Finanzkrise Der IWF auf dem Weg zum Superfonds
Der IWF will seine Mittel kräftig aufstocken. Richtig, nur muss der Währungsfonds auch seine Krisenpolitik überdenken.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will seine finanziellen Ressourcen von derzeit 385 Milliarden Dollar auf eine Billion Dollar aufstocken. Nur so könne der Fonds auf die potenziellen Krisen der nächsten beiden Jahre adäquat reagieren, lautet das Argument. Die Mitgliedsländer sollten sich darauf einlassen, aber nicht ohne Bedingungen.
Die Diskussion um eine weitere substantielle Ausweitung der Kriseninterventionsmittel des IWF ist nicht neu; sie hat bereits auf der Jahrestagung der Bretton-Woods-Institutionen im vergangenen Herbst und auf dem G20-Gipfel von Cannes im November begonnen. Doch jetzt wartet die Geschäftsführende Direktorin, Christine Lagarde, erstmals mit einer konkreten Zahl auf. Diese klingt zunächst einmal astronomisch hoch. Bei näherer Betrachtung würde der Fonds am Ende zum Notfall-Kreditgeber für Ökonomien aller Größenordnungen. Diese Perspektive birgt mehrere Chancen – nicht nur für den IWF und seine Mitglieder, sondern für die gesamte Weltwirtschaft.
Barbara Unmüßig sitzt im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Rainer Falk ist Herausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung.
Trotz der Verdreifachung seiner Finanzmittel vor drei Jahren hat die finanzielle Ausstattung des Fonds mit dem dramatischen Wachstum der grenzüberschreitenden Kapitalflüsse längst nicht Schritt gehalten. 385 Milliarden Dollar sind einfach zu wenig, um als wirklich globaler Krisenmanager agieren zu können. Das gilt nicht nur für den Fall, dass ein größeres europäisches Land in Zahlungsschwierigkeiten gerät, sei es Spanien oder Italien oder gar Frankreich. Das gilt auch für eine Situation, in der es über die Ansteckungskanäle der Finanzkrise in Europa zu einem Austrocknen der Kapitalflüsse in die großen Schwellenländer oder andere Entwicklungsländer kommt. Die Frage nach der Aufstockung der IWF-Mittel kann und sollte also keineswegs nur aus europäischem Blickwinkel betrachtet werden.
Zu Recht ist der IWF wegen seines Krisenmanagements in früheren Schuldenkrisen kritisiert worden, weil er als Kreditgeber gegenüber armen und reichen Ländern mit zweierlei Maß gemessen hat. Während die Armen oft harsche und politisch höchst fragwürdige Konditionen hinnehmen mussten, kamen die Reichen schon deshalb ungeschoren davon, weil sie auf IWF-Mittel gar nicht angewiesen waren. Mit der anhaltenden globalen Finanzkrise sind jetzt erstmals auch die bislang führenden Ökonomien der Weltwirtschaft in eine Schieflage geraten und brauchen den IWF. Sollte der Fonds im Gefolge dieser Entwicklung zu einem wirklich globalen Krisenmanager ausgebaut werden, wäre also zumindest eine Asymmetrie zwischen den Mitgliedsländern dahin: Jedes Land – unabhängig von seiner ökonomischen Stärke – könnte dann zum Klienten des Fonds werden.
- Datum 23.01.2012 - 19:01 Uhr
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Erst recht keine Wohltätigkeitseinrichtung. Er soll überschuldeten Staaten helfen, sich zu sanieren, damit sie finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen können. Das ist notwendigerweise schmerzhaft, weil die Ursache der Überschuldung immer ein meist langjähriges "Über-die-Verhältnisse-Leben" bedeutet. Sanierung bedeutet daher zwangsläufig massive Einschränkungen verbunden mit dem Zwang zu hohen Anstrengungen. Wem das zu schmerzhaft ist, der kann ja auf die IWF-Hilfe verzichten. Dass solche finanzielle Schieflagen mit dem Geld anderer Leute konserviert werden, geht gar nicht.
Was der IWF und die Weltbank in Ihrer kleinen heilen Welt tun sollten, ist das eine. was sie tatsächlich tun: amerikanischen Großkonzernen helfen überschuldete Länder auszuplündern und überschuldete Länder dazu bringen, die kriminelle US-Aüßenpolitik zu unterstützen (z.B. durch gefügiges Verhalten in der UNO),
John Perkins, Bekenntnisse eines Economic Hit Man:
http://www.youtube.com/wa...
Peter König im Schweizer Radio:
http://www.drs.ch/www/de/...
Des weiteren kann ich Ihnen den Film "Let's make money" empfehlen.
Ihre Naivität ist so grenzenlos, dass ich mich nur wundern kann.
Was der IWF und die Weltbank in Ihrer kleinen heilen Welt tun sollten, ist das eine. was sie tatsächlich tun: amerikanischen Großkonzernen helfen überschuldete Länder auszuplündern und überschuldete Länder dazu bringen, die kriminelle US-Aüßenpolitik zu unterstützen (z.B. durch gefügiges Verhalten in der UNO),
John Perkins, Bekenntnisse eines Economic Hit Man:
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Peter König im Schweizer Radio:
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Des weiteren kann ich Ihnen den Film "Let's make money" empfehlen.
Ihre Naivität ist so grenzenlos, dass ich mich nur wundern kann.
Teilweise fromme Wünsche, allein mir fehlt der Glaube.
Wie hieß es in Herr der Ringe: "Ein Ring,...
Let´s make money:
http://www.youtube.com/wa...
Bekenntnisse eines Economic Hit Man:
http://www.youtube.com/wa...
Wenn nur die Staaten resp. Menschen nicht so egoistisch wären. Wenn es einen kostenlosen Honigtopf gäbe, würde sich jeder daraus bedienen wollen.
Wie wäre es, wenn z.B. die afrikanischen Staaten (willkürliches Beispiel) den "unantastbaren Sockel sozialer Sicherung" für Europa festlegen würden? Oder der IWF dafür sorgen würde, daß z.B. alle afrikanischen Länder diese soziale Sicherung erhalten würden? Genau, das geht nicht.
Der IWF sollte immer nur ein "lender of last resort" bleiben und die Nehmerländer sollten allen anderen Rechenschaft ablegen. Nur das wäre wirtschaftlich "gerecht". Für das Soziale haben wir die UNO und etliche Suborganisationen.
Madame Lagarde will vor allem mehr Macht. Deswegen redet sie die Krise hoch und verlangt mehr Geld. Das ist unverantwortlich, weil die - sehr berechtigte - Weigerung der anderen Länder jetzt krisenverschärfend wirken kann. Dann wird sie erst Recht mehr Geld für den IMF abpressen wollen. Dabei trägt Madame Lagarde als frühere französische Finanzministerin für die europäische Staatsschuldenkrise unmittelbar persönliche Verantwortung. Davon will sie jetzt nichts mehr wissen.
Was der IWF und die Weltbank in Ihrer kleinen heilen Welt tun sollten, ist das eine. was sie tatsächlich tun: amerikanischen Großkonzernen helfen überschuldete Länder auszuplündern und überschuldete Länder dazu bringen, die kriminelle US-Aüßenpolitik zu unterstützen (z.B. durch gefügiges Verhalten in der UNO),
John Perkins, Bekenntnisse eines Economic Hit Man:
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Des weiteren kann ich Ihnen den Film "Let's make money" empfehlen.
Ihre Naivität ist so grenzenlos, dass ich mich nur wundern kann.
Wer "Entwicklungsspielräume abschnürt" oder "Sockel sozialer Sicherung antastet" geht an das Eingemachte und strukturell Wertvolle bzw. Unverzichtbare.
Leider ist das solchen Organisationen wie dem IWF durchaus zuzutrauen.
Aber diese Kosten haben die Staaten wohl kaum in den Ruin getrieben.
Das sind ganz andere Posten. Auch wörtlich zu verstehen.
Da wirken die Sparorgien wie ein reingendes Gewitter.
Da ist aber auch der Widerstand am Größsten.
Die zunehmende Konzentration von Macht verringert den Pluralismus auf Erden und macht die Menschheit insgesamt anfälliger, wie der Artenschwund. Genau genommen sind es einige wenige - die sogenannte Elite - die, nicht gerade hoch angesiedelten Instinkten folgend, die Entwicklung der Menschheit verzögern und gefährden. Wir können es uns nicht erlauben, nicht klüger zu werden.
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