, also unerhörten Umbau der hiesigen Gesellschaft erfordern wird. Dass das nun von verhassten Amis und unverstanden Kreditbewertungsunternehmen gesagt wird, schmerzt. Vielleicht tröstet es, dass die Chinesen, Inder, Brasilianer oder Japaner dies ihre Staatsoberhäupter sagen lassen.

    • IzZo
    • 28.11.2011 um 15:06 Uhr

    Irgendwie werde ich aus Ihrem Kommentar jetzt nicht schlau.

    "....Monaten verstanden haben, dass Euroland ein sehr grundlegendes Problem hat, dass im aller besten aller möglichen Fälle das deutsche Geschäftsmodell eliminieren wird, also unerhörten Umbau der hiesigen Gesellschaft erfordern wird."

    Komisch und ich dachte, dass das Deutsche Modell eines der konkurenzfähigsten der Welt ist... Wenn ich Sie richtig verstehe, fordern Sie also, dass wir unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufgeben... interessanter Ansatz nicht die Wettbewerbsfähigkeit der schwächelden Länder zu stärken sondern die Wettbewerbsfähigkeit der Starken zu schwächen.

    "Dass das nun von verhassten Amis und unverstanden Kreditbewertungsunternehmen gesagt wird, schmerzt."

    Unverstandene Kreditbewertungsunternehmen? Da muss ich doch ernsthaft wiedersprechen. Keine der Rating-Agenturen hat frühzeitig auf die bestehenden Probleme hingewiesen. Weder hat man eine Immobilienblase in den USA erkannt, noch die Pleite von Lehmann Brothers und sogar die strukturellen wirtschaftlichen Probleme Griechenlands hat man nicht erkannt... und die sind schon locker 30 Jahre alt! Ihre Funktion haben Sie also verfehlt. Für was sind die Agenturen dann gut? Ein Blick auf die Eigentümer der Ratingagenturen... lauter Hedge-Fonds und Großspekulaten... Wie die ihre Wetten wohl platziert haben? Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

    • pakZ
    • 28.11.2011 um 11:04 Uhr

    .. bis diesem perversen anglo-amerikanischen Klüngel endlich mal der Garaus gemacht wird?

    Die lancierten Statements sind zeitlich derartig auffällig platziert, das selbst ein Blinder mit Krückstock skeptisch werden muß.

    21 Leser-Empfehlungen
    • SuR_LK
    • 28.11.2011 um 11:07 Uhr

    das die USA täglich 70 Milliarden $ Neuverschuldung haben, täglich...
    Kein Wunder das die USA immer auf EU/Euro derzeit rumhackt :)

    13 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Effiziente Strategie"
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    das ganze globale Geldsystem steht vor dem Abgrund. Da gibt es auch keinen Weg zurück zur Stabilität - egal was man macht.

    ....die USA täglich 70 Milliarden $ Neuverschuldung haben, täglich...

    • SuR_LK
    • 28.11.2011 um 12:17 Uhr

    Ok stimmt, bei 700mrd $ mehr die letzten 100 Tage sinds nur 7 mrd $ pro Tag, Entschuldigung...
    Bleibt natürlich die Tatsache das die Kurve immer steiler wird :)

    • joG
    • 28.11.2011 um 12:58 Uhr

    ....nicht eindeutig gut, dass Europa sich so anstellt. Der japanische Premier machte das deutlich, als er Europas Krisenbehandlung als größtes Risiko für die japanische Wirtschaft einschätzt. Das gilt für die USA auch. Entsteht ihnen nämlich eine Rezession, weil die Europäer sich so bizarr benehmen, so fallen die Steuereinnahmen und das Defizit steigt. Zudem führen die Probleme mit dem Euro zu einer viel zu starken Bewertung des Dollars und zu einer entsprechenden geringeren Konkurrenzfähigkeit also einem höheren Handelsbilanzdefizit.

    das ganze globale Geldsystem steht vor dem Abgrund. Da gibt es auch keinen Weg zurück zur Stabilität - egal was man macht.

    ....die USA täglich 70 Milliarden $ Neuverschuldung haben, täglich...

    • SuR_LK
    • 28.11.2011 um 12:17 Uhr

    Ok stimmt, bei 700mrd $ mehr die letzten 100 Tage sinds nur 7 mrd $ pro Tag, Entschuldigung...
    Bleibt natürlich die Tatsache das die Kurve immer steiler wird :)

    • joG
    • 28.11.2011 um 12:58 Uhr

    ....nicht eindeutig gut, dass Europa sich so anstellt. Der japanische Premier machte das deutlich, als er Europas Krisenbehandlung als größtes Risiko für die japanische Wirtschaft einschätzt. Das gilt für die USA auch. Entsteht ihnen nämlich eine Rezession, weil die Europäer sich so bizarr benehmen, so fallen die Steuereinnahmen und das Defizit steigt. Zudem führen die Probleme mit dem Euro zu einer viel zu starken Bewertung des Dollars und zu einer entsprechenden geringeren Konkurrenzfähigkeit also einem höheren Handelsbilanzdefizit.

  2. 5. Ha,...

    das ganze globale Geldsystem steht vor dem Abgrund. Da gibt es auch keinen Weg zurück zur Stabilität - egal was man macht.

    Antwort auf "Merkt auch keiner"
  3. Hilfsprogramme liegen längst bereit. Trotz der Beteuerungen Merkels "Mit mir nicht..." kann man davon ausgehen das sie Alles daran setzen wird ihre "Vision Europa" durch zu setzen. Da haben wir in den letzten knapp zwei Jahren schon zu viel erlebt.

    Die Ursachen der Krise werden nicht bei den Verursachern angepackt. Im Gegenteil, sogenannte "System relevante Banken" können mit weiteren Hilfen rechnen. Sieht man sich die Kurs Entwicklung der Commerzbank an, kommt einem das kalte Grauen.

    Da die EZB mittlerweile jetzt schon zum "Anleihen Mülleimer" verkommen ist wird sie gegen alle Versicherungen federführend zur "Entschuldung" durch die Hintertür herangezogen. Das "Neue Trio Infernale", Merkel, Napoleon Sarkozy und Monti haben sich bestimmt schon auf Formulierungen geeinigt "warum Diese oder Jene Lösung" unabdingbar sind.
    Schubladen Scheuble hat schon einmal vorsorglich anklingen lassen das der "Neue Rettungsschirm" wohl nicht ausreichen wird.

    Die in "Die Welt" angekündigten, nach seriösen Informationen, angekündigten Bonds der 5 AAA Länder, haben sich die Journalisten wohl kaum aus den Fingern gesogen.

    Mal gespannt was die Drei Grazien kommende Woche für einen "Neuen Plan" zusammen geschustert haben. Der Steuerzahler wird es richten müssen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Man nehme Manuel Barrosos "Eurobonds", verrühre sie mit Viviane Redings "Tripple-A Bonds", mische den Selbsterhaltungstrieb der Zahlmeister darunter und reduziere das Verfügungsrecht der Schuldenbuckel und, voilá, da sind sie: die "Elitebonds" der Tripple-A €uroländer.

    Endlich ein realitätsnaher Plan, der die Geldgeber nicht in die Pfanne haut wie bei Barrosos "Stabilitätsbonds", die folgendes vorsahen: sechs mit Top-Bonität bewertete €uroländer haften für unlimitiert von Hochverschuldeten und Insolventen auf den Markt geschmissens "Stabilitätsbonds". Nur ohne Mitspracherecht. Ganz schlechter Deal: unlimitiert blechen müssen für Prasser ohne dass man eine Mitsprache hat oder den Geldhahn zudrehen kann.

    "Elitebonds" hingegen werden nicht in die Schaufenster von Selbst- dienungsläden wie "EU-Kommission" und "EZB" gestellt, wo sich dann jeder Pleitier nach Gutdünken zu besten Konditionen und frei von Auflagen bedienen kann. Elitebonds werden unter Auflagen vergeben, die die Geldgeber diktieren. Nur so ist im Club Med Finanz-
    disziplin durchzusetzen. Nur so besteht auch eventuell die Chance dass wir die Milliarden, die wir dann zu unseren Bedingungen 'gen Süden pumpen in einigen Jahren vielleicht auch mal wiedersehen.

    Und die Kontrolle dieser Bonds nicht in die Hände der Eurokraten in Brüssel abzugeben, ist die vertauensbildenste Maßnahme in diese "Elitebonds". Den wie Brüssel wirtschaftet wissen wir inzwischen.

    Man nehme Manuel Barrosos "Eurobonds", verrühre sie mit Viviane Redings "Tripple-A Bonds", mische den Selbsterhaltungstrieb der Zahlmeister darunter und reduziere das Verfügungsrecht der Schuldenbuckel und, voilá, da sind sie: die "Elitebonds" der Tripple-A €uroländer.

    Endlich ein realitätsnaher Plan, der die Geldgeber nicht in die Pfanne haut wie bei Barrosos "Stabilitätsbonds", die folgendes vorsahen: sechs mit Top-Bonität bewertete €uroländer haften für unlimitiert von Hochverschuldeten und Insolventen auf den Markt geschmissens "Stabilitätsbonds". Nur ohne Mitspracherecht. Ganz schlechter Deal: unlimitiert blechen müssen für Prasser ohne dass man eine Mitsprache hat oder den Geldhahn zudrehen kann.

    "Elitebonds" hingegen werden nicht in die Schaufenster von Selbst- dienungsläden wie "EU-Kommission" und "EZB" gestellt, wo sich dann jeder Pleitier nach Gutdünken zu besten Konditionen und frei von Auflagen bedienen kann. Elitebonds werden unter Auflagen vergeben, die die Geldgeber diktieren. Nur so ist im Club Med Finanz-
    disziplin durchzusetzen. Nur so besteht auch eventuell die Chance dass wir die Milliarden, die wir dann zu unseren Bedingungen 'gen Süden pumpen in einigen Jahren vielleicht auch mal wiedersehen.

    Und die Kontrolle dieser Bonds nicht in die Hände der Eurokraten in Brüssel abzugeben, ist die vertauensbildenste Maßnahme in diese "Elitebonds". Den wie Brüssel wirtschaftet wissen wir inzwischen.

  4. Rating-Agenturen? Default?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 28.11.2011 um 13:12 Uhr

    ....dass die normale Reaktion auf die Probleme Anderer zu deuten besonders intelligent wäre. Die Probleme hat man zwischenzeitlich so weit metastasieren lassen, dass es unsere Existenz bedroht. Auf Andere zu deuten ist nicht die Zeit. Was tun wir um uns zu retten? Das ist nun die intelligente Frage.

    • joG
    • 28.11.2011 um 13:12 Uhr

    ....dass die normale Reaktion auf die Probleme Anderer zu deuten besonders intelligent wäre. Die Probleme hat man zwischenzeitlich so weit metastasieren lassen, dass es unsere Existenz bedroht. Auf Andere zu deuten ist nicht die Zeit. Was tun wir um uns zu retten? Das ist nun die intelligente Frage.

    • B_ernd
    • 28.11.2011 um 11:21 Uhr

    Wenn rating funktionieren würde, dann hätten die Agenturen das Anwachsen ungedeckter Schulden bemerkt und mit einer entsprechend absinkenden Benotung bewertet. Das hätte evtl. die Krise verkleinert oder verhindert. Das haben die Agenturen aber nicht getan. Sie haben ihren Zweck verfehlt.

    Ob Immobilienmarkt, Banken oder Staatsverschuldung, ob in den USA oder Europa - keine der Ratingagenturen hat rechtzeitig mit sinkender Bewertung auf die Situation angemessen reagiert.

    Rating-Agenturen machen aber nur Sinn wenn sie frühzeitig auf eine Verschlechterung der Positionen hinweisen. Rating-Agenturen, die bis zum Vorabend der Krise Bestnoten vergeben sind unnütze Fresser! Schlimmer noch. Sie sind gefährlich, weil sie eine trügerische Sicherheit vorgaukeln.

    Deshalb, ihr Politiker: Rating ersatzlos verbieten. Jedes Unternehmen hat ja so etwas wie einen Risk-Officer. Der soll doch etwas tun für sein Geld! Die Summe der unterschiedlichen Bewertungen dieser Risk-Manager wird im Markt in Summe besser sein als das Urteil der drei größenwahnsinnigen Rating-Agenturen heute. Schafft so was wie einen Rating-DAX.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
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