Schweizer Nationalbank-Chef: Ein Rücktritt sorgt für Glaubwürdigkeit
Der Chef der Schweizer Nationalbank tritt zurück. Nicht, weil er gegen Gesetze verstoßen hat, sondern um seine Glaubwürdigkeit zu wahren. Ein Kommentar
© dpa

Philipp Hildebrand
Der Rücktritt der Schweizer Nationalbankpräsidenten ist durchaus ein Lehrstück. Und selbst wenn man mit Fug und Recht finden mag, dass Vergleiche mit Bundespräsident Christian Wulff hinken, lohnt in der aktuellen Debatte in Deutschland ein Blick in die Schweiz: Philipp Hildebrand erklärte am Montagnachmittag seinen Rücktritt und begründete dies mit der Einsicht, dass er die Vorwürfe gegen ihn niemals wieder loswerden würde.
Er gebe sein Wort als Ehrenmann dafür, dass er korrekt gehandelt habe, sagte er auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Bern. Er habe nie gelogen. Aber trotzdem: Er würde künftig immer mit dem Gefühl zur Arbeit gehen, dass ihn andere für einen Lügner halten.
Hildebrand werden unlautere Devisengeschäfte vorgeworfen: Seine Ehefrau Kashya Hildebrand, eine Kunsthändlerin und amerikanische Staatsbürgerin, hatte Mitte August 400.000 Franken in 504.000 Dollar gewechselt, und im Oktober hatten die Hildebrands eine ähnliche Summe wieder zurückgetauscht, um eine Ferienwohnung in Davos zu finanzieren. In der Zwischenzeit hatte jedoch die Schweizer Nationalbank unter Führung Hildebrands eine historische Entscheidung gefällt: Sie legte für den Euro eine Untergrenze zum Schweizer Franken fest, was im Nebeneffekt zur Folge hatte, dass auch der Dollar stieg. Seine Frau machte also mit dem Devisengeschäft einen Gewinn von gut 50.000 Euro.
Eine saubere Sache war das nicht, es roch nach Insiderhandel. Aber wie Hildebrand nachweisen konnte, verstieß das Geschäft nicht gegen die Regeln der Schweizer Nationalbank. Trotzdem sei es ein Fehler gewesen, gestand Hildebrand ein, und die Notenbank versprach, ihre Vorschriften zu verschärfen. Doch geholfen hat es ihm nicht.




Kashya (Cash) ,hihi
Wie schön, wenn man sich an kleinsten Kleinigkeiten herzhaft erfreuen kann. By the way: uns hat man schon im Kindergarten beigebracht, dass es reichlich peinlich ist, sich über einen Namen lustig zu machen.
Wie schön, wenn man sich an kleinsten Kleinigkeiten herzhaft erfreuen kann. By the way: uns hat man schon im Kindergarten beigebracht, dass es reichlich peinlich ist, sich über einen Namen lustig zu machen.
"Und selbst wenn man mit Fug und Recht finden mag, dass Vergleiche mit Bundespräsident Christian Wulff hinken, lohnt in der aktuellen Debatte in Deutschland ein Blick in die Schweiz:"
Das hinkt doch nur, weil unser Bundespräsident keine Glaubwürdigkeit mehr zu verlieren hat. Sonst ist das eine schöne Parallele. Frau Kässmann wäre die andere. Johannes Rau aber wohl ein Beleg, dass es funktionieren kann.
Herr Rau ist bei einer, bis dato allgemein üblichen und von allen Parteien in verschiedenen BL praktizierten, Vorgehensweise ins Gerede gekommen. Er hatte persönlich auch davon nicht profitiert. Da haben sowohl die Vorwürfe an Hildebrand, als auch an Wulff eine andere Qualität.
Aber nach meinem Empfinden hatte Rau sich auch niemals von diesen Vorwürfen erholt und ist auch weit hinter den Erwartungen und Wünschen an seine Präsidentschaft zurückgeblieben.
Hildebrand hatte wenigstens eingesehen, dass seine Vorgehensweise zwar legal, aber von vielen als nicht moralisch korrekt empfunden wurde und er damit auch seine Integrität beschädigt hat.
Dem Seilschafter und Amigo Wulff fehlt jegliches Verständnis hierfür. Da wird lieber direkt zum Telefon gegriffen, um den Chefredakteur der Bild rundzumachen.
Herr Rau ist bei einer, bis dato allgemein üblichen und von allen Parteien in verschiedenen BL praktizierten, Vorgehensweise ins Gerede gekommen. Er hatte persönlich auch davon nicht profitiert. Da haben sowohl die Vorwürfe an Hildebrand, als auch an Wulff eine andere Qualität.
Aber nach meinem Empfinden hatte Rau sich auch niemals von diesen Vorwürfen erholt und ist auch weit hinter den Erwartungen und Wünschen an seine Präsidentschaft zurückgeblieben.
Hildebrand hatte wenigstens eingesehen, dass seine Vorgehensweise zwar legal, aber von vielen als nicht moralisch korrekt empfunden wurde und er damit auch seine Integrität beschädigt hat.
Dem Seilschafter und Amigo Wulff fehlt jegliches Verständnis hierfür. Da wird lieber direkt zum Telefon gegriffen, um den Chefredakteur der Bild rundzumachen.
ist mittlerweile ein Lichtblick im deutschsprachigen Raum
Blocher und seine rechte SVP taugen ja genau so zum Bösewicht wie Diekmann und die BLÖD.
Das macht einen schon wieder nachdenklich. Einen Amtsträger von einflussreicher Seite solange mit Dreck zu bewerfen bis dessen Glaubwürdigkeit beschädigt ist und der tritt dann ungerechtfertigter Weise zurück - so einfach sollte es doch in einer Demokratie nicht sein!
Vielleicht wäre auch ein Blick von der Schweiz nach Deutschland angebracht gewesen...
der Blick nach hier lohnt nicht, so lange wir "Minister"-Gesetze
haben, die nicht mit strafrechtlichen Sanktionen versehen sind.
der Blick nach hier lohnt nicht, so lange wir "Minister"-Gesetze
haben, die nicht mit strafrechtlichen Sanktionen versehen sind.
Wie schön, wenn man sich an kleinsten Kleinigkeiten herzhaft erfreuen kann. By the way: uns hat man schon im Kindergarten beigebracht, dass es reichlich peinlich ist, sich über einen Namen lustig zu machen.
dass ich auch geschmunzelt habe ob der sinn-lichen Namensähnlichkeit. Sind Sie doch bitte nicht so streng, kreatives Schmunzeln ist doch lebendig
Dass in diesem Forum vor allem genörgelt, gejammert und beschuldigt wird.... damit hab ich mich abgefunden. Dass einigen schlecht gelaunten Genossen selbst das noch nicht genug ist und man sich auch noch gegenseitig wegen solchen Belanglosigkeiten anzicken muss, scheint leider die konsequente Weiterführung davon zu sein; und ermüdet mich.
dass ich auch geschmunzelt habe ob der sinn-lichen Namensähnlichkeit. Sind Sie doch bitte nicht so streng, kreatives Schmunzeln ist doch lebendig
Dass in diesem Forum vor allem genörgelt, gejammert und beschuldigt wird.... damit hab ich mich abgefunden. Dass einigen schlecht gelaunten Genossen selbst das noch nicht genug ist und man sich auch noch gegenseitig wegen solchen Belanglosigkeiten anzicken muss, scheint leider die konsequente Weiterführung davon zu sein; und ermüdet mich.
daß Herr Hildebrand gehen muß, obwohl ihn keine direkte Schuld trifft.
Andererseits hätte er seine Frau dazu drängen müssen, die Dollars wieder zu verkaufen, sobald er davon erfahren hatte. Das tat er nicht. So hat seine Frau einen schönen Gewinn gemacht und er seinen Job verloren.
der über die Macht-und Machenschaften seiner Frau stolpert - und bitte ja nicht sagen - "Nixi gewußt" - das wäre ja so als würde Herr Geerken sagen er hätte vom Kredit seiner Frau an Wulff nixi gewusst -
der über die Macht-und Machenschaften seiner Frau stolpert - und bitte ja nicht sagen - "Nixi gewußt" - das wäre ja so als würde Herr Geerken sagen er hätte vom Kredit seiner Frau an Wulff nixi gewusst -
dann frage ich mich, was die schweizer Nationalbank für Regeln hat.
Und dass der Mann nicht weiß, was die Ehefrau für Geschäfte tätigt und das noch in dem Umfang, ist ein Witz. Dann könnte man sich in jeder erdenklichen Situtation dumm stellen und es gäbe keine Verurteilungen mehr. "Was? Ich muss fürs Bahnfahren ein Ticket ziehen?? Da bin ich nicht drauf hingewiesen worden" usw.
Lesen Sie den Bericht der ZEIT nochmals: es war kein verbotener Insiderhandel, es war überhaupt kein Insiderhandel. Ob die Regeln der Schweizer Nationalbank zu lasch sind, darüber kann man diskutieren. Fakt ist: Hildebrand hat gegen keine Regeln verstoßen, das ist nachgewiesen worden. Und dass der Ehepartner oder die Ehepartnerin selbständig Geschäfte tätigt, das kommt vor. Sie scheinen sich das nicht vorstellen zu können, aber das gibt es wirklich – selbständige, selbstbewusste, starke Partnerinnen, bzw. Partner.
Lesen Sie den Bericht der ZEIT nochmals: es war kein verbotener Insiderhandel, es war überhaupt kein Insiderhandel. Ob die Regeln der Schweizer Nationalbank zu lasch sind, darüber kann man diskutieren. Fakt ist: Hildebrand hat gegen keine Regeln verstoßen, das ist nachgewiesen worden. Und dass der Ehepartner oder die Ehepartnerin selbständig Geschäfte tätigt, das kommt vor. Sie scheinen sich das nicht vorstellen zu können, aber das gibt es wirklich – selbständige, selbstbewusste, starke Partnerinnen, bzw. Partner.
dass ich auch geschmunzelt habe ob der sinn-lichen Namensähnlichkeit. Sind Sie doch bitte nicht so streng, kreatives Schmunzeln ist doch lebendig
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