Energie Es braucht Subventionen – aber nicht für Kohle
Wirtschaftsminister Philipp Rösler will neue Kohlekraftwerke fördern. Ein Fehler. Das Geld wäre woanders besser aufgehoben, schreibt Claudia Kemfert im Gastbeitrag.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rössler wirbt in Briefen und aufwändigen Anzeigen für den Neubau von Kraftwerken. Dabei hat er in erster Linie Kohlekraftwerke im Sinn. Diese will er subventionieren.
Der Aufruf des Ministers erstaunt. In den kommenden fünf Jahren werden Kohlekraftwerkskapazitäten in einer Größenordnung von deutlich mehr als 20 Gigawatt ans Netz gehen. Der Großteil sind Steinkohlekraftwerke. Sie entstehen ohne einen Euro an Subventionen.
Anders sieht es hingegen bei Gaskraftwerken aus, die der Minister ebenfalls bezuschussen will. Sie rechnen sich in erster Linie nur, wenn sie voll ausgelastet sind, weshalb Subventionen schon eher Sinn machen. Gaskraftwerke sind außerdem besonders gut zur Kopplung mit erneuerbaren Energien geeignet, weil man sie leichter hoch- und runterfahren kann. Besonders effizient sind Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Sie werden vor allem von Stadtwerken zunehmend gebaut. Bis zu zehn Gigawatt Gas-Kraftwerkskapazitäten sind in den kommenden zehn Jahren geplant, ein großer Teil geht in den kommenden fünf Jahren ans Netz.
Besonders erstaunlich ist der Aufruf aber auch deshalb, weil Kohlekraftwerke ohne CO2-Einlagerung (CCS) vergleichsweise inflexibel sind und hohe Mengen an Treibhausgasen ausstoßen. Damit passen sie nicht in die angestrebte Energiewende. Das CCS-Verfahren ist in Deutschland gestorben, weil es keine ausreichenden Gesetze gibt. Ökonomisch und ökologisch nachhaltiger ist es ohnehin, die Effizienz der bisherigen Kraftwerke zu verbessern oder auf erneuerbare Energien zu setzen.
Rösler mag im Kopf haben, dass durch den Wegfall der Atomkraftwerke und alter Kohlekraftwerke neue Kraftwerkskapazitäten notwendig sind, vor allem in Bayern, Baden Württemberg und NRW. Bayern hat sich allerdings dazu verpflichtet, 40 Prozent der Energie aus Gaskraftwerken erzeugen zu wollen – eine wichtige und überzeugende Zielrichtung. Baden Württemberg und NRW werden zumindest teilweise von den Grünen mitregiert. Es ist kaum wahrscheinlich, dass man dort auf subventionierte Kohlekraftwerke setzen wird.
Wenn der Bundeswirtschaftsminister entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten also Subventionen plant, sollte er sie womöglich in sinnvollere Bahnen lenken. Vier Punkte wären besonders wichtig.
1. Der Ausbau der Stromnetze innerhalb Deutschlands und in die EU tut Not. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird immer dezentraler. Das macht intelligente Stromnetze nötig, die Angebot und Nachfrage besser als bisher in Einklang bringen. Durch die Finanzkrise erhöhen sich die Risikoaufschläge der Finanzinstitute. Bürgschaften durch die Regierung würden zumindest Unsicherheiten mindern.
- Datum 12.12.2011 - 09:32 Uhr
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Wen?
Mich nicht.
Den aktuellen Umfragen zu Folge ist es recht wahrscheinlich, dass der Herr Minister bald auf eine ausreichende Alimentierung angewiesen ist! Und die Herrn Müller und Clement haben den Weg der ehemaligen Wirtschaftsminister doch schon vorgezeichnet.
Und schliesslich geht es bei dieser Art Subvention nicht um solche, die irgsndwelchen sozialen Zwecken oder gar HartzIV-Empfängern zukommen. Und so wohlmöglich Schulden verursachen. Diese Kosten werden aus den laufenden Einnahmen bezahlt!
Große Kohlekraftwerke machen für die FDP einen Sinn, denn sie unterstützen die aktuellen Quasimonopole der großen Energieanbieter. Da geht es - wie auch bei der Atomkraft - um riesige Summen und gigantische Kraftwerke, ein wenig Geld wird wohl auch für Parteienspenden übrigbleiben und notfalls gibt es auch noch ein Pöstchen für abgehalfterte Politiker. Herr Rösler und Konsorten leben noch in der energietechnischen Kreidezeit mit gigantischen Dinosauriertechnologien. Diese Menschen, die unsere aktuelle Politik bestimmen, sind einfach nur rückständig. Sie sind die typischen Bürokraten, die nur die Vergangenheit erhalten wollen - egal zu welchem Preis.
Die sinnvollste Alternative wäre die Verschmelzung von Gas- und/oder Kohlekraftwerke sowie Windkraftanlagen und Photovoltaik mit einer Energiespeicherung. Beide Kraftwerke erzeugen CO2, welches zusammen mit Wasserstoff Methan bilden kann. Methan läßt sich über vorhandene Erdgaspiplines weiterleiten und flüssig gut speichern.
Wenn der überflüssige Strom sowieso verschenkt wird, dann kann man doch damit auch Energiespeicher bauen, die nur - vorerst - nur einen geringen Wirkungsgrad haben. Man braucht dann nicht solche Wahnsinnstechnologien wie CCS, sondern kann das erzeugte direkt CO2 nutzen.
einmal an windstille und neblige Wochen?
Weder PVA noch WEA liefern Strom.
Deutsche Kohle zu deutschem Strom.
...tatsächlich eine Woche Windstill und im Nebel liegt, ist der Strom wirklich das kleinste Problem.
Und was genau ist "deutscher Strom"?
Trinkt der Bier und isst Weißwürste?
Und ist der gemeine Deutsche nur im "deutschem Strom" kompatibel?
"Wer denkt ...
einmal an windstille und neblige Wochen?
Weder PVA noch WEA liefern Strom.
Deutsche Kohle zu deutschem Strom."
Gaskraftwerke sind für diesen Zweck deutlich geeigneter, wie der Artikel auch darlegt. Und langfristig sind andere Speichertechnologien ohnehin angebrachter.
Nebenbei würde die Kohle für deutsche Kohlekraftwerke nicht aus Deutschland kommen. Deutschland ist deutlicher Nettoimporteur von Kohle.
http://de.wikipedia.org/w...
"einmal an windstille und neblige Wochen?
Weder PVA noch WEA liefern Strom."
wie schon oben erwähnt: Kohlekraftwerke sind nicht besonders flexibel und lohnen nicht als Reserve, die mal ein paar Wochen im Jahr laufen.
Außerdem kann man mit überschüssigem Strom (aus windigen und snnigen Tagen) eher Gas als Kohle erzeugen. Die Gasspeicher in Deutschland sind übrigens beträchtlich.
Siehe z.B. hier:
http://www.zeit.de/2011/3...
und hier
http://www.zeit.de/wirtsc...
...tatsächlich eine Woche Windstill und im Nebel liegt, ist der Strom wirklich das kleinste Problem.
Und was genau ist "deutscher Strom"?
Trinkt der Bier und isst Weißwürste?
Und ist der gemeine Deutsche nur im "deutschem Strom" kompatibel?
"Wer denkt ...
einmal an windstille und neblige Wochen?
Weder PVA noch WEA liefern Strom.
Deutsche Kohle zu deutschem Strom."
Gaskraftwerke sind für diesen Zweck deutlich geeigneter, wie der Artikel auch darlegt. Und langfristig sind andere Speichertechnologien ohnehin angebrachter.
Nebenbei würde die Kohle für deutsche Kohlekraftwerke nicht aus Deutschland kommen. Deutschland ist deutlicher Nettoimporteur von Kohle.
http://de.wikipedia.org/w...
"einmal an windstille und neblige Wochen?
Weder PVA noch WEA liefern Strom."
wie schon oben erwähnt: Kohlekraftwerke sind nicht besonders flexibel und lohnen nicht als Reserve, die mal ein paar Wochen im Jahr laufen.
Außerdem kann man mit überschüssigem Strom (aus windigen und snnigen Tagen) eher Gas als Kohle erzeugen. Die Gasspeicher in Deutschland sind übrigens beträchtlich.
Siehe z.B. hier:
http://www.zeit.de/2011/3...
und hier
http://www.zeit.de/wirtsc...
Planwirtschaft ick hör dir trapsen ;)
... ist natürlich viiiel besser! Glauben Sie tatsächlich, dass Energiewende, Dezentralisierung der Stromversorgung sowie massive Energie-Einsparungen ganz automatisch, ohne jeglicher staatlichen Lenkung vonstatten gehen werden?!
Schön wärs.
... ist natürlich viiiel besser! Glauben Sie tatsächlich, dass Energiewende, Dezentralisierung der Stromversorgung sowie massive Energie-Einsparungen ganz automatisch, ohne jeglicher staatlichen Lenkung vonstatten gehen werden?!
Schön wärs.
Subventionen sind und bleiben Mist und Geldverschwendung. Genau wie die FDP ein Auslaufmodell ist - Stichwort Hoteliersubvention....
Ich kenne Sie genügend, denn Sie tingeln ständig durch die Medien. Sie haben zwar "Face time" aber davon wird ihre Sachkenntnis wohl auch nicht höher. Wenn Sie selbst zugeben, das Gaskraftwerke nicht effizient sind, dann sollten keine gebaut werden. Schluß - aus - fertig.
Wenn dann sollte in eine höhere Effizienz investiert werden, statt neue Erzeuger zu bauen. Dazu gehört energetische Sanierung, moderne Technik, Ausbau des Verkehrsnetzes. Notfalls regenerative Energien, dann aber Warmwassererzeugung oder Wärmetauscher.
Gaskraftwerke sind der einzig sinnvolle Brueckentechnologie hin zu 100% EE in 2050. Lesen sie die einschlaegigen Gutachten (z.B. www.umweltrat.de). Da hat Frau Kempfert schon recht. Nur mit Effizienz werden wir es selbst in optimistischen Szenarien nicht schaffen. Nichtsdestotrotz ist es katastrophal wie wenig unser Wirtschaftsminister von der Energiewirtschaft versteht. Weg mit der FDP.
Gruss, Julius
Lieber kkg,
bei den Energiediskussionen gibt es immer mindestens 2 Ebenen zu unterscheiden: 1. die technische, die Fragen der Effizienz, der Nachhaltigkeit, des Risikos etc, beinhaltet und 2. die wirtschaftliche.
(Gas-)Kraftwerke sind dann wenig wirtschaftlich, wenn sie nur als "Lückenfüller" für relativ wenige Stunden im Jahr und dann auch noch im Teillastbetrieb gefahren werden.
Technisch sind Gaskraftwerke besser (vor allem sauberer) als Kohlekraftwerke.
Beide Typen lassen sich auch als Kraft-Wärme-Kopplung ausführen, womit die Effizienz weiter steigt.
Gaskraftwerke sind der einzig sinnvolle Brueckentechnologie hin zu 100% EE in 2050. Lesen sie die einschlaegigen Gutachten (z.B. www.umweltrat.de). Da hat Frau Kempfert schon recht. Nur mit Effizienz werden wir es selbst in optimistischen Szenarien nicht schaffen. Nichtsdestotrotz ist es katastrophal wie wenig unser Wirtschaftsminister von der Energiewirtschaft versteht. Weg mit der FDP.
Gruss, Julius
Lieber kkg,
bei den Energiediskussionen gibt es immer mindestens 2 Ebenen zu unterscheiden: 1. die technische, die Fragen der Effizienz, der Nachhaltigkeit, des Risikos etc, beinhaltet und 2. die wirtschaftliche.
(Gas-)Kraftwerke sind dann wenig wirtschaftlich, wenn sie nur als "Lückenfüller" für relativ wenige Stunden im Jahr und dann auch noch im Teillastbetrieb gefahren werden.
Technisch sind Gaskraftwerke besser (vor allem sauberer) als Kohlekraftwerke.
Beide Typen lassen sich auch als Kraft-Wärme-Kopplung ausführen, womit die Effizienz weiter steigt.
Energien werden zurückgefahren. Bitte heute Spiegelonline
lesen.Die Angst vor steigendem Meeresniveau kennt man in
der holländischen Energiepolitik nicht. Warum muß dann Deutschland Vorreiter sein in der Klima- und Energiepolitik,
wenn nicht eimal die Holländer Klimaängste plagen.
Die ideologischen Zwänge in Deutschland sind unerträglich.
Röttgen ist der schlimmste.
... ist also ein Ammenmärchen?
Traurig, wer das noch glaubt.
Nur weil die Niederlanden offenbar eine rückwärtsgewandte Energiepolitik haben (die Behauptung habe ich nicht nachgeprüft, ich nehme jetzt mal deren Wahrheit an), sollen wir uns also aus der Verantwortung stehlen, Business as usual machen und warten, bis der Rest der Welt die Energiewende gezwungenermaßen irgendwann hinter sich hat, bis wir zu Taten schreiten?
Es ist peinlich, Kommentare mit so wenig Sachverstand zu lesen.
Es ist immer noch so, dass in der Öffentlichkeit nur die Zweite von zwei sehr sehr großen Problemen unseres jahrhunderts diskutiert wird. Wie immer wird argumentiert ohne das ich hier mal darauf eingehen möchte, ob es denn so sei, dass der Klimawandel echt ist..
Beschäftigen wir uns mit dem anderen aber wesentlich dringenderen Problem.
Dieses Problem ist der weltweite und unvermeidliche Peak of Oil. Das weltweite Erdölfördermaximum. Selbst die Internationale Energieagentur erwartet Ihn nun, nach dem Sie Jahrelang behauptete es sei noch Jahrzehnte fern, dass er wohl doch eher schon 2020 eintreten wird. Im Gefolge (sehr umfangreiche und recht aktuelle Studie der Energie Watch Group) Peak Gas 2025 und Kohle ebenfalls bis 2035. Noch nicht einmal angedacht ist dabei, dass diese Energieträger von immer schlechterer Qualität sind und für Ihre bereitstellung selber deutlich meher energie verschlingen.
Das bedeutet 1. Dramatische Preisfluktuationen des Ölpreises. 2. Verteuerung sämtlicher Produktionsketten , da so gut wie Kein Produkt unabhängig von Öl funktionieren, 3. Massiv erhöhte Arbeitslosikteit. 4. Sehr schwerwiegende Engpässe in der Nahrungsmittelindustrie, die vom Öl geradezu abhängig ist.
Und ! Erneuerbare Energien liefern vorrangig Strom, keine transportablen Treibstoffe. Die Transportalternativen sind allesamt nicht ausgereift und ein ernstzunehmender Umstieg würde ca. 20-40 Jahre dauern.
Dieses sollte thematisiert werden. Risikomanagement wäre angesagt.
... ist also ein Ammenmärchen?
Traurig, wer das noch glaubt.
Nur weil die Niederlanden offenbar eine rückwärtsgewandte Energiepolitik haben (die Behauptung habe ich nicht nachgeprüft, ich nehme jetzt mal deren Wahrheit an), sollen wir uns also aus der Verantwortung stehlen, Business as usual machen und warten, bis der Rest der Welt die Energiewende gezwungenermaßen irgendwann hinter sich hat, bis wir zu Taten schreiten?
Es ist peinlich, Kommentare mit so wenig Sachverstand zu lesen.
Es ist immer noch so, dass in der Öffentlichkeit nur die Zweite von zwei sehr sehr großen Problemen unseres jahrhunderts diskutiert wird. Wie immer wird argumentiert ohne das ich hier mal darauf eingehen möchte, ob es denn so sei, dass der Klimawandel echt ist..
Beschäftigen wir uns mit dem anderen aber wesentlich dringenderen Problem.
Dieses Problem ist der weltweite und unvermeidliche Peak of Oil. Das weltweite Erdölfördermaximum. Selbst die Internationale Energieagentur erwartet Ihn nun, nach dem Sie Jahrelang behauptete es sei noch Jahrzehnte fern, dass er wohl doch eher schon 2020 eintreten wird. Im Gefolge (sehr umfangreiche und recht aktuelle Studie der Energie Watch Group) Peak Gas 2025 und Kohle ebenfalls bis 2035. Noch nicht einmal angedacht ist dabei, dass diese Energieträger von immer schlechterer Qualität sind und für Ihre bereitstellung selber deutlich meher energie verschlingen.
Das bedeutet 1. Dramatische Preisfluktuationen des Ölpreises. 2. Verteuerung sämtlicher Produktionsketten , da so gut wie Kein Produkt unabhängig von Öl funktionieren, 3. Massiv erhöhte Arbeitslosikteit. 4. Sehr schwerwiegende Engpässe in der Nahrungsmittelindustrie, die vom Öl geradezu abhängig ist.
Und ! Erneuerbare Energien liefern vorrangig Strom, keine transportablen Treibstoffe. Die Transportalternativen sind allesamt nicht ausgereift und ein ernstzunehmender Umstieg würde ca. 20-40 Jahre dauern.
Dieses sollte thematisiert werden. Risikomanagement wäre angesagt.
und vieleicht einen Filter mehr.
Das würde dem Kohlenpott sehr gut tun,wenn da nicht
Frau Kraft regieren würde.
Oder sollen wir uns weiter von Schröders
Gasprom abhängig machen ?
hat Wirtschaftswissenschaft studiert und gehört dem IPCC an.
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