Euro-Krise EZB-Hilfe für Krisenstaaten wesentlich umfangreicher als bekannt
Die EZB hat über Bankanleihen aus Krisenstaaten ein höheres Risiko in ihren Büchern als bisher angenommen. Eine konkrete Ausfallgefahr besteht aber bisher kaum.
Die finanziellen Risiken der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Euro-Krise könnten – zumindest theoretisch –deutlich höher sein als bislang angenommen. Nach Informationen der Welt am Sonntag (WamS) hat sie über staatlich garantierte Bankanleihen ein zusätzliches Milliardenrisiko aufgenommen.
Um Euro-Krisenstaaten wie Griechenland und Italien zu stützen, hat die Zentralbank bisher Staatsanleihen mit einem Gesamtvolumen von 212 Milliarden Euro aufgekauft. Allerdings habe sie den Staaten indirekt weitaus mehr Geld geliehen – über die Finanzierung der dortigen Banken.
Grund dafür sind staatlich garantierte Bankanleihen, welche die EZB von den Banken als Sicherheit für die Ausgabe von Liquidität akzeptiert. Von der Möglichkeit, solche Anleihen als Sicherheit beim Euro-System zu hinterlegen, hätten Banken aus den Peripherie-Staaten rege Gebrauch gemacht, berichtet die WamS unter Berufung auf mehrere Notenbanker. Solche staatsgarantierten Anleihen wurden von Banken in Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Irland mit einem Volumen von 208,7 Milliarden Euro aufgelegt. Diese sind aber nur mit einer Garantie ihrer wackeligen Heimatländer besichert. Im allerdings unwahrscheinlichen Fall von Staatspleiten in mehreren dieser Staaten könne der Notenbank deshalb ein Ausfall von hinterlegten Sicherheiten im dreistelligen Milliardenbereich drohen.
Deutschland mangelt es an Einfluss in der EZB
Unterdessen kritisierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn im Spiegel mangelnden deutschen Einfluss in der EZB. Deutschland sei dort zunehmend "an den Rand gedrängt", sagte er. "All die schönen Sprüche, dass die EZB nach dem Modell der Bundesbank funktionieren würde und Deutschland als größtes Land eine Sonderrolle behalte, erweisen sich als Schall und Rauch." Dass mittlerweile weder der Präsidentenposten noch die Aufgabe des Chefvolkswirts von Deutschen besetzt seien, verdeutliche dies.
Der neue EZB-Präsident Mario Draghi werde zwar nicht unbedingt einknicken im Streit um höhere Staatsanleihen-Käufe durch die EZB. Stattdessen werde er "vermutlich den Druck auf die Staatengemeinschaft erhöhen, die Staatspapiere über den Luxemburger Rettungsfonds ESM zu kaufen", sagte Sinn. "Das ist zwar weniger schlimm, als wenn die EZB kauft, aber schlimm genug, weil Deutschland auch damit zu einem Gläubiger der Südländer wird. Wir sitzen so oder so in der Falle."
Vergangene Woche waren die Spitzenposten in der Notenbank neu verteilt worden. Chefvolkswirt wurde überraschend der Belgier Peter Praet. Der deutsche Favorit für den Posten, Jörg Asmussen, bekam stattdessen den Bereich "Internationale und europäische Beziehungen" zugewiesen. Asmussen will dabei nach eigener Aussage als Teamspieler auftreten. Das Exekutiv-Direktorium müsse nach außen geschlossen auftreten, sagte er der WamS. Das frühere EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hatte die innerhalb der EZB getroffenen Entscheidungen auch öffentlich kritisiert.
- Datum 08.01.2012 - 13:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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ich werde nicht müde darauf hinzuweisen:
ein zinsbasiertes schuldgeldsystem funktioniert auf dauer nicht. deshalb retten wir seit 3 jahren banken und staaten im wechsel.
warum das nicht funktioniert, ist hier verständlich erklärt:
http://bettercentury.blog...
...ist FIAT-Money nicht. Immer noch besser als die starren rezessionanfälligen Goldstandard-Systeme. Man muss es nur verstehen und man muss den KREDIT als das verstehen was er ist. Nicht als *böse* Schulden, sondern als Zukunftsinvestition. Eine Investition die sich nur lohnen kann, wenn sich das Karussell immer weiter dreht. Es anzuhalten und plötzlich tilgen zu wollen, DAS ist der Unsinn.
Wenn man es versteht, impliziert es automatisch auch noch eine Reihe andere Sachen:
1) Vermögen kann und darf nicht beliebig gehortet werden, es muss immer umverteilt oder wenigstens inflationiert werden
2) die Leistungsbilanz muss ausgeglichen sein, es darf nicht zuviel Geld abfliessen (wie in D derzeit der Fall)
3) die Zinsen der Banken sind weitgehend willkürlich, man könnte genauso einen Fixbetrag für geliehenes Geld ansetzen oder eine simple Bearbeitungsgebühr
...ist FIAT-Money nicht. Immer noch besser als die starren rezessionanfälligen Goldstandard-Systeme. Man muss es nur verstehen und man muss den KREDIT als das verstehen was er ist. Nicht als *böse* Schulden, sondern als Zukunftsinvestition. Eine Investition die sich nur lohnen kann, wenn sich das Karussell immer weiter dreht. Es anzuhalten und plötzlich tilgen zu wollen, DAS ist der Unsinn.
Wenn man es versteht, impliziert es automatisch auch noch eine Reihe andere Sachen:
1) Vermögen kann und darf nicht beliebig gehortet werden, es muss immer umverteilt oder wenigstens inflationiert werden
2) die Leistungsbilanz muss ausgeglichen sein, es darf nicht zuviel Geld abfliessen (wie in D derzeit der Fall)
3) die Zinsen der Banken sind weitgehend willkürlich, man könnte genauso einen Fixbetrag für geliehenes Geld ansetzen oder eine simple Bearbeitungsgebühr
Ein EZB-Präsident, der Goldman Sachs Europa-Chef war. Sogar genau zu der Zeit als diese höchst umstrittene Investmentbank dem griechischen Staat geholfen hat den Haushalt zu manipulieren, um in die Euro-Zone aufgenommen zu werden.
Ein Staatssekretär, der fast zum EZB-Chefvolkswirt ernannt worden wäre, der maßgeblich die Finanzkrise 2008 mit verursacht hat. (Asmussen) Stichworte: Deregulierung, IKB, Bankenrettung ohne Gegenleistung, usw.
Are New Classical Models Plausible Enough to Guide Policy?
James Tobin
Journal of Money, Credit and Banking
Vol. 12, No. 4, Part 2: Rational Expectations (Nov., 1980), pp. 788-799
(article consists of 12 pages)
Published by: Ohio State University Press
Tobin basiert auf klassischen Modellen, die
Abstraktionen der Wirklichkeit sind bis zur
Unkenntlichkeit was Banken angeht mit der
Ausnahme
einer oben zitierten Studie. Die im Februar
in Frankreich legiferierte Tax Tobin bringt
der EZB eine Zusatzkrise.
Are New Classical Models Plausible Enough to Guide Policy?
James Tobin
Journal of Money, Credit and Banking
Vol. 12, No. 4, Part 2: Rational Expectations (Nov., 1980), pp. 788-799
(article consists of 12 pages)
Published by: Ohio State University Press
Tobin basiert auf klassischen Modellen, die
Abstraktionen der Wirklichkeit sind bis zur
Unkenntlichkeit was Banken angeht mit der
Ausnahme
einer oben zitierten Studie. Die im Februar
in Frankreich legiferierte Tax Tobin bringt
der EZB eine Zusatzkrise.
Was der EU, der Euro-Zone, den zugehörigen Institutionen und vielen Mitgliedstaaten - auch Deutschland - fehlt, ist Transparenz.
Darum ist die Schweiz nicht in der EU oder der Eurozone und wird es auch nie werden.
...in den nächsten Jahren neben GB auch andere finanzstarke Länder aus Selbstschutz aus der EU und Euro-Zone austreten werden. Sie werden den bilateralen Weg zur EU suchen.
Bleiben werden den übrigen die finanziellen Verpflichtungen wie Rettungsschirm usw.
Dann darf man sich fragen, ob Deutschland, dessen Allmacht der Kanzlerin, die quasi im Alleingang eine ganze Nation zur Zahlung von hunderten von Milliarden verpflichten konnte, ihrer Verpflichtung zur Demokratie noch gerecht wird.
...in den nächsten Jahren neben GB auch andere finanzstarke Länder aus Selbstschutz aus der EU und Euro-Zone austreten werden. Sie werden den bilateralen Weg zur EU suchen.
Bleiben werden den übrigen die finanziellen Verpflichtungen wie Rettungsschirm usw.
Dann darf man sich fragen, ob Deutschland, dessen Allmacht der Kanzlerin, die quasi im Alleingang eine ganze Nation zur Zahlung von hunderten von Milliarden verpflichten konnte, ihrer Verpflichtung zur Demokratie noch gerecht wird.
War der dortige Redakteur einen Monat in Urlaub im Dschungel?
Als am 21.12.2011 die EZB weitere 500 Mrd Euro bereitstellte, war die flankierende Nachricht, dass das Geld auch mit halbseidenen Staatsanleihen der EU-/Euro-Wackelkandidaten abgesichert werden könne.
Sinn und Zweck war laut dpa(!)-Meldung, dass die Banken bei dem billigen Geld auch wirklich zugriffen und eine Kreditklemme auf jeden Fall vermieden wird.
Ich meine es kriselt nicht nur bei den Staatenlenkern auch so manche Wirtschaftsredaktion weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, und welche "Knallermeldung" sie als nächstes raus hauen könnte, ohne dass die Gefahr besteht, dass das Publikum sie als Knallerbsen und pure Effekthascherei erkennt.
höheres Risiko als von wem angenommen?
So die größte Überraschung stellt sich bei mir hier nicht ein. War doch nur eine Frage der Zeit, bis dieses erhöhte Risiko zum Volke durchsickert
..denn die BRD-Wirtschaft hat minsestens 75% dieser ganzen Krise verursacht hat.
Schlimm genug, das die Bevölkerung in der BRD nun nicht mehr allein unter unverhältnismässigem Arbeitsdruck steht, von den deutschen Unternehmern ideell und finanziell vor die Wand gefahrten wird - sondern dass sie nun auch noch den Schaden begleichen muss, den ihre Wirtschaft in der Welt anrichtet, während letztere sich an den Kosten garantiert nicht beteiligen werde und die Leute noch mehr und abartiger hetzen werden.
Am schlimmsten aber ist, dass die Deutschen - obrigkeitshörig und feige, wie sie sind, sich nie gegen diese in jeder Hinsicht ausbeuterische Wirtschaft gewehrt haben, weil ihnen "Arbei,Arbeit über alles in der Welt " geht.
So weiss ich nun nicht, ob ich mit dem trotteligen deutschen Arbeitnehmer mitfühlen soll oder ihm das Unglück als im Grunde sogar selbstverschuldet, gönnen soll.
Irgendwas dazwischen, vermutlich.
...in den nächsten Jahren neben GB auch andere finanzstarke Länder aus Selbstschutz aus der EU und Euro-Zone austreten werden. Sie werden den bilateralen Weg zur EU suchen.
Bleiben werden den übrigen die finanziellen Verpflichtungen wie Rettungsschirm usw.
Dann darf man sich fragen, ob Deutschland, dessen Allmacht der Kanzlerin, die quasi im Alleingang eine ganze Nation zur Zahlung von hunderten von Milliarden verpflichten konnte, ihrer Verpflichtung zur Demokratie noch gerecht wird.
....wenn die Zusagen, Garantien und indirekten Beteiligungen an solchen explizit in die Schuldenstatistik des Bundes ausgewiesen würden. Das ist ja die Forderung, die man an Banken stellt und hier geht es nicht um das Geld privater Anleger sondern um die Verpflichtungen, die die Regierung im Namen der Wähler eingegangen sind. Auch sollte das Parlament die Verpflichtungen genehmigen müssen.
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