Affäre um Devisengeschäfte: Präsident der Schweizer Nationalbank tritt zurück
Seit Wochen steht Zentralbankchef Hildebrand wegen des Verdachts des Insiderhandels in der Kritik. Nun gibt er auf, will jedoch mittels Dokumenten alles aufklären.
Der Präsident der Schweizer Nationalbank, Philipp Hildebrand, hat seinen Rücktritt erklärt. Er werde mit sofortiger Wirkung sein Amt niederlegen, sagte Hildebrand bei einer Pressekonferenz, bei der er auch mehrere Dokumente zu der Affäre veröffentlichte. Hildebrand steht seit Wochen wegen des Verdachts des Insiderhandels bei Devisengeschäften in der Kritik. Vergangene Woche hatte er sich als Opfer "politischer Ziele" bezeichnet.
Hildebrand hatte vergangene Woche erklärt, seine Frau habe am 15. August ohne sein Wissen 400.000 Franken in Dollar getauscht und angelegt. Erst einen Tag später habe er selbst von der Transaktion erfahren. Drei Wochen später legte die Notenbank als Mittel gegen die anhaltende Aufwertung des Franken einen Mindestwechselkurs zum Euro fest, woraufhin nicht nur der Euro, sondern auch der Dollar gegenüber dem Franken stark anstieg.
Im Oktober tauschte Kashya Hildebrand, früher von Beruf Finanzmanagerin, fast die gleiche Summe zurück in Schweizer Franken. Ihr Gewinn: knapp 67.000 Franken (55.000 Euro). Im Dezember wurde das Geschäft bekannt. Am vergangenen Donnerstag beteuerte Hildebrand in einer Pressekonferenz, seine Frau habe eigenständig spekuliert, er habe erst nach dem Kauf von dem Geschäft erfahren.
Keinen Beweis für Eigeninitiative der Ehefrau
Hildebrand hatte in den letzten Tagen mehrere Dokumente vorgelegt, die seine Darstellung untermauern. Vor der Presse in Bern sagte er aber nun, dass er "in Anbetracht der anhaltenden und vehementen öffentlichen Debatte" zum Schluss gekommen sei, dass es nicht möglich sei, für ihn einen abschließenden und definitiven Beweis zu liefern, dass seine Frau diese Transaktion veranlasst hat und nicht er selbst. "Tatsache ist: Es war so, und für diese Aussage stehe ich mit meinem Ehrenwort."
Sein Rücktritt werde es erleichtern, die Glaubwürdigkeit der Nationalbank als letztes Gut zu bewahren. Er sei zuversichtlich, sagte Hildebrand, dass die Nationalbank gestärkt aus dieser Affäre hervorgehen werde. Sein Rücktritt erfülle ihn mit Traurigkeit. Aber: "Ich gehe ohne Groll und vor allem erfahrener, als ich noch vor wenigen Wochen war."
In seiner kurzen Amtszeit ist Hildebrand keinem Konflikt aus dem Weg gegangen: Nach der Pleite der US-Großbank Lehman Brothers forderte er strengere Eigenkapitalvorschriften für die heimischen Großbanken UBS und Credit Suisse ein, was ihm am Schweizer Bankenplatz nicht nur Freundschaften einbrachte.
SVP-Chef Blocher ist Intimfeind
Mit dem charismatischen Schweizer Milliardär Christoph Blocher verbindet Hildebrand eine Intimfeindschaft. Blocher, der Vordenker der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), wirft Hildebrand die Verschleuderung von Staatsvermögen vor. Blocher erzürnt vor allem, dass die Schweizer Nationalbank mit Euro-Stützungskäufen im Kampf gegen einen zu starken Schweizer Franken mehr als 26 Milliarden Franken ausgegeben hat. Wiederholt hat er Hildebrands Rücktritt gefordert.
Dass der Franken seit Einführung eines Mindestkurses im vergangenen September ohne größere Markteingriffe der Nationalbank deutlich über 1,20 gehandelt wird, hat die Hildebrands Kritiker nicht besänftigt. So starteten Blocher nahestehende Publikationen regelmäßig Attacken gegen den obersten Schweizer Währungshüter.




der Triumpf der Zivilisation. Das wird Deutschland schwer gelinge.
"Friedman Resigns as Chairman of New York Fed"
http://dealbook.nytimes.c...
Philipp Hildebrand war in einer solchen
der Fed in New York vergleichbaren Situation,
wo ebenfalls der Fed-Vorsitzende über einen
Devisenhandel-Swap stolperte, als oberster
Währungshüter nicht zu halten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen. Danke. Die Redaktion/vn
ein fähiger Banker stolpert über seinen fehlenden Instikt und die Schweizer Intrigen. Mit seinem Rücktritt zeigt er eine Haltung die dem Pattex-Präsidenten fehlt obwohl der wesentlich mehr Grund zum Rücktritt hätte!
Er stehe mit seinem Ehrenwort dazu, dass es so gewesen sei. Er habe immer die Wahrheit gesagt, könne es aber nicht schwarz auf weiss beweisen. [Hildebrand lt. NZZ]
Es bleibt aber leider zu vermuten, dass ein Charakter wie Herr Wulff selbst diesen Hinweis schlicht nicht verstehen kann.
Fakt ist: Hildebrand ist ein Charmeur. Seine Auftritte in der Causa Blocher waren stark, mochten zu überzeugen. Was ihn zu mehr macht, ist sein heutiger Rücktritt: Unabhängig davon, wie die Faktenlage ist, er wusste stets, wie zu kommunizieren und im richtigen Zeitpunkt zu gehen. Ich habe höchsten Respekt vor Ihnen, Herr Hildebrand – das Schweizervolk verliert einen starken Mann!
sollten Sie auch erwähnen, oder haben Sie das in Ihrer einseitigen Lobhudelei schon wieder vergessen!
sollten Sie auch erwähnen, oder haben Sie das in Ihrer einseitigen Lobhudelei schon wieder vergessen!
Wenn einem Nationalbankpräsident sein Salär nicht reicht, muss er halt Insiderwissen benützen um noch schnell Kasse zu machen. <(War zwar nur seine Frau, aber es ist kaum vorstellbat, dass er Ihr nichts gesteckt hatte)
Wie peinlich, aber anscheinend völlig normal in diesen Kreisen. Ich hoffe nur, dass der Druck für hunderte von amerikanischen und europäischen Spitzenbanker steigt und es Ihnen ähnlich ergeht.
Wenn es für Sie Insiderwissen braucht um zu erkennen, dass der Dollarkurs auf einem Rekordtief war sollten Sie sich bei der Leistungsbeurteilung von Herrn Hildebrandt zurück halten. Dann bedeutet es nämlich, dass Sie von diesem Bereich nichts verstehen. Wenn ein Hildebrandt im Frühjahr 11 Mill. aus dem Verkauf eines Ferienhauses erlöst ist es lächerlich ein armes Schw.... von IT Berater zu einer kriminellen Handlung zu bewegen um einen Gewinn von 70.000 Franken aus Währungsgeschäften für Frau Hildebrand nachzuweisen. Viel Geld für Sie, zu wenig für Hildebrand um willentlich seinen Job zu riskieren. Doch Dank Leuten wie Ihnen hat Herr Blocher mal wieder einen publikumswirksamen Erfolg erzielt.
Die Schweiz hat nicht nur einen fähigen Mann sondern auch wieder etwas internationales Ansehen verloren. Egal, wenn es schief geht findet Herr Blocher die nächste Sau die er durchs Dorf treiben kann. Und die Stammtischbrüder gröhlen dazu.....
Wenn es für Sie Insiderwissen braucht um zu erkennen, dass der Dollarkurs auf einem Rekordtief war sollten Sie sich bei der Leistungsbeurteilung von Herrn Hildebrandt zurück halten. Dann bedeutet es nämlich, dass Sie von diesem Bereich nichts verstehen. Wenn ein Hildebrandt im Frühjahr 11 Mill. aus dem Verkauf eines Ferienhauses erlöst ist es lächerlich ein armes Schw.... von IT Berater zu einer kriminellen Handlung zu bewegen um einen Gewinn von 70.000 Franken aus Währungsgeschäften für Frau Hildebrand nachzuweisen. Viel Geld für Sie, zu wenig für Hildebrand um willentlich seinen Job zu riskieren. Doch Dank Leuten wie Ihnen hat Herr Blocher mal wieder einen publikumswirksamen Erfolg erzielt.
Die Schweiz hat nicht nur einen fähigen Mann sondern auch wieder etwas internationales Ansehen verloren. Egal, wenn es schief geht findet Herr Blocher die nächste Sau die er durchs Dorf treiben kann. Und die Stammtischbrüder gröhlen dazu.....
sollten Sie auch erwähnen, oder haben Sie das in Ihrer einseitigen Lobhudelei schon wieder vergessen!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren