Verbraucherpreise Inflationsrate in Deutschland sinkt
Die Verbraucherpreise sind 2011 im Schnitt zwar gestiegen. Doch im Dezember schwächte sich die Inflation ab – in diesem Jahr dürften die Preise relativ stabil bleiben.
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich in Deutschland zum Ende des vergangenen Jahres abgeschwächt. Im Dezember nahm die Inflationsrate mit 2,1 Prozent den dritten Monat in Folge ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine geringere Teuerungsrate gab es zuletzt im Januar 2011 mit zwei Prozent. Bei Werten knapp unter dieser Marke spricht die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen. Im September hatte es mit 2,6 Prozent noch ein Drei-Jahres-Hoch gegeben, seitdem hat der Preisdruck kontinuierlich nachgelassen.
Im neuen Jahr dürfte die Inflationsrate weiter zurückgehen, weil es Unternehmen im Abschwung schwerer fallen dürfte, höhere Preise durchzusetzen. Wegen des weltweiten Wirtschaftseinbruchs dürften zudem die Rohstoffpreise nicht mehr so stark steigen. Die Deutsche Bank rechnet deshalb nur noch mit einer durchschnittlichen Teuerung von etwa 1,5 Prozent. 2011 lag sie mit 2,3 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Einen stärkeren Preisanstieg hatte es zuletzt 2007 mit 2,6 Prozent gegeben.
Für den deutlichen Anstieg der Teuerung im vergangenen Jahr waren vor allem die Energiepreise verantwortlich, teilte das Bundesamt mit. Die Energiepreise kletterten 2011 "spürbar" um 10,0 Prozent – Benzin und Diesel waren 11,0 Prozent teurer, Haushaltsenergie wie Heizöl, Strom und Gas 9,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise betrug die Inflationsrate nur 1,3 Prozent.
- Datum 12.01.2012 - 10:00 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
- Kommentare 6
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... denn sie entwertet die hohen Staatsschulden. Auch Deutschland schiebt einen Schuldenberg von 25.000 € pro Bürger vor sich her, vom Baby bis zum Greis. Da wäre es doch nicht schlecht, wenn diese 25.000 € in 10 Jahren nur noch so viel wert sind wie heute 20.000 €. Denn dann sinkt der Schuldenberg zumindest relativ gesehen, auch ohne, dass man einen Euro zurückzahlen muss. Und um dieses "Wunder" zu schaffen, braucht man gar nicht so viel Inflation, es reichen 2,26% pro Jahr im Durchschnitt der genannten zehn Jahre.
Vor diesem Hintergrund hat sich auch die EZB still und leise das Ziel der Preisstabilität neu definiert. Früher galten 2% Inflation als die Grenze, bei deren Überschreiten man die Reißleine ziehen und hart gegensteuern muss. Heute sind 2% Inflation das Ziel, um das man pendelt: Mal ein bisschen mehr (wie 2011), mal ein bisschen weniger (wie 2010).
Gegen die Prognose, dass die Inflation 2012 deutlich unter 2% liegen wird, spricht aber nicht nur das oben genannte Ziel des Abbaus der Staatsschulden. Der weltweit weiter steigende Energiebedarf und die Euro-Schwäche wirken in der ganzen Euro-Zone preistreibend. In Deutschland kommt dann noch der Fachkräftemangel hinzu, der die Kosten und damit letztendlich auch die Preise steigen lässt.
Jag
Die Arbeitslosenstatistik lässt grüßen.
... abgeschwächt."
Ja, guter Satzbau kann Vieles! Da wird einem doch manches klar.
... abgeschwächt."
Ja, guter Satzbau kann Vieles! Da wird einem doch manches klar.
durchaus stabil ist. Ganz erhebliche Schwankungen im Außenwert etwa gegenüber dem Dollar, der Pfund oder dem Schweizer Franken hatte auch die DMark. Es zeigt aber auch, dass die - aus Sicht der Ordnungspolitiker - ach so schlimmen Maßnahmen der EZG (Zinssenkung, Anleihekäufe, Kreditausweitung etc.) wohl nicht zu einer massiven Geldentwertung führen. Intern offensichtlich kaum, im Außenwert jedenfalls nicht dramatisch, jedenfalls auch nicht in stärkerem Maße als zu Zeiten, als noch keine Anleihen von Krisenländern aufgekauft wurden. Eine gewisse Schwächung im Außenwert ist sogar gerade für D mit seiner Exportorientierung ganz gut. Die steigenden Ölkosten können mit Energiesparen und dem weitgehenden Umstieg auf regenerative Energien jedenfalls gebremst und zugleich Technologieführerschaft gepflegt bzw. ausgebaut werden.
Das ganze, insbesondere falls es sich in anderen Ländern bestätigen sollte, gibt hingegen Spielräume für die dringend notwendige Zinssenkung der EZB zur Stimulanz der Wirtschaft und der Märkte.
Auch hier gilt wieder: Man sollte die Inflationsdiskussion nicht zu aufgeregt betrachten oder gar befeuern.
CHILLY
a) die Inflationsrate korrekt ermittelt würde und
b) die Einkommensentwicklung die Infaltion zumindest kompensieren würde.
Und das ganz bitte nicht als ominöse Durchschnittswerte oder für Teilbereiche sonderen tatsächlich für die ganz übergroße Mehrheit der Menschen im Lande.
... abgeschwächt."
Ja, guter Satzbau kann Vieles! Da wird einem doch manches klar.
bin entsetzt, dass nun auf propagandistischem Weg versucht wird, den Menschen in Deutschland zu suggerieren, es wäre alles einfach Suppi und alles überhaupt gar nicht so schlimm! Deutschland steckt in der größten Krise der Geschichte. Wir leiden unter einer Regierung, welche nichts aber auch gar nicht gebacken bekommt und dort, wo sie ansetzt, auch noch mehr schaden anrichtet, als diese vermeiden wollte. Der Euro ist wie unser Rentensystem, ein totes Pferd, in das noch weiter teurer Hafer hineingestopft wird. Eine Kesselflickerei und Korruption und Vetterleswirtschaft, wo man hinsieht! Ich bin, für die endgültige Abschaffung unserer Politiker, zugunsten der wiedereinführen von Staatsmännern und Frauen, welches das Wohl der Menschen wieder im Fokus haben und nach Moral und Anstand sowie gesundem Menschenverstand handeln.
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