Briten und Euro Sie wollen ihn nicht, doch fürchten sein Ende

Auf der Insel ist die Schadenfreude über die Probleme der Euro-Zone längst großer Angst gewichen. Die Briten wissen, dass ein Scheitern des Euro auch sie treffen wird.

Donnerstagvormittag um elf Uhr. Sir Mervyn King, Präsident der britischen Zentralbank, ist in düsterer Laune. Noch bedrückter, berichtet der Guardian online, als man das in den letzten Jahren ohnehin von ihm gewohnt sei. Er beschreibt ein trübes Zukunftsbild – eine Zukunft zwischen Misere und Desaster. Er spricht von einer Spirale, die typisch für eine Systemkrise sei. Er verkündet, die Bank of England bereite sich auf das schlimmste Szenario vor, auf einen Zusammenbruch der Euro-Zone. Wie, sagt er nicht. Aber er empfiehlt den britischen Banken, als Schutzwall ihre Reserven aufzustocken.

"Vielleicht bricht die Euro-Zone nicht zusammen", setzt er hinzu. "Vielleicht überdauert die Einheitswährung in einer anderen Form, vielleicht bleibt die Gefahr eines Zusammenbruchs ihrer Kreditwürdigkeit dennoch bestehen. Wir wissen es nicht."

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Ratlosigkeit regiert. Die Zeiten, als britische Banker und Politiker mit ihrer einstigen, in tugendhafter Voraussicht getroffenen Entscheidung gegen einen Beitritt zur Euro-Zone hausieren gingen oder sich gar klammheimlich über die von vielen vorausgesehenen Schwierigkeiten der Währungsunion freuten, sind endgültig vorbei. Schadenfreude ist nicht mehr angesagt, zu nahe rückt die Gefahr, zu bedrohlich sind die Aussichten. Wenn der Euro versinkt, gibt es auch für die Wirtschaft auf der Insel keine Rettung vor einem zweiten Kollaps und einer zweiten Rezession. Ein Kreditengpass ist bereits wieder erreicht.

Fiebrige Stimmung

Doch auf die von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verordnete Medizin – striktere Marktkontrollen und ein engeres Zusammenrücken der Mitgliedsländer durch Änderungen der EU-Verträge mit Fiskalunion, Finanzmarktregulierung und Besteuerung von Finanzgeschäften – besteht wenig Appetit. Deshalb wird in Brüssel, abgesehen von den Krisenstaaten, kein Mitgliedsland misstrauischer beäugt als das Vereinigte Königreich. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärte dem britischen Premier David Cameron unverblümt: "Sie haben eine gute Gelegenheit verpasst, Ihren Mund zu halten. Wir haben es gestrichen voll, von Ihnen kritisiert zu werden und uns vorschreiben zu lassen, was wir tun sollen."

Auch diesen Wutausbruch mag man als Zeugnis der Ratlosigkeit verstehen. Ratlosigkeit also auf beiden Seiten des Kanals. In der fiebrigen Stimmung wird jedoch leicht übersehen, dass Großbritannien Europa noch nie so nah stand wie heute, sieht man einmal von Tony Blairs vorübergehenden Liebesbezeugungen ab, die Gordon Brown sofort unbarmherzig abwürgte.

Dass die Briten nicht in Europabegeisterung schwelgen, gehört kaum zu den neuesten Nachrichten von der Insel. In den achtziger Jahren lagen Europa und Margaret Thatcher im Dauerclinch. Sellafield, Rinderwahn, Meeresverschmutzung, Importsperren, britische Opt-Outs und Sonderwege: Der Streit riss nicht ab. Thatchers Nachfolger John Major scheiterte als Regierungschef, weil sich seine Partei über Europa zerfleischte.

Leser-Kommentare
  1. statt es zu verhindern?!

    sie wußten scheinbar, dass das so mit dem euro nicht klappen kann (england hat ja hervorragende wirtschaftswissenschaftler hervorgebracht!).

    hätten sie dann wesentlich stärker dagegen angehen können/müssen, statt sich auf ihrer 'splendided-isolation' zurückzuziehen?

    der rest von good old europe war zu dem damaligen zeitpunkt irgendwie wohl nicht so ganz zurechnungsfähig?! ?!

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    Nein, die dachten das ein (Maastricht)Vertrag ein Vertrag ist, unterschrieben vom jeweiligem Staatsoberhaupt(!) aller EU Länder.
    Ich hatte damals, wie wohl die meisten Durchschnittbürger meine Zweifel, aber sogar ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass das nur geducktes Papier ist.

    Währung sind die aber auch nicht gut gefahren - zumindest auf lange Sicht.

    • joG
    • 02.12.2011 um 5:47 Uhr

    So kam es Einem oft vor. Man wusste zwar, das seine Geschichten zu gut waren. Aber er prasste und gab Geld aus. War kreditwürdig bis zum Schluss.

    Nun ist der Kollateralschaden groß, den die "Gut-Europäer" hinterlassen.

    sie wußten scheinbar, dass das so mit dem euro nicht klappen kann

    Der Euro kann klappen, wenn man Geld nicht wie eine Ware behandeln, sondern es dafür nutzen würde, wofür es eigentlich gedacht ist, als Wertaufbewahrungsmittel. Wenn man sich von vornherein dagegen sperrt Finanzmärkte zu regulieren, dann ist es klar, dass man es schon weiß, dass die Einheitswährung nicht klappen wird. Im Prinzip ist der Euro mit einem Pferdegespann ohne Kutscher vergleichbar. Jedes Pferd ist an den Wagen gebunden, aber jedes will in eine andere Richtung laufen oder stehen bleiben; und wenn sich jemand auf den Wagen setzen will um die Zügel in die Hand zu nehmen, dann wird er aufgefordert, wieder abzusteigen, denn die Pferde sollen selbst bestimmen wohin sie laufen wollen.

    (england hat ja hervorragende wirtschaftswissenschaftler hervorgebracht!).

    Es ist nur Schade, dass diese nichts zu sagen haben.

    das pfund hat immens an wert verloren, gut qualifizierte inselbewohner haben eben jene insel verlassen, weil ihr britisches geld nichts mehr wert war. und DAS ist eine tolle wirtschaftliche entwicklung...? über soviel unwissenheit kann ich nur den kopf schütteln.

    Nein, die dachten das ein (Maastricht)Vertrag ein Vertrag ist, unterschrieben vom jeweiligem Staatsoberhaupt(!) aller EU Länder.
    Ich hatte damals, wie wohl die meisten Durchschnittbürger meine Zweifel, aber sogar ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass das nur geducktes Papier ist.

    Währung sind die aber auch nicht gut gefahren - zumindest auf lange Sicht.

    • joG
    • 02.12.2011 um 5:47 Uhr

    So kam es Einem oft vor. Man wusste zwar, das seine Geschichten zu gut waren. Aber er prasste und gab Geld aus. War kreditwürdig bis zum Schluss.

    Nun ist der Kollateralschaden groß, den die "Gut-Europäer" hinterlassen.

    sie wußten scheinbar, dass das so mit dem euro nicht klappen kann

    Der Euro kann klappen, wenn man Geld nicht wie eine Ware behandeln, sondern es dafür nutzen würde, wofür es eigentlich gedacht ist, als Wertaufbewahrungsmittel. Wenn man sich von vornherein dagegen sperrt Finanzmärkte zu regulieren, dann ist es klar, dass man es schon weiß, dass die Einheitswährung nicht klappen wird. Im Prinzip ist der Euro mit einem Pferdegespann ohne Kutscher vergleichbar. Jedes Pferd ist an den Wagen gebunden, aber jedes will in eine andere Richtung laufen oder stehen bleiben; und wenn sich jemand auf den Wagen setzen will um die Zügel in die Hand zu nehmen, dann wird er aufgefordert, wieder abzusteigen, denn die Pferde sollen selbst bestimmen wohin sie laufen wollen.

    (england hat ja hervorragende wirtschaftswissenschaftler hervorgebracht!).

    Es ist nur Schade, dass diese nichts zu sagen haben.

    das pfund hat immens an wert verloren, gut qualifizierte inselbewohner haben eben jene insel verlassen, weil ihr britisches geld nichts mehr wert war. und DAS ist eine tolle wirtschaftliche entwicklung...? über soviel unwissenheit kann ich nur den kopf schütteln.

  2. Nein, die dachten das ein (Maastricht)Vertrag ein Vertrag ist, unterschrieben vom jeweiligem Staatsoberhaupt(!) aller EU Länder.
    Ich hatte damals, wie wohl die meisten Durchschnittbürger meine Zweifel, aber sogar ich hätte im Traum nicht daran gedacht, dass das nur geducktes Papier ist.

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    • joG
    • 02.12.2011 um 6:11 Uhr

    ....und argumentierte, der Vertrag wäre gegen wirtschaftliche Vernunft und würde nach frühestens 10 und spätestens 25 Jahren gegen die Wand der Realität fahren. So lange würde es dauern, bis die Ungleichgewichte genügend groß wären. Dann käme es darauf an, wie der Verlauf des Scheiterns wäre, aber es könne bis hin zu "Unruhen in den Straßen" kommen. Ich konnte damals nicht verstehen, wie man eine solch offensichtliche Schlamperei ignorieren konnte.

    Das war in den hiesigen Firmenzentralen, bei den Profs, Redakteuren oder in Ministerien (und auch in der City oft) eine jener Tabus. Man wollte das schlicht nicht hören. Ich hatte Streit mit einem meiner Freunde, der dieser Sache sehr nahe Stand.

    Ich hatte ein ähnliches Gespräch gestern Abend. Wichtiger Mann in Deutschland, alter Freund. Man will im Augenblick nicht, dass der Euro scheitert und daher kann er nicht scheitern. Das wären verrückte junge Händler, die nichts wissen und eine angelsächsische Hysterie. Und so kann der Euro nicht scheitern.

    Wollen wir hoffen, dass er recht hat und nichts Schlimmes geschieht. Der Schaden, den die Europäer bereits aus Arroganz veranstalteten ist zwar recht bedeutend und für Viele existentiell. Aber es ist nichts gegen das, was geschehen kann, wenn die verantwortliche Elite die Probleme nicht löst.

    • joG
    • 02.12.2011 um 6:11 Uhr

    ....und argumentierte, der Vertrag wäre gegen wirtschaftliche Vernunft und würde nach frühestens 10 und spätestens 25 Jahren gegen die Wand der Realität fahren. So lange würde es dauern, bis die Ungleichgewichte genügend groß wären. Dann käme es darauf an, wie der Verlauf des Scheiterns wäre, aber es könne bis hin zu "Unruhen in den Straßen" kommen. Ich konnte damals nicht verstehen, wie man eine solch offensichtliche Schlamperei ignorieren konnte.

    Das war in den hiesigen Firmenzentralen, bei den Profs, Redakteuren oder in Ministerien (und auch in der City oft) eine jener Tabus. Man wollte das schlicht nicht hören. Ich hatte Streit mit einem meiner Freunde, der dieser Sache sehr nahe Stand.

    Ich hatte ein ähnliches Gespräch gestern Abend. Wichtiger Mann in Deutschland, alter Freund. Man will im Augenblick nicht, dass der Euro scheitert und daher kann er nicht scheitern. Das wären verrückte junge Händler, die nichts wissen und eine angelsächsische Hysterie. Und so kann der Euro nicht scheitern.

    Wollen wir hoffen, dass er recht hat und nichts Schlimmes geschieht. Der Schaden, den die Europäer bereits aus Arroganz veranstalteten ist zwar recht bedeutend und für Viele existentiell. Aber es ist nichts gegen das, was geschehen kann, wenn die verantwortliche Elite die Probleme nicht löst.

    • bkkopp
    • 01.12.2011 um 19:56 Uhr

    Ich träume immer noch davon, dass wir die Euro-Architektur so hinkriegen dass die Briten, die Dänen, die Schweden, und dann andere sobald sie wirklich soweit sind, nur eines wollen - dem Euro beitreten.

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    In England haben die Politiker offensichtlich den Rat der Wissenschaftler angenommen. In Deutschland kämpften die Wissenschaftler bis vor Kurzem (vor dem Verfassungsgericht) vergeblich. In "Europe", wie die Engländer sagen, hätten Politiker auch durch Nachdenken vor dem Euroexperiment herausfinden können, dass es in einer Katastrophe enden wird. Da innerhalb einer Währungsunion Länder nicht auf- oder abwerten können, werden noch so viele weitere Kredite nicht helfen, den EURO zum Erfolg zu führen. Ohne Währungsunion hätte Deutschland schon längst aufwerten müssen, aber Politiker und Journalisten wollen den Euro um jeden Preis erhalten, um diese notwendige Maßnahme zu vermeiden.

    In England haben die Politiker offensichtlich den Rat der Wissenschaftler angenommen. In Deutschland kämpften die Wissenschaftler bis vor Kurzem (vor dem Verfassungsgericht) vergeblich. In "Europe", wie die Engländer sagen, hätten Politiker auch durch Nachdenken vor dem Euroexperiment herausfinden können, dass es in einer Katastrophe enden wird. Da innerhalb einer Währungsunion Länder nicht auf- oder abwerten können, werden noch so viele weitere Kredite nicht helfen, den EURO zum Erfolg zu führen. Ohne Währungsunion hätte Deutschland schon längst aufwerten müssen, aber Politiker und Journalisten wollen den Euro um jeden Preis erhalten, um diese notwendige Maßnahme zu vermeiden.

  3. Währung sind die aber auch nicht gut gefahren - zumindest auf lange Sicht.

  4. In England haben die Politiker offensichtlich den Rat der Wissenschaftler angenommen. In Deutschland kämpften die Wissenschaftler bis vor Kurzem (vor dem Verfassungsgericht) vergeblich. In "Europe", wie die Engländer sagen, hätten Politiker auch durch Nachdenken vor dem Euroexperiment herausfinden können, dass es in einer Katastrophe enden wird. Da innerhalb einer Währungsunion Länder nicht auf- oder abwerten können, werden noch so viele weitere Kredite nicht helfen, den EURO zum Erfolg zu führen. Ohne Währungsunion hätte Deutschland schon längst aufwerten müssen, aber Politiker und Journalisten wollen den Euro um jeden Preis erhalten, um diese notwendige Maßnahme zu vermeiden.

    Antwort auf "Euro-Träumereien"
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    • spacko
    • 01.12.2011 um 21:06 Uhr

    Achwas.
    Nettokreditaufnahme der Briten dieses Jahr: 120 Millionen Pfund - das Sechsfache von Deutschland, bei geringerer Wirtschaftsleistung und lächerlichen EU-Beiträgen.
    Die werden das auch weginflationieren müssen.
    Das Problem ist nicht der Euro, das Problem ist der Kollaps des Systems. Das die Angloamerikaner den Euro nutzen um von ihren Problemen abzulenken, ist verständlich.
    Nicht verständlich ist, ganz unwissenschaftlich darauf hereinzufallen.

    • spacko
    • 01.12.2011 um 21:06 Uhr

    Achwas.
    Nettokreditaufnahme der Briten dieses Jahr: 120 Millionen Pfund - das Sechsfache von Deutschland, bei geringerer Wirtschaftsleistung und lächerlichen EU-Beiträgen.
    Die werden das auch weginflationieren müssen.
    Das Problem ist nicht der Euro, das Problem ist der Kollaps des Systems. Das die Angloamerikaner den Euro nutzen um von ihren Problemen abzulenken, ist verständlich.
    Nicht verständlich ist, ganz unwissenschaftlich darauf hereinzufallen.

  5. "Ein Kreditengpass ist bereits wieder erreicht."

    Die Bank gibt einen Betrag X als Kredit, fordert aber immer einen Betrag X + y zurück, nur dass dieses y an keiner Stelle in Umlauf gebracht wird. Also irgendjemand steht immer da, der dieses y, nämlich die Gebühren / Zinsen, nicht zurückzahlen kann.

    Da ist der Kreditengpass immer für jemandem Vorhanden! Den letzten, denen man zugetraut, hat Schulden zurückzuzahlen, sind nun mal die Staaten! Wenn Staaten dann Haircut machen, oder deren Glaubwürdigkeit verlorengeht, Kredite zurückzuzahlen, dann müssen Banken Abschreibungen vornehmen, und mit Eigenkapital Haften. Da das Eigenkapital der Banken dafür zu niedrig ist, bleibt nur Papa Staat um die Banken wieder zu Retten.

    Aus diesem Wechselspiel kann der Staat nur Ausbrechen, wenn er die Geldschöpfung wieder in eigene Hände nimmt. Die Lösung ist nicht, das der Staat Geld schöpft, und es nur den Banken gibt, sondern das geschöpfte Geld der Bevölkerung und ohne y - Belastung zur Verfügung stellt.

    Dann wird die Realwirtschaft auch nicht mit den Spar - und Steuerorgien abgewürgt, wie es jetzt der Fall ist!

    Wer meine Ausführungen bis hierhin Folgen konnte? Der kann sich auch Vorstellen, wie mehr Kaufkraft für die Menschen, positive Effekte in der Realwirtschaft, für den Arbeitsmarkt, die Sozialversicherungen, Rentner, Steuereinnahmen der Staaten und anderes, Auslösen kann.

    Allerdings muss mit der zusätzlichen Kaufkraft auch die Realwirtschaft mitwachsen. (Inflationsgefahr!)

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    ...ich frage mich seit langem, warum wir die Zockerinstitute als Zwischeninstanz überhaupt brauchen. Kann EZB/Staat die Mittel nicht direkt der Realwirtschaft zukommen lassen. Oder ist das jetzt naiv?

    ...ich frage mich seit langem, warum wir die Zockerinstitute als Zwischeninstanz überhaupt brauchen. Kann EZB/Staat die Mittel nicht direkt der Realwirtschaft zukommen lassen. Oder ist das jetzt naiv?

    • spacko
    • 01.12.2011 um 21:06 Uhr

    Achwas.
    Nettokreditaufnahme der Briten dieses Jahr: 120 Millionen Pfund - das Sechsfache von Deutschland, bei geringerer Wirtschaftsleistung und lächerlichen EU-Beiträgen.
    Die werden das auch weginflationieren müssen.
    Das Problem ist nicht der Euro, das Problem ist der Kollaps des Systems. Das die Angloamerikaner den Euro nutzen um von ihren Problemen abzulenken, ist verständlich.
    Nicht verständlich ist, ganz unwissenschaftlich darauf hereinzufallen.

    13 Leser-Empfehlungen
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    Es ist leider so, dass die Angloamerikaner ihre Probleme mit der Druckerpresse lösen können und das auch tun.
    Euroland könnte auch die Druckerpresse der EZB anwerfen. Allerdings fürchtet sich Deutschland vor der zu erwartenden Inflation und der Haftung für die Südländer.
    Das eigentliche Problem ist jedoch die extrem unterschiedliche Leistungsfähigkeit Länder und ihr unterschiedliches Entwicklungspotential. Wie Griechenland je seine Leistungsfähigkeit so entwickeln kann, dass es sich auch nur halbwegs den Lebensstand leisten kann, den die Banken in den letzten Jahren großzügig per Kredit finanziert haben, ist weit jenseits meiner Vorstellungskraft.
    In einer Währungsunion können nur Länder mit annähernd vergleichbarer Leistungsfähigkeit und rigider Haushaltsdisziplin ohne Probleme und ohne große Transferleistungen zusammen leben.

    Es ist leider so, dass die Angloamerikaner ihre Probleme mit der Druckerpresse lösen können und das auch tun.
    Euroland könnte auch die Druckerpresse der EZB anwerfen. Allerdings fürchtet sich Deutschland vor der zu erwartenden Inflation und der Haftung für die Südländer.
    Das eigentliche Problem ist jedoch die extrem unterschiedliche Leistungsfähigkeit Länder und ihr unterschiedliches Entwicklungspotential. Wie Griechenland je seine Leistungsfähigkeit so entwickeln kann, dass es sich auch nur halbwegs den Lebensstand leisten kann, den die Banken in den letzten Jahren großzügig per Kredit finanziert haben, ist weit jenseits meiner Vorstellungskraft.
    In einer Währungsunion können nur Länder mit annähernd vergleichbarer Leistungsfähigkeit und rigider Haushaltsdisziplin ohne Probleme und ohne große Transferleistungen zusammen leben.

  6. ...ich frage mich seit langem, warum wir die Zockerinstitute als Zwischeninstanz überhaupt brauchen. Kann EZB/Staat die Mittel nicht direkt der Realwirtschaft zukommen lassen. Oder ist das jetzt naiv?

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    läuft nicht nur über die Schiene - Zinsknechtschaft, sondern auch über Gewinnmaximierung.

    Das Einsammeln von Geld passiert über Zins und Gewinn. erst wenn Gewinn nicht mehr über Zins eingesammelt werden kann, hat der Staat die Möglichkeit, mit Steuern, ausgleichend in das Marktgeschehen einzugreifen!

    Siehe Kommentar 65 / 67 von HH7 im Link:

    http://www.zeit.de/2011/4...

    Noch einige andere Meinungen zum jetzigen Geldsystem:

    http://spreegurke.twoday....

    http://www.wdr5.de/sendun...

    http://le-bohemien.net/20...

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    Das y lässt sich nur aus dem Geldkreislauf entfernen, wenn die Staaten die Geldschöpfung in eigene Hände nehmen. Der Staat stellt das Geld ohne y den Menschen zur Verfügung, und das jetzige y Verschwindet, wenn die Staaten entschuldet sind, und überschüssiges Geld, aus dem Geldkreislauf wieder entfernen!

    läuft nicht nur über die Schiene - Zinsknechtschaft, sondern auch über Gewinnmaximierung.

    Das Einsammeln von Geld passiert über Zins und Gewinn. erst wenn Gewinn nicht mehr über Zins eingesammelt werden kann, hat der Staat die Möglichkeit, mit Steuern, ausgleichend in das Marktgeschehen einzugreifen!

    Siehe Kommentar 65 / 67 von HH7 im Link:

    http://www.zeit.de/2011/4...

    Noch einige andere Meinungen zum jetzigen Geldsystem:

    http://spreegurke.twoday....

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