GfK-Konsumklima Verbraucher sind trotz Krise kauffreudig
Viele Deutsche befürchten, dass die Euro-Krise die Konjunktur belastet. Dennoch verbesserte sich das Konsumklima, weil zugleich die Einkommen steigen dürften.
Die schwächelnde Konjunktur hat die Konsum-Stimmung der Deutschen auch im Februar nicht trüben können. Aus einer Studie des Marktforschungsinstitutes GfK geht hervor, dass die Verbraucher den Händlern weiterhin viel Umsatz bescheren. Der Konsumklima-Index stieg demnach von 5,7 im Januar auf 5,9 Punkte im Februar. Für März rechnen die Marktforscher mit einem weiteren leichten Plus auf 6,0 Punkte. Grundlage für die Daten ist eine regelmäßige Umfrage unter 2.000 Verbrauchern.
Grund für die gute Stimmung sei vor allem, dass viele Bundesbürger steigende Einkommen erwarteten. "Die Beschäftigen hoffen, dass bei den anstehenden Tarifverhandlungen die Lohn- und Gehaltszuwächse besser ausfallen werden als in der Vergangenheit", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Die Gewerkschaften fordern bei den Gesprächen zwischen 6,0 und 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.
Zuversichtlich stimme die Verbraucher auch die sinkende Inflationsrate, hieß es in der GfK-Studie. Zudem lasse die Angst vorm Job-Verlust nach. Die Konjunktur wird dagegen skeptischer eingeschätzt. Die Deutschen fürchteten, dass von der Schuldenkrise auch Risiken für die deutsche Wirtschaft ausgehen. Die Kauflaune sei deshalb leicht gesunken – bleibe aber auf einem sehr hohen Niveau.
Die überaus positive Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland hat laut GfK die Erwartungen der Verbraucher an die Tarifpartner erhöht. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen plädierte bereits für spürbare Lohnerhöhungen und stieß damit auf Kritik in den eigenen Reihen und im Arbeitgeberlager. Derzeit verhandeln mehrere Branchen über Einkommenserhöhungen.
Anstieg des Privatkonsums
Für 2012 erwartet die GfK einen Anstieg des Privatkonsums um ein Prozent. "Er wird damit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nicht in die Rezession abgleiten wird", schrieben die Nürnberger Experten. Viele Ökonomen sagen nur ein Anziehen der Konjunktur um rund 0,5 Prozent voraus, nach kräftigen drei Prozent 2011.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um drei Prozent zulegen. Bei einer erwarteten Inflation von 1,8 Prozent bleibe unterm Strich ein deutliches Plus an Kaufkraft, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht.
- Datum 28.02.2012 - 09:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 31
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Seit einem Jahrzehnt lese ich alle Monat wieder, wie toll "das Konsumklima" ist, wie grossartig sich alle fühlen und wie gut es "Deutschland" geht - und dann lese ich, ganz versteckt, und auch nur in der Print-Ausgabe, dass der Binneumsatz in der vergangenen Periode weiter zutückgegangen ist ...
"Alice im Wunderland":
Immer ein grosses Glas Marmelade morgen und niemals ein bisschen Marmelade heute ...
...geht der Sache wie immer fundiert auf den Grund:
http://www.querschuesse.d...
Der Konsumklima-Index ist nicht mehr als ein Propaganda-Indikator, der offensichtlich gar nichts mit der Realität zu tun hat. Bestenfalls misst er Stimmungen, die sich aber offenbar nicht in den harten Fakten wiederfinden. Man darf rätseln, wieso das so ist und man darf sich fragen, warum die ZEIT sich derart unkritisch für solche Sachen einspannen lässt.
Die Politiker, die mantramässig von der Stütze der Binnenkonjunktur sprechen, freut es, während sie gleichzeitig weiter Gesetze für die Exportkonzerne machen...
...geht der Sache wie immer fundiert auf den Grund:
http://www.querschuesse.d...
Der Konsumklima-Index ist nicht mehr als ein Propaganda-Indikator, der offensichtlich gar nichts mit der Realität zu tun hat. Bestenfalls misst er Stimmungen, die sich aber offenbar nicht in den harten Fakten wiederfinden. Man darf rätseln, wieso das so ist und man darf sich fragen, warum die ZEIT sich derart unkritisch für solche Sachen einspannen lässt.
Die Politiker, die mantramässig von der Stütze der Binnenkonjunktur sprechen, freut es, während sie gleichzeitig weiter Gesetze für die Exportkonzerne machen...
Dieser Anstieg liegt also allein darin begründet, dass die Leute TV geschaut haben, wo gesagt wurde, dass sich die Löhne stark erhöhen sollen.
Ich kenne die Daten vom Januar noch nicht - aber auch vor dem Weihnachtsgeschäft versprachen die "Fachleute" der GFK eine bombige Verbraucherlaune und damit ein "XXL-Weihnachtsgeschäft".
Wir wissen, was dann war: Ein noch schlechteres Geschäft als im schon schlechten 2010 wurde kleinlaut und ziemlich versteckt Ende Januar vermeldet.
Das Geheimnis liegt hier auch darin begründet, dass wirklich nennenswerte EK-Zuwächse lediglich dort zu erwarten sind, wo eh schon sehr viel verdient wird. Das bedeutet, dass tarifungebundene Unternemher ( deren Zahl schon bei rund 40% liegt) mit den Löhnen eher runter - als rauf gehen werden und der Ottonormalarbeitnehmer, wenn er Glück hat, ohne Realminus aus dem Jahr kommen wird.
Hoffen und Harren hält manchen zum Narren - das werden wi
..huch, da ist was nicht mitgepostet worden.
"das werden wir am Ende des jahres begreifen" fehlte da noch.
Der Text hier bei uns in der ZEIT ist im übrigen ein Text, der nur leicht modifiziert in Dutzenden von Medien erschienen ist.
Nur Minuten nach Veröffentlichung des Index, übrigens.
Ich bin nun gespannt, ob die aktuelle Veröffentlichung der Arbeitsagentur, nach der die Nachfrage nach Arbeitskräften (BA-X) relativ deutlich gesunken ist im letzten Monat (um 4 Punkte, bei gleichzeitger Stellenvorherrschaft von Billigjobs aus Zeitarbeit und Kneipen, Hotels und Restaurants, auch so schnellen Widerhall in den Medien findet.
(Dieser Stellenindex der BA ist auch so ein Bevlkerungsverdummungsprogramm, abgesehen davon)
..huch, da ist was nicht mitgepostet worden.
"das werden wir am Ende des jahres begreifen" fehlte da noch.
Der Text hier bei uns in der ZEIT ist im übrigen ein Text, der nur leicht modifiziert in Dutzenden von Medien erschienen ist.
Nur Minuten nach Veröffentlichung des Index, übrigens.
Ich bin nun gespannt, ob die aktuelle Veröffentlichung der Arbeitsagentur, nach der die Nachfrage nach Arbeitskräften (BA-X) relativ deutlich gesunken ist im letzten Monat (um 4 Punkte, bei gleichzeitger Stellenvorherrschaft von Billigjobs aus Zeitarbeit und Kneipen, Hotels und Restaurants, auch so schnellen Widerhall in den Medien findet.
(Dieser Stellenindex der BA ist auch so ein Bevlkerungsverdummungsprogramm, abgesehen davon)
Propaganda!
Heute also das Konsumklima...
Morgen wieder Gauck,dann Deutschlandtrend,Raffelhüschen,demnächst ist Merkel wieder die beliebteste Politikerin aller Zeiten und die Linke sowieso doof,etc.pp.,...gääähhhn!
auf dem Arbeitsmarkt.......... häääääääh, wie bitte? Ich denke, es fehlen soviele Fachkräfte??? Ich denke, jede zweite Neueinstellung findet per befristetem Vertrag statt??? Ich denke, Deutschland wird immer exportlastiger und der Binnenmarkt schwächelt??? Ich denke, der Braindrain wächst???
Alles Meldungen und Artikel aus der ZEIT.
Man sollte sich halt überlegen, ob man Meldungen ungeprüft und unhinterfragt übernimmt, so wie obige. In letzter Zeit passiert das in dieser Zeitung immer öfters; später stellt sich dann heraus, daß die Sachlage anders war.
Gerade von der ZEIT hätte ich mir eigentlich besseres erwartet.
laut Meldung der ZEIT ist die Anzahl der Vollzeitarbeitsplätze so niedrig wie seit Jahren nicht mehr und prekäre Arbeitsplätze haben dafür stark zugenommen.
Auch in der ZEIT gelesen.
Wenn die Gewerkschaften 6-6.5% fordern, dann können wir davon ausgehen, dass sie vielleicht 3% bekommen. Dann sind keine 55% der Arbeitnehmer in Deutschland mehr tariflich gebunden, sagen wir 60% sind es noch. Also sind das dann grob 60% mit 3% und 40% mit 0%,also genau die 1.8% Zuwachs die auch als Inflation vermutet werden, wiewohl anzunehmen ist, dass die Inflation 2012 eher bei 2-3% liegt ...
Also der Trend genau wie seit 2000 weitergeführt. Gleichbleibender respektive sinkender Reallohn bei explodierenden Kapitalgewinnen.
Und jetzt überlegen wir alle mal wer beim GfK Verein im Gesellschafterrat sitzt ...
denn wenn 40 % nicht tariflich gebunden sind, heißt das noch lange nicht, dass diese keine Gehaltserhöhung bekommen. Es kann sogar sein, dass sie mehr als die hier für tarifgebunden Tätige prognostizierten 3 % sind.
Und es kann auch sein, dass die Tarifgebundenen mehr als 3 % bekommen.
Ausserdem ist ein Zeitvertrag nicht unbedingt schlecht. Ich selbst habe lange mit Zeitverträgen gearbeitet und abgesehen von langfristigen Krediten ist damit das gleiche möglich wie mit einem unbefristeten Vertrag.
Und zu den Teilzeitstellen: viele Menschen sehnen sich nach mehr Zeit für Familie, Freizeit, Ehrenamt und ich würde einen Anstieg der Teilzeit nicht für per se schlecht halten, denn er könnte auch anders interpretiert werden.
Ich erlebe wohl ein anderes Deutschland als das hier von einigen als sehr negativ gezeichnete und ich empfehle einen Samstagsspaziergang in eine großstädtische Innenstadt, um zu sehen, wie viel konsumiert wird... das ist zum Teil wirklich beeindruckend und wirkt nicht angstbesetzt.
denn wenn 40 % nicht tariflich gebunden sind, heißt das noch lange nicht, dass diese keine Gehaltserhöhung bekommen. Es kann sogar sein, dass sie mehr als die hier für tarifgebunden Tätige prognostizierten 3 % sind.
Und es kann auch sein, dass die Tarifgebundenen mehr als 3 % bekommen.
Ausserdem ist ein Zeitvertrag nicht unbedingt schlecht. Ich selbst habe lange mit Zeitverträgen gearbeitet und abgesehen von langfristigen Krediten ist damit das gleiche möglich wie mit einem unbefristeten Vertrag.
Und zu den Teilzeitstellen: viele Menschen sehnen sich nach mehr Zeit für Familie, Freizeit, Ehrenamt und ich würde einen Anstieg der Teilzeit nicht für per se schlecht halten, denn er könnte auch anders interpretiert werden.
Ich erlebe wohl ein anderes Deutschland als das hier von einigen als sehr negativ gezeichnete und ich empfehle einen Samstagsspaziergang in eine großstädtische Innenstadt, um zu sehen, wie viel konsumiert wird... das ist zum Teil wirklich beeindruckend und wirkt nicht angstbesetzt.
kommt man der Wahrheit wohl ziemlich nahe.
Es weiß niemand wie die Zukunft aussieht.
[...]
Keiner weiß was morgen sein wird. Aber hauptsache man hat mal drüber gesprochen.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/sc
denn wenn 40 % nicht tariflich gebunden sind, heißt das noch lange nicht, dass diese keine Gehaltserhöhung bekommen. Es kann sogar sein, dass sie mehr als die hier für tarifgebunden Tätige prognostizierten 3 % sind.
Und es kann auch sein, dass die Tarifgebundenen mehr als 3 % bekommen.
Ausserdem ist ein Zeitvertrag nicht unbedingt schlecht. Ich selbst habe lange mit Zeitverträgen gearbeitet und abgesehen von langfristigen Krediten ist damit das gleiche möglich wie mit einem unbefristeten Vertrag.
Und zu den Teilzeitstellen: viele Menschen sehnen sich nach mehr Zeit für Familie, Freizeit, Ehrenamt und ich würde einen Anstieg der Teilzeit nicht für per se schlecht halten, denn er könnte auch anders interpretiert werden.
Ich erlebe wohl ein anderes Deutschland als das hier von einigen als sehr negativ gezeichnete und ich empfehle einen Samstagsspaziergang in eine großstädtische Innenstadt, um zu sehen, wie viel konsumiert wird... das ist zum Teil wirklich beeindruckend und wirkt nicht angstbesetzt.
"ich empfehle einen Samstagsspaziergang in eine großstädtische Innenstadt, um zu sehen, wie viel konsumiert wird... das ist zum Teil wirklich beeindruckend und wirkt nicht angstbesetzt."
so viel oder so wenig wie seit 2000.
Ich kann nicht erkennen, dass mehr gekauft wird.
Und die Verkäufer/innen auch nicht.
Die Leute rennen aber rum wie die angestochenen Hühner, weil sie mit ihrer Freizeit nicht vernünftiges anfangen können, das stimmt.
Und glauben Sue das wirklich, dass tarifungebundene Arbeitnehmer mehr bekommen könnten als gebundene? Von was träumen Sie nachts???
Ich habe sehr lange mit mir gerungen, mich als Kommentator hier einzubringen. Ob es nutzt, ist vermutlich was anderes.
Zum Einen liefert die Zeit eine Überschrift, die Hoffnung wecken soll. Interessant wäre doch zu wissen, für was denn derzeit Geld ausgegeben wird. Außerdem interessiert mich im speziellen die einzelnen Fragen UND die Kriterien die genutzt werden, um potentiell befragte Bürger auszusuchen.
Im Text dann Spekulationen, die sich nicht Dingfest machen lassen: anstehende Lohnerhöhungen. Ist doch hanebüchen per excelence!
Tatsächlich kann man eine gewisse Reihenfolge der Schlagzeilen auf nahezu allen Nachrichtenportalen erkennen! Hinzu kommt, dass dann auch diese Nachrichtenportale stets das Gleiche Lied singen. Will sagen: es wird der Leserschaft nichts anderes mehr als journalistischer Einheitsbrei geliefert.
Schön also, dass sich per Suchmaschinen Gegenmeinungen finden lassen, die in der dort zu findenden Form von der "offiziellen Presse" so gut wie nirgends auffindbar ist.
Ja, ich weiss, ich bewege mich immer weiter vom eigentlichen Thema weg. Diese Zeilen sind jedoch die einzige Antwort zu dem Artikelthema, die mir derzeit einfallen. Lesbare Ratlosigkeit ...
"ich empfehle einen Samstagsspaziergang in eine großstädtische Innenstadt, um zu sehen, wie viel konsumiert wird... das ist zum Teil wirklich beeindruckend und wirkt nicht angstbesetzt."
so viel oder so wenig wie seit 2000.
Ich kann nicht erkennen, dass mehr gekauft wird.
Und die Verkäufer/innen auch nicht.
Die Leute rennen aber rum wie die angestochenen Hühner, weil sie mit ihrer Freizeit nicht vernünftiges anfangen können, das stimmt.
Und glauben Sue das wirklich, dass tarifungebundene Arbeitnehmer mehr bekommen könnten als gebundene? Von was träumen Sie nachts???
Ich habe sehr lange mit mir gerungen, mich als Kommentator hier einzubringen. Ob es nutzt, ist vermutlich was anderes.
Zum Einen liefert die Zeit eine Überschrift, die Hoffnung wecken soll. Interessant wäre doch zu wissen, für was denn derzeit Geld ausgegeben wird. Außerdem interessiert mich im speziellen die einzelnen Fragen UND die Kriterien die genutzt werden, um potentiell befragte Bürger auszusuchen.
Im Text dann Spekulationen, die sich nicht Dingfest machen lassen: anstehende Lohnerhöhungen. Ist doch hanebüchen per excelence!
Tatsächlich kann man eine gewisse Reihenfolge der Schlagzeilen auf nahezu allen Nachrichtenportalen erkennen! Hinzu kommt, dass dann auch diese Nachrichtenportale stets das Gleiche Lied singen. Will sagen: es wird der Leserschaft nichts anderes mehr als journalistischer Einheitsbrei geliefert.
Schön also, dass sich per Suchmaschinen Gegenmeinungen finden lassen, die in der dort zu findenden Form von der "offiziellen Presse" so gut wie nirgends auffindbar ist.
Ja, ich weiss, ich bewege mich immer weiter vom eigentlichen Thema weg. Diese Zeilen sind jedoch die einzige Antwort zu dem Artikelthema, die mir derzeit einfallen. Lesbare Ratlosigkeit ...
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