Schuldenkrise Sorge um Frankreich drückt Märkte ins Minus
Die Rating-Agentur Moody's droht Frankreich mit dem Verlust der Bestnote AAA. Allein die Spekulation darüber lässt die Aktienmärkte europaweit ins Minus fallen.
Eine Warnung der Rating-Agentur Moody's hat an den europäischen Märkten für tiefe Verunsicherung gesorgt. Der Risikoaufschlag für französische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg deutlich an. Europaweit gingen die Aktienmärkte ins Minus, Frankreichs Leitindex CAC 40 lag rund 2,5 Prozent im Minus. Die Spekulationen drückten auch den deutschen Aktienmarkt. Der Dax ging 3,35 Prozent tiefer bei 5606 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Tagesverlauf schon kurz unter 5600 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gerutscht war.
Die Rating-Agentur hatte Frankreich mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht. Das zweitgrößte Euro-Land könnte sein Top-Rating AAA verlieren, falls es dauerhaft so hohe Zinsen für seine Staatsanleihen zahlen müsse und damit der Abbau der Schulden verlangsamt würde.
Ein Risikoaufschlag in Höhe von einem Prozentpunkt koste einen Staat rund drei Milliarden Euro pro Jahr, schreibt Moody's-Analyst Alexander Kockerbeck im wöchentlichen Kreditbericht. Explizit verweist er auf den Unterschied zwischen den beiden AAA-Ländern Deutschland und Frankreich, der in der vergangenen Woche mit mehr als zwei Prozentpunkten ein Rekordniveau erreichte. Frankreich zahle für langfristige Finanzierungen Anlegern mittlerweile fast das Doppelte wie Deutschland.
Frankreich zum Sparen verpflichtet
Frankreich steht wegen seines hohen Staatsdefizits seit Wochen unter erheblichem Druck der Märkte. Angesichts der sich eintrübenden Wirtschaftslage musste die Regierung innerhalb von nur drei Monaten zwei Sparprogramme ankündigen, um die Ziele beim Schuldenabbau einhalten zu können. Frankreich hat zugesagt, das Defizit bis 2013 auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken. 2010 lag es bei sieben Prozent.
Der Moody's-Konkurrent Standard & Poor's hatte vor knapp zwei Wochen versehentlich Frankreichs Top-Rating AAA herabgestuft. Dies hatte für heftige Turbulenzen an den Finanzmärkten gesorgt. Sollte Frankreich die Bestnote verlieren, wäre auch das Top-Rating des Euro-Rettungsschirms EFSF gefährdet.
Für Finanzmarktprofis kommt die Warnung von Moody's nicht überraschend. "Dass Frankreich substanziell etwas gegen die Haushaltsprobleme getan hat, ist bisher nicht zu erkennen", kritisierte HSBC-Volkswirt Rainer Sartoris. "Die Krise trifft den Kern der Euro-Zone, wir sollten uns darüber keine Illusionen machen", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn. EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark bezeichnete dies hingegen als "neues Phänomen".
Spanien bleibt unter Druck
Auch für andere hoch verschuldete Staaten der Euro-Zone gibt es keine Anzeichen der Entspannung. In Spanien konnte der klare Wahlsieg der konservativen Opposition die Finanzmärkte nicht beruhigen, die Zinsen für spanische Staatsanleihen zogen erneut an. Die Renditen für Schuldpapiere mit zehnjähriger Laufzeit überschritten die als kritisch geltende Marke von sechs Prozent. "Regierungswechsel ändern ja nicht die Problemlage", sagte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Der Sieg der spanischen Konservativen sei an den Märkten seit Wochen eingepreist gewesen. Zudem hatte Wahlsieger Mariano Rajoy am Sonntagabend eingeräumt, dass "keine Wunder" im Kampf gegen die Krise zu erwarten seien.
Der Machtwechsel in Madrid ist der fünfte in den hoch verschuldeten Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Die neuen Regierungen in Madrid, Athen und Rom müssten nun die Haushaltskonsolidierung angehen, forderte Juncker.
In Griechenland kämpft der Chef der Übergangsregierung, Lukas Papademos, noch immer um Unterstützung der Konservativen. Der Parteichef der Neuen Demokratie, Antonis Samaras, verweigert bisher die geforderte schriftliche Verpflichtung zu den von den Euro-Staaten geforderten Reform- und Sparzusagen. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass die neue Regierung diese schriftliche Zusage liefern wird", sagte Papademos nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Es sei nun "wichtig, dass die Parteiführer positiv auf diese Forderung reagieren".
- Datum 21.11.2011 - 18:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Was bitte hat ein US Unternehmen mit Europa zu tun ?
Last euch endlich nicht mehr von US Ratinagenturen
manipolieren
....blah.
....blah.
Und ganz besonders für Deutschland!
Da lassen wir uns doch gerne unsere Steuergelder abnehmen, um die Zocker zu beruhigen.
Man sollte endlich mal überlegen ob das so schlau ist mit diesem System so weiter zu machen. Märkte Spekulantionen Finanzblasen, Ratingagenturen, - das sind doch noch die einzigen Möglichkeiten ein SCheinwirtschaftswachstum vor zu täuschen. Und Macht haben die, hier Moodys, denen jeder glaubt, die jeder hyped, die nach gut dünken die Märkte beeinflussen können. Daumen hoch, Daumen runter, wie damals die röm. Kaiser.
Man sollte die Realleistungen da wo Menschen WIRKLICH was schaffen, zupacken, zur Versorgung beitragen, Fortschritt erzielen, Nahrung, Kleidung, Energie etc irgendwie von diesem SCH... Markt (der letztendlich doch nur Schein und Geschwurbel) ist abkoppeln.
Das monetäre System ist Überholungsbedürftig, gehört wenn nicht sogar abgeschafft, kann dem Zweck die Menschheit voran zu bringen nicht gerecht werden.
was sie wollen:
"Man sollte die Realleistungen da wo Menschen WIRKLICH was schaffen, zupacken, zur Versorgung beitragen, Fortschritt erzielen, Nahrung, Kleidung, Energie etc irgendwie von diesem SCH... Markt (der letztendlich doch nur Schein und Geschwurbel) ist abkoppeln."
Sobald die Staaten keine Schuldverschreibungen mehr ausgeben, braucht sie das alles nicht mehr zu interessieren. Einfach keine Schulden machen!
Ansonsten sind es Millionen Kleinanleger (und die Banken und die Fonds, denen diese ihre Ersparnisse anvertrauen), die sich überlegen, welche Papiere für sie möglichst sichere Anlagen sind. Und deren Bewegung zu diesen oder zu jenen Papieren verändert halt die Zinsen für die Staaten...
Deshalb: Sorgen Sie mit ihrer demokratischen Stimme für einen Ausstieg aus der Schuldenpolitik - und verweigern Sie sich ihr, indem Sie ihr Geld nicht in Staatspapieren anlegen, wenn Sie sich, wie Sie schreiben, von "diesem SCH... Markt abkoppeln" wollen!
was sie wollen:
"Man sollte die Realleistungen da wo Menschen WIRKLICH was schaffen, zupacken, zur Versorgung beitragen, Fortschritt erzielen, Nahrung, Kleidung, Energie etc irgendwie von diesem SCH... Markt (der letztendlich doch nur Schein und Geschwurbel) ist abkoppeln."
Sobald die Staaten keine Schuldverschreibungen mehr ausgeben, braucht sie das alles nicht mehr zu interessieren. Einfach keine Schulden machen!
Ansonsten sind es Millionen Kleinanleger (und die Banken und die Fonds, denen diese ihre Ersparnisse anvertrauen), die sich überlegen, welche Papiere für sie möglichst sichere Anlagen sind. Und deren Bewegung zu diesen oder zu jenen Papieren verändert halt die Zinsen für die Staaten...
Deshalb: Sorgen Sie mit ihrer demokratischen Stimme für einen Ausstieg aus der Schuldenpolitik - und verweigern Sie sich ihr, indem Sie ihr Geld nicht in Staatspapieren anlegen, wenn Sie sich, wie Sie schreiben, von "diesem SCH... Markt abkoppeln" wollen!
Die sind so fehlerfrei, dass auf ihre Einschätzung hin immer alle handeln und nie nachfragen. Die haben ja so tolle Leistungen vollbracht wie Griechenland in den Euro zu bringen und Amerikanische Immobilienkredite super einzustufen. Da versteh ich total, dass man denen blind vertraut und auch nur ein ganz sanfter Fingerzeig ausreicht, um eine der größten Volkswirtschaften dieser Erde für nichtig zu erklären und bin totaaaaal der Meinung der Banker, die jetzt Panik am Markt machen. Gut, dass es noch Menschen gibt, die auf unser Geld aufpassen und sich um uns sorgen!
(Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten!)
Ich kann nicht so viel fressen, wie ich... Naja, der Rest ist bekannt.
... schon super! Die sind so fehlerfrei, dass auf ihre Einschätzung hin immer alle handeln und nie nachfragen. Die haben ja so tolle Leistungen vollbracht wie Griechenland in den Euro zu bringen ...."
Da beschreiben Sie den Wissensstand der allgemeinen Bevölkerung recht schön.
... schon super! Die sind so fehlerfrei, dass auf ihre Einschätzung hin immer alle handeln und nie nachfragen. Die haben ja so tolle Leistungen vollbracht wie Griechenland in den Euro zu bringen ...."
Da beschreiben Sie den Wissensstand der allgemeinen Bevölkerung recht schön.
das dauert wohl gewissen herren zu lange mit den Eurobonds
Sind wir in Europa auf diese Rating-Agenturen angewiesen ? Wer weis Rat ?
....Weil Deutschland nicht zahlen will.
...hab zwar auch nur profundes Halbwissen, aber vielleicht kann ich für Aufklärung sorgen.
"Warum leihen wir uns das Geld außerhalb Europas?"
Nicht außerhalb von Europa, sondern von privat. Das können Chinesen sein, aber auch Deutsche oder Amerikaner, alle die im Besitz von Euros sind. Oft sind es Banken und Versicherungen, die sichere Anlagemöglichkeiten suchen.
Wir müssten das Geld überhaupt nicht leihen, man könnte auch kostendeckend mit Steuern arbeiten oder Geld drucken. Dass man beides nicht praktiziert, ist eine politische Entscheidung.
"Sind wir in Europa auf diese Rating-Agenturen angewiesen?"
Meines Wissens dürfen Versicherungen usw. nur Wertpapiere mit bestimmter Sicherheitseinstufung kaufen. Da man in der EU finanzmarktgläubig ist, hat man sich darauf verlassen, dass renommierte US-Institute durchaus dafür ausreichen, mit einer Krise hat ohnehin niemand gerechnet.
Sobald es eine Abstufung gibt, kippen die Versicherungen ihre Papiere in den Markt und kaufen nicht mehr, den Rest erledigt der Herdentrieb und die Angst der übrigen Anleger.
Jetzt ist es allerdings eher zu spät für eine europäische Agentur, weil der keiner mehr trauen würde, allerdings würde es für die Versicherungen vermutlich ausreichen.
Allerdings meine ich, dass die Abhängigkeit von privaten Investoren grandios gescheitert ist und statt erhoffter Stabilität das Gegenteil gebracht hat. Es wäre Zeit für grundlegende Reformen, aber das wird schwierig in der EU...
....Weil Deutschland nicht zahlen will.
...hab zwar auch nur profundes Halbwissen, aber vielleicht kann ich für Aufklärung sorgen.
"Warum leihen wir uns das Geld außerhalb Europas?"
Nicht außerhalb von Europa, sondern von privat. Das können Chinesen sein, aber auch Deutsche oder Amerikaner, alle die im Besitz von Euros sind. Oft sind es Banken und Versicherungen, die sichere Anlagemöglichkeiten suchen.
Wir müssten das Geld überhaupt nicht leihen, man könnte auch kostendeckend mit Steuern arbeiten oder Geld drucken. Dass man beides nicht praktiziert, ist eine politische Entscheidung.
"Sind wir in Europa auf diese Rating-Agenturen angewiesen?"
Meines Wissens dürfen Versicherungen usw. nur Wertpapiere mit bestimmter Sicherheitseinstufung kaufen. Da man in der EU finanzmarktgläubig ist, hat man sich darauf verlassen, dass renommierte US-Institute durchaus dafür ausreichen, mit einer Krise hat ohnehin niemand gerechnet.
Sobald es eine Abstufung gibt, kippen die Versicherungen ihre Papiere in den Markt und kaufen nicht mehr, den Rest erledigt der Herdentrieb und die Angst der übrigen Anleger.
Jetzt ist es allerdings eher zu spät für eine europäische Agentur, weil der keiner mehr trauen würde, allerdings würde es für die Versicherungen vermutlich ausreichen.
Allerdings meine ich, dass die Abhängigkeit von privaten Investoren grandios gescheitert ist und statt erhoffter Stabilität das Gegenteil gebracht hat. Es wäre Zeit für grundlegende Reformen, aber das wird schwierig in der EU...
Wie dämlich waren die EURO Währungsväter eigentlich, Ratingagenturen an der Wall-Street oder der City of London die Finanzierung unserer Staaten anzuvertrauen?
Wie soll es weitergehen? Sollen wir jetzt in allen Euro-Ländern alle Sozialleistungen abschaffen, Renten auf 75 anheben und alles was nicht niet- und nagelfest ist privatisieren?
Und Pleitegeier-Länder wie die die USA oder England drucken munter Geld und lachen sich in Fäustchen?
Schluss damit! Der Angriff der Spekulanten auf den EURO muss aufhören. Ich fordere:
- Alle Staatsanleihen vom Markt nehmen
- EU-Expertenkommission einsetzen, die für jedes Land unabhängige Bewertungen abgibt, die realen Kennwerten entsprechen und nicht aggresiver Willkühr der Angelsachsen
- EZB kauft Anleihen zu der von der Kommission ermittelten Zinssätze
Alternative: Schluss mit dem EURO. Jedes europäische Land, das nicht den Euro hat, fährt wunderbar damit. Der angedrohte Weltuntergang wenn der EURO fallengelassen wird ist eine Lüge der Gläubiger. Und ja, die D-Mark wird stark aufgewertet. Aber haben wir dann nicht wieder eine Notenbank, mit der wir sie wieder abwerten können. So wie China das seit jahren macht?
Irgend wie vermisse ich die Komponente der Schuldentilgung. Aus irgend einem Grund tendiert unser Staat sowohl in schlechten, wie auch in guten Zeiten über seine Verhältnisse zu leben und jährlich mehr auszugeben als er einnimmt. Dies gibt es sowohl bei sog. konservativ-liberalen als auch bei sozialen Regierungen.
Warum zahlen sie nicht das gepumpte Geld zurück und sehen Staatsverschuldung nur noch als letzte Option (und zwar nach dem einfrieren aller Gehälter von Regierenden) an?
Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Pensionsfonds, berufsständische Versorgungswerke, ... (und wie Altersversorgungen alle heißen) funktionieren?
Nein? Dann mal los!!!
Irgend wie vermisse ich die Komponente der Schuldentilgung. Aus irgend einem Grund tendiert unser Staat sowohl in schlechten, wie auch in guten Zeiten über seine Verhältnisse zu leben und jährlich mehr auszugeben als er einnimmt. Dies gibt es sowohl bei sog. konservativ-liberalen als auch bei sozialen Regierungen.
Warum zahlen sie nicht das gepumpte Geld zurück und sehen Staatsverschuldung nur noch als letzte Option (und zwar nach dem einfrieren aller Gehälter von Regierenden) an?
Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, Pensionsfonds, berufsständische Versorgungswerke, ... (und wie Altersversorgungen alle heißen) funktionieren?
Nein? Dann mal los!!!
Entfernt. Bitte diskutieren Sie den Artikel konstruktiv. Die Redaktion/mak
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