"Eine Rückkehr zur Drachme wäre wirklich die Hölle"
Denn der "freiwillige" 50-prozentige Forderungsverzicht der Banken, der Athens Schuldenlast von 366 auf 265 Milliarden Euro drücken soll, ist ein integraler Bestandteil des neuen Griechenland-Rettungspakets, das beim EU-Gipfel Ende Oktober geschnürt wurde. Anfang März erwartet der griechische Finanzminister aus diesem Paket eine erste Kreditrate von 89 Milliarden Euro. Davon sind 30 Milliarden für die Abwicklung des Schuldenschnitts bestimmt, 39 Milliarden für die Rekapitalisierung des griechischen Bankensystems, 14 Milliarden für die Tilgung von Staatsanleihen, die Mitte März fällig werden, sowie sechs Milliarden für Löhne und Renten im öffentlichen Dienst.
Bleibt das Geld aus, ist das Land spätestens zum Ende des ersten Quartals zahlungsunfähig. Das meinte Papademos, als er davon sprach, die ersten drei Monate würden "besonders kritisch".
Stellen EU und Internationaler Währungsfonds die Hilfszahlungen ein, weil Griechenland die Spar- und Reformauflagen weiterhin nicht erfüllt oder weil der Schuldenschnitt scheitert und damit Griechenlands Schuldentragfähigkeit nicht mehr gegeben ist, droht dem Land im günstigsten Fall eine geordnete Insolvenz innerhalb der Euro-Zone. Schlimmstenfalls käme es zu einem ungeordneten Staatsbankrott und dem erzwungenen Abschied vom Euro – ein Schreckensszenario, auf das Griechenlands Zentralbankchef Giorgos Provopoulos am Wochenende einging.
"Eine Rückkehr zur Drachme wäre wirklich die Hölle", warnte der Notenbanker und malte in düsteren Farben aus, was dem Land dann drohe: gravierende Engpässe bei der Versorgung mit Öl und anderen Rohstoffen, aber auch Grundnahrungsmitteln, ein Zusammenbruch des Bankensystems, Hyperinflation und massiver Kaufkraftverlust, die Rückkehr zum Tauschhandel, Massenelend. Schulen und Hospitäler müssten ihren Betrieb einstellen, Polizei und Armee hätten keine Treibstoffe mehr für ihre Fahrzeuge, die öffentliche Verwaltung wäre paralysiert.
Für die Berufspolitiker ist Papademos eine Gefahr
Dieses Horrorszenario soll Ministerpräsident Papademos abwenden. Aber ob er das schafft, ist nicht sicher. Denn Papademos, der erst Mitte November den gescheiterten Sozialisten Giorgos Papandreou als Regierungschef ablöste, er wird voraussichtlich nur noch drei Monate amtieren. Die Berufspolitiker hätten Papademos am liebsten gar nicht erst rangelassen. Für sie ist er eine Gefahr. Denn wenn sich der Seiteneinsteiger als Krisenmanager bewährt, könnte das die politischen Parteien in den Augen der Wähler umso unfähiger erscheinen lassen.
Noch vor Ostern, das in Griechenland am 15. April gefeiert wird, müssten Parlamentswahlen stattfinden, forderte am Wochenende der konservative Parteichef Antonis Samaras. Sonst will er der Regierung Papademos seine Unterstützung entziehen. In einer am Samstag von der Zeitung To Vima veröffentlichten Umfrage liegen die Konservativen in der Wählergunst vorn – allerdings nur mit 21,4 Prozent. Die Sozialisten, die aus der Wahl vom Oktober 2009 noch mit 44 Prozent als stärkste Partei hervorgingen, kommen lediglich auf 12,6 Prozent.
Fast 48 Prozent der Wähler sind noch unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollen. Das zeigt, wie schlecht viele Griechen auf die Politiker zu sprechen sind, die den Staat seit Jahrzehnten geplündert und so das Land vor die Wand gefahren haben. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass von der Wahl keine der beiden großen Parteien eine regierungsfähige Mehrheit erwarten kann. Immerhin vier von zehn Befragten meinen, in diesem Fall solle der parteilose Papademos Premierminister bleiben.
Auch die bevorstehenden Wahlen machen 2012 für die Griechen zu einem Schicksalsjahr. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias sieht sein Land in einem "nationalen Überlebenskampf". Mit ernster Miene orakelte der 82-Jährige in seiner Neujahrsbotschaft: "2012 werden wir entweder Erfolg haben - oder endgültig scheitern."
- Datum 02.01.2012 - 10:12 Uhr
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und wünsche den Griechen Alles Gute in 2012. (!)
Aber ich glaube nicht, dass sie es in 2012 schaffen.
Und zwar, weil die eingeleiteten Maßnahmen (typisch IWF) sich nur am nominellen Steueraufkommen orientieren, und dabei das Tema Nachfrage und Wachstum vernachlässigt werden, fast eine Art nationaler "squeeze off"...
Und die Daten belegen es: die griechische Wirtschaft wird regelrecht kaputtgespart, während die Reichen fiskalisch das Land längst verlassen haben.
Trotzdem: Daumen !
Viele Griechen sind sehr gut ausgebildet. Sie waeren diejenigen gewesen die Innovationen fuer die Zukunft haetten auf den Weg bringen koennen. Sie werden das Land verlassen. Der Letzte macht das Licht aus. (Das hatten wir doch schon mal.) Am Staatsbankrott Griechenlands fuehrt kein Weg vorbei. Die Frage ist nur ob der innerhalb des Euro (mit viel Kollateralschaden) oder ausserhalb des Euro geschieht.
Nun, reiche Griechen bunkern viele Milliarden im Ausland - Steuern zahlen sie keine. Das ging nur mit Hilfe der Politik und der Banken. Warum hat das griechische Volk da mitgemacht? Seid Ihr zu sehr beteiligt gewesen und habt profitiert?
Übrigens hatten viele Deutsche ohnehin das Gefühl, Griechen schauen verächtlich auf uns herab. Arbeiten und sparen - das ist doch Unsinn...
Ein funktionierendes Steuersystem aufbauen - ohne Betrug und Korruption. Innerhalb von drei Jahren seid Ihr wieder im grünen Bereich.
Viel Erfolg!
...geh bitte, wer glaubt den diesen Nonsens.
Das Land ist pleite, das ist sicher schlimm, aber es ist ja nicht so als hätte es Krieg geführt.
Den Irak hat man in die Steinzeit zurückgebombt und trotzdem ist keiner verhungert.
Die Pleite Griechenlands wäre ein Spaziergang im Vergleich.
Es geht hier "nur" um Geld und das meiste davon ist nicht mal real.
Ich behaupte nicht zu wissen, was besser für Griechenland udn die Griechen ist(Drachmen oder EURO) aber Horrorszenarios, die jeder vernünftig denkende Mensch als Hirgespinste erkennen kann, helfen der Sache bestimmt nicht.
portugal geht den gleichen weg...
http://www.querschuesse.d...
und die grosse Mehrheit der Portugiesen hat begriffen,
worum es geht.
und die grosse Mehrheit der Portugiesen hat begriffen,
worum es geht.
Eine Rückkehr zur Drachme wäre die Hölle für die Reichen, aber nicht für die arme Bevölkerung. Die Geschäftemacherei der Reichen wäre mit einem Schlag zu Ende. Genau davor haben auch die korrupten Politiker höllische Angst. Diese Politiker würden umgehend keine zusätzlichen „Zuwendungen“ erhalten usw.
Griechenland befindet sich in einer schlimmeren Lage als das Entwicklungsland Argentinien im Jahr 1998. Um wettbewerbsfähig zu werden, hilft nur die Entkopplung vom Euro. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht !!!
2012 werden wir sehen welche Währung Griechenland einführen wird, den „Südländischen Euro“ mit dem „Südländischen Cent“ oder nur die alte Drachme. In dem „Südländischen Euro“ (2:1 Umtauschkurs zum Euro) als Einheitswährung könnten auch andere Länder die Rettung vor der Staatsinsolvenz finden.
zurück. Es reicht doch völlig aus wenn sie aus dem €uro 'rausfliegen. Wie sie ihre eigene Währung anschließend nennen, ist mir da gleichgültig. Obwohl: Was heist nochmal "Auf nimmer Wiedersehen" auf griechisch?
zurück. Es reicht doch völlig aus wenn sie aus dem €uro 'rausfliegen. Wie sie ihre eigene Währung anschließend nennen, ist mir da gleichgültig. Obwohl: Was heist nochmal "Auf nimmer Wiedersehen" auf griechisch?
"Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen" (Karl Valentin). Ich wage trotzdem mal eine, Griechenland und den Euro betreffend: Es wird weiter eine Plazebo-Politik betrieben, um scheinbar die bösen Auflagen der Spender zu erfüllen. Steuererhöhungen, Rentenkürzungen und das ganze Folterwerkzeug wird unter großem Marketing-Getöse vorgezeigt - nur in der Praxis wird so gut wie nichts passieren, einfach weil der Staatsapparat auf richtige Arbeit, etwa das Einziehen von Steuern, gar nicht vorbereitet ist. Wen interessieren neue Steuern, wenn schon die alten niemand bezahlt? Dann wird von Zeit zu Zeit die Troika anreisen und den Griechen bescheinigen, "auf einem guten Weg" zu sein mit der Folge, dass Mutti Merkel erneut die Schleusen für weitere "Hilfen" aus deutschen Steuertöpfen öffnet, während Herr Schäuble beruhigend murmelt "das sind doch alles nur Kredite, für die wir sogar noch Zinsen bekommen". Das alles wird, nicht nur mit Griechenland, so weitergehen, bis die bösen Märkte, die ja bekanntlich an allem Schuld sind, merken, dass auch Deutschland auf Dauer leider nicht die irrwitzigen Schulden von Rest-Europa wuppen kann. Und das auch noch auf Pump, ganz so, als hätten wir nicht selbst schon ein kleines Schuldenproblem von 2 Billionen Euro, schöngerechnet ohne Schattenhaushalte und Pensionsverpflichtungen. Und dann wird auch diese Blase platzen, wie so viele vor ihr - dann macht es peng und wir sind genauso bankrott wie GR. Ist der Euro nicht toll?
Bei Lucas Papademos handelt es sich um einen ausgekoch-
ten Bilanzfälscher dessen Name seit 10 Jahren für Betrug
und Täuschung steht.
Nach Papademos Meinung sind alle verpflichtet Griechen-
land zu retten, nur die Griechen selbst nicht, die nur
die Hand aufzuhalten brauchen um aus den Rettungssystemen
ihr marodes System zu erhalten, auch wenn er in der Öf-
fentlichkeit alles andere behauptet.
So wird es zu einem 100 %igen Zahlungsausfall, allein aus
Mangel an Masse der Rettungsschirme kommen, wobei die
Gläubiger leer ausgehen werden, da es die EU in ihrem
politschen Wahn versäumt hat:
a) ein übergreifendes Rechtssystem im Sinne von HGB
mit den entsprechenden Konkursregelungen zu schaf-
fen und
b) auch wenn es ein solches Recht geben würde, dieses
mißachtet würde, wie es das Übergehen des Artikels
125 des Lissabonvertrags lebhaft unter Beweis
stellt.
Wie es jedoch aussieht werden die EU-Bankrotteure,
weiterhin die Steuergelder solange in dieses marode
System pumpten, bis die gesamte EU in ihrer falsch
verstandenen Solidarität den Offenbarungseid leisten
muß, womit sie dann das Schicksal aller bisher rechts-
freien Räume teilen wird.
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