Rating-Agentur S&P stuft Kreditwürdigkeit Belgiens herab
Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat Belgien auf die Note AA herabgestuft. Nicht nur die Wirtschaft sei verantwortlich. Noch immer hat das Land keine Regierung.
Der wachsende Druck der Finanzmärkte, das schwächere Wirtschaftswachstum und die politische Instabilität des Landes belasten Belgiens Kreditwürdigkeit. Die Ratingnote des Landes werde von bisher AA+ auf AA reduziert, teilte die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) mit. Der Ausblick sei negativ. Mittelfristig droht also eine weitere Herabstufung. AA ist die drittbeste Note im System von S&P. Belgiens Finanzminister Didier Reynders sagte in einer ersten Reaktion, auch nach dieser Herabstufung gehöre die Note Belgiens "zu einer der stärksten in Europa."
S&P begründete die Entscheidung mit dem gestiegenen Druck der Finanzmärkte auf Belgien. Dieser würde auch das Finanzsystem belasten. Finanzinstitute könnten mehr Unterstützung durch den belgischen Staat benötigen. Dies könnte den bereits hohen Schuldenstand Belgiens von rund 97 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2011 über die Marke von 100 Prozent treiben, so S&P. Erlaubt sind in der Eurozone laut Stabilitätspakt lediglich 60 Prozent. Belgien war schon 1999 mit einem Schuldenstand von deutlich über 100 Prozent in die Währungsunion gestartet.
Laut S&P könnte auch das schwächer werdende Wirtschaftswachstum den belgischen Staatshaushalt belasten. Angesichts der hohen Exportlastigkeit dürfte das Land besonders unter einer schwächeren Auslandsnachfrage leiden. Zudem gab es zuletzt Zweifel an den Finanzmärkten, dass Belgien die milliardenschwere Rettung der Großbank Dexia – gemeinsam mit Frankreich und Luxemburg – stemmen kann.
Belgien will Haushalt für 2012 schnell verabschieden
S&P machte aber auch die belgische Staatskrise für die Herabstufung verantwortlich. Belgien hat seit Juni 2010 keine Regierung, weil sich die potenziellen Koalitionspartner nicht einigen können. Der abgewählte Ministerpräsident Yves Leterme führt das Land kommissarisch. Die derzeitige Übergangsregierung könne nur kurzfristige Maßnahmen verabschieden, aber keine weitreichenden Spar- und Strukturreformen, teilte die Agentur mit.
Leterme sprach ebenso wie Reynders von der Notwendigkeit, "so schnell wie möglich" den Haushalt für 2012 zu verabschieden, um weitere Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Landes zu zerstreuen. Leterme forderte dazu auf, eine Einigung über die Finanzfragen des Landes zu erreichen. "Ich appelliere an die Verhandlungsführer, ihre Arbeiten heute, aber in jedem Fall vor der Öffnung der Märkte am Montagmorgen abzuschließen", sagte er im belgischen Rundfunk RTBF.
Etatverhandlungen werden fortgesetzt
Am Montag hatte die Staatskrise in Belgien einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem der designierte Premierminister Elio Di Rupo nach Rückschlägen bei den Budgetverhandlungen auf das Amt verzichtet hatte. Da der belgische König Albert II. ihn aber gebeten hatte, seine Bemühungen um eine Regierungsbildung fortzusetzen, führte Di Rupo gestern Abend erneut Gespräche. Ziel der Etatverhandlungen ist es, im kommenden Jahr 11,3 Milliarden Euro einzusparen, was rund 10 Prozent des Haushalts entspricht.
Die Renditen für belgische Staatsanleihen waren bereits in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Damit wird es für den Staat teurer, Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen. Die Rendite der zehnjährigen belgischen Staatsanleihe lag am Freitag bei 5,765 Prozent. Zum Vergleich: Die deutsche Rendite lag bei 2,257 Prozent.
- Datum 26.11.2011 - 08:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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wäre es genauso herabgestuft wurden. Denn wir Europäer stecken in einer Schuldenkrise, nicht in einer Eurokrise. Wir haben gemeinsam gesündigt und sitzen im gleichen Boot, leiden alle auch, wie der Artikel feststellt, unter dem Rückgang unserer gemeinsamen europäischen Binnennachfrage. Deutschland hatte ja auch eben Probleme, Anleihen für wenig Zinsen am Markt unterzubringen.
Nur der Pleitestaat USA ist vor eiener Herabstufung geschützt.
Die Amerikaner sind als Individuen, Bank uind Staat pleite - in Europa sind es überwiegend Banken und Staaten.
Genau! Das hat mit dem Euro alles ueberhaupt nichts zu tun, hoert ihr, UEBERHAUPT NICHTS!!! Wir sind alle Sünder, das ist es!!
Binnennachfrage? Deutschland wuergt seit 20 Jahren durch Lohnrueckhaltung die Binnennachfrage ab, sorgt innerhalb der EU fuer Lohndumping und feiert sich dann als Exportweltmeister.
Anleihen? Die EZB gibt immernoch billiges an Banken raus, die es dann mit 10% Aufschlag weitergeben. Sparen? In der Krise kann eine Volkswirtschaft nicht sparen. Damit geraet sie nachhaltig in die Rezession, weil es Auftraege, Investitionen und Sicherheit der Buerger abwuergt. Im Gegensatz zu einer Firma kann eine Volkswirtschaft nicht einfach pleite gehen und die Mitarbeiter gehen woanders hin.
Wenn aber die Schuldengrenze in der EU eine anti-zyklische Politik verhindert, dann bleibt nur noch nur die Abwertung der Waehrung und dichtmachen der Maerkte gegenueber den Lohndumpern. Genau dies geht in der EU aber auch nicht.
Waehrend Merkel sich also als Exportweltmeister feiert, koennen die Oekonomen nur noch zugucken, wie die EU platzt:
http://www.tageswoche.ch/...
http://www.nachdenkseiten...
Nur der Pleitestaat USA ist vor eiener Herabstufung geschützt.
Die Amerikaner sind als Individuen, Bank uind Staat pleite - in Europa sind es überwiegend Banken und Staaten.
Genau! Das hat mit dem Euro alles ueberhaupt nichts zu tun, hoert ihr, UEBERHAUPT NICHTS!!! Wir sind alle Sünder, das ist es!!
Binnennachfrage? Deutschland wuergt seit 20 Jahren durch Lohnrueckhaltung die Binnennachfrage ab, sorgt innerhalb der EU fuer Lohndumping und feiert sich dann als Exportweltmeister.
Anleihen? Die EZB gibt immernoch billiges an Banken raus, die es dann mit 10% Aufschlag weitergeben. Sparen? In der Krise kann eine Volkswirtschaft nicht sparen. Damit geraet sie nachhaltig in die Rezession, weil es Auftraege, Investitionen und Sicherheit der Buerger abwuergt. Im Gegensatz zu einer Firma kann eine Volkswirtschaft nicht einfach pleite gehen und die Mitarbeiter gehen woanders hin.
Wenn aber die Schuldengrenze in der EU eine anti-zyklische Politik verhindert, dann bleibt nur noch nur die Abwertung der Waehrung und dichtmachen der Maerkte gegenueber den Lohndumpern. Genau dies geht in der EU aber auch nicht.
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Genau! Das hat mit dem Euro alles ueberhaupt nichts zu tun, hoert ihr, UEBERHAUPT NICHTS!!! Wir sind alle Sünder, das ist es!!
Binnennachfrage? Deutschland wuergt seit 20 Jahren durch Lohnrueckhaltung die Binnennachfrage ab, sorgt innerhalb der EU fuer Lohndumping und feiert sich dann als Exportweltmeister.
Anleihen? Die EZB gibt immernoch billiges an Banken raus, die es dann mit 10% Aufschlag weitergeben. Sparen? In der Krise kann eine Volkswirtschaft nicht sparen. Damit geraet sie nachhaltig in die Rezession, weil es Auftraege, Investitionen und Sicherheit der Buerger abwuergt. Im Gegensatz zu einer Firma kann eine Volkswirtschaft nicht einfach pleite gehen und die Mitarbeiter gehen woanders hin.
Wenn aber die Schuldengrenze in der EU eine anti-zyklische Politik verhindert, dann bleibt nur noch nur die Abwertung der Waehrung und dichtmachen der Maerkte gegenueber den Lohndumpern. Genau dies geht in der EU aber auch nicht.
Waehrend Merkel sich also als Exportweltmeister feiert, koennen die Oekonomen nur noch zugucken, wie die EU platzt:
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Die EU Staaten werden nun so langsam fast im Tagesrhythmus sukzessive nacheinander abgestuft.
Der Reigen der Ramsch-Staaten dreht sich weiter.
Wieviele Tage wird es noch dauern bis Belgien auf Ramschniveau landet?
Immerhin hat es dann Gesellschaft.
Wieviel EU Staaten haben wir, welche noch nicht herabgestuft worden sind?
Ist den Ratingagenturen etwas entgangen?
Es ist absehbar, wann auch Deutschland mit dem Herunterstufen durch eine der drei Agenturen dran ist. Am Ende ist das auch nicht schlimm. Wenn alle auf Ramschniveau sind
stört das niemanden mehr was diese seltsamen Institutionen von sich geben.
Die Diskussion wird meines Erachtens schon viel zu lange aus der Position der Angst geführt.
Es sind die existierenden Volkswirtschaften mit ihren Stärken und Schwächen, welche die wirtschaftliche Realität bilden.
Es sind nicht die absurden Wunschvorstellungen irgendwelcher dahergelaufener Rating Agenturen.
Hier wird das Geld verdient! Im echten Leben und nicht in den Büros dieser Agenturen.
Ganz ehrlich, wer hindert uns alle daran unserem eigenen Staat selber Kredit zu geben?
Wir werden immer hier leben ob wir wollen oder nicht. Agenturen kommen und gehen. Wirtschaftsmodelle auch. Was bleibt ist der Mensch, sind wir und unsere Leistung, unser Wirtschaften.
Wenn wir daran glauben, dann kann uns ein Fitch oder Moodys kreuzweise.
Wenn wir aufhören an unsere eigene Fähigkeit zu glauben haben sie mit ihrem Gezocke gewonnen.
Wir müssen uns dessen endlich bewusst werden. Wir sind die Leistung dieses Landes und die letzte Bank!
Von diesem Wissen hängt unsere Freiheit und die unserer Kinder und Enkel ab.
Ich habe unsere Staatspapiere gekauft und ich mische mich jetzt ein.
Es ist doch erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, dass das Rating der Realität angeopasst wurde.
Alle diese Sünderstaaten wissen sehr wohl, dass sie den EURO schamlos ausgenutzt haben, denn so billige Kredite hatten sie in ihrer Geschichte noch nie erhalten.
Das belgische Rating ist wahrscheinlich noch mit AA viel zu positiv.
Ich bin Teilweise schon schockiert, das die Krise immer nur Euro-Krise genannte wird, es ist viel mehr. Nämliche eine System-Krise und zwar die Krise des Schuldgeldsystems. Das zeigt sich, daran das fast alle westlichen Länder Probleme haben und den nicht aufzuhaltenden Crash durch ihre Geldpolitik nur verschieben. Deshalb verstehe ich auch nicht warum von Merkel immer nur der Euro thematisiert wird denn der Euro hat nicht viel mit der Schuldenkrise zu tun. Und es wird nie versucht das Problem an der Wuzel anzugehen. Oder die Wurzel wird Fiskalunion genannte, was ich nicht verstehen kann. Die Fiskalunion wird zwar kommen da die Politiker es dem Volk schon schmackhaft machen werde (alternativlos) aber das Ziel ist es dieses System zu erhalten. Anstatt Reformen anzugehen sie schon seit 100 Jahren propagiert wurden wie Vollgeld usw. Aber die Geldelitekämpft seitdem schon dagegen an und hat immer Erfolg gehabt, jeweils bisher. Ich hoffe, dass die Menschen heute besser informiert sind und sich endlich mit der Geldschöpfung beschäftigen.
Für mich ist der Kapitalismus nur für den Aufbau einer Ökonomie tragbar, ist aber eine bestimmte Schwelle des Wachstums erreicht (Also die Ökonomie, hochentwickelt) muss sich das System weiterentwickeln um allen Menschen Wohlstand zu bringen. Denn weiter wachsen wird dann zum Kampf und führt dazu, dass der Wohlstand sich verringert sowie das der Konkurrenzkampf steigt und dazu kommt noch das Problem der Geld-Akkumulation bei wenigen.
Auch die Märkte funktionieren heute nicht mehr da die normalen Bürger nicht mehr über alle Information verfügen können (durch Intransparenz und Komplexität oder aus Kosten gründen). Das nehmen aber die Ökonomischen Modelle weiterhin an. Rationales handeln und kaum Informationsasymmetrie gibt es heute aber nur noch auf wenigen Märkten.
Jeder Bürger sollte das jetzige System verstehen lernen und vor allem warum Crash-Phase im Kapitalismus normal sind also somit Systemimmanent sind. Bürger sollten die Gründe erkennen um dann entscheiden zu können ob sie in diesem System weiter leben möchten. Ich für meinen Teil jedenfalls nicht, das ist aber meine Subjektive Entscheidung die ich aufgrund einer bestimmten Wissensbasis treffen kann. Diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen, allerdings behaupte ich, dass dafür vielen das Objektive Wissen fehlt.
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