Arbeitsmarkt Arbeitskräfte-Bedarf auf Rekordwert
Die Zahl der offenen Stellen ist so hoch wie noch nie seit Beginn der Erfassung. Doch viele Arbeitsplätze bleiben wegen des Fachkräftemangels unbesetzt.
In Deutschland gibt es so viele offene Stellen wie seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen nicht. Das berichtete die Bundesagentur für Arbeit zur Veröffentlichung ihres monatlichen Stellenindex BA-X. Der Index, der die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage abbildet, wird seit 2004 ermittelt. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur an morgigen Dienstag bekanntgeben.
Nach Einschätzung der BA wird die hohe Arbeitskräftenachfrage weiterhin durch die stabile wirtschaftliche Situation in Deutschland getragen. Allerdings habe sich die Dynamik bei der Zahl der gemeldeten offenen Stellen in den vergangenen Monaten etwas verlangsamt, räumt die Bundesagentur ein. "Als Trendwende kann dies zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht angesehen werden."
Der Fachkräftemangel führt zu vielen offenen Stellen
Offene Stellen gibt es nach Bundesagentur-Angaben vor allem bei Zeitarbeitsunternehmen. Seit Monaten stammt jede dritte Stelle aus dieser Branche. Zusätzliche Kräfte suchten außerdem der Groß- und Einzelhandel, Bauinstallationsbetriebe, die Gastronomie, aber auch Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste sowie Sozialeinrichtungen. Für die ungewöhnlich große Zahl der offenen Stellen sei zudem der Umstand verantwortlich, dass viele ausgeschriebene Arbeitsplätze wegen des Fachkräftemangels immer länger unbesetzt blieben.
In der Euro-Zone hat sich das Wirtschaftsklima derweil leicht verbessert. Der EU-Kommission zufolge stieg der entsprechende Index auf 93,4 Zähler von revidiert 92,8 Punkten. Das separat ermittelte Geschäftsklima in der Euro-Zone stieg leicht auf minus 0,21 Zähler von revidiert minus 0,32 Punkten.
- Datum 30.01.2012 - 12:10 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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"Groß- und Einzelhandel, Bauinstallationsbetriebe, die Gastronomie, aber auch Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste sowie Sozialeinrichtungen"
Also all die Branchen wo extreme viel Platz für Gehaltsverbesserungen ist.
Ich bin gespannt ob sich da was tut...
...die EU sorgt auch weiterhin für Lohndumping:
http://www.karriere.de/be...
Wozu glaubst du dienen diese ganzen Artikel? Überall wo ich mich umhöre verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen. Im Fall einer Krankenschwester in meiner Verwandschaft, ist man dazu übergegangen jede Station nur noch mit einer Fachkraft zu besetzen und den Rest mit minimal ausgebildeten nicht-deutschsprachigen Zuarbeitern. Nicht weil Fachkräfte fehlen, sondern weils BILLIG ist. Erhöht den Stress und die Fehlbehandlungsquote, vermindert die Qualität.
Auch in der Informatik aus der ich komme, im Südwesten, wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Gehaltssteigerungen sind kaum drin, selbst bei Stellenwechsel nur selten. Schon kleine Zumutungen an den Arbeitgeber (etwa reduzierte Arbeitszeit) führen dazu, dass die Anwerbegespräche abgebrochen werden. Unbezahlte Überstunden sind fast schon "branchenüblich".
Das führt ua dazu, dass die meisten versuchen ihre aktuellen Verträge solange wie möglich zu halten:
http://www.heise.de/tp/ar...
Ein echter *Fachkräftemangel* sieht ganz, ganz anders aus. Prognostiziert wurde er sowieso stets nur für die Zukunft. Ein gigantisches Lügenspiel mehr nicht.
...die EU sorgt auch weiterhin für Lohndumping:
http://www.karriere.de/be...
Wozu glaubst du dienen diese ganzen Artikel? Überall wo ich mich umhöre verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen. Im Fall einer Krankenschwester in meiner Verwandschaft, ist man dazu übergegangen jede Station nur noch mit einer Fachkraft zu besetzen und den Rest mit minimal ausgebildeten nicht-deutschsprachigen Zuarbeitern. Nicht weil Fachkräfte fehlen, sondern weils BILLIG ist. Erhöht den Stress und die Fehlbehandlungsquote, vermindert die Qualität.
Auch in der Informatik aus der ich komme, im Südwesten, wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Gehaltssteigerungen sind kaum drin, selbst bei Stellenwechsel nur selten. Schon kleine Zumutungen an den Arbeitgeber (etwa reduzierte Arbeitszeit) führen dazu, dass die Anwerbegespräche abgebrochen werden. Unbezahlte Überstunden sind fast schon "branchenüblich".
Das führt ua dazu, dass die meisten versuchen ihre aktuellen Verträge solange wie möglich zu halten:
http://www.heise.de/tp/ar...
Ein echter *Fachkräftemangel* sieht ganz, ganz anders aus. Prognostiziert wurde er sowieso stets nur für die Zukunft. Ein gigantisches Lügenspiel mehr nicht.
Ach, besonders diese haben viele offene Stellen?
Liegt vielleicht auch daran, dass sich viele Menschen streuben dieses Sklaventum 2.0 anzutun.
Es ist nur so,dass die Zeitarbeitsfirmen mehr Stellen bei der BA melden als tatsächlich vorhanden sind.Dies ist allgemein schon seit längerer Zeit bekannt und es erstaunt mich,dass Zeit online diese Meldung so ohne Weiteres transportiert.
http://www.youtube.com/wa...
Es ist nur so,dass die Zeitarbeitsfirmen mehr Stellen bei der BA melden als tatsächlich vorhanden sind.Dies ist allgemein schon seit längerer Zeit bekannt und es erstaunt mich,dass Zeit online diese Meldung so ohne Weiteres transportiert.
http://www.youtube.com/wa...
"Offene Stellen gibt es nach Bundesagentur-Angaben vor allem bei Zeitarbeitsunternehmen"
Das wundert mich aber jetzt. Gibt es etwa nicht genug Leute, die für 4€/h arbeiten wollen. Skandal. Frau Merkel, wo sind sie??
Hallo Emma das Turbohuhn,
.
wo die Leute sind, die für 4 € arbeiten wollen? In Osteuropa natürlich!
.
Die im Artikel erwähnten Stellen in der Krankenpflege und bei Zeitarbeitsfirmen werden dort mit 2 € entlohnt.
.
Und nun jammern die Firmen, weil die Osteuropäer keine Arbeitserlaubnis kriegen. Das ist der Hintergrund der Geschichte.
Hallo Emma das Turbohuhn,
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wo die Leute sind, die für 4 € arbeiten wollen? In Osteuropa natürlich!
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Die im Artikel erwähnten Stellen in der Krankenpflege und bei Zeitarbeitsfirmen werden dort mit 2 € entlohnt.
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Und nun jammern die Firmen, weil die Osteuropäer keine Arbeitserlaubnis kriegen. Das ist der Hintergrund der Geschichte.
... ist ein Schlag ins Gesicht für alle hochqualifizierten, arbeitslosen und vergeblich um eine Anstellung suchenden Fachkräfte in Deutschland. Auf dieses gewaltige Reservoir an Erfahrung greift man aber leider nicht zurück, weil diese Spezialisten über 50 Janre alt sind oder für ihre Arbeit auch angemessen entlohnt werden wollen. Dass sich der Griff nach vermeintlich billigeren Fachkräften aus Osteuropa am Ende rechnet, ist aber wohl ein noch größeres Märchen.
Ist auch nur eine Mär.... manche Firmen sind so geizig, die scheuen die Kosten, Bewerber einzuladen weil sie sonst Bahntickets quer durch die Republik oder Flugtickets aus dem Ausland bezahlen müssten...
imho besinnen sich die genannten langsam drauf, den Staat auszunehmen anstatt sich als Akadamiker für 7 Euro Stundenlohn bei 50+h Wochen ausnehmen zu lassen.
Habe mit einer Kollegin gesprochen die auch einen Ing. suchte, aber keinen gefunden hat, da das gebotene Gehalt zu niedrig ist.
Leider ist der Leidensdruck in dem Unternehmen noch nicht so groß, dass man international vergleichbare Gehälter zahlt.
Selbe Kollegin war auch für ein Unternehmen als Vermittler tätig, auf die Ausschreibung als Betriebsleiter hatten sich 60 Leute beworben, aber der Untermeher hat keinen eingestellt, da sie das geforderte Profil nicht zu 100% erfüllten (ist fast unmöglich da es nur 4 Betriebe D weit mit dem Firmenprofil gibt) und beschwerte sich dann auch über den Fachkräftemangel, anstatt in der Einarbeitungszeit jemanden auf Stand zu bringen.
Aber in D wird man dahin kommen wo man hier in Canada schon ist, die AN werden sich ihrer Macht bewusst und man muss als AG dann in den Wettbewerb gehen und ordentliche Rahmenbedingungen schaffen, denn selbst kann man meist die geforderte Arbeit nicht machen.
... aber anscheinend ist nur Fachkraft, wer zu den besten 30% seines Jahrgangs gehört, wenig Geld verlangt und obendrein noch so spezialisiert ist, dass er keine Einarbeitung braucht. Und wie viele Leute der 30plus Generation hangeln sich dann immer noch von befritetem Vertrag zu befristetem Vertrag? Wie wäre es diejenigen langfristig ans Unternehmen zu binden statt über Fachkräftemangel zu jammern, zumal für die Einwanderung aus den EU-Ländern Süd- und Osteuropas ohnehin keine Grenzen mehr bestehen.
Ist auch nur eine Mär.... manche Firmen sind so geizig, die scheuen die Kosten, Bewerber einzuladen weil sie sonst Bahntickets quer durch die Republik oder Flugtickets aus dem Ausland bezahlen müssten...
imho besinnen sich die genannten langsam drauf, den Staat auszunehmen anstatt sich als Akadamiker für 7 Euro Stundenlohn bei 50+h Wochen ausnehmen zu lassen.
Habe mit einer Kollegin gesprochen die auch einen Ing. suchte, aber keinen gefunden hat, da das gebotene Gehalt zu niedrig ist.
Leider ist der Leidensdruck in dem Unternehmen noch nicht so groß, dass man international vergleichbare Gehälter zahlt.
Selbe Kollegin war auch für ein Unternehmen als Vermittler tätig, auf die Ausschreibung als Betriebsleiter hatten sich 60 Leute beworben, aber der Untermeher hat keinen eingestellt, da sie das geforderte Profil nicht zu 100% erfüllten (ist fast unmöglich da es nur 4 Betriebe D weit mit dem Firmenprofil gibt) und beschwerte sich dann auch über den Fachkräftemangel, anstatt in der Einarbeitungszeit jemanden auf Stand zu bringen.
Aber in D wird man dahin kommen wo man hier in Canada schon ist, die AN werden sich ihrer Macht bewusst und man muss als AG dann in den Wettbewerb gehen und ordentliche Rahmenbedingungen schaffen, denn selbst kann man meist die geforderte Arbeit nicht machen.
... aber anscheinend ist nur Fachkraft, wer zu den besten 30% seines Jahrgangs gehört, wenig Geld verlangt und obendrein noch so spezialisiert ist, dass er keine Einarbeitung braucht. Und wie viele Leute der 30plus Generation hangeln sich dann immer noch von befritetem Vertrag zu befristetem Vertrag? Wie wäre es diejenigen langfristig ans Unternehmen zu binden statt über Fachkräftemangel zu jammern, zumal für die Einwanderung aus den EU-Ländern Süd- und Osteuropas ohnehin keine Grenzen mehr bestehen.
dipl.ing "angebote" über 1600,- brutto (vollzeit, incl.abgeltungsfreier überstunden) bekomme, bleibt mein fachkräftewissen zuhause und kümmert sich um die kinder und eigene projekte. ansonsten gern im bereich photovoltaik, elektromobilität, medienproduktion.
"Offene Stellen gibt es nach Bundesagentur-Angaben vor allem bei Zeitarbeitsunternehmen"
hm, einfach mal auf diese sinnfreien zwischenhändler in form von zeitarbeitsfirmen verzichten. damit sieht es bei der gehaltsabrechnung (wenigstens ein klein wenig) besser aus.
Billig-Arbeitskräfte-Bedarf auf Rekordwert
So langsam kommt wohl die Sache mit dem Fachkräftemangel an's Tageslicht.
Im Artikel steht: "Offene Stellen gibt es nach Bundesagentur-Angaben vor allem bei Zeitarbeitsunternehmen" - aha, interessant. Ist das nicht da, wo die Arbeitnehmer einen Bruchteil dessen bekommen wie ein Festangestellter??
Und auch steht da: "Zusätzliche Kräfte suchten außerdem der Groß- und Einzelhandel, Bauinstallationsbetriebe, die Gastronomie, aber auch Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste sowie Sozialeinrichtungen" - sind das nicht die absolut niedrig entlohnten Segmente?
Ich kann dieses Gejammere über den Fachkräftemangel nichtmehr hören. Den gibt es nämlich nicht.
Was es gibt ist ein Mangel an BILLIGEN Fachkräften. Wer aber die Leute ordentlich bezahlt und behandelt, kann sich vor Bewerbungen oft nicht retten.
Mal ehrlich, dieses ganze Geheule dient doch nur dazu, verstärkt billige Arbeitnehmer aus dem Ausland rekrutieren zu dürfen und den Zuzug zu erleichtern. Mehr nicht!
Ich erwarte von einem Blatt wie der ZEIT fundiertere Hintergrundinformationen wie z.B. darüber, was denn an dem "Fachkräftemangel" wirklich 'dran ist.
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