Schuldenkrise Rehn hält höhere Griechenland-Hilfen für notwendig
Der EU-Finanzkommissar glaubt nicht, dass der derzeit verhandelte Schuldenschnitt des Landes ausreicht. Eine Erhöhung der Griechenland-Hilfen stehe kurz bevor.
Für die Rettung Griechenlands sind nach Erkenntnissen von EU-Finanzkommissar Olli Rehn weitere staatliche Hilfen zwingend. Um wie geplant die Schuldenlast des Euro-Staates bis 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von derzeit gut 160 Prozent zu senken, werde der verhandelte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger nicht ausreichen, sagte Rehn. Diese Lücke müssten die Euro-Staaten und die EU-Institutionen füllen. Eine Einigung auf das zweite Rettungspaket stehe kurz bevor.
"Wir bereiten ein Paket vor, das den Weg für eine nachhaltige Lösung freimacht", sagte der finnische EU-Kommissar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Es wird dabei wahrscheinlich einen höheren Bedarf an öffentlicher Finanzierung geben, aber nichts Dramatisches."
Die Verhandlungen der privaten Gläubiger mit Griechenland über einen Schuldenschnitt befinden sich augenscheinlich in der Endphase. Der Chefunterhändler des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, wollte am Abend in Athen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos zusammenkommen.
Kauder droht Griechenland mit Staatskommissar
Unions-Fraktionschef Volker Kauder droht Griechenland wegen mangelnder Reformfortschritte mit einem Zahlungsstopp. "Es muss klargemacht werden: Geld gibt es nur, wenn das Land straff geführt wird – notfalls bis hin zu einem Staatskommissar, der von der EU oder den Euro-Staaten eingesetzt wird", sagte der CDU-Politiker laut Spiegel Online. Trotz der Hilfspakete seiner Euro-Partner und des IWF habe sich in dem Land anscheinend "nur sehr wenig grundsätzlich gebessert".
Griechenland sei ein "riesengroßes Problem", ergänzte Kauder. Das Land unter Kuratel zu stellen, wäre hart. "Aber vielleicht würden sich die Griechen am Ende selbst damit anfreunden." Deutschland und die EU könne nicht immer nur Geld geben, ohne dass sich etwas ändere. Kauder zeigte sich auch offen für die Idee, deutsche Beamte als Aufbauhelfer zu schicken.
Aus der Euro-Zone gedrängt werden soll Griechenland nach den Worten Kauders aber nicht. Das wäre vielmehr "ausgesprochen problematisch", weil es auf den Finanzmärkten Probleme auch für weitere Euro-Staaten auslösen könnte. "Wenn Griechenland selbst entscheiden würde, aus der Euro-Zone auszutreten, wäre das etwas ganz anderes", sagte der CDU-Politiker.
Griechenland liegt hinter den mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparzielen und steuert wegen der stockenden Verhandlungen mit seinen privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt und der schlechten Wirtschaftslage auf einen Staatsbankrott zu. Zuletzt hatten die Finanzminister der Eurozone dem Land gedroht, dass es ohne weitere Sparbemühungen keine Hilfskredite mehr bekommen werde.
- Datum 26.01.2012 - 15:47 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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... zu Konzepten, Treffen, Meetings, Nachrichtenmeldungen und Öffentlichkeitsarbeit zur Entwicklung einer Griechenlandstrategie verschwendet wurde, hätten gut ausgereicht, hier in Deutschland einige Sachen zu verbessern; Straßen besser ausbauen, eine bessere Migrationspolitik auch mit mehr Bürokratie, um wirklich nur die in Deutschland aufzunehmen die etwas leisten können und wollen, Steuervorteile für den gemeinen Bürger.
Aber nein, anstatt den Griechen sich ihrer selbstverschuldeten Krise zu überlassen, müssen wir ständig darüber schwadronieren, wie wir Griechenland retten könnten und wie wir als Steuerzahler unser Geld noch besser anlegen können, damit es in Griechenland versickert. Mir reicht es. Es wird endlich Zeit, diese ganzen Zirkeldiskussionen ruhen zu lassen und Griechenland aus der Euro-Zone auszuschließen, bis sie wieder ihre Finanzlage in den Griff kriegen.
Ich muss doch auch nicht für jemanden aus einer anderen Stadt zahlen, nur weil er sein Geld verzockt hat?! Wo ist das die Logik?
Bei allem Unmut dürfen wir nicht vergessen, daß Deutschland selbst DREI Mal Staatsbankrott angemeldet hat und kein einziges Mal die Schulden bedient wurden; nach dem Zweiten Weltkrieg war es der Verzicht der Gläubiger, der den Wirtschaftsaufschwung mitermöglicht hat, auch der Verzicht der Griechen auf Kriegsreparationen und aufgezwungene Kriegskredite.
Bislang hat die deutsche Wirtschaft vom großen Handelsüberschuß mit den Griechen profitiert, deshalb sind Stammtischparolen unangebracht und verstimmen nur das bilaterale Verhältnis.
Bei allem Unmut dürfen wir nicht vergessen, daß Deutschland selbst DREI Mal Staatsbankrott angemeldet hat und kein einziges Mal die Schulden bedient wurden; nach dem Zweiten Weltkrieg war es der Verzicht der Gläubiger, der den Wirtschaftsaufschwung mitermöglicht hat, auch der Verzicht der Griechen auf Kriegsreparationen und aufgezwungene Kriegskredite.
Bislang hat die deutsche Wirtschaft vom großen Handelsüberschuß mit den Griechen profitiert, deshalb sind Stammtischparolen unangebracht und verstimmen nur das bilaterale Verhältnis.
Test
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Schön, was dieser EU-Kommissar fordert, nur wird es einfach nicht funktionieren die Vorgaben zu erfüllen. Ein Armen kann man nicht mehr Geld abnehmen.
Und wie ist es mit diesem sog. BRD-Land? Wie häufig hatte es die Maastricht-Kriterien gebrochen? Und ist aktuelle BRD-Land mit über 84% Verschuldung nicht sowieso fällig? Man braucht sich nur die Innenpolitik von BRD-Land anschauen. Bonze:"Ihr müsst nur auf Eure Sozialleistungen verzichten, HIV bekommen, Rente ab 71 und schon werden wir mit der Agenda in 2010 keine neuen Schulden mehr machen..." Und was war? Im Jahr 2010 hat das BRD-Land 304Mrd neue Schulden gemacht - Rekord!
http://www.staatsverschul...
Aber wenigstens zeigt das EU-Imperium wieder einmmal, wieder einmal, wieder einmal auf was es ankommt: Nein nicht die Bürger, sondern "weil es auf den Finanzmärkten Probleme auch für weitere Euro-Staaten auslösen könnte".
gemeint ist natürlich Deutschland, die anderen 25 Staaten (incl. England im best case) hätten schon gar kein Geld oder die Schuldenbonität mehr.
Es ist unglaublich, wie sich alle EU-Politiker weigern, die Fakten als Fakten zu benennen:
GRIECHENLAND IST BANKROTT
Wer zahlt? Das müssen doch wohl die Gläubiger und nicht die EU-Steuerzahler.
Wer profitierte bisher? Hauptsächlich die griechischen Superreichen und Politiker, die das Land ausgebeutet und betrügerisch in den Bankrott getrieben haben. Dazu noch jede menge Spekulanten inkl. Goldman-Sachs.
Was ist zu tun? Griechenland Bankrott erklären. Austritt Deutschlands aus der Eurozone, EU-Vertragsbruch beenden, Euro ganz abschaffen. Keine Hilfen für irgendwelche Banken, sondern wenn nötig Verstaatlichung bankrotter Banken, komplette Neuordnung des Geld- und Finanzsystems.
Das Loch Griechenland kann man nicht mehr stopfen. Aber die Finanzhaie erpressen vor allem Deutschland. Hier kann man ja noch was herauspressen.
Wir brauchen endlich Politiker, die den Willen und das Wohl des Deutschen Volkes im Auge haben und nicht so eine Bananenregierung mit Merkel und Rösler
und 200 Mrd. verlorene Neustartzuschüsse.
Und über den weiteren Bedarf sprechen wir dann 2015.
Wikipedia:
"Nach einem Bericht der New York Times vom 13. Februar 2010 hatten US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan Griechenland in den letzten zehn Jahren dabei geholfen, das Ausmaß seiner Staatsverschuldung zu verschleiern. Neu aufgenommene Kredite waren als Währungsgeschäfte verbucht worden. Im Gegenzug waren künftig zu erwartende Einnahmen, zum Beispiel aus Flughafengebühren und Lotteriegewinnen, abgetreten worden."
Goldman Sachs und ein paar andere US-Banken entwickeln sich für die EU zum Staatsfeind Nummer 1. Weshalb werden sie nicht zur Rechenschaft gezogen (z.B. duch Einfrieren der Konten bei der EZB, wie beim Iran), sondern sogar noch mit der "Lösung" des Problems beauftragt?
Der heutige Präsident der EZB "Draghi ... arbeitete für die Weltbank und ...von 2002 bis 2005 war er Vizepräsident bei Goldman Sachs in London" (also just während der Zeit der Fälschungen, Quelle Wikipedia))
Vielleicht ist hier ja ein Teil der Antwort Antwort:
"Größter Beitragszahler des „Obama Victory Funds“ war Goldman Sachs"
(Tagesspiegel vom 7.11.2008)
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