Rohstoffe Südafrika fürchtet den Wassermangel
Wasser ist in Südafrika knapp – und der Bedarf wächst. Forscher warnen: Wenn nichts geschieht, wird es bald nichts mehr zu verteilen geben.

Bauer in Ceres, im Westen Südafrikas
Wenn Mao Amis seine Sorgen verdeutlichen will, zeichnet er eine Karte von Südafrika. Der Wasserexperte des World Wildlife Fund (WWF) skizziert darauf die Erhöhungen des Landes, von Kapstadt im Süden, an Durban vorbei, weiter die Küste hinauf. "Hier bleiben die Wolken hängen", sagt er und deutet auf eine Bergkette im Osten. "Weiter im Landesinnern kommt dann kein Regen mehr an."
Amis hat für den WWF untersucht, wie sich die Wasserversorgung des Landes entwickeln wird. Die Prognose des Fachmanns ist düster. Schon heute ist das Wasser in Südafrika ungleich verteilt – und knapp. Gleichzeitig wächst der Bedarf der Industrie, der Landwirtschaft und der Privathaushalte. In 15 bis 20 Jahren, warnt die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), könnte es nichts mehr zu verteilen geben. Dann wird der Mangel akut.
"In Südafrika fallen deutlich weniger Niederschläge als im weltweiten Durchschnitt", sagt Amis. Über das ganze Land hinweg sind es nur knapp 500 Millimeter im Jahr. Die besonders trockenen Regionen im Westen verzeichnen weniger als 100 Millimeter Regen jährlich. Im Südosten hingegen gibt es mehr als genug Wasser – so viel, dass Experten sogar mit Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels rechnen. Im Westen des Landes und weiter im Innern könnte der Klimawandel die Trockenheit noch verstärken, sagt Amis. Hier liegen die Hauptstadt Johannesburg, die großen Kohlevorkommen des Landes und auch die Kohlekraftwerke, die Südafrika mit Energie versorgen. Sie alle sind große Wasserkonsumenten.
Den größten Anteil der südafrikanischen Wasserressourcen aber verbraucht die Agrarwirtschaft. Auf sie entfallen der FAO zufolge etwa 60 Prozent des Verbrauchs. In weiten Teilen des Landes reicht der Regen schon heute nicht für den Ackerbau aus. Die Flächen werden als Weideland genutzt. Pflanzen, die dort angebaut werden, müssen künstlich bewässert werden.
Weil die Bewässerungsanlagen aber teuer sind und sich nur rentieren, wenn die Feldfrüchte hohen Gewinn versprechen, werden nur etwa zehn Prozent der Ackerfläche mit zusätzlichem Wasser versorgt. Dennoch ist die Verschwendung groß. Die Bauern nutzen kaum wassersparende Techniken. "Eigentlich erhalten sie Lizenzen über eine bestimmte Wassermenge, die sie höchstens verbrauchen dürfen", sagt Amis. "Aber die Behörden können die Beschränkungen kaum durchsetzen. Viele Farmer legen einfach eine Wasserleitung mitten ins Feld und lassen es laufen."
- Datum 08.12.2011 - 16:29 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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ist Pretoria und nicht Johannesburg, wie im vierten Abschnitt irrtümlicherweise behauptet.
es gibt also nicht zu wenig Wasser, es ist eine Frage der Verteilung.
Die Hälfte der Häuser hat keinen Wasseranschluss.
Die Farmer vergeuden Wasser.
Nun, das kann man doch alles in den Griff kriegen.
Da sieht man mal wieder, dass Journalisten im Zweifel nichts verstehen.
Ich versuchs mit einem Vergleich aus deren Welt:
Wasser ist etwa so wie Geld. Das wird nicht "konsumiert", sondern verwendet und dann weitergegeben. Auf die Förderung des Kreislaufes kommt es an! Auch mit 500 mm im Jahr kann es lustig rund gehen.
In Wirklichkeit sind die Dinge aber beim Wasser schwieriger als beim Geld. Letzteres stinkt nicht.
die Unfähigkeit die lokalen Gegebenheiten vernünftig zu nutzen.
Fragt sich nur, warum solche misswirtschaft nur dann die Aufmerksamkeit der 4ten Gewalt erfährt, wenn irgendein XXXX etwas von KW schwafelt?
Und wer läßt sich denn, so noch bei Verstand, davon überrasschen das in semiariden und ariden Gebieten weniger Niederschlag fällt "als im Durchschnitt"? Was kennzeichnet solche Gebiete nochmal?
Aus hydrologischer Sicht sind die hier vorgetragenen "Zusammenhänge" suggestiv, das ist "geistige Umweltverschmutzung", um so mehr, als gerade in Gebieten mit geringer Grundwasserneubildung recht einfach eine Änderung des lokalen Klimas gemessen werden kann!!!
Aus der allg. Haushaltsgleichung sind zudem belastbare AUssagen über die tatsächliche WAsserbilanz möglich.
Wo sind diese Werte, die ja sicher erhoben worden sind, um die hier vorgebrachten Hypothesen zu untermauern?
MfG Karl Müller
An den Küsten heißer Länder könnte durch Ionenkraftwerke
Wasser erzeugt werden. In heißen Ländern könnten unter den
schattigen Flächen von Solarkraftwerken mehr Nahrungsmittel
wachsen. Die Solarkraftwerken produzieren auch den Strom zum
weiter pumpen des Trinkwassers in Dürreregionen.
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