Rating Standard & Poor´s prüft Herabstufung europäischer Banken

Zahlreiche wichtige Banken in Europa könnten in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft werden, hat die Rating-Agentur angekündigt. Auch die Deutsche Bank wäre betroffen.

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Die Rating-Agentur Standard & Poor´s (S&P) prüft eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit zahlreicher europäischer Banken. Unter den Banken, die die Agentur unter verschärfte Beobachtung stellte, sind auch die Deutsche Bank und die Commerzbank. In Frankreich sind mit BNP Paribas, BPCE, Crédit Agricole und Société Générale vier Geldinstitute betroffen. Weitere sollten folgen, hieß es. 

S&P hatte am Montag angekündigt, die Einstufungen von 15 Euro-Ländern wegen der anhaltenden Schuldenkrise zu überprüfen. Deutschland oder auch Frankreich könnten dabei ihre Bonität von AAA verlieren. Nun auch die Banken aus diesen Ländern genauer zu beobachten, ist eine logische Folge aus dieser Ankündigung. Entscheidend bleibt der Ausgang des EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag. Dort sollen Lösungen für die Schuldenkrise gefunden werden.

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Eine weitere Ankündigung der Rating-Agentur erhöhte den Druck auf Europas Politiker zusätzlich. Demnach soll möglicherweise auch die sehr gute Kreditwürdigkeit der Europäischen Union um eine Stufe abgesenkt werden. S&P hat nun 90 Tage Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Ein gutes Rating ist die Voraussetzung dafür, dass sich Staaten oder auch Firmen zu günstigen Konditionen frisches Geld am Kapitalmarkt besorgen können.

 
Leser-Kommentare
  1. Wie ist eigentlich das Rating von S&P?

    Und vor allem: Wer Rated die?

    (Bevor hier die Finanzkeksperten aus dem Büschen springen: Dies ist eine rhetorische Frage!)

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    • an-i
    • 08.12.2011 um 0:28 Uhr

    ...da habe ich meine probleme. wenn eine us privatfirma, die mit ihrer beurteilung- oder nennen wir es ratings, sehr viel geld verdient, und nicht unbedingt neutral ist, dann auch noch über die demokratische zustände anderer staaten urteilt, in diesem fall sogar über europa, dann gute nacht...es ist eindeutig ein krieg der finanzeliten $ gegen den €, und mit demokratie hat das nichts zu tun. eigentlich ein fall für den strafgerichtshof...

    • an-i
    • 08.12.2011 um 0:28 Uhr

    ...da habe ich meine probleme. wenn eine us privatfirma, die mit ihrer beurteilung- oder nennen wir es ratings, sehr viel geld verdient, und nicht unbedingt neutral ist, dann auch noch über die demokratische zustände anderer staaten urteilt, in diesem fall sogar über europa, dann gute nacht...es ist eindeutig ein krieg der finanzeliten $ gegen den €, und mit demokratie hat das nichts zu tun. eigentlich ein fall für den strafgerichtshof...

  2. soll hier etwa ein drohzenario aufgebaut werden..? wenn ja warum und was soll es bewirken? anscheinend fehlen uns hier wichtige informationen um die gesamtlage und verstehen..

    wie es immer ist..man bekommt paar brocken hingeworfen an denen sich die öffentlichkeit abarbeiten kann aber die wichtigen entscheidungen und deren hintergründe bleiben unbeleuchtet..

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  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/mo.

    • an-i
    • 08.12.2011 um 0:28 Uhr

    ...da habe ich meine probleme. wenn eine us privatfirma, die mit ihrer beurteilung- oder nennen wir es ratings, sehr viel geld verdient, und nicht unbedingt neutral ist, dann auch noch über die demokratische zustände anderer staaten urteilt, in diesem fall sogar über europa, dann gute nacht...es ist eindeutig ein krieg der finanzeliten $ gegen den €, und mit demokratie hat das nichts zu tun. eigentlich ein fall für den strafgerichtshof...

    Antwort auf "Wie ist eigentlich..."
  4. Ich meine, da stehen zum einen die europ. Ländern mit
    tatsächlich einem Batzen an Schulden, dass einem schwindlig
    wird. Bloß- in den USA ist das doch auch nicht besser.
    Habe das Gefühl, die arbeiten - wie auch immer- auf eigene
    Rechnung, besonders fällt das so unangenehm auf, da
    nicht mal abgewartet werden kann, was beim neuen Gipfel
    beschlossen wird- oder beschlossen werden kann.
    Kann nicht erkennen, wem das nun gerade helfen soll oder
    kann.
    Hoffe aber, dass Frau Merkel insofern die Linie hält, dass
    man einen Kontrollmechanismus installieren kann- wenn schon
    alle bezahlen. Was ich in Ordnung finde, denn Verträge sind
    Verträge und überdies hat wohl keiner wirklich ein Auge
    auf die absolute Ungleichheit in den einzelnen Ländern geworfen.
    Griechenland hat dieses marode System doch schon länger als
    sie in der EU sind- keinen hat das gekümmert.
    Jetzt aber muss man doch dafür sorgen, dass diesen Ländern
    zwar geholfen wird, aber sich die Maßstäbe doch mehr
    angleichen.
    Man denke an die Rentenzeiten in diesen Ländern und vor
    allem an die Beträge, die sie dort erhalten.
    Das sollte dringend angeglichen werden und überhaupt
    darf nicht der Eindruck entstehen, man könne so weitermachen,
    die anderen werden es schon bezahlen.
    Die Rating Agenturen sollte man dringend unter die Lupe
    nehmen- niemals sind sie unabhängig, das ist ein Trugschluß.

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    • joG
    • 08.12.2011 um 9:34 Uhr

    ....die Verschuldung. Diese ist zwar sehr hoch und sollte unter allen Umständen verringert werden. Das eigentliche Problem jedoch ist, dass sie nicht in ihrer eigenen Währung verschuldet sind sondern in einer in wesentlichen Aspekten Fremdwährung.

    • joG
    • 08.12.2011 um 9:34 Uhr

    ....die Verschuldung. Diese ist zwar sehr hoch und sollte unter allen Umständen verringert werden. Das eigentliche Problem jedoch ist, dass sie nicht in ihrer eigenen Währung verschuldet sind sondern in einer in wesentlichen Aspekten Fremdwährung.

  5. ... es am Anfang bei der Griechenlandmisere ausgereicht hätte den Märkten durch die EZB unmißverständlich zu sagen: "ein EURO-Land kann in seiner gesetzlichen Währung nicht Pleite gehen".
    -
    Wenn es einen Plan gegeben hätte die Bevölkerung der EU maximal zu plündern - dann hätten die bisherigen Maßnahmen des Regimes Merkel als perfekte Blaupausen für eine solche Beraubung getaugt.
    -
    Der Schaden der dadurch ... ... man muß sich nur mal vorstellen einer von uns benötigt Geld und möchte sich am Kapitalmarkt (in unserem Fall Bank oder Sparkasse) finanzieren. - Und als die Bank dann fragt wann sie es denn zurückbekommt veröffentlicht ein Familienangehöriger in der Zeitung mehrere Beiträge. Zuerst, daß für ausnahmslos alle Familienmitglieder gilt: "laufende Kredite werden nicht mehr sicher zurückbezahlt."
    Und etwas später, als der Veröffentlicher selbst zu spüren bekommt was er reputativ angerichtet hat: "Auch wenn die Familienmitglieder zusammenlegen so viel sie können, kriegen sie gar nicht genug Geld zusammen um die Kredite bedienen zu können".
    -
    Wer steht für die verursachten Schäden gerade?
    Wann werden die Verantwortlichen eingesperrt?

  6. Aaaah..S&P...waren das nicht die Jungs, die den Lehman Brothers noch kurz vor dem Kollaps ein AAA bescheinigt hatten?

    Solche Versager haben eine Glaubwürdigkeit unterhalb von Ramsch!
    Selbst die US-Regierung bezweifelt massiv die Glaubwürdigkeit und Integrität von S&P
    http://www.guardian.co.uk...

    Wie man diesen Ratings noch irgendetwas Reelles abgewinnen kann ist nicht ganz nachvollziehbar.

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    Nicht nur Lehman Brothers wurde mit einem Triple-A Rating gekrönt, auch andere US-Unternehmen. Dies war die Bankrotterklärung einer Ratingagentur, die heute Europas Zukunft beurteilen möchte und auf deren Ratschluss sich die Märkte offensichtlich noch immer verlassen. Da die EU Regierungschefs die Märkte so fürchten - Zitat: Die Märkte sind beunruhigt - werden sie alles tun, die Erwartungen zu erfüllen. Wenn Bankrotterklärungen aber die Grundlage des EU Rettungsplanes sind, kann dabei nur Bankrott entstehen.
    Realsatire ist eben doch die beste Unterhaltung, schade nur, dass es so teuer ist und wir uns in der Krise nur so wenig davon leisten können.

    Nicht nur Lehman Brothers wurde mit einem Triple-A Rating gekrönt, auch andere US-Unternehmen. Dies war die Bankrotterklärung einer Ratingagentur, die heute Europas Zukunft beurteilen möchte und auf deren Ratschluss sich die Märkte offensichtlich noch immer verlassen. Da die EU Regierungschefs die Märkte so fürchten - Zitat: Die Märkte sind beunruhigt - werden sie alles tun, die Erwartungen zu erfüllen. Wenn Bankrotterklärungen aber die Grundlage des EU Rettungsplanes sind, kann dabei nur Bankrott entstehen.
    Realsatire ist eben doch die beste Unterhaltung, schade nur, dass es so teuer ist und wir uns in der Krise nur so wenig davon leisten können.

    • TeCe
    • 08.12.2011 um 1:55 Uhr
    8. Timing

    "Demnach soll möglicherweise auch die sehr gute Kreditwürdigkeit der Europäischen Union um eine Stufe abgesenkt werden."

    Na, damit sind Euro-Bonds wohl gänzlich aus dem Rennen.

    Ansonsten eine logische Vorgehensweise: Wenn Staaten herabgestuft werden, sind als nächstes die zugehörigen Banken dran. Das war im Sommer bei den USA ebenso der Fall.
    Aber man beachte das Timing. Das trägt nicht gerade zur Beruhigung der Finanzmärkte bei. Aber daran haben die Ratingagenturen natürlich auch kein Interesse.
    Und ich fress einen Besen, wenn da kein Insiderhandel nachzuweisen wäre. Dollar hoch, Euro runter, Gold hoch,
    AAA-Anleihen hoch. Wenn man das alles steuern kann lässt sich damit eine sehr große Menge Geld verdienen.

    Eine Leser-Empfehlung

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