Griechenland EZB drohen Verluste durch Schuldenschnitt
Eigentlich sollten nur die privaten Gläubiger von dem Schuldenschnitt in Griechenland betroffen sein. Nun muss womöglich auch die Zentralbank auf Milliarden verzichten.
In der EU schwindet die Hoffnung auf eine freiwillige Umschuldung in Griechenland. Nach Informationen der ZEIT rechnen führende europäische Währungspolitiker damit, dass Griechenland die Vertragsbestimmungen für seine Staatsanleihen ändert und damit seine Gläubiger dazu zwingt, auf Teile ihres Geldes zu verzichten.
Auf diese Weise könnte auch die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Umschuldung gezwungen werden. Die Notenbank hält griechische Anleihen im Wert von etwa 40 Milliarden Euro und ist bislang nicht an den Gesprächen zu einer Umschuldung beteiligt. Wenn die EZB ihre griechischen Anleihen abschreiben muss, wird der Steuerzahler belastet, weil die Zentralbank dann weniger Gewinne ausschütten kann.
Die EZB könnte zwar versuchen, sich einem solchen Vorgehen zu widersetzen, doch hochrangige Notenbanker schätzen einen solchen Schritt als riskant ein. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Alle Anleihebesitzer zu Forderungsverzicht zwingen
Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt für Griechenland sind bisher zu keinem Ergebnis gelangt. Nach bisherigem Stand sollen die Gläubiger auf etwa 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten, damit der Schuldenstand Griechenlands auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt wird. Für den Internationalen Währungsfonds ist das die Voraussetzung für ein neues Hilfsprogramm für die Griechen.
Einen derart hohen Verzicht aber würden eine ganze Reihe von Banken und andere Gläubiger wohl nicht freiwillig leisten, hieß es in EU-Kreisen. Deshalb sollen die Anleiheverträge so geändert werden, dass eine einfache Mehrheit der Gläubiger alle Anleihebesitzer zu einem Forderungsverzicht zwingen kann. Das ist für die an der Umschuldung beteiligten Institute sinnvoll, weil die Kosten für jeden einzelnen Gläubiger geringer sind, je mehr Gläubiger sich am Schuldenschnitt beteiligen. Schließlich wird die Last so auf mehrere Schultern verteilt.
- Datum 25.01.2012 - 16:40 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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die nachträglich erfolgen ,sind eigentlich in keiner Demokratie legal, dann könnte unsere Regierung auch nachträglich die Gesetze zur EE-Einspeisung ändern.
Die Ratingagenturen würden dies sicherlich als ´´default´´ ansehen, die Ausfallversicherungen, die vor allem von griech. Banken gegeben wurden wären damit fällig, damit gingen die pleite, das wird alles noch sehr interessant werden und wir können nur hoffen, das Vernunft einzieht und der EURO schnellstmöglich abgeschafft wird.
Wir alle können nur hoffen, dass auch die EZB bluten wird. Denn dann endlich kommt die Wahrheit in Sachen Rettungsschirme und Euro zumindest tröpfchenweise auch bei den Menschen in Deutschland an. Dann endlich kommen Forderungen und nicht nur verdrängbare Bürgschaften mit Lasten für zukünftige Generationen auf uns zu. 40 Mrd. Euro bedeuten für Deutschland bei einem Schuldenschnitt von 70 Prozent knapp 10 Mrd Euro an Kosten - gleich hier und bar abzudrücken. Die EZB wird mangels eigener Finanzstärke diese Rechnung an die Bundesbank weiterreichen. Dann wird auch klar, dass weitere 200 Mrd. Euro an faulen Anleihen bei der EZB lagern, zusätzlich 500 Mrd. Euro an Krediten an klamme südeuropäische Banken, die mit Schrottanleihen (Bierdeckelanleihen) besichert sind und 500 Mrd. Euro an Target2-Verpflichtungen zuungunsten der deutschen Bundesbank in den Büchern stehen. Wir haben schon jetzt Bürgschaften übernommen, die den gesamten Aufbau Ost übersteigen!
Ich stimme Ihnen zu, natürlich wäre es gut, wenn die "Es sind och nur Bürgschaften" Litanei ein Ende hätte. Wir sind uns aber doch wahrscheinlich einig, was passieren wird.
Natürlich werden die Kosten über Kredite finanziert und nicht durch Einsparungen oder Steuererhöhungen. IWF und Weltbank trommeln doch schon, Deutschland solle nicht zu sehr auf Haushaltskonsolidierung achten. Das ist kein Zufall, das Feld wird vorbereitet.
Grüße
Ich stimme Ihnen zu, natürlich wäre es gut, wenn die "Es sind och nur Bürgschaften" Litanei ein Ende hätte. Wir sind uns aber doch wahrscheinlich einig, was passieren wird.
Natürlich werden die Kosten über Kredite finanziert und nicht durch Einsparungen oder Steuererhöhungen. IWF und Weltbank trommeln doch schon, Deutschland solle nicht zu sehr auf Haushaltskonsolidierung achten. Das ist kein Zufall, das Feld wird vorbereitet.
Grüße
wären hinnehmbar, wenn der griechische Staat tatsächlich tiefgreifende Wirtschaftsreformen durchführen würde. Wäre das Zunftwesen z. B. in der Transportindustrie abgeschafft, wäre das Katasterwesen auf das Niveau eines zivilisierten Landes gebracht, wären die Steuerhinterzieher enteignet, das Rentenalter auf eine mit dem übrigen Europa vergleichbare Altersstufe heraufgesetzt, wären unnötige Leute im öffentlichen Dienst endlich entlassen, wäre die Kirche gezwungen, Grundsteuer zu zahlen, gäbe es eine nachprüfbare Rechnungsführung bspw. in den Arztpraxen oder im Einzelhandel oder den Restaurants usw. usw., dann wäre ein Schuldenschnitt hinnehmbar. Nicht aber, wenn die griechische Misswirtschaft weiter stattfinden darf. Dann sollte bspw. mit Verpfändungen (der Flughäfen, der Seehäfen, der Banken, des Reedereiwesens, der touristischen Infrastruktur, der Kunstschätze usw.) gearbeitet werden, die von den Griechen als Sicherheiten für neuerliches Geld aus dem Ausland anzubieten wären, bis in dem Land ordentliche Verhältnisse eingerichtet sind.
... dass jeder informierte Bürger schon seit geraumer Zeit wusste, dass dies so eintreffen wird und es alle Politiker und auch größtenteils Journalisten die Wahrheit dargestellt haben.
Jetzt, nachdem alle Zahlungen geleistet worden sind an Griechenland, ja jetzt wird die Wahrheit geliefert, nachdem nun niemand mehr etwas machen kann. Auf diese Weise verarschen auch gewiefte Pubertierende ihre Eltern.
Ich stimme Ihnen zu, natürlich wäre es gut, wenn die "Es sind och nur Bürgschaften" Litanei ein Ende hätte. Wir sind uns aber doch wahrscheinlich einig, was passieren wird.
Natürlich werden die Kosten über Kredite finanziert und nicht durch Einsparungen oder Steuererhöhungen. IWF und Weltbank trommeln doch schon, Deutschland solle nicht zu sehr auf Haushaltskonsolidierung achten. Das ist kein Zufall, das Feld wird vorbereitet.
Grüße
Die EZB, die die griechischen Staatsanleihen doch wohl allesamt lange nach der Emission mit erheblichen Abschlägen gekauft hat, soll sich nicht am sogenannten Schuldenschnitt beteiligen?!
Was soll denn bitte die darin verborgene Logik sein? Das man als EZB noch unbedingt an den Schulden der Griechen verdienen muss? Wem soll denn ein solches Konstrukt irgendwas bringen?
Letztendlich stellt sich doch die Frage, wer die "Kreditversicherungen" für die griechischen Staatsanleihen emittiert hat.
Ich würde sogar behaupten: Da die CDWs auf die Anleihen deren Volumen sicherlich übersteigen, braucht man doch nur gelassen abwarten, bis die Emittenten der CDWs die griechischen Anleihen aufkaufen und dann einem Schuldenschnitt zustimmen. Sonst würden ja die CDWs fällig, was viel teurer ist :-).
Die Gewinne der EZB werden gar nicht und nie zurueckgezahlt die wandern in eine Rueckstellung. Das sollte auch ein Journalist der Zeit wissen. Den deutschen Buerger wird da nicht ein Haar gekruemmt. Die FED haT das mit Suedamerika auch gemacht. Dem US amerikanischen Buerger kostete das gar nix.Wer ueber solche Sache schreibt sollte besser recherchieren als Panik zu schueren. Die Logik dahinter ist macht die EZB das, dann werden andere das auch machen. Macht die EZB das nicht, dann machen die anderen nicht mit denn es ist in Europa rund, Merkel ist Madame NO.... Es ist doch ein Irrsin, wir alle haben den Euro, eine EZB, wozu Laenderbanken ???? Das zeigt, an Europa ist niemand interessiert oder niemand hat es verstanden. Europa ist nicht ein Selbstbedienungsladen in fetten Jahren, (Subventionen) Eurapa wird und muss auch diese Krise meistern sonst sind wir als Handelspartner unten durch
...wenn man nicht zwischen Gewinnen und Verlusten sowie zwischen Rückstellungen und Rücklagen unterscheiden kann. Zum Thema Bilanzierung gibt es viel gute Literatur.
Wenn die EZB hohe Abschreibungen vornehmen müsste, kann u.U. eine Kapitalerhöhung erforderlich sein. Die übernehmen letztlich die Steuerzahler, der deutsche Steuerzahler zu rd. 27%.
Grüße
...wenn man nicht zwischen Gewinnen und Verlusten sowie zwischen Rückstellungen und Rücklagen unterscheiden kann. Zum Thema Bilanzierung gibt es viel gute Literatur.
Wenn die EZB hohe Abschreibungen vornehmen müsste, kann u.U. eine Kapitalerhöhung erforderlich sein. Die übernehmen letztlich die Steuerzahler, der deutsche Steuerzahler zu rd. 27%.
Grüße
Deutschland nimmt doch immer noch Kredite auf !! France auch. Wo soll den da gepart weredn? Ich mach mal ein Vorschlag: Kommunale Gebuehren wie Muell, etc 200% rauf. Verwaltungsakte, Bescheinigungen Trauungen 500% rauf. Steueren auf Benzin verfuenffachen, Mehrwertsteuer auf den Maximalsatz. Grundsteuer mal 20, Erbschaftsteuer bei 51%, Lohnsteuer rauf, noch immer happy
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