Rating-Agentur Fitch stuft fünf Euro-Staaten herab

Gleich um zwei Noten setzte die Rating-Agentur die Bewertung von Italien, Spanien und Slowenien herab. Auch Belgien und Zypern traf es. Für alle gilt: Ausblick negativ.

Das Büro der Rating-Agentur Fitch in New York

Das Büro der Rating-Agentur Fitch in New York

Die Rating-Agentur Fitch hat wie angedroht die Kreditwürdigkeit mehrerer Euro-Staaten schlechter eingestuft. Die Agentur senkte das langfristige Emittentenrating für Italien, Spanien, Belgien, Zypern und Slowenien.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone Italien wurde um zwei Stufen von A-plus auf A-minus abgesenkt. Das Land versucht mit einer Expertenregierung unter Mario Monti gegen eine immense Staatsverschuldung anzugehen. Fitch teilte mit, dass die Abstufung noch schärfer ausgefallen wäre, hätte sich die Regierung nicht derart klar zu einem Abbau des Defizits und Strukturreformen verpflichtet.

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Auch Spanien, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone, fällt zwei Stufen zurück und wird nun mit AA-minus statt mit A bewertet. Sloweniens Note wurde ebenfalls um zwei Stufen gesenkt. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Zyperns Note BBB-minus liegt nur noch eine Stufe über dem Ramschniveau. Fitch begründet die Entscheidung mit einer gesunkenen Fähigkeit der Länder, auf Schocks zu reagieren. Die Rating-Agentur verweist auch auf den kurzfristig schlechten wirtschaftlichen Ausblick.

Irlands Rating wird bestätigt

Die Bewertung für Irland wurde nicht angetastet. Für alle sechs Länder bewertet Fitch den Ausblick mit negativ. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Herabstufung in den kommenden zwei Jahren ist demnach hoch. Im vergangenen Dezember hatte Fitch die sechs Länder unter verschärfte Beobachtung gestellt und seitdem ihr Rating überprüft.

Die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte Mitte Januar neun Euro-Staaten herabgestuft und dabei unter anderem Europas zweitgrößter Volkswirtschaft Frankreich die Bestbewertung AAA entzogen. Auch Österreich verlor die Bestnote.

Für die betroffenen Länder kann sich die schlechtere Bewertung in höheren Zinsen niederschlagen, wenn dies auch nicht zwangsläufig eintreten muss. Neben Frankreich und Österreich stufte S&P auch Italien, Spanien, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern herab. Kurz darauf wurde zudem dem Euro-Rettungsschirm EFSF die Top-Bonitätsbewertung entzogen.

Die Finanzmärkte reagierten allerdings gelassen auf die Herabstufungen. Der Eurokurs stieg sogar auf ein neues Tageshoch von 1,3220 US-Dollar. Der US-Aktienmarkt reagierte kaum. Händler sagten, dass die Entscheidung  am Markt bereits erwartet worden war. Zudem bewerte Fitch die meisten Länder besser als Standard & Poor's.

 
Leser-Kommentare
  1. .. eigentlich erst jetzt?

    http://www.youtube.com/wa...

    Eine Leser-Empfehlung
  2. Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Sportfreunde! Ich begrüße Sie recht herzlich live aus der globalen Finanzarena zur Verlängerung im Finale der Weltfinanzliga! Ja liebe Sportfreunde, alle 60 bis 80 Jahre kommt es zu einem solchen Finale und in der Vergangenheit haben wir wirklich denkwürdige Partien gesehen.

    Unsere heutige Paarung lautet:

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    Ein Blick in die Statistik verrät, dass Exponentialfunktion alle bisherigen Begegnungen gewinnen konnte. Mal sehen...

    Weiter gehts hier: http://bettercentury.blog...

    ich wünsche uns ein faires spiel und großen sport!

    10 Leser-Empfehlungen
  3. Ich bin gespannt wann der erste Realitätsverweigerer auf die pösen Purschen bei den Ratingaagenturen schimpf und gleichzeitig die deutsche Einheitspartei FDPCDUSPDGRÜNE wählen geht...

  4. 4. ......

    *gähn*

    Wen interessieren eigentlich noch die Aussagen dieser Agenturen? Da sind ja selbst keltische Seher beim Lesen der Eingeweide heiliger Schweine in ihren Vorhersagen genauer....

    Was die schon alles AAA gerated haben und über Nacht nichts mehr wert war...

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    ...sind nur Ramsch wert!

    Wie kann irgendjemand diesen Nieten in Nadelstreifen auch nur einen Funken Glauben schenken, nach dem sie durch ihre "Ratings" die Subprime Mortgage Krise ausgelöst, einen Schaden von mindestens 500 Milliarden Euro und Millionenfache Arbeitslosigkeit verursacht haben?

    ...sind nur Ramsch wert!

    Wie kann irgendjemand diesen Nieten in Nadelstreifen auch nur einen Funken Glauben schenken, nach dem sie durch ihre "Ratings" die Subprime Mortgage Krise ausgelöst, einen Schaden von mindestens 500 Milliarden Euro und Millionenfache Arbeitslosigkeit verursacht haben?

  5. Wurde auch langsam Zeit,fehlt nur noch Frankreich,aber Fitch
    soll ja den Franzosen gehören!Also weiter Geld an die Banken
    verteilen von der EZB,damit die zu niedrigen Zinsen die An-
    leihen der runtergestuften Länder aufkaufen oder hat die EZB
    Strohmänner?Schuld an diesem Dilemma sind die Ratingagenturen
    und keines falls die Politik,die ihre EU-Länder so verschuldet
    haben,die Politik wäscht ihre Hände in Unschuld!Aber bald kom-
    mt ja die EU-Ratingagentur,die durch Einflussnahme der Politik
    die Sache anders beurteilt!

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    und der dann deswegen keiner was glaubt, haben Sie vergessen zu erwähnen.

    und der dann deswegen keiner was glaubt, haben Sie vergessen zu erwähnen.

  6. 6. .....

    und der dann deswegen keiner was glaubt, haben Sie vergessen zu erwähnen.

    Antwort auf "Wurde Zeit"
  7. und die Europäer in ihrer neoliberalen Einfalt merken es noch nicht mal....

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    aber wer in der WIRTSCHAFT bekriegt sich denn?

    Es ist kein Wirtschaftskrieg, sondern einfach Mathematik gegen Politik. Wie ein anderer Beitrag schon beschreibt ist unser Wirtschaftsystem, und das ist den Politikern durchaus bekannt, mathematisch unmöglich. Unendliches Wachstum, das Zinssystem usw sind alles Dinge die MATHEMATISCH UNMÖGLICH, und damit grundsätzlich unmöglich sind. Nun können Sie weiter Verschwörungstheorien spinnen, oder nachdenken, was man ändern könnte, dass das System mal länger lebt als 60-80 Jahre...

    aber wer in der WIRTSCHAFT bekriegt sich denn?

    Es ist kein Wirtschaftskrieg, sondern einfach Mathematik gegen Politik. Wie ein anderer Beitrag schon beschreibt ist unser Wirtschaftsystem, und das ist den Politikern durchaus bekannt, mathematisch unmöglich. Unendliches Wachstum, das Zinssystem usw sind alles Dinge die MATHEMATISCH UNMÖGLICH, und damit grundsätzlich unmöglich sind. Nun können Sie weiter Verschwörungstheorien spinnen, oder nachdenken, was man ändern könnte, dass das System mal länger lebt als 60-80 Jahre...

  8. ...sind nur Ramsch wert!

    Wie kann irgendjemand diesen Nieten in Nadelstreifen auch nur einen Funken Glauben schenken, nach dem sie durch ihre "Ratings" die Subprime Mortgage Krise ausgelöst, einen Schaden von mindestens 500 Milliarden Euro und Millionenfache Arbeitslosigkeit verursacht haben?

    Antwort auf "......"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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