Griechenland "Die Reformen sind ein Aufruf zum Selbstmord"
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"Das Rezept von Merkel und Sarkozy war falsch"

ZEIT ONLINE: Wie kommt das Wachstum nach Griechenland zurück?

Panagopoulos: Es muss einen kurz-, mittel und langfristigen EU-Plan für mehr Wirtschaftswachstum geben. Die Binnennachfrage muss nicht nur in Griechenland, sondern auch in den anderen EU-Staaten angekurbelt werden. Das geht allerdings nicht allein über die europäischen Struktur- und Kohäsionsfonds, wie es die deutsche Kanzlerin Angela Merkel fordert. Diese Mittel kann Griechenland nicht abrufen, weil zur Förderung eines Projekts die Hälfte der Finanzierung der Staat selbst aufbringen muss. Dieses Geld hat Griechenland aber nicht. Um es klar zu sagen: Wir bitten nicht um Geldgeschenke, sondern um mehr Zeit und weniger Druck. 

ZEIT ONLINE: In Deutschland aber gibt es erhebliche Zweifel daran, dass mehr Geld und mehr Zeit reichen.

Panagopoulos: Wir erkennen an, was die deutsche Bevölkerung und die Werktätigen geleistet haben. Wir wissen, dass sie in den vergangenen 20 Jahren ihre Lohnforderungen sehr beschränkt haben. Wenn aber von Griechenland die Umsetzung fundamentaler ökonomischer Reformen innerhalb von nur zwei bis drei Jahren gefordert wird, dann ist das gleichzusetzen mit einem Aufruf zum Selbstmord.

ZEIT ONLINE: Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy werfen Griechenland einen mangelnden Reformwillen vor.

Panagopoulos: Beide haben doch schon eingestanden, dass ihr Rezept zur Lösung der Krise falsch war. Wie kann es sein, dass in Griechenland mit allen Reformen, die umgesetzt wurden, keines der gesetzten Ziele erreicht wurde? Wie kann es sein, dass auch Portugal, obwohl es einen großen Teil der Reformen umgesetzt hat, auf ein zweites Hilfspaket zusteuert? Warum ist es in Irland gelungen, auf einen besseren Weg zu kommen, ohne dass drastische Entlassungen und Lohnkürzungen veranlasst wurden?

ZEIT ONLINE: Die Ursache der Krise liegt dennoch in Griechenland. Welche Fehler sind vor allem im Privatsektor begangen worden?

Panagopoulos: Es gab viele Fehler. Der Druck zu mehr Reformen ging verloren mit der Mitgliedschaft in der EU und der Währungsunion. Plötzlich waren Kredite mit niedrigen Zinsen verfügbar. Es wurde künstlich Wohlstand erzeugt. Dabei ist Zeit für Reformen verloren gegangen.

ZEIT ONLINE: Trotz der viele Reformen aber schrecken ausländische Investoren immer noch davor zurück, sich in Griechenland zu engagieren, weil sie den erheblichen Aufwand an Bürokratie und die Korruption fürchten.

Panagopoulos: Die Troika sagt, der Mindestlohn soll um 20 oder 30 Prozent gesenkt werden, um Investoren ins Land zu holen. Das Problem der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit liegt aber nicht bei zu hohen Lohnkosten, sondern eben bei der Bürokratie, der Korruption, dem Steuerrecht und den Genehmigungsverfahren für Unternehmen. Diese Probleme aber packen die griechische Regierung und die Troika nicht wirklich an. Bei den Lohnkosten rangiert Griechenland innerhalb der EU auf Rang 17. Das kann nicht das Problem sein.

ZEIT ONLINE: Sollten die Lohnsenkungen beschlossen und das zweite Hilfspaket genehmigt werden, stehen schon im April oder Mai Neuwahlen an. Besteht die Gefahr, dass die extremen Parteien gewinnen werden?

Panagopoulos: Die Menschen in Griechenland lehnen das bestehende politische System ab. Sie glauben nicht mehr daran, dass die beiden großen Volksparteien eine Lösung für die Probleme des Landes bereithalten. Wenn es tatsächlich zu den Lohnkürzungen und dann zu Neuwahlen kommt, wird dies eine völlige Neuordnung für das Parteiensystem bedeuten. Eine Partei alleine oder eine Koalition aus zwei Parteien wird nicht genügend Stimmen aufbringen können, um eine Regierung zu formen. Das wird das politische System weiter destabilisieren.

 
Leser-Kommentare
  1. Welchen Einfluss hat ein Mindestlohn auf die Steuereinnahmen und somit zur Sicherstellung der Zahlungsverpflichtung ?

    Oder geht es der EU gar nicht um die Schulden, sondern nur um die Knechtschaft demokratie-neoliberaler Dokrtin?

    Gibt es wirklich ein Interesse der Demokraten, dass die Menschen in Europa glücklich sind?

    Ich denke nicht. Denn es gibt keine Naturkatastrophen, keine schwarze Pest und dennoch werden die Menschen immer ärmer, müssen mehr Arbeiten und haben mehr Angst. Niemand braucht ein System welches einem nicht nützt - dies sollte jeder Begreifen. Die Lösung liegt in der Desillusionierung eines mentalen Traumes, den es nie gegeben hat.

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    • Hickey
    • 08.02.2012 um 9:08 Uhr

    die der täglichen Pressemaschinerie blind glauben schenken.

    In meinem Freundeskreis hab ich z.b. nen IT`ler der über eine externe dritte Firma bei der Bundeswehr arbeitet.

    Und was er mir erzählt ist schon lustig...scheinbar haben die meisten seiner Kollegen Angst um ihren Job...er selbst sieht das sehr gelassen...denn IT`ler bekommen heutzutage immer einen guten job...die Angst seiner Kollegen ist auch meiner Meinung nach unbegründet...denn fährt man bei der Bundeswehr heir vorbei steht aufm Schildl draussen das, wer hätts gedacht IT`ler gesucht werden sowie Elektriker und Ingeniuere :)

    ...in Irland wurde er 2010 um einen Euro gesenkt.
    Als Konsequenz haben Unternehmer Arbeiter entlassen und dann mit niedrigeren Gehalt wieder eingestellt.
    Ein bekanntes Hotel in Dublin wurde stellvertretend von der Gewerkschaft wegen diesen Vorgehens verklagt und wurde für Schuldig befunden.
    Als sich dann auch noch heraustellte, dass - logischerweise - deshalb auch weniger Steuern eingenommen werden, wurde der Mindestlohn sofort wieder erhöht.

    • joG
    • 08.02.2012 um 9:37 Uhr

    ....sehr viele Jobs in der Landwirtschaft und im Tourismus, vermute ich. Seine Absenkung macht diese Sektoren wettbewerbsfähig. Mit einem freien Wechselkurs wären die Lasten breiter verteilt, gesellschaftlich weniger destruktiv und wirtschaftlich effizienter nutzbar.

    verändert das Grenzprodukt der Arbeit. Der allgemeinen ökonomischen Theorie nach müssten die Arbeitgeber bei sinkenden Löhnen auch mehr Leute einstellen, da die Arbeitskraft ja nun billiger zu haben ist.

    • Chali
    • 08.02.2012 um 11:00 Uhr

    Selbstverständlich nicht.

    Die Leute sind zum Arbeiten da!

    ... doch nicht "Demokraten". Das beschmutzt den Begriff.

    "Es muß vielmehr ein echter Demokrat darauf sehen, daß die Volksmenge nicht zu sehr unbemittelt ist. Denn das ist die Ursache dafür, daß die Demokratie verkommt." (Aristoteles - "Rhetorik").

    Wenn nun der Mindestlohn gesenkt wird, passiert genau das: Die radikalen werden die kommende Wahl gewinnen.

    Aber die "unbemittelte Volksmenge" gibt es auch bei uns: Hartz IV, 1-EUR Jobber, Aufstocker... aber wer nimmt noch an, daß CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne "lupenreine Demokraten" sind?

    • Hickey
    • 08.02.2012 um 9:08 Uhr

    die der täglichen Pressemaschinerie blind glauben schenken.

    In meinem Freundeskreis hab ich z.b. nen IT`ler der über eine externe dritte Firma bei der Bundeswehr arbeitet.

    Und was er mir erzählt ist schon lustig...scheinbar haben die meisten seiner Kollegen Angst um ihren Job...er selbst sieht das sehr gelassen...denn IT`ler bekommen heutzutage immer einen guten job...die Angst seiner Kollegen ist auch meiner Meinung nach unbegründet...denn fährt man bei der Bundeswehr heir vorbei steht aufm Schildl draussen das, wer hätts gedacht IT`ler gesucht werden sowie Elektriker und Ingeniuere :)

    ...in Irland wurde er 2010 um einen Euro gesenkt.
    Als Konsequenz haben Unternehmer Arbeiter entlassen und dann mit niedrigeren Gehalt wieder eingestellt.
    Ein bekanntes Hotel in Dublin wurde stellvertretend von der Gewerkschaft wegen diesen Vorgehens verklagt und wurde für Schuldig befunden.
    Als sich dann auch noch heraustellte, dass - logischerweise - deshalb auch weniger Steuern eingenommen werden, wurde der Mindestlohn sofort wieder erhöht.

    • joG
    • 08.02.2012 um 9:37 Uhr

    ....sehr viele Jobs in der Landwirtschaft und im Tourismus, vermute ich. Seine Absenkung macht diese Sektoren wettbewerbsfähig. Mit einem freien Wechselkurs wären die Lasten breiter verteilt, gesellschaftlich weniger destruktiv und wirtschaftlich effizienter nutzbar.

    verändert das Grenzprodukt der Arbeit. Der allgemeinen ökonomischen Theorie nach müssten die Arbeitgeber bei sinkenden Löhnen auch mehr Leute einstellen, da die Arbeitskraft ja nun billiger zu haben ist.

    • Chali
    • 08.02.2012 um 11:00 Uhr

    Selbstverständlich nicht.

    Die Leute sind zum Arbeiten da!

    ... doch nicht "Demokraten". Das beschmutzt den Begriff.

    "Es muß vielmehr ein echter Demokrat darauf sehen, daß die Volksmenge nicht zu sehr unbemittelt ist. Denn das ist die Ursache dafür, daß die Demokratie verkommt." (Aristoteles - "Rhetorik").

    Wenn nun der Mindestlohn gesenkt wird, passiert genau das: Die radikalen werden die kommende Wahl gewinnen.

    Aber die "unbemittelte Volksmenge" gibt es auch bei uns: Hartz IV, 1-EUR Jobber, Aufstocker... aber wer nimmt noch an, daß CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne "lupenreine Demokraten" sind?

    • Repec
    • 08.02.2012 um 9:07 Uhr

    Griechenland hatte 20 Jahre Zeit, eine leistungs- und wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen und den Beamtenapparat zurückzuschrauben. Innerhalb der starren Währungsunion wird dies den Griechen nicht gelingen.

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    Raus aus dem Euro und raus aus der EU kann man sie nicht lassen: das käme einem katastrophalen Gesichtsverlust für Nicholas Sarkozy und Angela Merkel gleich. Zudem wäre zu befürchten, dass Griechenland einen komplett anderen Weg geht - ein Horrorszenario an den Finanz"Märkten".

    Konsequenz können Merkel und Sarkozy auch nicht an den Tag legen: eine Abwicklung Griechenlands, ein Verkauf von Teilgebieten etwa an die Türkei würde die Ultra-Nationalisten auf den Plan rufen. Deren Geldgeber sind gerne Steuerhinterzieher.

    Steuerschulden eintreiben lassen, können Merkel und Sarkozy auch nicht: das würde Ärger mit der "Finanz"-industrie und mit den griechischen "Eliten" geben, die ihr Geld auch in anderen EU-Ländern versteckt haben.

    Bliebe am Ende nur noch die Militärdiktatur. Aber auch das birgt Risiken: was macht man, wenn sich ein neuer Machthaber zum Sozialismus oder gar Kommunismus bekennt? An den "Märkten" würde es den dort tätigen Spielern Angst und Bange...

    Raus aus dem Euro und raus aus der EU kann man sie nicht lassen: das käme einem katastrophalen Gesichtsverlust für Nicholas Sarkozy und Angela Merkel gleich. Zudem wäre zu befürchten, dass Griechenland einen komplett anderen Weg geht - ein Horrorszenario an den Finanz"Märkten".

    Konsequenz können Merkel und Sarkozy auch nicht an den Tag legen: eine Abwicklung Griechenlands, ein Verkauf von Teilgebieten etwa an die Türkei würde die Ultra-Nationalisten auf den Plan rufen. Deren Geldgeber sind gerne Steuerhinterzieher.

    Steuerschulden eintreiben lassen, können Merkel und Sarkozy auch nicht: das würde Ärger mit der "Finanz"-industrie und mit den griechischen "Eliten" geben, die ihr Geld auch in anderen EU-Ländern versteckt haben.

    Bliebe am Ende nur noch die Militärdiktatur. Aber auch das birgt Risiken: was macht man, wenn sich ein neuer Machthaber zum Sozialismus oder gar Kommunismus bekennt? An den "Märkten" würde es den dort tätigen Spielern Angst und Bange...

    • grapo
    • 08.02.2012 um 9:08 Uhr

    der letzten 30 Jahren waren mit Sicherheit auch die grichischen Gewerkschaften.
    Herr P. vergisst zu erwaehnen dass die Gewerkschaften jeden Versuch Reformen voranzubringen blockiert haben.
    Verantwortung fuer die jetzige Lage des Landes tragen auch sie.
    Herr P. vergisst auch zu erwaehnen dass er im Vorstand der groessten griechischen Bank sitzt und fuer sein Erscheinen 2010 ueber 100000 (hundert tausend Euro) erhalten hat.
    Soviel zu den netten Griechischen Gewerkschaftsfuehrern.

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    • PALVE
    • 08.02.2012 um 9:13 Uhr

    Mag sein, aber um Deutschland ist es nicht besser bestellt, was Korruption und den ganzen anderen Mist angeht.

    Sie müssen nur abwarten, bis es auch hier hochspült.

    Daß er zumindest früher (heute glaube ich nicht mehr) bei der griechischen Nationalbank beschäftigt war, ist bekannt, aber das mit den hunderttausend Euro wußte ich nicht. Können Sie mir Ihre Quelle nennen, oder ist die Zahl frei erfunden?

    ...dass nicht alle Länder dieser Welt dem deutschen Beispiel folgen können.Oder wollen sie wirklich aus der EU eine Art China oder Bangladesh machen,um am globalisierten Markt weiter bestehen zu können?
    Soweit wird es in letzter Konsequenz kommen müssen,da gibt es nichts zu beschönigen.Wir können nicht in immer weiter noch billiger produzieren und in arme Länder exportieren.Wir zerstören damit die gesamte soziale Struktur des Planeten.Wir setzen mit unserem Verhalten den Frieden auf der Welt auf's Spiel.
    Dabei wäre Europa groß genug um sich halbwegs selbst zu versorgen und einen starken Binnenmarkt zu schaffen.Das ist aber nicht erwünscht weil hier ansässige Großkonzerne und Aktionäre etc. im Ausland profit machen wollen.Koste es was es wolle.
    Globalisierung stinkt zum Himmel!

    • grapo
    • 08.02.2012 um 11:00 Uhr

    und das kann ich mir nicht aus den Fingern saugen...
    http://evanagnosto-evanag...

    • PALVE
    • 08.02.2012 um 9:13 Uhr

    Mag sein, aber um Deutschland ist es nicht besser bestellt, was Korruption und den ganzen anderen Mist angeht.

    Sie müssen nur abwarten, bis es auch hier hochspült.

    Daß er zumindest früher (heute glaube ich nicht mehr) bei der griechischen Nationalbank beschäftigt war, ist bekannt, aber das mit den hunderttausend Euro wußte ich nicht. Können Sie mir Ihre Quelle nennen, oder ist die Zahl frei erfunden?

    ...dass nicht alle Länder dieser Welt dem deutschen Beispiel folgen können.Oder wollen sie wirklich aus der EU eine Art China oder Bangladesh machen,um am globalisierten Markt weiter bestehen zu können?
    Soweit wird es in letzter Konsequenz kommen müssen,da gibt es nichts zu beschönigen.Wir können nicht in immer weiter noch billiger produzieren und in arme Länder exportieren.Wir zerstören damit die gesamte soziale Struktur des Planeten.Wir setzen mit unserem Verhalten den Frieden auf der Welt auf's Spiel.
    Dabei wäre Europa groß genug um sich halbwegs selbst zu versorgen und einen starken Binnenmarkt zu schaffen.Das ist aber nicht erwünscht weil hier ansässige Großkonzerne und Aktionäre etc. im Ausland profit machen wollen.Koste es was es wolle.
    Globalisierung stinkt zum Himmel!

    • grapo
    • 08.02.2012 um 11:00 Uhr

    und das kann ich mir nicht aus den Fingern saugen...
    http://evanagnosto-evanag...

    • Hickey
    • 08.02.2012 um 9:08 Uhr

    die der täglichen Pressemaschinerie blind glauben schenken.

    In meinem Freundeskreis hab ich z.b. nen IT`ler der über eine externe dritte Firma bei der Bundeswehr arbeitet.

    Und was er mir erzählt ist schon lustig...scheinbar haben die meisten seiner Kollegen Angst um ihren Job...er selbst sieht das sehr gelassen...denn IT`ler bekommen heutzutage immer einen guten job...die Angst seiner Kollegen ist auch meiner Meinung nach unbegründet...denn fährt man bei der Bundeswehr heir vorbei steht aufm Schildl draussen das, wer hätts gedacht IT`ler gesucht werden sowie Elektriker und Ingeniuere :)

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    ...dann warte mal ab, bis die Griechen sich aus Not hier um Jobs bewerben.

    ...sind die Einstiegsgehälter gesunken, wurde der Urlaub verkürzt, gibts nur noch Zeitverträge, werden Überstunden nicht mehr bezahlt aber erwartet. Habe ich alles in den letztn 10 Jahren in meiner jetzigen Firma beobachten können.

    ...dann warte mal ab, bis die Griechen sich aus Not hier um Jobs bewerben.

    ...sind die Einstiegsgehälter gesunken, wurde der Urlaub verkürzt, gibts nur noch Zeitverträge, werden Überstunden nicht mehr bezahlt aber erwartet. Habe ich alles in den letztn 10 Jahren in meiner jetzigen Firma beobachten können.

  2. ,,Der Druck auf Griechenland wurde erhöht''

    ,,Die Griechen weigern sich zu handeln / Das Ultimatum wurde hinaus gezögert''

    Es tut mir Leid wenn dies nun für manche Leute herzlos klingt aber ich bin es leid, dass Griechenland mit einer Selbstverständlichkeit das Geld der anderen EU Länder verbraucht und es nicht einmal fertig bekommt seine Reformen um zu setzten sondern davon ausgeht, dass die anderen schon weiter zahlen werden.
    Natürlich ist es schlimm für die Bevölkerung. Aber was wäre für sie schlimmer, dieser Zustand oder wenn es noch wie vor der Zeit der EU gewesen wäre? Was wäre dann gewesen?
    Desweiteren sollte man auch nicht unerwähnt lassen das es die Griechen selbst waren, welche ihren Staat ruiniert haben. Natürlich kann man nun sagen das dies nur einige wenige waren und das was man sonst immer hier als Kommentare liest aber Fakt ist auch das man als Wähler in einer Demokratie immer noch ein (auch wenn nicht besonders hohe, dies gestehe ich ein) Einfluss auf die Politik des Landes hat.
    Griechenland muss nun mit den Konsequenzen leben. Genauso wie andere Staaten in der Geschichte mit den Konsequenzen leben mussten und sich neu orientieren und wieder aufbauen mussten.

    24 Leser-Empfehlungen
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    "Es tut mir Leid wenn dies nun für manche Leute herzlos klingt aber ich bin es leid,...."

    "Natürlich ist es schlimm für die Bevölkerung. Aber was wäre für sie schlimmer, dieser Zustand oder wenn es noch wie vor der Zeit der EU gewesen wäre? Was wäre dann gewesen?"

    ------------------------------------------------------------

    Wäre wohl weitaus angenehmer für DEN DEUTSCHEN, wenn diese "Schlagzeilen" über DEN GRIECHEN, durch DIE MEDIEN einfach verschwiegen würden?

    Dann würde DEM DEUTSCHEN seine BIGOTTERIE nicht mehr
    täglich vor Augen geführt werden. Ist ja auch unbequem und nervig.

    Und eine Entschuldigung hat DER DEUTSCHE ja anscheinend auch schon für das Ende seiner DEUTSCHEN GEDULD mit DEM GRIECHISCHEN VERSCHWENDER gefunden.
    Ersetzen von mit Unkosten verbundener, unbequemer SOLIDARITÄT mit der leidenden griechischen Bevölkerungsmehrzahl, durch kostenloses Mitleid mit DEM GRIECHEN und dazu gleichzeitig und gratis noch eine gehörige Portion "ERHOBENER DEUTSCHER ZEIGEFINGER".

    Nur schade, dass DER DEUTSCHE dabei nicht merkt, dass er damit genau jenes neolieberale Lied singt, das ihm von einer lediglich der Gewinnmaximierung und der Bankenrettung verpflichteten Clique von Profiteuren, vorgepfiffen wird.

    Denn DER "FLEISSIGE DEUTSCHE und DER "KORRUPTE" GRIECHE lassen sich in ihren
    "Schubladen" steckend, PAUSCHAL weitaus leichter manipulieren, als man dies mit einer aufgeklärten, individualisierten Solidargesellschaft jemals würde erreichen können.

    MfG
    biggerB

    • Karst
    • 08.02.2012 um 15:54 Uhr

    Ich beneide Sie für Ihre simple Weltsicht.

    Dass nach sovielen Monaten immernoch soviel Unkenntnis durch die Welt geistert, ist eine Katastrophe.

    • Olyom
    • 09.02.2012 um 2:48 Uhr

    Sie wissen es halt einfach nicht besser und glauben den Propagandamüll von Merkel und Co.

    Griechenland ist nicht das Problem und Griechenland wird auch nicht geholfen. Unser System muss gerettet, ein unmenschliches Wirtschaftssystem, das sich um Gewinnmargen und nicht um Menschen dreht, gekoppelt an ein Finanzsystem, das nur denen dient, die mehr haben, als sie brauchen.

    Erst heute abend hieß es in den Nachrichten dem Wortlaut nach:

    Die Banken bekommen zinslos Geld, welches sie dann dann für maximalen Gewinn in die bankrotten Staaten pumpen können (da sie dort Wucherzinsen kassieren können), wodurch diese Staaten endlich wieder flüssig sind.

    Und das war ERNST gemeint, als positive Nachricht. Es wird sich längst nicht mal mehr Mühe gegeben, diese Unglaublichkeit wenigstens zu kaschieren, man spricht es einfach offen aus, die "Idioten" da draußen kapieren es doch eh nicht.

    Und das schlimmste ist: scheinbar haben diese Leute sogar recht damit, denn wo bleibt der Aufschrei?

    Nein, es wird auf den Griechen herumgehackt, die genau dieselben Menschen sind wie wir. Nicht dümmer, nicht fauler, nicht gieriger oder was auch immer.

    "Es tut mir Leid wenn dies nun für manche Leute herzlos klingt aber ich bin es leid,...."

    "Natürlich ist es schlimm für die Bevölkerung. Aber was wäre für sie schlimmer, dieser Zustand oder wenn es noch wie vor der Zeit der EU gewesen wäre? Was wäre dann gewesen?"

    ------------------------------------------------------------

    Wäre wohl weitaus angenehmer für DEN DEUTSCHEN, wenn diese "Schlagzeilen" über DEN GRIECHEN, durch DIE MEDIEN einfach verschwiegen würden?

    Dann würde DEM DEUTSCHEN seine BIGOTTERIE nicht mehr
    täglich vor Augen geführt werden. Ist ja auch unbequem und nervig.

    Und eine Entschuldigung hat DER DEUTSCHE ja anscheinend auch schon für das Ende seiner DEUTSCHEN GEDULD mit DEM GRIECHISCHEN VERSCHWENDER gefunden.
    Ersetzen von mit Unkosten verbundener, unbequemer SOLIDARITÄT mit der leidenden griechischen Bevölkerungsmehrzahl, durch kostenloses Mitleid mit DEM GRIECHEN und dazu gleichzeitig und gratis noch eine gehörige Portion "ERHOBENER DEUTSCHER ZEIGEFINGER".

    Nur schade, dass DER DEUTSCHE dabei nicht merkt, dass er damit genau jenes neolieberale Lied singt, das ihm von einer lediglich der Gewinnmaximierung und der Bankenrettung verpflichteten Clique von Profiteuren, vorgepfiffen wird.

    Denn DER "FLEISSIGE DEUTSCHE und DER "KORRUPTE" GRIECHE lassen sich in ihren
    "Schubladen" steckend, PAUSCHAL weitaus leichter manipulieren, als man dies mit einer aufgeklärten, individualisierten Solidargesellschaft jemals würde erreichen können.

    MfG
    biggerB

    • Karst
    • 08.02.2012 um 15:54 Uhr

    Ich beneide Sie für Ihre simple Weltsicht.

    Dass nach sovielen Monaten immernoch soviel Unkenntnis durch die Welt geistert, ist eine Katastrophe.

    • Olyom
    • 09.02.2012 um 2:48 Uhr

    Sie wissen es halt einfach nicht besser und glauben den Propagandamüll von Merkel und Co.

    Griechenland ist nicht das Problem und Griechenland wird auch nicht geholfen. Unser System muss gerettet, ein unmenschliches Wirtschaftssystem, das sich um Gewinnmargen und nicht um Menschen dreht, gekoppelt an ein Finanzsystem, das nur denen dient, die mehr haben, als sie brauchen.

    Erst heute abend hieß es in den Nachrichten dem Wortlaut nach:

    Die Banken bekommen zinslos Geld, welches sie dann dann für maximalen Gewinn in die bankrotten Staaten pumpen können (da sie dort Wucherzinsen kassieren können), wodurch diese Staaten endlich wieder flüssig sind.

    Und das war ERNST gemeint, als positive Nachricht. Es wird sich längst nicht mal mehr Mühe gegeben, diese Unglaublichkeit wenigstens zu kaschieren, man spricht es einfach offen aus, die "Idioten" da draußen kapieren es doch eh nicht.

    Und das schlimmste ist: scheinbar haben diese Leute sogar recht damit, denn wo bleibt der Aufschrei?

    Nein, es wird auf den Griechen herumgehackt, die genau dieselben Menschen sind wie wir. Nicht dümmer, nicht fauler, nicht gieriger oder was auch immer.

    • PALVE
    • 08.02.2012 um 9:10 Uhr

    Schon wieder diese propagandistische Lüge!
    Wann wird hier endlich tacheles und über die wahren Ursachen gesprochen?

    26 Leser-Empfehlungen
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    über die wahren Ursachen zu schreiben!

    Dunkle Andeutungen erhellen die Leser nicht.

    • WiKa
    • 08.02.2012 um 16:31 Uhr

    … auch wenn die Griechen ein gerüttelt Maß Mitschuld trifft, so halte ich es für unangebracht den schwarzen Peter in Gänze dorthin verschieben zu wollen. Gründe:

    a) Ist der Geburtsfehler schon ausgeblendet, dass man unterschiedlich starke Leistungsfähigkeiten nicht unter einem Währungsdeckel zwangsvereint … ist so als wollte man Zirkusponys und Ackergäule in einem Gespann laufen lassen. So etwas kann man allenfalls für einen kleinen Moment laufen lassen, „just for show“, aber eben nicht um Arbeit zu verrichten.

    b) Kann man die Verantwortlichkeit der übrigen Länder nicht einfach ausblenden, die diesen Unfug aus politischen Erwägungen einfach durchgewunken haben, ohne die absehbaren Konsequenzen abzuschätzen.

    c) Kommt ein weiteres Leiden hinzu welches alle Währhungen hart treffen wird, wenn auch später. Das insgesamt kaputte Geldsystem, welches garantiert, wie jetzt ganz offensichtlich wird, dass zunächst die Schwachen durchs Rost fallen.

    Alles in allem sehe ich Griechenland derzeit als Euro-Laborratte an der die von Merkel propagierte „Marktkonforme Demokratie“ einmal durchgespielt wird und wieviel da am Ende wohl gehen könnte … hier etwas drastischer ausgemalt, sollte wohl eine Satire werden, ist nicht gelungen weil zu dicht an der Realität: http://qpress.de/2012/02/...

    über die wahren Ursachen zu schreiben!

    Dunkle Andeutungen erhellen die Leser nicht.

    • WiKa
    • 08.02.2012 um 16:31 Uhr

    … auch wenn die Griechen ein gerüttelt Maß Mitschuld trifft, so halte ich es für unangebracht den schwarzen Peter in Gänze dorthin verschieben zu wollen. Gründe:

    a) Ist der Geburtsfehler schon ausgeblendet, dass man unterschiedlich starke Leistungsfähigkeiten nicht unter einem Währungsdeckel zwangsvereint … ist so als wollte man Zirkusponys und Ackergäule in einem Gespann laufen lassen. So etwas kann man allenfalls für einen kleinen Moment laufen lassen, „just for show“, aber eben nicht um Arbeit zu verrichten.

    b) Kann man die Verantwortlichkeit der übrigen Länder nicht einfach ausblenden, die diesen Unfug aus politischen Erwägungen einfach durchgewunken haben, ohne die absehbaren Konsequenzen abzuschätzen.

    c) Kommt ein weiteres Leiden hinzu welches alle Währhungen hart treffen wird, wenn auch später. Das insgesamt kaputte Geldsystem, welches garantiert, wie jetzt ganz offensichtlich wird, dass zunächst die Schwachen durchs Rost fallen.

    Alles in allem sehe ich Griechenland derzeit als Euro-Laborratte an der die von Merkel propagierte „Marktkonforme Demokratie“ einmal durchgespielt wird und wieviel da am Ende wohl gehen könnte … hier etwas drastischer ausgemalt, sollte wohl eine Satire werden, ist nicht gelungen weil zu dicht an der Realität: http://qpress.de/2012/02/...

    • PALVE
    • 08.02.2012 um 9:13 Uhr

    Mag sein, aber um Deutschland ist es nicht besser bestellt, was Korruption und den ganzen anderen Mist angeht.

    Sie müssen nur abwarten, bis es auch hier hochspült.

    13 Leser-Empfehlungen
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    ist gerade etwas mehr als zwanzig Jahre her.
    Es war ein schönes Fallbeispiel zum Thema Korruption und Vetternwirtschaft, als die verlängerte Werkbank im Osten Deutschlands wegbrach und das Land ausgeplündert wurde.

    • u.t.
    • 08.02.2012 um 11:47 Uhr

    "Mag sein, aber um Deutschland ist es nicht besser bestellt, was Korruption und den ganzen anderen Mist angeht."

    etwaiges Transparency Int'l Ranking/ Korruption (von 10 - nicht korrupt - bis 0 - totalkorrupt):

    Skandinavien: über 9
    Deutschland/Österreich/Irland: um 8
    Frankreich: um 7
    Spanien/Portugal: um 6
    Italien: 4
    Griechenland: 3,5

    (Italien hat noch Industrie und breiter gestreute Privatvermögen, also gibt es reformierfähige Masse).

    Das ist ein einfacher, nüchterner Befund.

    Man kann Guttenberg, Wulff, etc. ja igittigitt finden, da bin ich dabei;-)

    ist gerade etwas mehr als zwanzig Jahre her.
    Es war ein schönes Fallbeispiel zum Thema Korruption und Vetternwirtschaft, als die verlängerte Werkbank im Osten Deutschlands wegbrach und das Land ausgeplündert wurde.

    • u.t.
    • 08.02.2012 um 11:47 Uhr

    "Mag sein, aber um Deutschland ist es nicht besser bestellt, was Korruption und den ganzen anderen Mist angeht."

    etwaiges Transparency Int'l Ranking/ Korruption (von 10 - nicht korrupt - bis 0 - totalkorrupt):

    Skandinavien: über 9
    Deutschland/Österreich/Irland: um 8
    Frankreich: um 7
    Spanien/Portugal: um 6
    Italien: 4
    Griechenland: 3,5

    (Italien hat noch Industrie und breiter gestreute Privatvermögen, also gibt es reformierfähige Masse).

    Das ist ein einfacher, nüchterner Befund.

    Man kann Guttenberg, Wulff, etc. ja igittigitt finden, da bin ich dabei;-)

  3. Das Problem der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit liegt aber nicht bei zu hohen Lohnkosten, sondern eben bei der Bürokratie, der Korruption, dem Steuerrecht und den Genehmigungsverfahren für Unternehmen.

    An dieser Stelle hat er wohl Recht. Löhne sind zwar ein Wettbewerbsfaktor, doch nur einer von Vielen. Gute Produktqualität und effizienten Strukturen sind da erheblich wichtiger.

    Aber erzählen sie das mal der EU, einer Institution, die beinahe ausschliesslich aus Bürokratie besteht und selbst gegen die Korruption zu kämpfen hat ...

    16 Leser-Empfehlungen
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    ...mit dem Wettbewerb soll doch nur eines verschleiern:

    Es gibt in der EU KEINERLEI Konzept, unterschiedlich starke Wirtschaftskräfte auszugleichen. Früher konnten das die Währungen, mit dem Euro funktioniert das nicht mehr.

    Und ebenso wie man das Problem erst (gewollt) mit billigen Krediten zugedeckt hat, fährt man jetzt die neoliberale Schiene und versucht per Lohndumping anderen Staaten das Wasser abzugraben. Hat schliesslich für D gut funktioniert.

    Dass das ein Race-to-the-bottom ist, stört die Macher nicht.

    ...mit dem Wettbewerb soll doch nur eines verschleiern:

    Es gibt in der EU KEINERLEI Konzept, unterschiedlich starke Wirtschaftskräfte auszugleichen. Früher konnten das die Währungen, mit dem Euro funktioniert das nicht mehr.

    Und ebenso wie man das Problem erst (gewollt) mit billigen Krediten zugedeckt hat, fährt man jetzt die neoliberale Schiene und versucht per Lohndumping anderen Staaten das Wasser abzugraben. Hat schliesslich für D gut funktioniert.

    Dass das ein Race-to-the-bottom ist, stört die Macher nicht.

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