Rettung vor Pleite IWF reduziert Beteiligung an Griechenland-Hilfe
Der Anteil des Internationalen Währungsfonds am zweiten Hilfspaket für Griechenland fällt deutlich geringer aus als geplant. In Brüssel beraten die Finanzminister.
Griechenland wird vom Internationalen Währungsfonds offenbar weniger finanzielle Unterstützung erhalten als zu Beginn der Hilfsmaßnahmen. Vor der entscheidenden Beratung der Euro-Finanzminister zur Griechenland-Finanzhilfe berichten mehrere Zeitungen, der IWF beteilige sich nur noch mit etwa 14 Prozent am zweiten Hilfspaket von 130 Milliarden Euro.
Das Wall Street Journal erfuhr aus Verhandlungskreisen, der IWF gebe nur noch 13 Milliarden Euro frisches Geld. Weitere zehn Milliarden Euro sind noch nicht ausgezahlte Anteile aus dem bisherigen Hilfsprogramm, heißt es in der FAZ.
Bei den Verhandlungen der Finanzminister in Brüssel könnte die Summe von 130 Milliarden Euro aber noch anwachsen, weil eine Finanzierungslücke von neun Milliarden Euro noch offen ist.
Beteiligung des IWF zuvor bei 27 Prozent
Der IWF hatte sich im Mai 2010 mit 30 Milliarden Euro an einem ersten Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 110 Milliarden Euro beteiligt, also etwa 27 Prozent. Zur Hilfe für die ebenfalls überschuldeten Staaten Portugal und Irland steuerte der Fonds noch 33 Prozent bei. Zu möglichen weiteren Hilfen hat sich der IWF in den vergangenen Monaten nicht geäußert.
Griechenland hatte zuletzt Einsparungen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro beschlossen, um den Forderungen von EU, IWF und Europäischer Zentralbank zu entsprechen.
Die Finanzminister beraten am heutigen Montag über die nächsten Schritte zur Rettung Griechenlands vor einem Staatsbankrott. In Athen protestierten erneut Tausende gegen die Sparpolitik der Regierung.
- Datum 20.02.2012 - 11:28 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 9
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der Euro-Finanzminister und der Brüsseler EU-Bürokraten.
Im Gegensatz zu letzteren merkt der IWF nämlich, wann Hopfen und Malz verloren sind, und stellt die Hilfen ein.
...da hälst du den für intelligenter als er ist. Immerhin schiebt er ja trotzdem noch Milliarden rüber, wenn auch weniger. Für mich sieht das eher wie ein Liquiditätsproblem aus, vielleicht stecken auch die Amis dahinter, wer weiß.
Auch mit den Zielen des IWFs stimmt die Einschätzung nicht überein. Der soll nicht dem Land helfen, sondern den Gläubigern und das auch noch in einem sehr weit gefassten Sinn, siehe:
http://de.wikipedia.org/w...
...da hälst du den für intelligenter als er ist. Immerhin schiebt er ja trotzdem noch Milliarden rüber, wenn auch weniger. Für mich sieht das eher wie ein Liquiditätsproblem aus, vielleicht stecken auch die Amis dahinter, wer weiß.
Auch mit den Zielen des IWFs stimmt die Einschätzung nicht überein. Der soll nicht dem Land helfen, sondern den Gläubigern und das auch noch in einem sehr weit gefassten Sinn, siehe:
http://de.wikipedia.org/w...
...die zwischenzeitlich von der Bundesrepublik garantiert werden, wird es zunehmend schwierig sich vorzustellen, dass sie mit den letzten Verfassungsgerichtsurteilen kompatibel sind. Es wird interessant sein zu sehen, wie es sich diesmal aus der Affäre zieht. Den Eklat dem Bundestag zu untersagen weitere von den Entscheidungen anderer Länder abhängige Verpflichtungen zu übernehmen, die die Handlungsfähigkeit der Bundesrepublik empfindlich beschneiden können, wird sich eine Untergruppe der beamtokratie nicht erlauben, kann man sich aus bisheriger beibachtung vorstellen. Wie also werden die Richter die Legalität der Aushöhlung des Grundgesetzes erklären? Ich bin gespannt.
...sich als nicht zuständig bezeichnen, das tun sie immer, wenn es wirklich unangenehm wird.
...sich als nicht zuständig bezeichnen, das tun sie immer, wenn es wirklich unangenehm wird.
da stellt man sich schon die Frage , wo die 110 MRD EURO hin verschwunden sind, da die Schulden statt zu fallen ja noch gestiegen sind.
Weiss der IWF was, was uns nicht mitgeteilt wird ?
Es macht doch keinen Sinn auf eine Weise zu helfen die bei den Menschen nicht ankommt.Überall das gleiche Problem, die Reichen die lange vom Staat und der Arbeitskraft ihrer Landsleute profitiert haben und den Staat retten könnten haben ihr Geld in Sicherheit gebracht ( Schweiz u.s.w.) und stehen nicht für ihre Landsleute ein. Die Ärmeren zahlen die Zeche. Wir sind zwar noch nicht in einer solchen Situation aber ich bin mir sicher es würde bei uns genau so ablaufen. Ohne Ethik, Moral und Empathie funktioniert keine Gesellschaft und keine dem Menschen dienliche Wirtschaft. Die Gesetze des Geldes sind der schlechteste Ersatz. Der Kapitalismus funktioniert nur gut wenn ihm die richtigen Grenzen zugewiesen werden. Geschieht das nicht wie es heute der Fall ist leiden die Meschen wie in Grichenland.
Das Geld sollte der IWF besser im Wiederaufbau Griechenlands investieren.
...zu senken ist keine "Sparpolitik", liebe ZEIT, sondern von oben verordnetes Lohndumping im Sinne der neoliberalen Doktrin, die die EU beherrscht.
Zugegeben, das mag man manchmal kaum von den ebenso unsinnigen, kontraproduktiven und unsozialen Sparzielen unterscheiden können, trotzdem sollte man sich Mühe geben. Immerhin war die ZEIT eines der Blätter die immer für die EU, den gemeinsamen Markt und den Euro ganz und gar unkritisch getrommelt hat, nach dem Motto: dann geht es uns allen besser. Freundlich ausgedrückt hat sich das bisher als Irrtum herausgestellt.
...sich als nicht zuständig bezeichnen, das tun sie immer, wenn es wirklich unangenehm wird.
...da hälst du den für intelligenter als er ist. Immerhin schiebt er ja trotzdem noch Milliarden rüber, wenn auch weniger. Für mich sieht das eher wie ein Liquiditätsproblem aus, vielleicht stecken auch die Amis dahinter, wer weiß.
Auch mit den Zielen des IWFs stimmt die Einschätzung nicht überein. Der soll nicht dem Land helfen, sondern den Gläubigern und das auch noch in einem sehr weit gefassten Sinn, siehe:
http://de.wikipedia.org/w...
...je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Entsprechend hat man immer weniger Käse, je mehr Käse man hat.
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