Schuldenkrise Merkel will die EU-Haushaltsunion

Im Bundestag hat sich die Kanzlerin für härtere Kontrollen der Finanzpolitik in der EU eingesetzt. Sie gelten als Voraussetzung für weitere Nothilfen der Zentralbank.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für die harten Kontrollen der nationalen Haushalte in der Euro-Zone geworben. In einer Regierungserklärung zum Treffen der Staats- und Regierungschefs Ende kommender Woche in Brüssel wandte sich die CDU-Politikerin im Bundestag erneut gegen Diskussionen über den angeblichen Königsweg aus der Krise.

Es gehe nicht um den einzelnen "Befreiungsschlag" oder eine letzte Chance, um die Euro-Krise zu überwinden. "Es gibt nicht den angeblich letzten Schuss, weder ist das meine Sprache noch mein Denken", sagte die Kanzlerin. "Die Bewältigung der Staatsschuldenkrise ist ein Prozess und der wird Jahre dauern", mahnte sie.

Anzeige

Von dem bevorstehenden Treffen in Brüssel am 8. und 9. Dezember werden wichtige Weichenstellungen im Kampf gegen die Schuldenkrise der Euro-Staaten erwartet. Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy wollen dazu zentrale Kontrollen der Finanzpolitik aller Mitgliedstaaten durchzusetzen. Die Finanz-Stabilitätskriterien in den EU-Verträgen sollen dazu verschärft werden.

Zugleich dämpfte Merkel die Erwartungen an ein stärkeres Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Krise. Die Aufgabe der EZB sei eine andere als die der US-Notenbank Federale Reserve oder der Bank of England, sagte Merkel. Sie werde Entscheidungen der EZB nicht kommentieren und ihr auch keine Ratschläge erteilten. Viele Experten fordern eine aktivere Rolle der EZB bei der Lösung der Schuldenkrise – etwa durch verstärkte Ankäufe von Staatsanleihen, wie es die US-Fed und die Bank of England tun.

Steinmeier wirft Merkel Täuschung der Bevölkerung vor

Die Änderung der EU-Verträge gilt als Voraussetzung für massive Eingriffe der EZB in den Anleihenmarkt. Es wird erwartet, dass die Zentralbank bald umfassend Staatsanleihen verschuldeter Euro-Länder, wie Italien und Spanien, aufkauft. Zweck dürfte sein, die Kosten für die Aufnahme neuer Kredite der Euro-Länder zu drücken. Die EZB würde dann als großer Käufer für Anleihen im Markt auftreten, die Nachfrage künstlich erhöhen und dadurch die Zinsen sinken lassen.

In seiner Reaktionen auf die Regierungserklärung warf SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier der Kanzlerin Täuschung vor. In den Tagesstunden kritisiere die Kanzlerin die anderen Europäer, die in der EZB die letzte Instanz für die Lösung der Krise sähen, "und wenn es dunkel wird, beten sie dafür, dass die EZB weiter Anleihen kauft". Mit ihrem Zaudern habe die Kanzlerin die Krise erst eskalieren lassen.

Bereits am Donnerstag hatte EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Europa-Parlament gesagt, die Währungsunion brauche "eine neue Übereinkunft in Fiskalfragen". So entstehe die Voraussetzung, dass die Schuldenstaaten und die Euro-Zone an Glaubwürdigkeit gewinnen könnten. "Weitere Elemente können folgen, aber die Abfolge ist entscheidend", sagte Draghi bei der Vorstellung des EZB-Jahresberichts. Er ließ offen, um welche Maßnahmen es sich handeln könnte.

Zeitleiste
Chronik Euro-Krise
Oktober 2009

Die griechische Regierung revidiert die Schätzung des Staatsdefizits für 2009 nach oben – von sechs auf mehr als zwölf Prozent des BIPs. Bereits zuvor enthielt die Schuldenstatistik des Landes gravierende Fehler: Im Jahr 2004 wurde bekannt, dass die Neuverschuldung in den Jahren 1998 und 1999 – also kurz vor Einführung des Euro – deutlich über den im Maastricht-Vertrag festgeschriebenen drei Prozent des BIPs lag. Ende 2010 werden Griechenlands Schulden mehr als 140 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen.

16. Dezember 2009

Als erste Rating-Agentur stuft Fitch die Kreditwürdigkeit Griechenlands herab; die anderen Agenturen folgen. Die Sparmaßnahmen Griechenlands reichten nicht aus, um das Defizit nachhaltig zu verringern, begründet Standard & Poor's die Entscheidung. In der EU wächst die Angst vor einem Staatsbankrott, der andere Länder anstecken könnte. In Griechenland kommt es zu ersten Streiks gegen die Sparpolitik der Regierung.

11. Februar 2010

Die Staats- und Regierungschefs der EU erklären sich bereit, Griechenland finanziell zu unterstützen, um die Stabilität der Währungsunion zu sichern. Die EU fordert Griechenland jedoch gleichzeitig auf, die Sparanstrengungen zu verstärken. Zuvor bescheinigte die Kommission ihren Finanzstatistiken qualitative Mängel. Die griechische Regierung verkündet zusätzliche Sparmaßnahmen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Das entspricht rund zwei Prozent des griechischen BIPs.

2. Mai 2010

Die EU-Finanzminister beschließen, Griechenland Kredite in Höhe von 110 Milliarden Euro zu gewähren: 80 Milliarden kommen von den Euro-Staaten, 30 vom IWF. Nur zehn Tage später fließt die erste Tranche nach Athen. Im Gegenzug wird Griechenland verpflichtet, hart zu sparen, die Wirtschaft zu reformieren und staatliche Unternehmen zu privatisieren. An den Kapitalmärkten kann sich Griechenland nur noch zu hohen Zinsen refinanzieren. Standard & Poor's bewertet die Anleihen des Landes als hochspekulativ (B).

8. Mai 2010

Das Bundesverfassungsgericht lehnt einen Eilantrag gegen die Griechenland-Hilfen ab. Fünf Wissenschaftler hatten nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Griechenland-Hilfe im Bundestag Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ihr Argument: Die Hilfe verstoße gegen die EU-Verträge, genauer: gegen das Verbot der gegenseitigen Haftung in der sogenannten No-Bailout-Klausel. Mit den Finanzhilfen werde eine "verheerende Inflationspolitik" betrieben.

10. Mai 2010

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschließt, Staatsanleihen kriselnder Staaten aufzukaufen. Sie will verhindern, dass die Länder ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil die Zinsen immer weiter steigen. Ihre Statuten verbieten ihr, Anleihen direkt von den Emittenten zu erwerben; also wird sie am öffentlichen und privaten Anleihemarkt – dem sogenannten Sekundärmarkt – tätig. Mit der Ankündigung bricht die EZB mit einem Tabu: Bisher hat sie derartige Mittel zur Krisenbekämpfung stets abgelehnt.

7. Juni 2010

Die Euro-Finanzminister gründen in Luxemburg die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), den sogenannten Euro-Rettungsschirm. Die Zweckgesellschaft soll im Notfall am Kapitalmarkt Kredite aufnehmen, um klamme Staaten finanziell zu stützen. Die Euro-Länder sollen für die Kredite bürgen, Deutschland mit bis zu 148 Milliarden Euro. Der EFSF umfasst insgesamt 750 Milliarden Euro. Die tatsächliche Kreditvergabekapazität liegt niedriger, weil für ein AAA-Rating hohe Garantien erforderlich sind.

29. September 2010

EU-Währungskommissar Olli Rehn präsentiert Vorschläge zur Krisenbewältigung. Der Finne will den Stabilitäts- und Wachstumspakt stärken und die EU finanzpolitisch besser steuern. Dazu sollen etwa Sanktionen künftig automatisch verhängt werden und nicht erst, wenn die Mitgliedsländer darüber entschieden haben. Und Schuldenstaaten sollen schon bei der Eröffnung eines Defizitverfahrens ein Strafpfand in Höhe von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes hinterlegen. Die EU-Finanzminister entscheiden über die Vorschläge im März 2011.

30. September 2010

Die Rating-Agentur Moody's stuft Spanien herab, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Sie bewertet die Bonität des Landes nun nicht mehr mit der Bestnote. Vor dem Platzen der Immobilienblase befand sich Spanien noch im Aufschwung. Seitdem kämpft das Land mit den Folgen der Finanzkrise. Ministerpräsident Zapatero bestreitet, finanzielle Hilfe der EU zu brauchen. Spanien hat auf einen rigorosen Sparkurs geschwenkt – genau wie der ebenfalls hoch verschuldete Nachbar Portugal.

21. November 2010

Irland muss vom Euro-Rettungsschirm aufgefangen werden. Das Land hat seine Banken mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch gerettet und ist dadurch selbst in eine Schieflage geraten. Die Euro-Finanzminister beschließen Hilfskredite in Höhe von 85 Milliarden Euro, im Gegenzug muss Irland wie zuvor schon Griechenland hart sparen. Die irischen Bürger sind wütend: Bis zuletzt hatte ihre Regierung bestritten, Hilfe aus Brüssel beantragen zu wollen.
 

28. November 2010

Die Finanzminister der Euro-Länder einigen sich auf einen dauerhaften Krisenfonds, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Er soll 2013 den Rettungsfonds EFSF ablösen. Der ESM umfasst 700 Milliarden Euro, von denen maximal 500 Milliarden an Not leidende Staaten verliehen werden können. Der Rest dient als Sicherheitseinlage. Sie soll die Rating-Agenturen überzeugen, auch dem ESM Bestnoten zu verleihen. Im Gegensatz zum EFSF wird der neue Fonds mit einer Bareinlage in Höhe von 80 Milliarden Euro ausgestattet. In Einzelfällen können auch private Gläubiger beteiligt werden.

Dezember 2010

Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker schlägt Euro-Bonds als Weg aus der Krise vor – Staatsanleihen, die die EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam herausgeben. Deutschland stellt sich quer: Die Kanzlerin will lieber die Wirtschaftspolitik der Staaten enger verzahnen. Sie fürchtet, Euro-Bonds würden den Anreiz senken, solide zu wirtschaften. Juncker wirft der Bundesregierung eine "uneuropäische Art" vor und findet: "Deutschland denkt da ein bisschen simpel."

16. Dezember 2010 /25. Januar 2011

Die EZB verdoppelt ihr Grundkapital auf elf Milliarden Euro, um ihre Anleihekäufe abzusichern. Zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits für 72 Milliarden Euro Anleihen aufgekauft – griechische, irische, portugiesische, spanische. Einen Monat später gibt der Rettungsfonds EFSF erstmals selbst Anleihen auf dem Kapitalmarkt aus. Das Interesse der Anleger an den EFSF-Anleihen ist enorm, unter anderem wegen seines Top-Ratings.

11. März 2011

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder beschließen, die Kreditvergabekapazität des EFSF auf 440 Milliarden aufzustocken. Außerdem einigen sich die Staaten auf den "Pakt für den Euro" – die Selbstverpflichtung, sich in der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik enger abzustimmen – und verpflichten sich zum Sparen. Gleichzeitig wird der Stabilitäts- und Wachstumspakts verschärft. Die von Deutschland geforderten automatischen Sanktionen scheitern allerdings am Widerstand der Mitgliedsstaaten.

April 2011

Innerhalb der schwarz-gelben Koalition regt sich Widerstand gegen den ESM: Mehr als 30 FDP-Politiker fordern, den Rettungsfonds auf dem Parteitag im Mai abzulehnen. Außerdem wollen sie ein Insolvenzverfahren für EU-Staaten mit starker Gläubigerbeteiligung und ein Verbot für die EZB, Anleihen aufzukaufen. Sie scheitern: Zwei Drittel der Liberalen sprechen sich gegen ein Nein zum ESM aus. Außenminister Westerwelle sagt: "Europa liegt im deutschen Interesse."

7. April 2011

Auch Portugal will unter den Rettungsschirm. Das ärmste Land Westeuropas sieht keine Alternative, nachdem die Opposition im März ein geplantes Sparprogramm der Minderheitenregierung ablehnte. Nach dreiwöchigen Verhandlungen bekommt Portugal 78 Milliarden Euro zugesprochen – und mehr Zeit für den Schuldenabbau: Die Neuverschuldung des Staats darf in diesem Jahr nun statt 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 5,9 Prozent betragen.

6. Mai 2011

Spiegel Online berichtet, Griechenland erwäge den Austritt aus der Euro-Zone und die Rückkehr zur eigenen Währung. Die EU-Finanzminister träfen sich noch am selben Abend zu einer geheimen Krisensitzung. Athen und Brüssel dementieren den Bericht. Später heißt es: Es gibt ein Treffen – allerdings ohne Austritts-Debatte. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker lässt mitteilen: "Das sind Gerüchte ohne Substanz." Der Kurs der gemeinsamen Währung sackt trotzdem zeitweilig ab.

20. Juni 2011

Die EU-Finanzminister vertagen die Entscheidung über die fünfte Kredittranche für Griechenland. Kommt sie nicht, wäre das Land Mitte Juli pleite. Der Bericht der Troika (EZB, IWF, Kommission) kommt zum Schluss, dass Griechenland über 2012 hinaus finanzielle Unterstützung braucht. Das Land wackelt indes auch innenpolitisch: Die Bürger demonstrieren, die Opposition blockiert den Sparkurs, Premierminister Papandreou bildet unter Druck sein Kabinett um.

Juli 2011

Die Sorge um Italien lässt die Gemeinschaftswährung abrutschen. Die Staatsverschuldung der drittgrößten Volkswirtschaft Europas ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, mit fast 120 Prozent höher als die Irlands und Portugals. Die Renditen auf ihre Anleihen steigen. Die Regierung plant, in vier Jahren knapp 48 Milliarden Euro einzusparen, etwa im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen. Berlusconi meint trotzdem: "Wir sind stabil."

21. Juli 2011

Die Euro-Länder beschließen das zweite Rettungspaket für Griechenland. Es umfasst neue Kredite in Höhe von 109 Milliarden Euro und soll bis 2014 reichen. Erstmals beteiligen sich freiwillig private Gläubiger: Banken sollen 37 Milliarden Euro beisteuern, indem sie griechische Staatsanleihen in neue Bonds mit geringeren Zinsen umtauschen. Ein Erfolg für die Bundesregierung, die sich für die Beteiligung privater Gläubiger eingesetzt hat.

8. August 2011

Die Europäische Zentralbank kauft erstmals auch italienische und spanische Staatsanleihen am Sekundärmarkt. Sie will damit verhindern, dass die Zinsen für die Krisenstaaten weiter steigen. Mit Erfolg: Der Druck auf die beiden Länder nimmt in den kommenden Wochen etwas ab. Italien erklärt sich bereit, ein weiteres Sparpaket aufzulegen: Bis 2013 soll der Haushalt um weitere 45 Milliarden Euro gekürzt werden.

August 2011

Die Debatte über Euro-Bonds entflammt neu. Euro-Gruppen-Chef Juncker ist dafür, die Krisenstaaten im Süden auch. In Deutschland drängen SPD und Grüne auf die gemeinsamen Anleihen; auch in der CDU bröckelt der Widerstand. Die FDP ist weiterhin strikt gegen Euro-Bonds, auch Angela Merkel lehnt sie ab. Unterdessen sorgen Gerüchte, Frankreich könnte sein AAA-Rating verlieren, für Turbulenzen an den Börsen. Der Dax fällt zeitweise um bis zu sechs Prozent im Vergleich zum Vortag. Sarkozy kündigt weitere Sparpläne an.

16. August 2011

Merkel und Sarkozy treffen sich zu einem Krisengipfel. Euro-Bonds sind dabei angeblich kein Thema. Stattdessen schlagen die beiden Staatschef eine EU-Wirtschaftsregierung vor, die sich aus dem Rat der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder zusammensetzen soll. Außerdem soll eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in die Verfassungen der Euro-Länder – und eine Steuer auf Finanztransaktionen. Letztere stößt vor allem bei den Banken auf wenig Gegenliebe.

31. August 2011

Das Bundeskabinett bringt das "Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" auf den Weg. Damit setzt es die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 21. Juli um. Deutschland bürgt nun für weitere 211 Milliarden Euro. Knackpunkt in der deutschen Diskussion ist die Beteiligung des Bundestages: Künftig soll das Parlament über alle neuen Hilfen abstimmen. Unter anderem haben die Unions- und die FDP-Fraktion dies gefordert.

August/September 2011
Banken Frankfurt

Die europäischen Banken misstrauen einander zunehmend. Statt sich gegenseitig Geld zu leihen, bemühen sie die EZB. Der Liquiditätsfluss im Finanzsektor droht auszutrocknen, die Angst vor einer neuen großen Bankenpleite wächst. Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), fordert deshalb, die Banken mit neuem Kapital auszustatten, das direkt vom Rettungsfonds EFSF kommen soll. Auch die Bankenaufsicht (EBA) zeigt sich besorgt. EZB-Chef Trichet und Deutsche-Bank-Chef Ackermann hingegen kritisieren die Vorstöße.

7. September 2011
Bundesverfassungsgericht

Erneut weist das Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerden gegen die Griechenland-Hilfen ab. Die Richter entscheiden, dass die deutsche Beteiligung am Rettungsfonds EFSF mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Sie setzen aber voraus, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages allen Rettungsmaßnahmen zustimmen muss. Bisher musste sich Finanzminister Wolfgang Schäuble lediglich um ein Einvernehmen mit dem Parlament bemühen.

Mitte September 2011

Die Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands nehmen zu. Eine neue Immobiliensteuer soll das benötigte Geld in die öffentlichen Kassen bringen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos sagt, sein Land brauche weitere Milliarden, um seine Haushaltsziele zu erreichen. Die griechische Wirtschaft schrumpft stärker als gedacht. Ein Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble nennt die Spekulationen "zwecklos", aber Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt öffentlich, es dürfe keine Denkverbote geben. Eine geordnete Insolvenz schließt er nicht mehr aus.

29. September 2011

Der Bundestag billigt die von den Euro-Ländern geplante Aufstockung des Rettungsfonds EFSF auf 780 Milliarden Euro, von denen 440 Milliarden an überschuldete Euro-Staaten verliehen werden können. Treten die geplanten Änderungen in Kraft, steigen die deutschen Garantien um 88 Milliarden auf 211 Milliarden Euro. Zudem erhält der Fonds dann weitere Kompetenzen: Künftig soll er an der Börse Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen, um deren Kurse zu stabilisieren. Von 611 anwesenden Abgeordneten im Bundestag stimmen 523 dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zu.

Oktober 2011

Am 26. Oktober stimmt der Bundestag schon wieder über eine Ausweitung des Rettungsfonds EFSF ab. In ihrer Regierungserklärung appelliert Kanzlerin Merkel an die Abgeordneten, ihre Rettungspolitik zu unterstützen: "Scheitert der Euro, scheitert Europa", sagt sie. 503 von 596 Abgeordneten stimmen für die Erweiterung. Auf dem anschließenden EU-Gipfel beschließen die Staats- und Regierungschefs einen Schuldenschnitt für Griechenland, eine Ausweitung des EFSF und eine Rekapitalisierung der Banken. Italien verspricht, stärker zu sparen.

Anfang November 2011
Lucas Papademos (r.) mit seinem Amtsvorgänger Giorgos Papandreou

Am 31. Oktober kündigt Griechenlands Ministerpräsident Papandreou überraschend an, er wolle seine Bevölkerung über die EU-Rettungshilfen abstimmen lassen. Europas Regierungen setzten Griechenland daraufhin unter Druck: Die nächste Kredittranche, von den Euro-Finanzministern eigentlich schon gebilligt, wird auf Eis gelegt. Am 3. November sagt Papandreou das Referendum wieder ab. Sechs Tage später kündigt er seinen Rücktritt an. Das frühere EZB-Ratsmitglied Lucas Papademos wird neuer griechischer Ministerpräsident.
 

Mitte November 2011
Mario Monti

Nach wachsendem Druck der Finanzmärkte auf Italien tritt Regierungschef Silvio Berlusconi zurück. Sein Nachfolger wird der frühere EU-Kommissar Mario Monti. Im Dezember stimmt das Parlament in Rom seinem Spar- und Sanierungsprogramm zu. Auch in Spanien wechselt die Regierung: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 20. November werden die Sozialisten abgewählt, die konservative Volkspartei (PP) mit ihrem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy siegt. Er löst im Dezember José Luis Rodríguez Zapatero als Regierungschef ab.

Dezember 2011
David Cameron in Brüssel

Am 5. Dezember, nur wenige Tage vor dem nächsten EU-Gipfel, droht die Rating-Agentur Standard & Poor's Deutschland und weiteren 14 Ländern der Euro-Zone mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ist Großbritanniens Premierminister David Cameron isoliert: Er will einen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin nicht mittragen, die anderen Länder vereinbaren den Abschluss des Regelwerks. Für sein Verhalten erntet Cameron auch im eigenen Land viel Kritik.

13. Januar 2012

Die Rating-Agentur Standard & Poor's stuft Frankreichs Kreditwürdigkeit herab. Einen Tag später entzieht sie neun weiteren Ländern die Bestnote. Auch der Krisenfonds EFSF verliert sein AAA-Rating. Die Folgen sind begrenzt: Die Zinsaufschläge für einige Krisenländer bleiben zwar hoch, sinken aber in der Tendenz. Die erste Auktion des EFSF nach seiner Herabstufung verläuft reibungslos. Allerdings nimmt die Flucht in sichere Häfen zu: Wenige Tage vor der Herabstufung von Frankreich zahlt Deutschland erstmals negative Zinsen auf kurzfristige Staatspapiere – wie zuvor die Schweiz und Dänemark.

31. Januar

Die Staats- und Regierungschefs der EU verabschieden in Brüssel den Fiskalpakt. 25 Staaten stimmen dem neuen Regelwerk zu; Großbritannien und Tschechien bleiben außen vor. Die neuen Regeln sollen ab 2013 gelten. Künftig kann die Kommission ein Defizitverfahren auch ohne die Zustimmung der Finanzminister eröffnen, immer dann, wenn die Defizitquote eines Landes drei Prozent überschreitet. Das strukturelle Defizit in den Haushalten darf in der Regel nicht mehr die Grenze von 0,5 Prozent überschreiten. Die Krisenstaaten müssen ihre Schulden um fünf Prozent jährlich abbauen. Die Regierungschefs verabschieden auch den dauerhaften Krisenmechanismus ESM, der ab Juli in Kraft treten soll. 

Zugleich machte der EZB-Chef aber deutlich, dass sich die Zentralbank mit möglichen Anleihekäufen nicht in die Rolle eines Staatsfinanzierers drängen lassen werde. "Die EZB kann innerhalb des EU-Vertrags handeln. Daher sollte nichts von ihr verlangt werden, was nicht im Vertrag steht", sagte Draghi. Es sei Aufgabe der Staaten, ihre Glaubwürdigkeit an den Finanzmärkten selbst zu stärken.

Die Details zur Änderung der EU-Verträge wollen Merkel und Sarkozy am Montag in Paris präsentieren. In Brüssel sollen dann die Staats- und Regierungschefs darüber entscheiden. Was er anstrebt, erläuterte Sarkozy bei einer Grundsatzrede zur Zukunft der EU in Toulon. Europa müsse neu überdacht werden, sagte der Präsident. Dabei bekräftigte er die Notwendigkeit eines engen Schulterschlusses mit Deutschland.

 
Leser-Kommentare
  1. Notfallplan? Das erinnert begriffkich doch sehr an die Notverordnungen des Kabinetts Brüning in der Weimarer Republik.

    Wenn jetzt die irre gewordenen Spekulanten und die verschwenderischen Regierungschefs nicht verstehen worum es geht, Gnade uns Gott!

    Europa ist nur gemeinsam stark.

    • delloc
    • 02.12.2011 um 8:40 Uhr

    Was uns die Kanzlerin erzählt, soll die Bevölkerung darüber hinweg täuschen, dass die ganze Euro-Krise ein Betrugsszenario im großen Stil ist:

    Zuerst werden die Großkonzerne und die Reichen nicht ordentlich besteuert, sodass ein staatlicher Finanzierungsbedarf künstlich entsteht.
    Statt ordentlicher Besteuerung wird ein profitables Zusatz-Geschäft durch Staatsanleihen angeboten.
    Und jetzt werden die Risikoverluste dieses Geschäftes auch noch aus der Gemeinschaftskasse bezahlt.

    Das ist perfekter Betrug!

    22 Leser-Empfehlungen
  2. Wenn sich die Transferunion schon nicht an den Mastrichter Vertrag haelt- und unsere Politiker damit ungestraft davonkommen - brauchen wir sicher keine neuen Vertraege, die dann natürlich auch wieder ganz nach Bedarf (ungestraft)gebrochen werden!
    Mir wird schlecht wenn ich diese Augenwischrei lesen muss!

    25 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • joG
    • 02.12.2011 um 12:11 Uhr

    ....entstanden ist, dass die politische Elite des Kontinents tückisch war mit der Durchsetzung eines Vertragswerks für die EU, das sie im Zweifel und ohne Not zu brechen bereit waren. Das ist ein schwerer Vorwurf. Es ist eine der schwersten Vorwürfe, die man in einem demokratischen Rechtsstaat erheben kann, da er besagt, dass die Betreffenden die Grundordnung missbraucht und sogar zerstört haben.

    Unter diesem Aspekt kann man Merkels Vorstoß sehen, die Verträge zu ändern. Letztlich ist das Argument hinter den Worten, dass man den Politikern nicht trauen konnte und daher eine Technokratie einrichten will, um sicher zu stellen, dass Regierungen gezwungen werden sich legal zu verhalten und um verlorenes Vertrauen wieder zu erlangen. Es scheint ein System entstehen zu sollen, das Automatismen einführt und Politik und damit auch demokratischen Prozess zwangsläufig reduziert.

    Nun muss man da an die Bundesbank denken. Sie beruhte auch auf diesem Fundament. Und sie funktionierte sehr gut. Vielmehr muss man vielleicht sagen, sie hatte sich bewährt, bis politische Gründe entstanden, sie zu zwingen. So können unter normalen Umständen Technokratien zur Erledigung mancher Probleme besser funktionieren als demokratische Entscheidungen.

    Das hat, wie Hayeck in seinem Büchlein "The Road to Serfdom" bemerkt, auch gewisse Nachteile, wenn man eine freiheitliche Demokratie sein will. Aber die Durchsetzung der EU Verfassung oder Maastrichts zeigte, dass das keine Priorität ist.

    • joG
    • 02.12.2011 um 12:11 Uhr

    ....entstanden ist, dass die politische Elite des Kontinents tückisch war mit der Durchsetzung eines Vertragswerks für die EU, das sie im Zweifel und ohne Not zu brechen bereit waren. Das ist ein schwerer Vorwurf. Es ist eine der schwersten Vorwürfe, die man in einem demokratischen Rechtsstaat erheben kann, da er besagt, dass die Betreffenden die Grundordnung missbraucht und sogar zerstört haben.

    Unter diesem Aspekt kann man Merkels Vorstoß sehen, die Verträge zu ändern. Letztlich ist das Argument hinter den Worten, dass man den Politikern nicht trauen konnte und daher eine Technokratie einrichten will, um sicher zu stellen, dass Regierungen gezwungen werden sich legal zu verhalten und um verlorenes Vertrauen wieder zu erlangen. Es scheint ein System entstehen zu sollen, das Automatismen einführt und Politik und damit auch demokratischen Prozess zwangsläufig reduziert.

    Nun muss man da an die Bundesbank denken. Sie beruhte auch auf diesem Fundament. Und sie funktionierte sehr gut. Vielmehr muss man vielleicht sagen, sie hatte sich bewährt, bis politische Gründe entstanden, sie zu zwingen. So können unter normalen Umständen Technokratien zur Erledigung mancher Probleme besser funktionieren als demokratische Entscheidungen.

    Das hat, wie Hayeck in seinem Büchlein "The Road to Serfdom" bemerkt, auch gewisse Nachteile, wenn man eine freiheitliche Demokratie sein will. Aber die Durchsetzung der EU Verfassung oder Maastrichts zeigte, dass das keine Priorität ist.

  3. das sich in Europa alle einig sind bezüglich der Ursache der Kriese! Das kann - da ich ja Europaer bin- ja nur der Euro sein!
    Um so unverstaendlicher warum sie eine Fäkalunion will statt die DM!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ist das ein Freudscher "Verschreiber" - oder kennen Sie wirklich nicht den Unterschied zwischen "Fäkal" und "Fiskal"?

    Ist das ein Freudscher "Verschreiber" - oder kennen Sie wirklich nicht den Unterschied zwischen "Fäkal" und "Fiskal"?

  4. ...ihre Rede auf "phoenix" !!
    Die üblichen Allgemeinplätze ! Nichts Definitives, keine Benennung von Schuldigen oder Restriktionen, nur das übliche Wischwaschi : Was man tun sollte, könnte, dürfte, etc., etc., bla bla bla !
    Ich schau mir lieber Spangebob an !

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    die Meisten umschalten auf Spongebob statt auf die Strasse zu gehen...

    die Meisten umschalten auf Spongebob statt auf die Strasse zu gehen...

  5. 6. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf provozierende Vergleiche. Danke, die Redaktion/mk

  6. Die wirtschaftlich starken Länder der Euro-Zone können nicht andere Länder zu Reformen zwingen können. Die fehlende demokratische Legimation ist kaum überwindbar und die Gefahr Feindbilder zu provozieren ist nun mal auch existent.

    Die Alternative zu Reformen ist aber die Finanzierung von Korruption und Misswirtschaft. Durch Transferzahlungen (allein) entstehen keine wirtschaftlichen Perspektiven.
    Die wirtschaftlich starken Länder der Euro-Zone verlieren durch Transferzahlungen an internationaler Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensumstände der Bürger verschlechtern sich.
    Nur Unwissenheit der Bürger schützt Merkel.

    Das eigentliche zentrale Problem an der aktuellen Euro-Krise ist aus meiner Sicht, dass private Großbanken nicht Insolvenz gehen dürfen. Mit nur 10% Eigenkapital darf eine Bank nicht mal substantielle Verluste schreiben.
    Dies ist aus simplen logischen Gründen unvereinbar mit Marktwirtschaft und Demokratie, weil es perverse Anreize schafft und den Banken unbegrenztes Erpressungspotential gibt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • knuham
    • 02.12.2011 um 12:29 Uhr

    (1)Die Staatshaushalte beruhen über das von ihnen selbständig erzielbare Maß an Einnahmen auf Fremdfinanzierung. Damit stehem sie also auf mehreren "Säulen".
    (2)Banken sind in hohem Maß vernetzt, national, kontinental, global. Es hat sich heraus gestellt (Lehmann), dass too-big-to-fail-Effekte in einer Art Kettenreaktion auftreten können, also im Konkursfall andere Marktteilnehmer betroffen sind und damit auch Staaten, die auf "ihre" Banken als Finanziers der Staathaushalte(siehe 1) angewiesen sind.
    (3)Es müssen Strategien entwickelt werden, die die Risiken für die Gemeinschaftseinrichtungen (=Staaten) abbauen und beseitigen.
    (4)Falsche Ratings haben die Einschätzungen der Finanziers selbst in 2007 verzerrt und zum Fast-Zusammenbruch der US-Finanzwirtschaft und damit der globalen Anleihemärkte geführt und eine Kettenreaktion ausgelöst. Das too-big-to-fail-Problem ist als ex-post-Problem identifiziert worden, und besagt, dass eine Kettenreaktion nur gestoppt werden kann, wenn keine weiteren Banken kollabieren, d.h. es ist ein Problem in einem festen Kontext, nicht mehr und nicht weniger.
    (5)Das Hauptrisiko für Finanziers besteht gegenwärtig darin, dass sie Staatsanleihen halten, die bisher als risikofrei galten und für die kein Eigenkapital hinterlegt sein muss. Die Einschätzungen betreffs der Solvenz der Staaten ist im "ständigen Fluss" (im Kontext der US-Ratingagenturen).
    (6)Die Gefahr besteht, dass mit Defaults neue Bankpleiten eintreten können und wieder (->2) droht.

    Es zeigt sich gerade jetzt täglich von neuem, wie völlig chaotisch und unter Missachtung der Warnungen aller Wirtschaftswissenschaftler man damals bei Einführung des Euro vorging, als unsere Politiker ihn planlos, übereilt und ohne Volksabstimmung den Staaten der Eurozone aufzwangen.

    • knuham
    • 02.12.2011 um 12:29 Uhr

    (1)Die Staatshaushalte beruhen über das von ihnen selbständig erzielbare Maß an Einnahmen auf Fremdfinanzierung. Damit stehem sie also auf mehreren "Säulen".
    (2)Banken sind in hohem Maß vernetzt, national, kontinental, global. Es hat sich heraus gestellt (Lehmann), dass too-big-to-fail-Effekte in einer Art Kettenreaktion auftreten können, also im Konkursfall andere Marktteilnehmer betroffen sind und damit auch Staaten, die auf "ihre" Banken als Finanziers der Staathaushalte(siehe 1) angewiesen sind.
    (3)Es müssen Strategien entwickelt werden, die die Risiken für die Gemeinschaftseinrichtungen (=Staaten) abbauen und beseitigen.
    (4)Falsche Ratings haben die Einschätzungen der Finanziers selbst in 2007 verzerrt und zum Fast-Zusammenbruch der US-Finanzwirtschaft und damit der globalen Anleihemärkte geführt und eine Kettenreaktion ausgelöst. Das too-big-to-fail-Problem ist als ex-post-Problem identifiziert worden, und besagt, dass eine Kettenreaktion nur gestoppt werden kann, wenn keine weiteren Banken kollabieren, d.h. es ist ein Problem in einem festen Kontext, nicht mehr und nicht weniger.
    (5)Das Hauptrisiko für Finanziers besteht gegenwärtig darin, dass sie Staatsanleihen halten, die bisher als risikofrei galten und für die kein Eigenkapital hinterlegt sein muss. Die Einschätzungen betreffs der Solvenz der Staaten ist im "ständigen Fluss" (im Kontext der US-Ratingagenturen).
    (6)Die Gefahr besteht, dass mit Defaults neue Bankpleiten eintreten können und wieder (->2) droht.

    Es zeigt sich gerade jetzt täglich von neuem, wie völlig chaotisch und unter Missachtung der Warnungen aller Wirtschaftswissenschaftler man damals bei Einführung des Euro vorging, als unsere Politiker ihn planlos, übereilt und ohne Volksabstimmung den Staaten der Eurozone aufzwangen.

  7. Klausel vor die Öffentlichkeit trat und verkündete "Man werde Griechenland und den €uro" [als ob das dasselbe wäre, du Depp] "um jeden Preis und bis zur letzten Kugel verteidigen" - dieser Politiker gehört an die Tore des europäischen Parlaments genagelt.
    Denn erst mit diesem Signal ging der Untergang so richtig los.
    Andernfalls wäre Griechenland längst bankrott, mangels Aussicht auf deutsche Geldgeschenke freiwillig aus dem Euro 'raus und würde längst unter strengen Auflagen vom IWF durchgfüttert.
    Der Buhmann wäre der IWF und nicht Deutschland.
    Aber nein, da musste so ein verdammter Polit-Dödel seinem Sprechdurchfall freien Lauf lassen den Mist haben die anderen dann aufgegiffen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dieser Barroso und auch Junckers könnten im Rückblick als die Totengräber der Europäischen Union angesehen werden.
    Im Grunde konnte die deutsche Regierung in der Euro-Schuldenkrisekrise immer nur zu den Ereignissen Stellung nehmen und auf die Forderungen solcher Leute reagieren.
    Wenn nun in jüngster Zeit sich Deutschland immer neueren Forderungen verschließt und gleichzeitig eigene Vorschläge zur vermeintlichen Krisenbewältigung darlegt, so wird es in den Bringschuldländern angefeindet. Hierzulande wird dann die Bundeskanzlerin aus parteipolitischen Gründen gar der Unfähigkeit bezichtigt. Dies gerade von denen, die der Vergemeinschaftung der Euroschulden das Wort reden.
    Und selbst der von mir ansonsten sehr geschätze Helmut Schmidt mischt nun wieder in der Tagespolitik mit um die Chancen seines von ihm protegierten (verspäteten) Nachfolgers Steinbrück zu verbessern. Selbst wenn Steinbrück der bessere Kanzler wäre - was ich durchaus glauben könnte - so ist jetzt nicht die Zeit der Eigenprofilierung und des Parteiengezänks.
    Europa steht am Abgrund und Deutschland ist Teil dieses Europas.

    Dieser Barroso und auch Junckers könnten im Rückblick als die Totengräber der Europäischen Union angesehen werden.
    Im Grunde konnte die deutsche Regierung in der Euro-Schuldenkrisekrise immer nur zu den Ereignissen Stellung nehmen und auf die Forderungen solcher Leute reagieren.
    Wenn nun in jüngster Zeit sich Deutschland immer neueren Forderungen verschließt und gleichzeitig eigene Vorschläge zur vermeintlichen Krisenbewältigung darlegt, so wird es in den Bringschuldländern angefeindet. Hierzulande wird dann die Bundeskanzlerin aus parteipolitischen Gründen gar der Unfähigkeit bezichtigt. Dies gerade von denen, die der Vergemeinschaftung der Euroschulden das Wort reden.
    Und selbst der von mir ansonsten sehr geschätze Helmut Schmidt mischt nun wieder in der Tagespolitik mit um die Chancen seines von ihm protegierten (verspäteten) Nachfolgers Steinbrück zu verbessern. Selbst wenn Steinbrück der bessere Kanzler wäre - was ich durchaus glauben könnte - so ist jetzt nicht die Zeit der Eigenprofilierung und des Parteiengezänks.
    Europa steht am Abgrund und Deutschland ist Teil dieses Europas.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service