Konjunkturschwäche China sucht den Weg aus der Krise
Die Konjunktur in China schwächt sich deutlich ab. Die Regierung in Peking will gegensteuern, aber eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.
Bislang ist China glimpflich durch die Krise gekommen. Der Lehman-Pleite von 2008 folgte ein kurzer recht heftiger Exporteinbruch. Ein großes Konjunkturprogramm brachte das Land aber zügig wieder auf Wachstumskurs. Die Schuldenkrise der Euro-Zone – immerhin Chinas größter Handelspartner – konnte dem Land im vergangenen Jahr ebenfalls kaum was anhaben. Die Wirtschaft wuchs um 9,4 Prozent. Doch 2012 könnte für das Land deutlich schwieriger werden.
Erstmals seit zwei Jahren ist der chinesische Außenhandel gleich zu Jahresbeginn eingebrochen. Die Exporte sanken im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent auf 149,94 Milliarden Dollar. Besonders betroffen sind die Hersteller von Vorprodukten, die in China rund 40 Prozent der gesamten Exportindustrie ausmachen. Bei einigen von ihnen gingen die Aufträge aus dem Ausland um 20 Prozent zurück.
Sehr viel schwerer wiegt aber der Rückgang der Importe. Er betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 15,3 Prozent. Das deutet auf eine sehr schwache Binnennachfrage hin. Dabei hatte sich die chinesische Führung zum Ziel gesetzt, angesichts schrumpfender Absatzmärkte im kriselnden Europa und in den USA die Binnenkonjunktur zu stärken.
Probleme sind hausgemacht
Shi Xiamin, Vizechef von CSER, einer Denkfabrik, die der staatlichen Planungskommission unmittelbar zuarbeitet, prognostiziert für 2012 ein Wirtschaftswachstum von unter acht Prozent. "Wahrscheinlich sinkt es sogar auf sechs bis sieben Prozent", befürchtet er. Um den nach wie vor hohen Bedarf an Jobs für Millionen von Arbeitssuchenden vor allem vom Land abzudecken, hatte sich die Zentralregierung zum Ziel gesetzt, ein jährliches Wachstum von mindestens acht Prozent zu erreichen. Dieses Ziel könnte China erstmals seit vielen Jahren verfehlen. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft mit binnenstrukturellen Problemen zu tun hat. Besonders schwierig ist die Lage im Immobiliensektor.
Die chinesische Regierung hatte angesichts der rapide steigenden Preise für Gewerbeeinheiten und Wohnungen in einigen Städten den Kauf von Zweit- und Drittwohnungen erschwert. Zudem wurde die Kreditvergabe eingeschränkt und die Mindestreservesätze erhöht. Doch offensichtlich schoss die Regierung übers Ziel hinaus. Zwar sind in den meisten Städten die Preise für Immobilien in den vergangenen Monaten leicht gesunken. Getroffen haben diese Maßnahmen aber vor allem die Bauindustrie, die immerhin 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Viele kleine Baufirmen sind in Zahlungsschwierigkeiten, weil die Aufträge ausbleiben. Die Produktion für Stahl steht vielerorts quasi still.
- Datum 27.02.2012 - 16:42 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 11
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




...alles Wachstum ist endlich. Willkommen im 21. Jahrhundert China.
Welche logische Rechtfertigung haben Sie für diese These? Werden Handel und technische Entwicklung einfach aufhören?
...als den Menschen, sagt ein schwäbisches Sprichwort.
...indem man es immer wiederholt.
Welche logische Rechtfertigung haben Sie für diese These? Werden Handel und technische Entwicklung einfach aufhören?
...als den Menschen, sagt ein schwäbisches Sprichwort.
...indem man es immer wiederholt.
Geisterstädte in China - Die grösste Immobilienblase aller Zeiten
http://goo.gl/Yh327
wahnsinn...das kann nicht gut gehen!
na hoffen wir, dass dies alles nicht wahr ist im Video und dass nicht ein paar chinesische Parteibonzen Geisterstädte errichten lassen um ihre Planzahlen übererfüllen zu lassen.
dass China mit einer erheblichen Krise rechnen muss, wenn seine wesentlichen Handelspartner (USA, EU) schon mitten drin stecken.
Freuen sollte sich niemand darüber, denn die Tiefe der chinesischen Krise macht treffendere Aussagen über unsere eigene Entwicklung, als die vieler "Spitzen"-Ökonomen Europas.
na hoffen wir, dass dies alles nicht wahr ist im Video und dass nicht ein paar chinesische Parteibonzen Geisterstädte errichten lassen um ihre Planzahlen übererfüllen zu lassen.
dass China mit einer erheblichen Krise rechnen muss, wenn seine wesentlichen Handelspartner (USA, EU) schon mitten drin stecken.
Freuen sollte sich niemand darüber, denn die Tiefe der chinesischen Krise macht treffendere Aussagen über unsere eigene Entwicklung, als die vieler "Spitzen"-Ökonomen Europas.
Welche logische Rechtfertigung haben Sie für diese These? Werden Handel und technische Entwicklung einfach aufhören?
na hoffen wir, dass dies alles nicht wahr ist im Video und dass nicht ein paar chinesische Parteibonzen Geisterstädte errichten lassen um ihre Planzahlen übererfüllen zu lassen.
dass China mit einer erheblichen Krise rechnen muss, wenn seine wesentlichen Handelspartner (USA, EU) schon mitten drin stecken.
Freuen sollte sich niemand darüber, denn die Tiefe der chinesischen Krise macht treffendere Aussagen über unsere eigene Entwicklung, als die vieler "Spitzen"-Ökonomen Europas.
DAS ist eine echte Horrormeldung für die deutsche Wirtschaft. Denn die hießige Exportabhängigkeit ist eine tickende Zeitbombe.
...als den Menschen, sagt ein schwäbisches Sprichwort.
Ich bleibe dabei einen der ausgewogensten und fundiertesten Kommentatoren (auch außerhalb seines Wirtschaftsblogs) seit langem gefunden zu haben:
Seneca Vision mit einem spannenden Thema auf der Hannover Messe 2012!
"Der positive Einfluss von Wirtschaftskontakten mit politischen Systemen wie dem in China"
Skrupel oder Trumpfkarte? China trotzt den europäischen Konjunkturszenarien. Das Land des gelben Drachen ist und bleibt ein attraktiver Beschaffungsmarkt. Was bieten Einkauf in China, EBIT und werteorientiertes Unternehmertum? Wie gelingt der Spagat zwischen Gewissenskonflikt und wirtschaftlichen Vorteilen? Worin besteht das Plus der Globalisierung? Auf diese Fragen antwortet Klaus Peters (Seneca Vision). Sein Vortrag konkretisiert die Aussage des früheren Siemens-Aufsichtsratschefs Heinrich von Pierer: „Das Risiko, nicht in China zu sein, ist größer als das Risiko, in China zu sein.“
Hannover Messe 2012 (23. – 27. April 2012)
Global Sourcing Special, Mittwoch 25. April 2012
Ort: Global Business Forum 1, Global Business & Markets (Halle 13)
www.seneca-vision.de
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren