Schuldenschnitt: Letzte Chance für Griechenland
Noch in diesem Monat muss Griechenland eine Einigung mit seinen Geldgebern über die Halbierung seiner Schulden erreichen. Sonst droht dem Land endgültig der Bankrott.
© Orestis Panagiotou/EPA/dpa

Eine Frau in Athen verkauft selbstgefertigte Mützen.
Für sein großes Temperament ist Lukas Papademos nicht gerade bekannt. Bei öffentlichen Auftritten agiert der Chef der Übergangsregierung in Griechenland beinahe schon übertrieben besonnen. Er spricht mit ruhiger Stimme, seine Gestik und Mimik ist kaum wahrnehmbar.
In solchen Situationen zeigt sich, dass Papademos acht Jahre lang Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) war. Für einen Notenbanker gehört es zur Grundausbildung, mit vielen Worten wenig zu sagen und dabei möglichst gelassen dreinzuschauen.
Umso erstaunlicher sind die Sätze, mit denen er in der dieser Woche die Lage seines Landes beschrieb. Griechenland drohe noch im März eine "unkontrollierte Zahlungsunfähigkeit", wenn nicht sehr bald die richtigen Entscheidung getroffen würden, sagte Papademos.
Wieder einmal, muss man schon fast sagen, steht Griechenland vor dem Abgrund. Am Montag nehmen EU, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) ihre Kontrollen in Athen wieder auf. Sollte die Troika mit den Reform- und Sparbemühungen Griechenlands nicht zufrieden sein, könnte auch der geplante 50-prozentige Schuldenschnitt scheitern. "Davon hängt alles ab", sagte Papademos.
Wenig Interesse am freiwilligen Verzicht
Etwa 200 Milliarden Euro an griechischen Staatsanleihen liegen in privater Hand – ein großer Teil davon bei Banken und Versicherungen. Auf dem EU-Gipfel im vergangenen Oktober einigte sich die EU mit dem Internationalen Bankverband IIF darauf, Griechenland 50 Prozent dieser Schulden zu erlassen. Derzeit verhandelt die griechische Regierung mit den Banken über die Details der Umsetzung. Nach bisheriger Planung hätte allerdings längst eine Vereinbarung erzielt werden müssen.
Noch immer ist jedoch vieles unklar, denn der Schuldenerlass ist für die Gläubiger Griechenlands freiwillig, auch wenn deren Lobbyverband IIF eine grundsätzliche Zusage erteilt hat. Willigen nicht genügend Gläubiger ein, könnte Griechenland seine am 20. März fälligen Schulden über 14,5 Milliarden Euro nicht zurückzahlen. Dies wäre dann der Moment des von Papademos beschriebenen unkontrollierten Staatsbankrotts.
Worum geht es konkret? Auf dem Gipfel wurde vereinbart, dass die privaten Gläubiger ihre alten griechischen Anleihen in neue Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 20 bis 30 Jahren eintauschen und dabei dem Land die Hälfte der Schulden erlassen. Ein Teil dieser Kredite – rund 36 Milliarden Euro – läuft aber bereits in diesem Jahr aus. Die Besitzer solcher auslaufenden Papiere haben nur wenig Interesse an einem freiwilligen Forderungsverzicht, da sie nicht nur die Hälfte ihres Geldes verlieren würden, sondern auch noch viel länger auf die Rückzahlung warten müssten.
Es ist deshalb wenig wahrscheinlich, dass sie sich alle zu einem Schuldenschnitt überreden lassen. Zu diesem Schluss kommen auch die Wissenschaftler Mitu Gulati von der Duke University und Jeromin Zettelmeyer von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die in einer Studie die Details des Schuldenschnitts analysiert haben.




abarbeiten!
Da ist doch die eine oder andere Million zu holen,
wie berichtet wurde...
die Schweiz, Luxemburg oder auf die Cayman Inseln reisen und dort wird man Ihnen einen husten. Das Geld ist laengst weg, auf geheimen Konten. Das einzige, was bleibt, ist die rigorose Enteignung von Villen, Haeusern, Jachten u.a. "Wertgegenstaenden" um wenigstens so noch an einen Bruchteil der verschwundenen Milliarden zu kommen. Und das GR die Schweiz mit deutschen U-Booten unter Druck setzt, ist wohl eher unwarscheinlich. Wir leben nun einmal in einem gigantischen Betrugssystem und nicht nur in GR.
Ich berufe mich da immer gern auf Volker Pispers: Alle drei Monate wieder eine CD auf den Markt schmeißen (diesmal A-F) und gucken, wer Nerven hat und wer nicht. Die haben doch alle viel zu viel Angst, da drauf zu sein und melden sich freiwillig. Und so kriegt man eine ganze Menge Geld zusammen. Oder man packt einfach die Mitgliederliste der FDP auf eine CD und sagt "bitte zur Kasse". Allein von dem Steuergeld der FDP könnten wir doch 3x im Jahr Griechenland retten. Obwohl, denen gehen ja in letzter Zeit die Mitglieder ab... (:
die Schweiz, Luxemburg oder auf die Cayman Inseln reisen und dort wird man Ihnen einen husten. Das Geld ist laengst weg, auf geheimen Konten. Das einzige, was bleibt, ist die rigorose Enteignung von Villen, Haeusern, Jachten u.a. "Wertgegenstaenden" um wenigstens so noch an einen Bruchteil der verschwundenen Milliarden zu kommen. Und das GR die Schweiz mit deutschen U-Booten unter Druck setzt, ist wohl eher unwarscheinlich. Wir leben nun einmal in einem gigantischen Betrugssystem und nicht nur in GR.
Ich berufe mich da immer gern auf Volker Pispers: Alle drei Monate wieder eine CD auf den Markt schmeißen (diesmal A-F) und gucken, wer Nerven hat und wer nicht. Die haben doch alle viel zu viel Angst, da drauf zu sein und melden sich freiwillig. Und so kriegt man eine ganze Menge Geld zusammen. Oder man packt einfach die Mitgliederliste der FDP auf eine CD und sagt "bitte zur Kasse". Allein von dem Steuergeld der FDP könnten wir doch 3x im Jahr Griechenland retten. Obwohl, denen gehen ja in letzter Zeit die Mitglieder ab... (:
bedeutet immer auch ein Neuanfang!
Vieles in der heutigen Zeit bedürfte eines Neustarts. In vielen Bereichen sollte kritisch über eine: "weiter so" ernsthaft nachgedacht werden.
Beste Grüße.
FSonntag
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
....kommt. Wenn wir da einen Bankrott bekommen wird es spannend. Wen reißt es mit und wen will man dann retten? Welche Länder bekommen eine Rezession und welche Depression? Kommt Deutschland mit Stagnation davon? Lauter schöne Fragen.
...wenn es kracht dann schlagartig. Ankündigungen für März, lassen den Politikern genug Zeit, irgendwoher Geld zu leihen und sei es über eine weitere target2 Aufblähung ohne die es den Euro schon gar nicht mehr gäbe:
Hier die Salden der Euro-Länder, man sieht schön die Spiegelbildlichkeit:
http://www.querschuesse.d...
...wenn es kracht dann schlagartig. Ankündigungen für März, lassen den Politikern genug Zeit, irgendwoher Geld zu leihen und sei es über eine weitere target2 Aufblähung ohne die es den Euro schon gar nicht mehr gäbe:
Hier die Salden der Euro-Länder, man sieht schön die Spiegelbildlichkeit:
http://www.querschuesse.d...
...wenn es kracht dann schlagartig. Ankündigungen für März, lassen den Politikern genug Zeit, irgendwoher Geld zu leihen und sei es über eine weitere target2 Aufblähung ohne die es den Euro schon gar nicht mehr gäbe:
Hier die Salden der Euro-Länder, man sieht schön die Spiegelbildlichkeit:
http://www.querschuesse.d...
Immer eine gute Grundlage für Geschäftsbeziehungen.
Sollten wir bei uns auch einführen.
Bleibt nur die Frage, wie es nach den Drohungen und Betrügereien weitergeht?
Vielleicht ist Griechenland dann vorübergehend aus dem Chaos, schlittert aber in ein noch viel größeres?
Klar ist, wenn man jemanden um Milliarden prellt, ist man Feindbild.
Vielleicht steht dann Griechenland in einem finanziellen Krieg.
Es gibt dann keinen Markt, sondern finanzielle Kampfhandlungen.
Jedenfalls würde mich das nicht wundern.
Eine finanzielle Sanierung ist einfach und tut nicht weh. Ein kleiner Schuldenschnitt und fertig.
Aber reale gesellschaftliche Veränderungen ... das wird schwer, und sind eigentlich auch gar nicht gewollt.
Papademos - Monti - Draghi wissen das.
Sie werden alles tun um Geld für die Südländer locker zu machen, ohne dass Reformen stattfinden.
Zu bestreiten, dass es eine Konfrontation zwischen "garlic belt" und "butter belt" in der EU gibt ist sinnlos.
Die reichen Länder müssen Kompromisse machen, aber sie müssen auch Reformen gegen den Willen der Länder durchsetzen, die Hilfsgelder empfangen.
"Die reichen Länder müssen Kompromisse machen, aber sie müssen auch Reformen gegen den Willen der Länder durchsetzen, die Hilfsgelder empfangen."
Es gibt weder auf der einen noch auf der anderen Seite einen Grund für eine Finanzdiktatur, der Euro reicht mir für diesen Schritt nicht aus. Wenn das die Bedingungen sind, dann sollten wir ihn lieber wieder loswerden...
"Die reichen Länder müssen Kompromisse machen, aber sie müssen auch Reformen gegen den Willen der Länder durchsetzen, die Hilfsgelder empfangen."
Es gibt weder auf der einen noch auf der anderen Seite einen Grund für eine Finanzdiktatur, der Euro reicht mir für diesen Schritt nicht aus. Wenn das die Bedingungen sind, dann sollten wir ihn lieber wieder loswerden...
die Schweiz, Luxemburg oder auf die Cayman Inseln reisen und dort wird man Ihnen einen husten. Das Geld ist laengst weg, auf geheimen Konten. Das einzige, was bleibt, ist die rigorose Enteignung von Villen, Haeusern, Jachten u.a. "Wertgegenstaenden" um wenigstens so noch an einen Bruchteil der verschwundenen Milliarden zu kommen. Und das GR die Schweiz mit deutschen U-Booten unter Druck setzt, ist wohl eher unwarscheinlich. Wir leben nun einmal in einem gigantischen Betrugssystem und nicht nur in GR.
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