Konjunktur Geschäftsklima-Index verbessert sich weiter
Trotz weltweiter Konjunkturflaute sind deutsche Unternehmer laut ifo-Index optimistisch. Die Prognose für den Euro-Raum der EU-Kommission fällt hingegen negativ aus.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar zum vierten Mal in Folge verbessert. Der ifo-Index stieg überraschend deutlich von 108,3 auf 109,6 Punkte, wie das ifo Institut mitteilte. Seit November erholt sich das wichtige Stimmungsbarometer trotz der Unsicherheiten durch die Euro-Schuldenkrise und einem schwächeren Wachstum. "Die deutsche Konjunktur wird derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
Die befragten Unternehmen bewerten auch ihre aktuelle Lage besser als noch im Januar, vor allem aber korrigierten sie ihre Erwartungen für die kommenden Monate nach oben. Der Index für die Geschäftsaussichten stieg im Februar von 100,9 auf 102,3 Punkte. "Die Geschäftserwartungen sind das vierte Mal in Folge zuversichtlicher", sagte Sinn.
Die Industrie verzeichnete zwar eine schlechtere Geschäftslage als im Januar, blickte aber den dritten Monat in Folge optimistischer nach vorne. "Vom Exportgeschäft rechnen sich die Firmen unverändert positive Impulse aus", sagte Sinn. Zudem planten die Unternehmen ihr Personal weiter aufzustocken. Auch im Einzel- und Großhandel sowie am Bau hellte sich die Stimmung spürbar auf.
Experten: "Gefahr droht vor allem von der Euro-Krise"
"Im Moment sieht es nicht nach einer Rezession aus", sagte ifo-Experte Klaus Abberger. Die heimische Wirtschaft sei recht robust, besonders die Binnenwirtschaft stabil. "Aber abhaken kann man die Risiken noch nicht", warnte Abberger. "Gefahr droht vor allem von der Euro-Krise." Mit den steigenden Kraftstoffpreisen sei ein weiteres Risiko hinzugekommen. "Das kann den privaten Konsum belasten, ebenso die Autobranche."
Analysten sehen dies ähnlich. "Die Wirtschaft nimmt peu à peu wieder an Fahrt auf, auch wenn uns natürlich weiter Gegenwind aus Südeuropa und nun auch durch den seit Jahresanfang deutlich anziehenden Ölpreis entgegenweht", sagte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus.
Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es sagt die Entwicklung der kommenden Monate recht zuverlässig vorher. Ende 2011 war die Wirtschaft wegen der Schuldenkrise um 0,2 Prozent geschrumpft und damit erstmals seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Anfang 2009. Auch für das erste Quartal 2012 erwarten einige Ökonomen noch einen Dämpfer, bevor es dann wieder spürbar bergauf gehen sollte. Die Bundesregierung rechnet im Gesamtjahr mit einem Wachstum von 0,7 Prozent, das sich 2013 auf 1,6 Prozent mehr als verdoppeln dürfte.
- Datum 23.02.2012 - 10:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
- Kommentare 6
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www.querschuesse.de/ifo-g...
Zitat:
"...Damit läuft die gemessene Stimmung und die realwirtschaftliche Lage weiter auseinander. In Q4 2011 sank das saisonbereinigte reale BIP um -0,2% zum Vorquartal, der Output der Industrieproduktion war zuletzt im Dezember den zweiten Monat in Folge rückläufig, die Exporte schwächelten und die deutschen saisonbereinigten realen Einzelhandelsumsätze sanken bereits den dritten Monat in Folge..."
Ja, ja, der Herr (Un-)Sinn...;-)
...des Hans-Werner Sinn.
http://www.youtube.com/wa...
Stimmt leider - die halten uns für genauso blöd wie wir sind...:-)
"Während die EU-Kommission der deutschen Wirtschaft ebenfalls eine positive Entwicklung prognostiziert, geht sie in der Euro-Zone von einer Rezension aus."
Na, dass ist doch super. Ist eine Rezension nach Wikipedia doch:
"die schriftlich niedergelegte, zuweilen aber auch in Funk und Fernsehen mündlich veröffentlichte Form einer Kritik, die einen bestimmten Gegenstand eines abgegrenzten Themenfeldes behandelt"
Warum passiert das denn eigentlich nur bei den anderen Euro-Staaten? Wir sollten uns mit diesem abgegrenzten Themfeld (unser Wirtschaftssystem) auch mal kritisch auseinandersetzen.
Interessant wäre nur wie es bei den anderen Staaten wirtschaftlich so weitergeht - vermutlich werden die Zahlen momentan aber nicht zu ermittlen sein, weil die zuständigen Stellen zu sehr mit dem Rezensieren beschäftigt sind. Naja, dann halt bei Gelegenheit
Kaffeesatzleserei,mehr nicht,wenn Europa sparen muss und so-
gar die Niederlande kein Wachstum,die Geschäftsleute von Eu-
ropa mit Rotterdem,leben nur vom Import und ihren Agrarpro-
dukten,dann ist dieser Geschäftsklimaindex reines Wunschden-
ken,sollte der Ölpreis noch höher gehen,werden die ersten
Spediteure Jammern und Insolvenz anmelden.Hier wird sehr gu-
te Stimmung gemacht,weil man die Realität nicht sehen will
und alte Aufträge noch nicht abgearbeitet sind.Viele hoffen
auf eine Belebung im Frühjahr,mal sehen,ob alleine der gros-
se Optimismus reichen wird,um Wachstum anzukurbeln!
Beim Ifo handelt es sich eben gerade nicht um die Meinung von Wirtschaftsexperten (Stichwort Sinn`s Märchenstunde). Befragt werden direkt die Unternehmen über Lage und Aussicht. Deshalb liefert dieser Index immer ein sehr gutes Bild über die reale wirtschaftliche Lage in Deutschland. Die Lage ist prima und darüber freue ich mich!!!
Eine weitere Bestätigung darüber erhalten Sie in der nächsten Woche, wenn die Bundesagentur für Arbeit zum Monatsende Ihren Bericht über die Arbeitsmarktsituation liefert.
Meine große Hoffnung ist, dass Deutschland in dieser Verfassung im Laufe des Jahres 2012 zur Lokomotive für Resteuropa wird, zumindest für einen Teil. (siehe Polen, wo man schon länger profitiert)
immer schön weiterträumen lieber "Paui"
http://www.querschuesse.d...
Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast...
http://www.deutsche-mitte...
http://www.theonussbaum.d...
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