Budgetdefizit Neues Haushaltsloch in Griechenland
Statt 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wird die Lücke im griechischen Staatshaushalt bei 6,7 Prozent liegen. Die Regierung macht die Rezession als Ursache dafür aus.
© Oli Scarff/Getty Images

Das Parlamentsgebäude in Athen
Griechenland rechnet für dieses Jahr mit einem höheren Minus in der Haushaltsplanung als zunächst angenommen. Die Lücke werde wohl 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen, teilte das griechische Parlament mit. Ursprünglich hatte Athen für 2012 nur 5,4 Prozent anvisiert. Das Ziel habe aufgrund der Verschärfung der Rezession korrigiert werden müssen.
Die Euro-Finanzminister hatten in der Nacht auf Dienstag das neue Milliarden-Hilfspaket auf den Weg gebracht. Es sieht bis 2014 Kredite und andere Hilfen im Umfang von 130 Milliarden Euro vor. Ziel ist es, den Schuldenstand des Landes von derzeit über 160 Prozent des BIP bis 2020 auf 120,5 Prozent zu verkleinern.
Um dieses Ziel zu erreichen, müsste Griechenland jährlich ein Wirtschaftswachstum von etwa zwei Prozent aufweisen, berechnen Ökonomen. Für das laufenden Jahr jedoch erwartet die Regierung in Athen einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 2,8 Prozent. Für 2013 rechnet sie mit einem leichten Wachstum von 0,5 Prozent. Griechenland würde dann nach fünf Jahren in der Rezession wieder einen leichten Aufschwung hinlegen.
Konjunktur-Indikatoren negativ
Bisher aber deuten die Konjunktur-Indikatoren in eine andere Richtung: Auch die Arbeitslosigkeit in Griechenland steigt. Die Quote betrug im November 20,9 Prozent und übertraf damit erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes die psychologisch wichtige Grenze von einer Million Erwerbslosen. Zwei Jahre zuvor lag die Quote im gleichen Monat bei 13,9 Prozent.
- Oktober 2009
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© Vladimir Rys/Getty ImagesDie griechische Regierung revidiert die Schätzung des Staatsdefizits für 2009 nach oben – von sechs auf mehr als zwölf Prozent des BIPs. Bereits zuvor enthielt die Schuldenstatistik des Landes gravierende Fehler: Im Jahr 2004 wurde bekannt, dass die Neuverschuldung in den Jahren 1998 und 1999 – also kurz vor Einführung des Euro – deutlich über den im Maastricht-Vertrag festgeschriebenen drei Prozent des BIPs lag. Ende 2010 werden Griechenlands Schulden mehr als 140 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen.
- 16. Dezember 2009
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© Justin Lane/dpaAls erste Rating-Agentur stuft Fitch die Kreditwürdigkeit Griechenlands herab; die anderen Agenturen folgen. Die Sparmaßnahmen Griechenlands reichten nicht aus, um das Defizit nachhaltig zu verringern, begründet Standard & Poor's die Entscheidung. In der EU wächst die Angst vor einem Staatsbankrott, der andere Länder anstecken könnte. In Griechenland kommt es zu ersten Streiks gegen die Sparpolitik der Regierung.
- 11. Februar 2010
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© John Thys/Getty ImagesDie Staats- und Regierungschefs der EU erklären sich bereit, Griechenland finanziell zu unterstützen, um die Stabilität der Währungsunion zu sichern. Die EU fordert Griechenland jedoch gleichzeitig auf, die Sparanstrengungen zu verstärken. Zuvor bescheinigte die Kommission ihren Finanzstatistiken qualitative Mängel. Die griechische Regierung verkündet zusätzliche Sparmaßnahmen in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Das entspricht rund zwei Prozent des griechischen BIPs.
- 2. Mai 2010
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© Jean-Christophe Verhaegen/AFPDie EU-Finanzminister beschließen, Griechenland Kredite in Höhe von 110 Milliarden Euro zu gewähren: 80 Milliarden kommen von den Euro-Staaten, 30 vom IWF. Nur zehn Tage später fließt die erste Tranche nach Athen. Im Gegenzug wird Griechenland verpflichtet, hart zu sparen, die Wirtschaft zu reformieren und staatliche Unternehmen zu privatisieren. An den Kapitalmärkten kann sich Griechenland nur noch zu hohen Zinsen refinanzieren. Standard & Poor's bewertet die Anleihen des Landes als hochspekulativ (B).
- 8. Mai 2010
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© Bernd Weißbrod/dpaDas Bundesverfassungsgericht lehnt einen Eilantrag gegen die Griechenland-Hilfen ab. Fünf Wissenschaftler hatten nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Griechenland-Hilfe im Bundestag Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ihr Argument: Die Hilfe verstoße gegen die EU-Verträge, genauer: gegen das Verbot der gegenseitigen Haftung in der sogenannten No-Bailout-Klausel. Mit den Finanzhilfen werde eine "verheerende Inflationspolitik" betrieben.
- 10. Mai 2010
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© Frank Rumpenhorst/dpaDie Europäische Zentralbank (EZB) beschließt, Staatsanleihen kriselnder Staaten aufzukaufen. Sie will verhindern, dass die Länder ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil die Zinsen immer weiter steigen. Ihre Statuten verbieten ihr, Anleihen direkt von den Emittenten zu erwerben; also wird sie am öffentlichen und privaten Anleihemarkt – dem sogenannten Sekundärmarkt – tätig. Mit der Ankündigung bricht die EZB mit einem Tabu: Bisher hat sie derartige Mittel zur Krisenbekämpfung stets abgelehnt.
- 7. Juni 2010
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© Georges Gobet/AFPDie Euro-Finanzminister gründen in Luxemburg die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), den sogenannten Euro-Rettungsschirm. Die Zweckgesellschaft soll im Notfall am Kapitalmarkt Kredite aufnehmen, um klamme Staaten finanziell zu stützen. Die Euro-Länder sollen für die Kredite bürgen, Deutschland mit bis zu 148 Milliarden Euro. Der EFSF umfasst insgesamt 750 Milliarden Euro. Die tatsächliche Kreditvergabekapazität liegt niedriger, weil für ein AAA-Rating hohe Garantien erforderlich sind.
- 29. September 2010
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© John Thys/Getty ImagesEU-Währungskommissar Olli Rehn präsentiert Vorschläge zur Krisenbewältigung. Der Finne will den Stabilitäts- und Wachstumspakt stärken und die EU finanzpolitisch besser steuern. Dazu sollen etwa Sanktionen künftig automatisch verhängt werden und nicht erst, wenn die Mitgliedsländer darüber entschieden haben. Und Schuldenstaaten sollen schon bei der Eröffnung eines Defizitverfahrens ein Strafpfand in Höhe von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes hinterlegen. Die EU-Finanzminister entscheiden über die Vorschläge im März 2011.
- 30. September 2010
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© Bernd Thissen/dpaDie Rating-Agentur Moody's stuft Spanien herab, die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone. Sie bewertet die Bonität des Landes nun nicht mehr mit der Bestnote. Vor dem Platzen der Immobilienblase befand sich Spanien noch im Aufschwung. Seitdem kämpft das Land mit den Folgen der Finanzkrise. Ministerpräsident Zapatero bestreitet, finanzielle Hilfe der EU zu brauchen. Spanien hat auf einen rigorosen Sparkurs geschwenkt – genau wie der ebenfalls hoch verschuldete Nachbar Portugal.
- 21. November 2010
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© David Cannon/Getty ImagesIrland muss vom Euro-Rettungsschirm aufgefangen werden. Das Land hat seine Banken mit Milliardenbeträgen vor dem Zusammenbruch gerettet und ist dadurch selbst in eine Schieflage geraten. Die Euro-Finanzminister beschließen Hilfskredite in Höhe von 85 Milliarden Euro, im Gegenzug muss Irland wie zuvor schon Griechenland hart sparen. Die irischen Bürger sind wütend: Bis zuletzt hatte ihre Regierung bestritten, Hilfe aus Brüssel beantragen zu wollen.
- 28. November 2010
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© Georges Gobet/AFPDie Finanzminister der Euro-Länder einigen sich auf einen dauerhaften Krisenfonds, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Er soll 2013 den Rettungsfonds EFSF ablösen. Der ESM umfasst 700 Milliarden Euro, von denen maximal 500 Milliarden an Not leidende Staaten verliehen werden können. Der Rest dient als Sicherheitseinlage. Sie soll die Rating-Agenturen überzeugen, auch dem ESM Bestnoten zu verleihen. Im Gegensatz zum EFSF wird der neue Fonds mit einer Bareinlage in Höhe von 80 Milliarden Euro ausgestattet. In Einzelfällen können auch private Gläubiger beteiligt werden.
- 16. Dezember 2010 /25. Januar 2011
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© Frank Rumpenhorst/dpaDie EZB verdoppelt ihr Grundkapital auf elf Milliarden Euro, um ihre Anleihekäufe abzusichern. Zu diesem Zeitpunkt hat sie bereits für 72 Milliarden Euro Anleihen aufgekauft – griechische, irische, portugiesische, spanische. Einen Monat später gibt der Rettungsfonds EFSF erstmals selbst Anleihen auf dem Kapitalmarkt aus. Das Interesse der Anleger an den EFSF-Anleihen ist enorm, unter anderem wegen seines Top-Ratings.
- 11. März 2011
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© Sean Gallup/Getty ImagesDie Staats- und Regierungschefs der EU-Länder beschließen, die Kreditvergabekapazität des EFSF auf 440 Milliarden aufzustocken. Außerdem einigen sich die Staaten auf den "Pakt für den Euro" – die Selbstverpflichtung, sich in der Haushalts-, Steuer- und Sozialpolitik enger abzustimmen – und verpflichten sich zum Sparen. Gleichzeitig wird der Stabilitäts- und Wachstumspakts verschärft. Die von Deutschland geforderten automatischen Sanktionen scheitern allerdings am Widerstand der Mitgliedsstaaten.
- April 2011
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© Wolfgang Kumm/dpaInnerhalb der schwarz-gelben Koalition regt sich Widerstand gegen den ESM: Mehr als 30 FDP-Politiker fordern, den Rettungsfonds auf dem Parteitag im Mai abzulehnen. Außerdem wollen sie ein Insolvenzverfahren für EU-Staaten mit starker Gläubigerbeteiligung und ein Verbot für die EZB, Anleihen aufzukaufen. Sie scheitern: Zwei Drittel der Liberalen sprechen sich gegen ein Nein zum ESM aus. Außenminister Westerwelle sagt: "Europa liegt im deutschen Interesse."
- 7. April 2011
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© Patrick Pleul/dpaAuch Portugal will unter den Rettungsschirm. Das ärmste Land Westeuropas sieht keine Alternative, nachdem die Opposition im März ein geplantes Sparprogramm der Minderheitenregierung ablehnte. Nach dreiwöchigen Verhandlungen bekommt Portugal 78 Milliarden Euro zugesprochen – und mehr Zeit für den Schuldenabbau: Die Neuverschuldung des Staats darf in diesem Jahr nun statt 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 5,9 Prozent betragen.
- Juli 2011
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© Vincenzo Pinto/AFPDie Sorge um Italien lässt die Gemeinschaftswährung abrutschen. Die Staatsverschuldung der drittgrößten Volkswirtschaft Europas ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, mit fast 120 Prozent höher als die Irlands und Portugals. Die Renditen auf ihre Anleihen steigen. Die Regierung plant, in vier Jahren knapp 48 Milliarden Euro einzusparen, etwa im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen. Berlusconi meint trotzdem: "Wir sind stabil."
- 21. Juli 2011
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© Ralph Orlowski/Getty ImagesDie Euro-Länder beschließen das zweite Rettungspaket für Griechenland. Es umfasst neue Kredite in Höhe von 109 Milliarden Euro und soll bis 2014 reichen. Erstmals beteiligen sich freiwillig private Gläubiger: Banken sollen 37 Milliarden Euro beisteuern, indem sie griechische Staatsanleihen in neue Bonds mit geringeren Zinsen umtauschen. Ein Erfolg für die Bundesregierung, die sich für die Beteiligung privater Gläubiger eingesetzt hat.
- 8. August 2011
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© Daniel Roland/AFPDie Europäische Zentralbank kauft erstmals auch italienische und spanische Staatsanleihen am Sekundärmarkt. Sie will damit verhindern, dass die Zinsen für die Krisenstaaten weiter steigen. Mit Erfolg: Der Druck auf die beiden Länder nimmt in den kommenden Wochen etwas ab. Italien erklärt sich bereit, ein weiteres Sparpaket aufzulegen: Bis 2013 soll der Haushalt um weitere 45 Milliarden Euro gekürzt werden.
- August 2011
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© David Ramos/Getty ImagesDie Debatte über Euro-Bonds entflammt. Euro-Gruppen-Chef Juncker ist dafür, die Krisenstaaten im Süden auch. In Deutschland drängen SPD und Grüne auf die gemeinsamen Anleihen; auch in der CDU bröckelt der Widerstand. Die FDP ist weiterhin strikt gegen Euro-Bonds, auch Angela Merkel lehnt sie ab. Unterdessen sorgen Gerüchte, Frankreich könnte sein AAA-Rating verlieren, für Turbulenzen an den Börsen. Der Dax fällt zeitweise um bis zu sechs Prozent im Vergleich zum Vortag. Sarkozy kündigt weitere Sparpläne an.
- 16. August 2011
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© Patrick Kovarik/AFPMerkel und Sarkozy treffen sich zu einem Krisengipfel. Euro-Bonds sind dabei angeblich kein Thema. Stattdessen schlagen die beiden Staatschef eine EU-Wirtschaftsregierung vor, die sich aus dem Rat der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder zusammensetzen soll. Außerdem soll eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild in die Verfassungen der Euro-Länder – und eine Steuer auf Finanztransaktionen. Letztere stößt vor allem bei den Banken auf wenig Gegenliebe.
- 31. August 2011
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© Sean Gallup/Getty ImagesDas Bundeskabinett bringt das "Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" auf den Weg. Damit setzt es die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 21. Juli um. Deutschland bürgt nun für weitere 211 Milliarden Euro. Knackpunkt in der deutschen Diskussion ist die Beteiligung des Bundestages: Künftig soll das Parlament über alle neuen Hilfen abstimmen. Unter anderem haben die Unions- und die FDP-Fraktion dies gefordert.
- August/September 2011
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Banken Frankfurt
© Alex Grimm/Getty ImagesDie europäischen Banken misstrauen einander zunehmend. Statt sich gegenseitig Geld zu leihen, bemühen sie die EZB. Der Liquiditätsfluss im Finanzsektor droht auszutrocknen, die Angst vor einer neuen großen Bankenpleite wächst. Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), fordert deshalb, die Banken mit neuem Kapital auszustatten, das direkt vom Rettungsfonds EFSF kommen soll. Auch die Bankenaufsicht (EBA) zeigt sich besorgt. EZB-Chef Trichet und Deutsche-Bank-Chef Ackermann hingegen kritisieren die Vorstöße.
- 7. September 2011
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Bundesverfassungsgericht
© Ralph Orlowski/Getty ImagesErneut weist das Bundesverfassungsgericht Verfassungsbeschwerden gegen die Griechenland-Hilfen ab. Die Richter entscheiden, dass die deutsche Beteiligung am Rettungsfonds EFSF mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Sie setzen aber voraus, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages allen Rettungsmaßnahmen zustimmen muss. Bisher musste sich Finanzminister Wolfgang Schäuble lediglich um ein Einvernehmen mit dem Parlament bemühen.
- Mitte September 2011
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© Sakis Mitrolidis/AFPDie Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands nehmen zu. Eine neue Immobiliensteuer soll das benötigte Geld in die öffentlichen Kassen bringen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos sagt, sein Land brauche weitere Milliarden, um seine Haushaltsziele zu erreichen. Die griechische Wirtschaft schrumpft stärker als gedacht. Ein Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble nennt die Spekulationen "zwecklos", aber Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt öffentlich, es dürfe keine Denkverbote geben. Eine geordnete Insolvenz schließt er nicht mehr aus.
- 29. September 2011
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© Sean Gallup/AFP/Getty ImagesDer Bundestag billigt die von den Euro-Ländern geplante Aufstockung des Rettungsfonds EFSF auf 780 Milliarden Euro, von denen 440 Milliarden an überschuldete Euro-Staaten verliehen werden können. Treten die geplanten Änderungen in Kraft, steigen die deutschen Garantien um 88 Milliarden auf 211 Milliarden Euro. Zudem erhält der Fonds dann weitere Kompetenzen: Künftig soll er an der Börse Staatsanleihen von Krisenstaaten kaufen, um deren Kurse zu stabilisieren. Von 611 anwesenden Abgeordneten im Bundestag stimmen 523 dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen zu.
- Oktober 2011
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© Odd Andersen/AFP/Getty ImagesAm 26. Oktober stimmt der Bundestag schon wieder über eine Ausweitung des Rettungsfonds EFSF ab. In ihrer Regierungserklärung appelliert Kanzlerin Merkel an die Abgeordneten, ihre Rettungspolitik zu unterstützen: "Scheitert der Euro, scheitert Europa", sagt sie. 503 von 596 Abgeordneten stimmen für die Erweiterung. Auf dem anschließenden EU-Gipfel beschließen die Staats- und Regierungschefs einen Schuldenschnitt für Griechenland, eine Ausweitung des EFSF und eine Rekapitalisierung der Banken. Italien verspricht, stärker zu sparen.
- Anfang November 2011
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Lucas Papademos (r.) mit seinem Amtsvorgänger Giorgos Papandreou
© Orestis Panagiotou/EPA/dpaAm 31. Oktober kündigt Griechenlands Ministerpräsident Papandreou überraschend an, er wolle seine Bevölkerung über die EU-Rettungshilfen abstimmen lassen. Europas Regierungen setzten Griechenland daraufhin unter Druck: Die nächste Kredittranche, von den Euro-Finanzministern eigentlich schon gebilligt, wird auf Eis gelegt. Am 3. November sagt Papandreou das Referendum wieder ab. Sechs Tage später kündigt er seinen Rücktritt an. Das frühere EZB-Ratsmitglied Lucas Papademos wird neuer griechischer Ministerpräsident.
- Mitte November 2011
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Mario Monti
© Filippo Monteforte/AFP/Getty ImagesNach wachsendem Druck der Finanzmärkte auf Italien tritt Regierungschef Silvio Berlusconi zurück. Sein Nachfolger wird der frühere EU-Kommissar Mario Monti. Im Dezember stimmt das Parlament in Rom seinem Spar- und Sanierungsprogramm zu. Auch in Spanien wechselt die Regierung: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 20. November werden die Sozialisten abgewählt, die konservative Volkspartei (PP) mit ihrem Spitzenkandidaten Mariano Rajoy siegt. Er löst im Dezember José Luis Rodríguez Zapatero als Regierungschef ab.
- Dezember 2011
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David Cameron in Brüssel
© Eric Feferberg/AFP/Getty ImagesAm 5. Dezember, nur wenige Tage vor dem nächsten EU-Gipfel, droht die Rating-Agentur Standard & Poor's Deutschland und weiteren 14 Ländern der Euro-Zone mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Auf dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs ist Großbritanniens Premierminister David Cameron isoliert: Er will einen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin nicht mittragen, die anderen Länder vereinbaren den Abschluss des Regelwerks. Für sein Verhalten erntet Cameron auch im eigenen Land viel Kritik.
- 13. Januar 2012
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© Getty Images
Die Rating-Agentur Standard & Poor's stuft Frankreichs Kreditwürdigkeit herab. Einen Tag später entzieht sie neun weiteren Ländern die Bestnote. Auch der Krisenfonds EFSF verliert sein AAA-Rating. Die Folgen sind begrenzt: Die Zinsaufschläge für einige Krisenländer bleiben zwar hoch, sinken aber in der Tendenz. Die erste Auktion des EFSF nach seiner Herabstufung verläuft reibungslos. Allerdings nimmt die Flucht in sichere Häfen zu: Wenige Tage vor der Herabstufung von Frankreich zahlt Deutschland erstmals negative Zinsen auf kurzfristige Staatspapiere – wie zuvor die Schweiz und Dänemark.
- 31. Januar
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Die Staats- und Regierungschefs der EU verabschieden in Brüssel den Fiskalpakt. 25 Staaten stimmen dem neuen Regelwerk zu; Großbritannien und Tschechien bleiben außen vor. Die neuen Regeln sollen ab 2013 gelten. Künftig kann die Kommission ein Defizitverfahren auch ohne die Zustimmung der Finanzminister eröffnen, immer dann, wenn die Defizitquote eines Landes drei Prozent überschreitet. Das strukturelle Defizit in den Haushalten darf in der Regel nicht mehr die Grenze von 0,5 Prozent überschreiten. Die Krisenstaaten müssen ihre Schulden um fünf Prozent jährlich abbauen. Die Regierungschefs verabschieden auch den dauerhaften Krisenmechanismus ESM, der ab Juli in Kraft treten soll.
- 21. Februar
Die EU-Finanzminister bringen in Brüssel ein zweites Rettungspaket für Griechenland auf den Weg. Es umfasst neue Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro. Die Einigung der Minister mit Griechenland ist auch Voraussetzung für die Beteiligung privater Gläubiger an der Rettung des überschuldeten Landes. Sie sollen nun auf mehr als 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Der Schuldenstand Griechenlands soll dadurch auf rund 120 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken.
- 8. März 2012
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© Oli Scarff/Getty Images

Der Parthenon auf der Akropolis
Die griechische Regierung verschickt eine Erfolgsmeldung: An dem angekündigten Schuldenschnitt beteiligen sich nach Angaben des Finanzministeriums rund 86 Prozent aller Gläubiger, die Papiere nach griechischem Recht halten. Damit ist das nötige Quorum erreicht, um auch die anderen Gläubiger zum Umtausch zu zwingen. Insgesamt wären dann rund 95 Prozent der Investoren im Boot. Rund 197 Milliarden der 206 Milliarden Euro an griechischen Staatsschulden können nun umgeschuldet werden. Die Anleger erhalten Papiere mit längerer Laufzeit und niedrigerem Zinssatz. Griechenland bekommt mehr Zeit.
Mit Reformen wie der Herabsetzung des Mindestlohns auf knapp 600 Euro monatlich soll die Wettbewerbsfähigkeit des Landes gesteigert werden. Ökonomen kritisieren jedoch, dass diese Maßnahmen die Wirtschaftskrise noch vertiefen könnten, da mit geringeren Löhnen auch die Binnennachfrage nachlassen könnte. Die Reformen sind aber Voraussetzung für die neuen Hilfsleistungen von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds.
Die Maßnahmen sollten "die Zukunft des Landes in der Euro-Zone sichern", sagte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach mehr als zwölfstündigen Beratungen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte sich "zuversichtlich", dass der Bundestag am kommenden Montag dem Hilfspaket zustimmen werde.
- Datum 22.02.2012 - 10:29 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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Wer hätte das denn jetzt gedacht?
Jetzt bin ich aber völlig perplex und die Nachricht haut mich aus dem Stuhl.
Nein jetzt mal ehrlich. Wenn dauernd nur die "Daumenschrauben", gespart, gespart, gespart werden soll, das Geld für Griechenland gar nicht in Griechenland ankommt und auch keine Strukturreformen angedacht sind, die etwas dagegen bewirken können, kann es doch gar nicht anders laufen.
Deshalb versteh ich auch nicht folgende Prognose: "Für 2013 rechnet sie mit einem leichten Wachstum von 0,5 Prozent." ...
Wie kommen die Forscher darauf? Auf welche Daten berufen sie sich? Von welchen Annahmen gehen sie aus und auf welchen Grundlagen beziehen sie sich?
Ganz klar, das haben die Montag noch nicht gewußt. Vermutlich klopfen die jetzt schon um weitere Mittel an. Aus dem Wissen der letzten 30 Jahre traue ich denen heute keinen Millimeter mehr über den Weg.
Womit rechnen die für 2013? Die wollten auch 2011 die ersten 30.000 Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst ausscheiden lassen, in diesem Jahr 15.000 - und bis 2015 150.000. Bis heute wurde nicht nur keinem gekündigt, im Gegenteil, die Behörden weigern sich und einige verlangen weitere Einstellungen...
Entschuldigung aber wir im Ruhgebiet nennen diesen Umgang miteinander schlicht verarschen.
Unsere liebe Frau Merkel wird wie immer die Realität leugnen, bis es zum Supergau kommt.
Bei der Atomkraft, bei der Benennung von Afghanistan als Kriegsschauplatz, auch bei innenpolitischen Themen zögert sie bis auch dem letzten Bürger der Geduldsfaden reißt (s. Wulff, zu Guttenberg).
In Europa ist Madam Non weithin bekannt als große Zauderfrau. Zuerst Zauderei bei der Finanzhilfe, jetzt Zauderei beim Eingeständnis, dass nun schon seit Monaten jeder weiß: Griechenland ist im Euro tot, da helfen die 750 Volt einfach nicht zur Wiederbelebung. Es scheint mir, die Kanzlerin läuft (oder besser: schlurft) der Realität immer ein, zwei Schritte hinterher.
Ganz klar, das haben die Montag noch nicht gewußt. Vermutlich klopfen die jetzt schon um weitere Mittel an. Aus dem Wissen der letzten 30 Jahre traue ich denen heute keinen Millimeter mehr über den Weg.
Womit rechnen die für 2013? Die wollten auch 2011 die ersten 30.000 Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst ausscheiden lassen, in diesem Jahr 15.000 - und bis 2015 150.000. Bis heute wurde nicht nur keinem gekündigt, im Gegenteil, die Behörden weigern sich und einige verlangen weitere Einstellungen...
Entschuldigung aber wir im Ruhgebiet nennen diesen Umgang miteinander schlicht verarschen.
Unsere liebe Frau Merkel wird wie immer die Realität leugnen, bis es zum Supergau kommt.
Bei der Atomkraft, bei der Benennung von Afghanistan als Kriegsschauplatz, auch bei innenpolitischen Themen zögert sie bis auch dem letzten Bürger der Geduldsfaden reißt (s. Wulff, zu Guttenberg).
In Europa ist Madam Non weithin bekannt als große Zauderfrau. Zuerst Zauderei bei der Finanzhilfe, jetzt Zauderei beim Eingeständnis, dass nun schon seit Monaten jeder weiß: Griechenland ist im Euro tot, da helfen die 750 Volt einfach nicht zur Wiederbelebung. Es scheint mir, die Kanzlerin läuft (oder besser: schlurft) der Realität immer ein, zwei Schritte hinterher.
Diese Nachricht kommt also einen Tag nach der Finanzministertagung und der dort beschlossenen Hilfsgewährung über die Ticker. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ach so, natürlich ... Diese Entwicklung war selbstverständlich nicht vorhersehbar und völlig überraschend so wie die zeitliche Nähe der Veröffentlich nach Beschlußfassung der Finanzminister rein zufällig ist.
Griechenland ist auf dem besten Wege auf das Niveau eines Entwicklungslandes zurückzufallen. Die Reichen, die vorher keine Steuern bezahlt haben, ziehen ihr Geld aus Griechenland ab und investieren es in anderen Ländern, z.B. auf dem englischen Immobilienmarkt. Unternehmer wandern ab, Arbeitsplätze gehen verloren. Wer in dieser Situation stärkere Sparanstrengungen von Griechenland fordert macht die Krise nur noch schlimmer und schadet dem griechischen Volk und Europa.
Mit ökonomischem Sachverstand hat das jedenfalls wenig zu tun. Eher mit ideologischer Borniertheit.
Die "Orthodoxe" könnte das ganze Desaster aus der Portokasse stopfen - oder der Verkauf bzw. "Leasing" der Erdöl-Förderechte.
... Euro, könnte man auch etwas aushelfen. Zumindest scheint es unklug sich seiner Gewinne aus dem Euro zu rühmen, während man die ärmeren Griechen ins Elend stürzt um, wie man immerzu wiederholt, den Euro zu retten. Da macht man sich in den Augen der Anderen kaum zum ehrlichen Makler. Bei aller (Selbst?) Gerechtigkeit, man erreicht das Gegenteil.
Natürlich kann man sagen, Versailles musste zu Charakterbildung sein und nun kommt Marschall. Wie der Grieche das noch einigen Jahren Hunger sieht, weiße ich nicht. Woher soll aber das Geld kommen? Aus dem Pensionsfonds der Parlamentarier und Beamte? Von den Versicherungen? Von Ihnen? Aus neuen Schulden? Letzteres wohl nicht, weil das ist in der Verfassung verboten ;) .
... Euro, könnte man auch etwas aushelfen. Zumindest scheint es unklug sich seiner Gewinne aus dem Euro zu rühmen, während man die ärmeren Griechen ins Elend stürzt um, wie man immerzu wiederholt, den Euro zu retten. Da macht man sich in den Augen der Anderen kaum zum ehrlichen Makler. Bei aller (Selbst?) Gerechtigkeit, man erreicht das Gegenteil.
Natürlich kann man sagen, Versailles musste zu Charakterbildung sein und nun kommt Marschall. Wie der Grieche das noch einigen Jahren Hunger sieht, weiße ich nicht. Woher soll aber das Geld kommen? Aus dem Pensionsfonds der Parlamentarier und Beamte? Von den Versicherungen? Von Ihnen? Aus neuen Schulden? Letzteres wohl nicht, weil das ist in der Verfassung verboten ;) .
die wohl einen unendliche Geschichte werden wird und die den Steuerzahler insbesondere in Deutschland teuer zu stehen kommen wird.
So ein Zufall mit Ansage, das jetzt schon das Defizit kurz nachdem das Geld prinzipiell "raus" ist schon wieder deutlich größer wird...
Diese Vorgehensweise würgt die griesche Wirtschaft ab und immer größere Teile des griechischen Volkes rutscht in die Armut ab.
Die Prognosen für zukünftiges, zarttes Wachstum in 2013 von 0,5 % sind reine Schönrechnerei mehr nicht.
Wann wird endlich den Menschen reiner Wein eingeschenkt, wann wird der Staatsbankrott Griechenlands endlich öffentlich zugegeben ?
Offensichtlich haben insbesondere die französischen und deutschen Banken immer noch zuviel zu verlieren, bei einm Bankrott, wer doch gelacht wenn sich nicht 100 % auf den Steuerzahler abwälzen ließenh oder ?
Danach kann dann Grienland endlich Bankrott gehen, wenn die Zocker an den Börsen sich abgesichert haben...
Von einer Rettung Griechenlands zu sprechen ist ja schon ein schwerer Euphemismus.
Das Geld von EU und IWF geht ja ausschließlich in die Bedienung der Zinsen bzw. die Schuldentilgung. Was nichts anderes heißt als das dieses Geld in den Kapitalmarkt geht. Es haben ja wohl kaum die Griechen selber griechische Staatsanleihen im Wert von 160 % des BIP gekauft. Das waren wohl eher internationale Banken.
Das griechische Volk muss in einer Rezession
a; einen ausgeglichenen Haushalt erreichen, was selbst Industriestaaten fast nicht schaffen (http://www.wolframalpha.c...)
b; die Staatsschulden auf unter 60% des BIP drücken
Bei oberflächlicher Betrachtung scheint es günstiger für die Griechen, wenn diese die Eurozone verlassen und die Rückzahlung der Schulden beenden. Punkt a wäre in diesem Fall mindestens so schmerzhaft, aber die Griechen stünden bei 0 Euro Schulden absolut.
In diesem Fall würden aber viele Banken zusammenbrechen.
Von einer Rettung Griechenlands zu sprechen ist ja schon ein schwerer Euphemismus.
Das Geld von EU und IWF geht ja ausschließlich in die Bedienung der Zinsen bzw. die Schuldentilgung. Was nichts anderes heißt als das dieses Geld in den Kapitalmarkt geht. Es haben ja wohl kaum die Griechen selber griechische Staatsanleihen im Wert von 160 % des BIP gekauft. Das waren wohl eher internationale Banken.
Das griechische Volk muss in einer Rezession
a; einen ausgeglichenen Haushalt erreichen, was selbst Industriestaaten fast nicht schaffen (http://www.wolframalpha.c...)
b; die Staatsschulden auf unter 60% des BIP drücken
Bei oberflächlicher Betrachtung scheint es günstiger für die Griechen, wenn diese die Eurozone verlassen und die Rückzahlung der Schulden beenden. Punkt a wäre in diesem Fall mindestens so schmerzhaft, aber die Griechen stünden bei 0 Euro Schulden absolut.
In diesem Fall würden aber viele Banken zusammenbrechen.
positiv gerechnet.
Angesichts dieser Entwicklung, aber insbesondere auch auf Grund fehlender Perspktiven, die ein Verbesserung bzw. Umkehr der griechischen Wirtschafts - und Haushaltslage aufzeigen könnten, ist es unverantwortlich noch mehr Geld des deutschen Steuerzahlers - der inzwischen für ca. 5000 Euro pro griechischen Bürger geradestehen muss - in diesem Land zu versenken.
Man kann nur hoffen, dass das deutsche Parlament dieses grausige Spiel mit der Verweigerung der Zustimmung zu dem neuen Banken-Care-Paket beendet.
... Euro, könnte man auch etwas aushelfen. Zumindest scheint es unklug sich seiner Gewinne aus dem Euro zu rühmen, während man die ärmeren Griechen ins Elend stürzt um, wie man immerzu wiederholt, den Euro zu retten. Da macht man sich in den Augen der Anderen kaum zum ehrlichen Makler. Bei aller (Selbst?) Gerechtigkeit, man erreicht das Gegenteil.
Natürlich kann man sagen, Versailles musste zu Charakterbildung sein und nun kommt Marschall. Wie der Grieche das noch einigen Jahren Hunger sieht, weiße ich nicht. Woher soll aber das Geld kommen? Aus dem Pensionsfonds der Parlamentarier und Beamte? Von den Versicherungen? Von Ihnen? Aus neuen Schulden? Letzteres wohl nicht, weil das ist in der Verfassung verboten ;) .
Es gab zwei Punkte, die von Anfang an falsch liefen und nun die üblichen Folgen zeigen:
(1) Die scheinbare Drohung mit dem Staatsbankrott ist für die Eliten Griechenlands keine. Der Schaden für Griechenlands Elite wäre gering, für das Volk eher ein Erleichterung.
Und in Deutschland bleiben der Schaden verborgen, weil man mit Pleite eher etwas persönliches verbindet und nicht die eigenen Folgen in einer zusammenhängenden Wirtschaftsraum.
(2) Die übliche, gern vom IWF verordnete Sparpolitik hat regelmäßig die wirtschaftliche Situation verschlechtert und am Ende nur das Ergebnis verstärkt, dass angeblich verhindert werden sollte. Argentinien und anderen Ländern geht es wirtschaftlich erst wieder bergauf, seitdem sie ihre die Rückzahlung von Krediten an internationale Gläubiger eingestellt hatten.
Staatliches Sparen bedeutet ökonomisch eigentlich nicht Senken des Haushaltes, sondern Erschließen neuer oder bisher unbeachteter Einnahmequellen.
Die reichsten zehn Prozent des Landes könnten leicht durch Sonderabgaben oder Verzicht auf weitere Steuerhinterziehung das Land vor dem Bankrott retten. Letzlich würden dadurch alle profitieren.
Hier müsste das unsinnige Gerede von der Transferunion aufhören und ehrlich davon gesprochen werden, dass über die EU ein Teil der Militätausgaben der Perpherie-Staaten oder im Sinne der Aufgaben der EU-Grenzabkommen zu Schultern ist.
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