Konjunktur Weltbank warnt vor europaweiter Rezession
Die Weltbank sieht für 2012 ein weltweites Wachstum voraus. Doch für Europa fällt die Prognose düster aus.
Die Weltbank erwartet 2012 ein weltweites Wachstum von 2,5 Prozent – mehr als ein Prozentpunkt weniger als zuvor berechnet. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaftsleistung um 3,1 Prozent zunehmen. In ihrer letzten Schätzung im vergangenen Juni hatte sie mit einem Wachstum von 3,6 Prozent in beiden Jahren gerechnet. Mit 2012 habe ein "schwieriges Jahr" begonnen. "Die Weltwirtschaft ist in eine gefährliche Phase eingetreten", warnen die Autoren des Reports.
Europa scheine in die Rezession gerutscht zu sein und das Wachstum in einigen wichtigen Schwellenländern habe sich abgeschwächt, schätzen die Fachleute des Institutes ein. Für die Eurozone erwartet die Bank einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. 2013 könnte die Wirtschaftskraft dann wieder um 1,1 Prozent zunehmen. Die Prognose für 2012 hatte im Juni noch bei 1,8 Prozent gelegen.
Der Wertschöpfungszuwachs werde in weniger entwickelten Staaten stärker ausfallen als in den großen Industriestaaten, prognostiziert die Weltbank. Allerdings senkte sie auch für diese Staatengruppe die Wachstumserwartungen und rechnet für 2012 im Schnitt nur noch mit einem Plus von 5,4 Prozent und im nächsten Jahr von 6 Prozent. Im Juni wurde noch jeweils 6,2 und 6,3 Prozent prognostiziert.
Gefahr von Finanzmarktproblemen bleibt
Dabei ist es laut Weltbank noch nicht einmal sicher, dass die nach unten korrigierten Wachstumszahlen erreicht werden. "Der Abschwung in Europa und ein schwächeres Wachstum in den Entwicklungsländern erhöhen das Risiko, dass sich die beiden Entwicklungen gegenseitig verstärken und im Ergebnis ein noch schwächeres Ergebnis steht", hieß es.
Zwar seien die unmittelbaren Gefahren durch die Maßnahmen in der Eurozone – etwa durch den Rettungsschirm EFSF und die Interventionen der Europäischen Zentralbank – zunächst gebannt. "Das Risiko eines weit umfangreicheren Einfrierens der Kapitalmärkte und eine globale Krise vom Ausmaß der Lehman-Krise bleibt aber bestehen."
China bleibt Konjunkturmotor
Sollte weiteren Ländern Zugang zu Kapital verwehrt werden, sei nicht auszuschließen, dass eine weit schwerere Finanzkrise Banken und Finanzinstitutionen auf beiden Seiten des Atlantiks erfasst. "Das würde die Welt in eine Rezession stürzen, die genauso groß oder sogar größer sein könnte die der Jahre 2008/09." Weil Industrie- und Schwellenländer zahlreiche Gegenmittel schon in der vorangegangenen Krise ausgeschöpft hätten, dürfte die Welt sich von einem neuerlichen Absturz nicht so schnell erholen wie zuvor.
China dürfte der Prognose der Weltbank zufolge auch in diesem Jahr der Konjunkturmotor bleiben. Der Volksrepublik wird ein Wachstum von nochmals 8,4 Prozent vorausgesagt – nach 9,1 Prozent im Jahr 2011.
- Datum 18.01.2012 - 08:52 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 20
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Weltuntergangsstimmung. Langsam wird es unerträglich mit diesen ständigen Schreckensmeldungen, die sich nach kurzer Zeit als falsch herausstellen. Hauptsache "alles ganz schrecklich" und möglichst genau hinter dem Komma. Das Wort "Wachstum" sollte man als Unwort des Jahrzents deklarieren.
> Europa scheine in die Rezession gerutscht zu sein und das Wachstum in einigen wichtigen Schwellenländern habe sich abgeschwächt, schätzen die Fachleute des Institutes ein. <
Die tatsächlichen Beweisbegriffe dieser Fachleute heißen "SCHEINE" und "HABE".
...schon verwunderlich wie die Gutsituierten plötzlich auf Patriotismus zum Euro machen. Die Angst scheint wohl doch größer zu sein und der reel existierende Habitus der Gutmenschen ist dann doch nicht zum Teilen bereit.
Grob sei Ihnen gesagt, dass das Schlimmste sowieso noch bevor steht und das hat nichts mit Prozentpunkten zu tun, sondern mit logischen Konsequenzen der aktuellen "WachstumumjedenPreis"-Politik. Es wird die Altersarmut, der Bildungsnotstand, der Kindermangel, die Privatisierungsfehler, die religiöse Spaltung, Schuldenexplosion, Rache für Angriffskriege, etc. werden.
Die Demokraten haben doch bis heute überhaupt keine Lösung, wie alle diese kommenden Probleme zu lösen sind. Die können ja nicht einmal einen Ausgeglichenen Haushalt vorlegen, selbst wenn BRD angeblich Exportweltmeister ist und es einen "Boom Boom Deutschland" (Spiegel) gibt. Das Regime prahlt damit, dass es 4 Milliarden weniger neue! Schulden aufnehmen muss als geplant (dass das Regime 18 Milliarden mehr Steuereinnahmen als gedacht hat, stört wohl keinen Prop-Journalisten).
Wie wollen Sie die Probleme denn lösen? Wie soll Griechenland gleichzeitig wettbewerbsfähig werden und genau soviel Deutschland konsumieren? Was soll China mit deuthscen Maschinen, wenn die USA pleite sind? eh?
las ich einen Artikel wie schrecklich es sei, dass China "nur noch" ~8% Wirtschaftswachstum habe. In diesem Text wird das im letzten Nebensatz abgehandelt.
Bei mir kommt eine Weltuntergangsstimmung auf, wenn ich lese, dass auch nächstes Jahr das expotentielle Wachstum fortschreiten wird. Auf welcher Basis bitte? Verbranntem Regenwald, wachsender Bodenerosion und zunehmender Knappheit an nicht verschmutztem Trinkwasser - und das bei gleichzeitig immer mehr und mehr Menschen?
Die Menschheit sollte sich freuen, wenn es hieße: Hurra, wir haben die Wirtschaftsleistung und damit einhergehende Umweltzerstörung um 10% gedrückt, einhergehend mit einer Wohlstandsumverteilung, dass es den 99% trotzdem nicht schlechter geht als vorher. Hach, über so eine Prophezeiung der Weltbank wäre ich überglücklich, auch wenn ich das in meinem Leben wohl nicht mehr erleben werde.
...schon verwunderlich wie die Gutsituierten plötzlich auf Patriotismus zum Euro machen. Die Angst scheint wohl doch größer zu sein und der reel existierende Habitus der Gutmenschen ist dann doch nicht zum Teilen bereit.
Grob sei Ihnen gesagt, dass das Schlimmste sowieso noch bevor steht und das hat nichts mit Prozentpunkten zu tun, sondern mit logischen Konsequenzen der aktuellen "WachstumumjedenPreis"-Politik. Es wird die Altersarmut, der Bildungsnotstand, der Kindermangel, die Privatisierungsfehler, die religiöse Spaltung, Schuldenexplosion, Rache für Angriffskriege, etc. werden.
Die Demokraten haben doch bis heute überhaupt keine Lösung, wie alle diese kommenden Probleme zu lösen sind. Die können ja nicht einmal einen Ausgeglichenen Haushalt vorlegen, selbst wenn BRD angeblich Exportweltmeister ist und es einen "Boom Boom Deutschland" (Spiegel) gibt. Das Regime prahlt damit, dass es 4 Milliarden weniger neue! Schulden aufnehmen muss als geplant (dass das Regime 18 Milliarden mehr Steuereinnahmen als gedacht hat, stört wohl keinen Prop-Journalisten).
Wie wollen Sie die Probleme denn lösen? Wie soll Griechenland gleichzeitig wettbewerbsfähig werden und genau soviel Deutschland konsumieren? Was soll China mit deuthscen Maschinen, wenn die USA pleite sind? eh?
las ich einen Artikel wie schrecklich es sei, dass China "nur noch" ~8% Wirtschaftswachstum habe. In diesem Text wird das im letzten Nebensatz abgehandelt.
Bei mir kommt eine Weltuntergangsstimmung auf, wenn ich lese, dass auch nächstes Jahr das expotentielle Wachstum fortschreiten wird. Auf welcher Basis bitte? Verbranntem Regenwald, wachsender Bodenerosion und zunehmender Knappheit an nicht verschmutztem Trinkwasser - und das bei gleichzeitig immer mehr und mehr Menschen?
Die Menschheit sollte sich freuen, wenn es hieße: Hurra, wir haben die Wirtschaftsleistung und damit einhergehende Umweltzerstörung um 10% gedrückt, einhergehend mit einer Wohlstandsumverteilung, dass es den 99% trotzdem nicht schlechter geht als vorher. Hach, über so eine Prophezeiung der Weltbank wäre ich überglücklich, auch wenn ich das in meinem Leben wohl nicht mehr erleben werde.
normalen Vorgängen zu warnen ? Oder sitzen dort tatsächlich Leute die sich einbilden, kontinuierliches, ungebrochenes Wirtschaftswachstum sei ein natürlicher Zustand?
...schon verwunderlich wie die Gutsituierten plötzlich auf Patriotismus zum Euro machen. Die Angst scheint wohl doch größer zu sein und der reel existierende Habitus der Gutmenschen ist dann doch nicht zum Teilen bereit.
Grob sei Ihnen gesagt, dass das Schlimmste sowieso noch bevor steht und das hat nichts mit Prozentpunkten zu tun, sondern mit logischen Konsequenzen der aktuellen "WachstumumjedenPreis"-Politik. Es wird die Altersarmut, der Bildungsnotstand, der Kindermangel, die Privatisierungsfehler, die religiöse Spaltung, Schuldenexplosion, Rache für Angriffskriege, etc. werden.
Die Demokraten haben doch bis heute überhaupt keine Lösung, wie alle diese kommenden Probleme zu lösen sind. Die können ja nicht einmal einen Ausgeglichenen Haushalt vorlegen, selbst wenn BRD angeblich Exportweltmeister ist und es einen "Boom Boom Deutschland" (Spiegel) gibt. Das Regime prahlt damit, dass es 4 Milliarden weniger neue! Schulden aufnehmen muss als geplant (dass das Regime 18 Milliarden mehr Steuereinnahmen als gedacht hat, stört wohl keinen Prop-Journalisten).
Wie wollen Sie die Probleme denn lösen? Wie soll Griechenland gleichzeitig wettbewerbsfähig werden und genau soviel Deutschland konsumieren? Was soll China mit deuthscen Maschinen, wenn die USA pleite sind? eh?
las ich einen Artikel wie schrecklich es sei, dass China "nur noch" ~8% Wirtschaftswachstum habe. In diesem Text wird das im letzten Nebensatz abgehandelt.
sollten wir die Rezession an die Wand malen, sondern als normale, naturgesetzliche Entwicklung.
Die westeuropäischen Völker sind (mit Ausnahme Irlands) alternde Völker, und im Alter macht man eben keine großen Sprünge mehr, expandiert man nicht mehr. Zumal das Wirtschaftswachstum durch Staatsverschuldung gedopt war und ununterbrochenes Dopen auch in der Jugend, erst recht aber im Alter ungesund ist, wofür es unter Sportlern besonders aus der zusammengebrochenen DDR, aber auch aus dem niedergehenden Westen beklagenswerte Beispiele gibt.
Bei mir kommt eine Weltuntergangsstimmung auf, wenn ich lese, dass auch nächstes Jahr das expotentielle Wachstum fortschreiten wird. Auf welcher Basis bitte? Verbranntem Regenwald, wachsender Bodenerosion und zunehmender Knappheit an nicht verschmutztem Trinkwasser - und das bei gleichzeitig immer mehr und mehr Menschen?
Die Menschheit sollte sich freuen, wenn es hieße: Hurra, wir haben die Wirtschaftsleistung und damit einhergehende Umweltzerstörung um 10% gedrückt, einhergehend mit einer Wohlstandsumverteilung, dass es den 99% trotzdem nicht schlechter geht als vorher. Hach, über so eine Prophezeiung der Weltbank wäre ich überglücklich, auch wenn ich das in meinem Leben wohl nicht mehr erleben werde.
aber die bekommt man von ZEITONLINE nur, für schlaue Texte über Karriere-Optimierung oder ökologische Doppelhaushälften-Sanierung...
aber die bekommt man von ZEITONLINE nur, für schlaue Texte über Karriere-Optimierung oder ökologische Doppelhaushälften-Sanierung...
Dass das Jahr 2012 unter einem schlechten Stern zu stehen scheint, haben ja bereits die Maya mit ihrem Kalender unter Beweis gestellt. Filme wie "2012" von Roland Emmerich haben dieses Thema aufgegriffen und mit weiterer Weltuntergangsstimmung unterlegt. Nun scheint auch die Weltbank auf diesen Zug aufzuspringen.
"Sollte weiteren Ländern Zugang zu Kapital verwehrt werden, sei nicht auszuschließen, dass eine weit schwerere Finanzkrise Banken und Finanzinstitutionen auf beiden Seiten des Atlantiks erfasst. 'Das würde die Welt in eine Rezession stürzen, die genauso groß oder sogar größer sein könnte die der Jahre 2008/09.'"
Die Rezession könnte laut diesem Zitat also schlimmer ausfallen als 2008/2009. Was folgt dann? Kritisiert damit die Weltbank unterschwellig das herrschende Finanzsystem? Benötigen wir globale Reformen, die das gesamte Weltwirtschaftssystem grundlegend ändern? Nach all den Krisen und Problemen der vergangenen Jahre scheint es jedenfalls so.
..oder wie sie alle heißen, sie alle machen ihren Job,
auch der Journalist, der diese Prognosen druckt.
Meine Oma hat schon immer gesagt: "das Leben ist ein auf und ab".
Ich wünschte mir, die Banker hätten etwas vom "Sven Plöger",
er erklärt uns schlechtes Wetter mit einem strahlenden Gesicht
und zeigt die dunklen Wolken oder einen blauen Himmel mit der gleichen Begeisterung und er kann uns erklären, warum dies so ist. Fragen sie mal einen Banker - warum....
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