WeltwirtschaftLagarde warnt vor Rezession wie in den dreißiger Jahren

Frankreichs Wirtschaft schrumpft, die Kreditwürdigkeit europäischer Banken wurde erneut herabgestuft. Die Chefin des Währungsfonds sieht eine schwere Krise heraufziehen.

IWF-Chefin Christine Lagarde hat zum Schulterschluss gegen eine drohende globale Wirtschaftskrise aufgerufen. Keine Volkswirtschaft, egal ob arm oder reich, sei momentan immun gegen einen Niedergang, wenn sie sich isoliere, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds in Washington. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bezeichnete sie als "ziemlich düster". Es bestehe fast überall die Gefahr, dass sich das Wachstum verlangsame und die öffentlichen Haushalte ins Schwanken gerieten.

Lagarde verglich die Situation mit den 1930er Jahren, bevor die Welt in den Zweiten Weltkrieg verfallen sei, als Rückzug, Protektionismus und Isolation die internationale Politik bestimmt hätten. Richtig sei, die Wirtschaftsprobleme durch Zusammenarbeit in den Griff zu bekommen. "Sie muss im derzeitigen Kern der Krise beginnen, der offensichtlich in den europäischen Staaten liegt und besonders in den Ländern der Euro-Zone", sagte Lagarde.

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Die Euro-Zone sei eine "Währungsunion, die nicht richtig in einer ökonomischen und haushaltspolitischen Union vollendet wurde, woran derzeit gearbeitet wird", erklärte sie. Während die europäischen Staats- und Regierungschefs ihre "gewaltigen" Herausforderungen bewältigen, müssten auch die Finanzmärkte mehr Geduld beweisen. In Demokratien fielen wichtige Entscheidungen nicht über Nacht, "die Dinge brauchen Zeit", sagte Lagarde.

Rezession in Frankreich

Lagardes Heimatland Frankreich ist bereits in eine Rezession gerutscht – nur wenige Monate vor der Präsidentenwahl. Die französische Statistikbehörde Insee teilte mit, dass die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,2 Prozent schrumpfen werde. In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres werde das BIP um 0,1 Prozent zurückgehen. Analysten hatten für das vierte Quartal ein leichtes Wachstum erwartet.

Schon bald wird sich die Wirtschaftsentwicklung laut Insee-Prognose auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 seien 14.000 Arbeitsplätze gestrichen worden, in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres könnten weitere 61.000 Jobs verloren gehen. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte eine wichtige Rolle bei der Präsidentenwahl am 22. April spielen. Wichtigstes Wahlkampfthema ist bereits jetzt die Wirtschafts- und Schuldenkrise in Europa.

Auch in Deutschland ist die Gefahr eines deutlichen Abschwungs weiterhin akut. Die Rating-Agentur Fitch hat in einem Rundumschlag die Kreditwürdigkeit zahlreicher europäischer und US-amerikanischer Banken herabgestuft, darunter auch die Deutsche Bank. Der Schritt reflektiere die zunehmenden Unsicherheiten im Bankensektor, teilte das US-Unternehmen mit Sitz in New York mit. Neben der Entwicklung der Weltwirtschaft stelle auch eine Vielzahl regulatorischer Änderungen die Banken vor große Herausforderungen.

Die Deutsche Bank werde mit Sicherheit als eine der führenden Banken aus dem Umwälzungsprozess der Branche hervorgehen, stellte Fitch zwar fest. Gleichwohl sei das Institut nicht ganz so gut kapitalisiert wie andere Wettbewerber. Fitch senkte seine langfristige Bonitätseinschätzung für den deutschen Branchenprimus von AA- auf A+. Das bedeutet aber immer noch eine gute Kreditwürdigkeit.

Fitch stufte zudem die französische BNP Paribas ab, die britische Barclays Bank und das Schweizer Institut Credit Suisse. In den USA rutschten die Bank of America, die Citigroup und Goldman Sachs eine Stufe tiefer. Damit dürfte es für sie nun teurer und schwieriger werden, an neues Geld zu gelangen. Denn je schlechter ein Rating ist, desto höhere Risikoaufschläge verlangen Investoren in der Regel.

Die Kapital-Probleme im Bankensektor können laut EZB-Ratsmitglied Yves Mersch rasch auf die Realwirtschaft in Europa übergreifen. "Wir haben Angst vor einer Kreditklemme, die unsere Volkswirtschaften wieder in eine Rezession stürzen könnte. Das werden wir nicht zulassen", sagte Mersch, der für die luxemburgische Notenbank im Leitungsgremium der Europäischen Zentralbank (EZB) sitzt.

Mersch befürchtet Dominanz Frankreichs und Deutschlands

Die Banken seien derzeit mit der "doppelten Last von Rekapitalisierung und Regulierung" konfrontiert. Hinzu komme die Finanztransaktionssteuer. Alle diese Belastungen könnten sich negativ auf die Kreditvergabe der Finanzinstitute auswirken. EZB-Präsident Mario Draghi hatte die jüngst ausgeweiteten Liquiditätslinien für Banken damit gerechtfertigt, dass sie zur Abwehr einer Kreditklemme geeignet seien.

Mersch befürchtet zudem eine Dominanz der großen europäischen Staaten wie Deutschland und Frankreich beim künftigen Rettungsschirm ESM. Er finde es bedenklich, dass sie praktisch ein Vetorecht behalten dürften, kleinen Staaten dieses aber genommen werde, sagte Mersch. "Das ist ein Weg, auf den wir uns nicht begeben sollten." Der ESM soll Mitte 2012 wirksam werden. Entscheidungen über den Einsatz sollen mit einer Mehrheit von 85 Prozent des gezeichneten Kapitals möglich sein – große Staaten wie Deutschland und Frankreich hätten damit automatisch ein Vetorecht.

Mersch kritisierte zudem, dass insbesondere Frankreich bei den Reformschritten in Europa vielfach auf zwischenstaatliche Regelungen dringe: "Wenn wir Hoheitsrechte übertragen, müssen wir auch europäische Institutionen haben, die in der Lage sind, diese Rechte auszuüben." Die Märkte seien von den beabsichtigten Reformschritten in Europa auch nur halbwegs überzeugt, da die Erwartungen noch nicht erfüllt seien.

 
Leserkommentare
  1. verstehe ich nicht: Die USA stehen weltweit mit ca. 14.000.000.000.000 (vierzehn Billionen $$ weltweit in der Kreide. Die EU-Staaten mit, wie ich gestern las, drei Billionen EURO.
    In den USA wurde ein Großteil der produzierenden Industrie nach Asien verlagert, weil die ja sooooo billig arbeiten. Wieso hat Europa ein Problem, dass vom größten Schuldner der Welt dramatisiert werden kann?
    Wem gehören die Banken? Wem die Ratinfagenturen? Warum kümmert die Europäer eigentlich das Geschwätz dieser Pleitiers? frag
    KH

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    • ludna
    • 16.12.2011 um 7:50 Uhr

    "Wieso hat Europa ein Problem, dass vom größten Schuldner der Welt dramatisiert werden kann?"

    Es ist eigentlich ganz einfach. Europa ist kein Staat, mit einheitlicher Geld und Fiskalpolitik. Die Menschen fühlen sich nicht als Europäer, sondern als Deutsche, Griechen etc...

    Notwendige Massnahmen, wie Eurobonds, Transferunion sind politisch somit nicht durchsetzbar. Der jetzige Versuch einer Fiskalunion wird auf Grund mangelnder Legitimität und Akzeptanz der Menschen scheitern.

    Mag sein, dass die Ratingagenturen ihre Spielchen treiben, aber die Märkte sind wir alle. Mit Riesterverträgen, Lebensversicherungen. Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?

    • joG
    • 16.12.2011 um 9:22 Uhr

    ....ist die gute Frage:

    Europa hat eine schlampige politische Ordnung, die auf einer miserablen Verfassung beruht und eine gefährlich konstruierte Währung für manche Mitglieder hat die aber wegen der Verfassung nicht alleine entscheiden können. Die Entscheidungsträger betreiben eine Eurolandpolitk, die die Wirtschaft rasch und stark abbremsen dürfte. Dadurch baut sich die Finanzkraft der Staaten ab. Das Geschäftsmodell des reichsten Landes ist kaputt.

    Die Antwort also? Man kann sich nicht über Jahrzehnte benehmen wie ein Kretin und wenn es brennt "Überschwemmung!" brüllen und hoffen, dass man Einem etwas zutraut.

    Wenn es hart auf hart kommt, haben die USA die größte Final Reserve. Jedenfalls sehen das die großen Finanzakteure so. Da spielt dann staatliche Verschuldung eine untergeordnete Rolle, weil bei einer militärischen Auseinandersetzung die Karten neu gemischt werden.

    @Klimahexe und geneigte Leser,
    Ihre schöne Darstellung weisst einen schweren Fehler auf:
    Die USA stehen weltweit mit ca. 14.000.000.000.000 (vierzehn Billionen $$ weltweit in der Kreide. Die EU-Staaten mit, wie ich gestern las, drei Billionen EURO.
    Zitat Ende!
    Das wäre ja wunderbar, nur 3 Billionen Euro der EU-Staaten!
    Allein dieses dubiose Konstrukt "Bundes"republik, der Bund als vereinigtes Wirtschaftsgebiet(s. Art. 133 GG)basierend
    auf der BiZone(s.http://de.wikipedia.org/wiki/Bizone)
    hat bis dato ca. 2,2 Billionen Schulden seit 1949 vorsätzlich angehäuft.. fehlen da nicht ein paar 00 in ihrer Rechnung..?
    Dann hätten de facto 26 Staaten nur o,8 Billionen Schulden.
    Mir ist eh schleierhaft, wieso eine NRO(BRD) bei einem Staatenbund(EU) mitmischen kann, bei dieser extremen Höhe an niemals mehr rückzahlbarer Schulden..
    Jedesmal wenn die Presse versucht dieses Manko anzusprechen,
    wird sehr schnell davon abgelenkt..!

    • ludna
    • 16.12.2011 um 7:50 Uhr

    "Wieso hat Europa ein Problem, dass vom größten Schuldner der Welt dramatisiert werden kann?"

    Es ist eigentlich ganz einfach. Europa ist kein Staat, mit einheitlicher Geld und Fiskalpolitik. Die Menschen fühlen sich nicht als Europäer, sondern als Deutsche, Griechen etc...

    Notwendige Massnahmen, wie Eurobonds, Transferunion sind politisch somit nicht durchsetzbar. Der jetzige Versuch einer Fiskalunion wird auf Grund mangelnder Legitimität und Akzeptanz der Menschen scheitern.

    Mag sein, dass die Ratingagenturen ihre Spielchen treiben, aber die Märkte sind wir alle. Mit Riesterverträgen, Lebensversicherungen. Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?

    • joG
    • 16.12.2011 um 9:22 Uhr

    ....ist die gute Frage:

    Europa hat eine schlampige politische Ordnung, die auf einer miserablen Verfassung beruht und eine gefährlich konstruierte Währung für manche Mitglieder hat die aber wegen der Verfassung nicht alleine entscheiden können. Die Entscheidungsträger betreiben eine Eurolandpolitk, die die Wirtschaft rasch und stark abbremsen dürfte. Dadurch baut sich die Finanzkraft der Staaten ab. Das Geschäftsmodell des reichsten Landes ist kaputt.

    Die Antwort also? Man kann sich nicht über Jahrzehnte benehmen wie ein Kretin und wenn es brennt "Überschwemmung!" brüllen und hoffen, dass man Einem etwas zutraut.

    Wenn es hart auf hart kommt, haben die USA die größte Final Reserve. Jedenfalls sehen das die großen Finanzakteure so. Da spielt dann staatliche Verschuldung eine untergeordnete Rolle, weil bei einer militärischen Auseinandersetzung die Karten neu gemischt werden.

    @Klimahexe und geneigte Leser,
    Ihre schöne Darstellung weisst einen schweren Fehler auf:
    Die USA stehen weltweit mit ca. 14.000.000.000.000 (vierzehn Billionen $$ weltweit in der Kreide. Die EU-Staaten mit, wie ich gestern las, drei Billionen EURO.
    Zitat Ende!
    Das wäre ja wunderbar, nur 3 Billionen Euro der EU-Staaten!
    Allein dieses dubiose Konstrukt "Bundes"republik, der Bund als vereinigtes Wirtschaftsgebiet(s. Art. 133 GG)basierend
    auf der BiZone(s.http://de.wikipedia.org/wiki/Bizone)
    hat bis dato ca. 2,2 Billionen Schulden seit 1949 vorsätzlich angehäuft.. fehlen da nicht ein paar 00 in ihrer Rechnung..?
    Dann hätten de facto 26 Staaten nur o,8 Billionen Schulden.
    Mir ist eh schleierhaft, wieso eine NRO(BRD) bei einem Staatenbund(EU) mitmischen kann, bei dieser extremen Höhe an niemals mehr rückzahlbarer Schulden..
    Jedesmal wenn die Presse versucht dieses Manko anzusprechen,
    wird sehr schnell davon abgelenkt..!

    • maksym
    • 16.12.2011 um 7:44 Uhr

    Was ist das für ein ulkiges Wirtschaftssystem, das alle 4 Jahre am Abgrund steht?

    20 Leserempfehlungen
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    • kyon
    • 16.12.2011 um 8:50 Uhr

    An welches alternatives System haben Sie denn so gedacht bei Ihrer Frage nach dem System?

    • joG
    • 16.12.2011 um 9:38 Uhr

    ....werden. Es ist jedoch nicht dieses Subsystem, das das eigentliche Problem ist. Das Problem liegt in der politischen Ordnung. Euroland hat ein System installiert, das im Kern dysfunktional ist und den Kräften einer globalen Wirtschaft nicht gewachsen ist. Es zeigt sich gerade, wie gefährlich die Methode Monnets war und wie leichtsinnig es war, als die Politik sich über Grundregeln politischer Ordnung und den Rechten ihrer Bevölkerungen hinwegsetzten. Eine im Prinzip leicht bewältigbare Krise kann die Gesellschaft in eine ruinöse Situation bringen. Die Gefahren sind groß und gehen bis zu Unruhen auf selbst deutschen Straßen und nationalistische Aufbegehren, wie wir sie vor einigen Tagen gegen Cameron hier erlebten. Lagard hat recht. Die Situation entwickelt sich in eine Richtung, die sehr an die 1930er erinnert. Die EU scheint zunehmend weniger ein Garant für Frieden als eine Bedrohung.

    • kyon
    • 16.12.2011 um 8:50 Uhr

    An welches alternatives System haben Sie denn so gedacht bei Ihrer Frage nach dem System?

    • joG
    • 16.12.2011 um 9:38 Uhr

    ....werden. Es ist jedoch nicht dieses Subsystem, das das eigentliche Problem ist. Das Problem liegt in der politischen Ordnung. Euroland hat ein System installiert, das im Kern dysfunktional ist und den Kräften einer globalen Wirtschaft nicht gewachsen ist. Es zeigt sich gerade, wie gefährlich die Methode Monnets war und wie leichtsinnig es war, als die Politik sich über Grundregeln politischer Ordnung und den Rechten ihrer Bevölkerungen hinwegsetzten. Eine im Prinzip leicht bewältigbare Krise kann die Gesellschaft in eine ruinöse Situation bringen. Die Gefahren sind groß und gehen bis zu Unruhen auf selbst deutschen Straßen und nationalistische Aufbegehren, wie wir sie vor einigen Tagen gegen Cameron hier erlebten. Lagard hat recht. Die Situation entwickelt sich in eine Richtung, die sehr an die 1930er erinnert. Die EU scheint zunehmend weniger ein Garant für Frieden als eine Bedrohung.

  2. Na dann haben wir wenigstens eine Blaupause wie man damit umgeht.
    New Deal, Steuererhöhung für Besserverdienende, strikte Bankenregulierung, Goldstandard etc.

    "Was auch immer wir tun um unserer maroden Wirtschaftsordnung Leben einzuhauchen, wir können dies nicht längerfristig erreichen solange wir nicht eine sinnvollere, weniger ungleiche Verteilung des Nationaleinkommens erreichen ... die Entlohnung für die Arbeit eines Tages muss - im Durchschnitt - höher sein als jetzt und der Gewinn aus Vermögen, insbesondere spekulativ angelegtes Vermögen, muss niedriger sein.“

    – Franklin D. Roosevelt

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    Gemeint ist wohl eher Depression (Great Depression) und das Zitat von Roosevelt in Ehren: Nicht der New Deal, sondern der WK II hat die USA schlussendlich aus der Krise geführt. Sicher kein wünschenswertes Szenario.

    @Gerry10,
    KEINER ! hat etwas daraus gelernt und es geschieht auch diesmal mit Vorsatz! Sie sollten Folgendes wissen:
    Franklin D. Roosevelt machte Geschichte, den 1 $ Schein und:
    ..Mit dem so genannten "Act of 1871" wandelte der 41. US Kongress, Washington D.C., die Regierung der
    Vereinigten Staaten in ein gewerbliches Unternehmen um.
    Mit der vertraglichen Einbindung aller Einzelstaaten in die Corporation wurde jeder amerikanische Bürger unbewusst zum Quasi-Angestellten dieser Firma:
    UNITED STATES CODE, Title 28, § 3002(15)(A)(B)(C):
    (15) "United States" means-
    (A) a Federal corporatio;
    (B) an agency, department, commission, board, or other entity of the United States; or
    (C) an instrumentality of the United States.
    Definition
    Corporation (engl. Körperschaft – von lateinisch corpus=Körper)
    Durch den ersten Weltkrieg und die nachfolgende Wirtschaftskrise ging die United States(CORPORATION) im
    Jahre 1933 in Insolvenz:
    Der Kongressabgeordnete James Traficant, jr.:
    "Es ist eine anerkannte Tatsache, dass die Bundesregierung der United States durch den von Präsident Roosevelt verkündeten Emergency Banking Act vom 09.03.1933 48 Stat. 1, Public Law 89-719 als Bankrott und Insolvenz aufgelöst wurde"..
    Um weiterhin geschäftsfähig zu bleiben, bot die United States(Corporation) der FED ihre Bürger / Angestellten als Sicherheit an.
    1933 wurde zum ersten Mal obligatorische Geburtsurkunden für die Einwohner eingeführt, die gleichzeitig als
    Bankenbürgschaft und Wertpapier fungierten!

    Gemeint ist wohl eher Depression (Great Depression) und das Zitat von Roosevelt in Ehren: Nicht der New Deal, sondern der WK II hat die USA schlussendlich aus der Krise geführt. Sicher kein wünschenswertes Szenario.

    @Gerry10,
    KEINER ! hat etwas daraus gelernt und es geschieht auch diesmal mit Vorsatz! Sie sollten Folgendes wissen:
    Franklin D. Roosevelt machte Geschichte, den 1 $ Schein und:
    ..Mit dem so genannten "Act of 1871" wandelte der 41. US Kongress, Washington D.C., die Regierung der
    Vereinigten Staaten in ein gewerbliches Unternehmen um.
    Mit der vertraglichen Einbindung aller Einzelstaaten in die Corporation wurde jeder amerikanische Bürger unbewusst zum Quasi-Angestellten dieser Firma:
    UNITED STATES CODE, Title 28, § 3002(15)(A)(B)(C):
    (15) "United States" means-
    (A) a Federal corporatio;
    (B) an agency, department, commission, board, or other entity of the United States; or
    (C) an instrumentality of the United States.
    Definition
    Corporation (engl. Körperschaft – von lateinisch corpus=Körper)
    Durch den ersten Weltkrieg und die nachfolgende Wirtschaftskrise ging die United States(CORPORATION) im
    Jahre 1933 in Insolvenz:
    Der Kongressabgeordnete James Traficant, jr.:
    "Es ist eine anerkannte Tatsache, dass die Bundesregierung der United States durch den von Präsident Roosevelt verkündeten Emergency Banking Act vom 09.03.1933 48 Stat. 1, Public Law 89-719 als Bankrott und Insolvenz aufgelöst wurde"..
    Um weiterhin geschäftsfähig zu bleiben, bot die United States(Corporation) der FED ihre Bürger / Angestellten als Sicherheit an.
    1933 wurde zum ersten Mal obligatorische Geburtsurkunden für die Einwohner eingeführt, die gleichzeitig als
    Bankenbürgschaft und Wertpapier fungierten!

  3. Ich kann nur hoffen, dass die Warnungen Cristine Lagardes und der Rating Agenturen ernst genommen werden.

    Vor der letzten Great Depression, der Weltwirtschaftskrise, die 1929 ausbrach, war auch gewarnt worden, zum Beispiel von Roger Babson, der in einer Rede am 5. September vor einer Wirtschaftskammer den crash vorhersagte. Er wurde als komischer Vogel belächelt. Und als unmittelbar nach seiner Warnung ein kleinerer Kurseinbruch als Vorspiel des großen Zusammenbruchs auftrat, wurde dieser als Babson Break bezeichnet - als ob Babson ihn durch seine "Unkerei" ausgelöst hätte - was mich an Vorwürfe gegen die Rating Agenturen erinnert, denen so gerne die Schuld an der heutigen Eurokrise angelastet wird.

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    Heutzutage ist es anders, alle Medien sind voll, alle warnen, keiner hat eine andere Sichtweise. Warnen und den Untergang prognostizieren ist nicht nur Mainstream, sondern fast ausschließlich.

    Heutzutage ist es anders, alle Medien sind voll, alle warnen, keiner hat eine andere Sichtweise. Warnen und den Untergang prognostizieren ist nicht nur Mainstream, sondern fast ausschließlich.

    • ludna
    • 16.12.2011 um 7:50 Uhr

    "Wieso hat Europa ein Problem, dass vom größten Schuldner der Welt dramatisiert werden kann?"

    Es ist eigentlich ganz einfach. Europa ist kein Staat, mit einheitlicher Geld und Fiskalpolitik. Die Menschen fühlen sich nicht als Europäer, sondern als Deutsche, Griechen etc...

    Notwendige Massnahmen, wie Eurobonds, Transferunion sind politisch somit nicht durchsetzbar. Der jetzige Versuch einer Fiskalunion wird auf Grund mangelnder Legitimität und Akzeptanz der Menschen scheitern.

    Mag sein, dass die Ratingagenturen ihre Spielchen treiben, aber die Märkte sind wir alle. Mit Riesterverträgen, Lebensversicherungen. Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?

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    ludna fragt: "Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?"

    Nein, will ich nicht! Und keine italienischen Anleihen! Und keine Anleihen des Bundeslandes Bremen sollen meine Bank und meine Rentenversicherung mehr kaufen! Den Rating Agenturen bin ich dankbar, dass sie vor solchen unseriösen Schuldnern warnen. Sie arbeiten auch im Interesse des Kleinsparers.

    • Rowei
    • 16.12.2011 um 8:35 Uhr

    Das eigentliche Problem sind die Geldsparer (Riester, Lebensversicherung, ..). Die werden geschützt. Man könnte das nötige Geld nämlich einfach DRUCKEN. Die Schweiz hat in den vergangenen Wochen durch Drucken ihre Geldmenge verfünffacht, um den Franken bei 1,20 festzunageln. Das erhöht natürlich die Inflationsgefahr, und die frisst die Sparguthaben auf.

    Meine Meinung: wer so dumm war und ist, in Geldwert zu sparen, der kannte das Risiko und hat es nicht anders verdient.

    ludna fragt: "Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?"

    Nein, will ich nicht! Und keine italienischen Anleihen! Und keine Anleihen des Bundeslandes Bremen sollen meine Bank und meine Rentenversicherung mehr kaufen! Den Rating Agenturen bin ich dankbar, dass sie vor solchen unseriösen Schuldnern warnen. Sie arbeiten auch im Interesse des Kleinsparers.

    • Rowei
    • 16.12.2011 um 8:35 Uhr

    Das eigentliche Problem sind die Geldsparer (Riester, Lebensversicherung, ..). Die werden geschützt. Man könnte das nötige Geld nämlich einfach DRUCKEN. Die Schweiz hat in den vergangenen Wochen durch Drucken ihre Geldmenge verfünffacht, um den Franken bei 1,20 festzunageln. Das erhöht natürlich die Inflationsgefahr, und die frisst die Sparguthaben auf.

    Meine Meinung: wer so dumm war und ist, in Geldwert zu sparen, der kannte das Risiko und hat es nicht anders verdient.

  4. wenn sie nicht mit konkreten Vorschlägen einhergehen, was denn zu tun sei, die Gefahr, die beschworen wird, abzuwenden?
    Der Vergleich mit den 30er Jahren ist wissenschaftlich fragwürdig. Vielleicht sollte man eher betonen, was die heutige Situation von dieser Ära unterscheidet.
    Was es meiner Meinung nach braucht, ist eine wissenschaftliche Ursachenanalyse und daraus abgeleitete Handlungen der Regierungen. Stattdessen nichts als Ideologie, Schlagworte und die Einstimmung der Massen auf ein kommendes Desaster. Unfähigkeit oder Absicht? und wenn, welche?

    6 Leserempfehlungen
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    altraschid schreibt: "Der Vergleich mit den 30er Jahren ist wissenschaftlich fragwürdig. Vielleicht sollte man eher betonen, was die heutige Situation von dieser Ära unterscheidet."

    Nein, man soll das Gemeinsame nicht verdrängen, das Konsumieren auf Pump.

    Damals spekulierten nicht nur Superreiche, auch Schuhputzjungen kauften Aktien und zahlten nur eine Margin-Summe, also etwa die Hälfte, während der Broker ihnen für die andere Hälfte einen Kredit gewährte. Und was war die Sicherheit für den Kredit? Die Aktie. Die nur halb bezahlte Aktie!

    Und heute? Bei der Subprimekrise erhielten amerikanische Häuslebauer Kredite und Sicherheit für solch einen Kredit war das noch nicht fertig gebaute Haus.

    Das ist das Gemeinsame: das Konsumieren durch Schulden, die man nicht abbezahlen kann.

    zur Krise der 30er Jahre, nur leider werden eben auch die Gemeinsamkeiten nicht gesehen und die sehr reale Gefahr geleugnet, was dazu führt, dass man die gleichen Fehler wie damals macht.

    • u.t.
    • 16.12.2011 um 12:20 Uhr

    "Der Vergleich mit den 30er Jahren ist wissenschaftlich fragwürdig. Vielleicht sollte man eher betonen, was die heutige Situation von dieser Ära unterscheidet."

    Es sind einige Grundkonstanten deutlich anders. Es gibt einige sehr große Volkswirtschaften, die ganz und gar anders, besser!, aufgestellt sind als in den 30ern (die Brics allzumal, ganz Ostasien, aber auch eine ganze Reihe europäischer Staaten).
    Wer dauernd die 30er beschwört, macht Panik, scheint aber auch nicht so richtig zu wissen, /wie genau/ es damals eigentlich abging.

    Das heißt nicht, dass wir nicht immense Probleme haben, aber es assoziieren sich mit "den 30ern" automatisch Dinge, die unzulässig dramatisieren.

    Übrigens ist die hier oft salopp eingeworfene Formel, keynesianisches Deficit Spending (wohinter meist nur eine krude Idee desselbigen steckt)sei die unzweifelhaft erwiesene Lösung keineswegs in der wirtschafthistorischen Debatte so unumstritten.
    Es gibt gute Argumente dafür, sicherlich Situationen in denen es adäquat erscheint, aber genauso überzeugende Argumente dagegen (der New Deal war keineswegs so erfolgreich).

    altraschid schreibt: "Der Vergleich mit den 30er Jahren ist wissenschaftlich fragwürdig. Vielleicht sollte man eher betonen, was die heutige Situation von dieser Ära unterscheidet."

    Nein, man soll das Gemeinsame nicht verdrängen, das Konsumieren auf Pump.

    Damals spekulierten nicht nur Superreiche, auch Schuhputzjungen kauften Aktien und zahlten nur eine Margin-Summe, also etwa die Hälfte, während der Broker ihnen für die andere Hälfte einen Kredit gewährte. Und was war die Sicherheit für den Kredit? Die Aktie. Die nur halb bezahlte Aktie!

    Und heute? Bei der Subprimekrise erhielten amerikanische Häuslebauer Kredite und Sicherheit für solch einen Kredit war das noch nicht fertig gebaute Haus.

    Das ist das Gemeinsame: das Konsumieren durch Schulden, die man nicht abbezahlen kann.

    zur Krise der 30er Jahre, nur leider werden eben auch die Gemeinsamkeiten nicht gesehen und die sehr reale Gefahr geleugnet, was dazu führt, dass man die gleichen Fehler wie damals macht.

    • u.t.
    • 16.12.2011 um 12:20 Uhr

    "Der Vergleich mit den 30er Jahren ist wissenschaftlich fragwürdig. Vielleicht sollte man eher betonen, was die heutige Situation von dieser Ära unterscheidet."

    Es sind einige Grundkonstanten deutlich anders. Es gibt einige sehr große Volkswirtschaften, die ganz und gar anders, besser!, aufgestellt sind als in den 30ern (die Brics allzumal, ganz Ostasien, aber auch eine ganze Reihe europäischer Staaten).
    Wer dauernd die 30er beschwört, macht Panik, scheint aber auch nicht so richtig zu wissen, /wie genau/ es damals eigentlich abging.

    Das heißt nicht, dass wir nicht immense Probleme haben, aber es assoziieren sich mit "den 30ern" automatisch Dinge, die unzulässig dramatisieren.

    Übrigens ist die hier oft salopp eingeworfene Formel, keynesianisches Deficit Spending (wohinter meist nur eine krude Idee desselbigen steckt)sei die unzweifelhaft erwiesene Lösung keineswegs in der wirtschafthistorischen Debatte so unumstritten.
    Es gibt gute Argumente dafür, sicherlich Situationen in denen es adäquat erscheint, aber genauso überzeugende Argumente dagegen (der New Deal war keineswegs so erfolgreich).

  5. Etwa wie in unserer Strasse: wir sind gute, tolerante Nachbarn. Wir helfen uns gegenseitig und tauschen uns aus.
    Jeder von uns behält jedoch seinen eigenen Lebensstil bei und vermeidet Störungen nach Möglichkeit. Lebt jedoch jemand über seine Verhältnisse, muss er selbst damit klarkommen.
    Wir gewähren uns "Kredite" nur bei unverschuldeten Notlagen.
    Allerdings geht auch Keiner mit dem Messer in der Hand in Nachbars Garten spazieren. Machen wir doch einmal eine Auflistung, welche Staaten im Ausland unter Waffen stehen.
    In welchen Staaten z.B. ist China militärisch aktiv und in welchen die USA? Kapiert? Holen wir doch unsere Soldaten nach Hause und setzen sie nutzvoll im Naturschutz oder sozialen Projekten ein. Das ist wirtschaftlicher und dem
    für die wirtschaftliche Entwicklung so notwendigen Frieden
    weit nutzvoller, als das Engagement in sehr fragwürdigen
    Projekten den Frieden am Hindukush oder im Kosovo zu verteidigen.

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  6. ludna fragt: "Wollten Sie, dass von Ihrem Geld jetzt griechische Staatsanleihen gekauft werden ?"

    Nein, will ich nicht! Und keine italienischen Anleihen! Und keine Anleihen des Bundeslandes Bremen sollen meine Bank und meine Rentenversicherung mehr kaufen! Den Rating Agenturen bin ich dankbar, dass sie vor solchen unseriösen Schuldnern warnen. Sie arbeiten auch im Interesse des Kleinsparers.

    Antwort auf "Ganz einfach"
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    • Chali
    • 16.12.2011 um 8:34 Uhr

    Sind Sie aus Düsseldorf? Oder Ihre Bank?

    • Chali
    • 16.12.2011 um 8:34 Uhr

    Sind Sie aus Düsseldorf? Oder Ihre Bank?

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