Ursula von der Leyen"Ein Mindestlohn in Deutschland hilft auch Europa"

Ministerin von der Leyen will flexiblere Arbeitsmärkte in Europa. In der Krise müssten Privilegien gestrichen werden, sagt sie im ZEIT-ONLINE-Interview.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

ZEIT ONLINE: Frau von der Leyen, haben Sie sich schon mit Ihrer spanischen Kollegin, der neuen Arbeitsministerin Maria Fatima Garcia getroffen?

Ursula von der Leyen: Leider noch nicht.

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ZEIT ONLINE: Sie könnten ihr erklären, wie man den Arbeitsmarkt reformiert.

Von der Leyen: Es liegt auf der Hand, dass wir die Probleme auf dem europäischen Arbeitsmarkt gemeinsam lösen müssen. Meine Kollegen in Europa fragen mich oft: Warum ist euer Arbeitsmarkt während und nach der Krise so robust gewesen? Deutschland gehen schließlich nicht die Arbeitsplätze, sondern die Leute aus. Spanien dagegen kämpft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von rund 50 Prozent.

ZEIT ONLINE: In Davos hat die Kanzlerin für Reformen in Europa geworben. Als Vorbild nannte sie auch Hartz IV.

Von der Leyen: Hartz IV für Europa greift zu kurz. Dass unser Arbeitsmarkt so robust ist, liegt nicht nur an den Arbeitsmarktreformen. Die deutsche Wirtschaft ist vielfältig und breit aufgestellt, die Unternehmen sind international wettbewerbsfähig. Und das eingeübte Zusammenspiel der Sozialpartner hat in der Krise viele Jobs gerettet. Es sind solche Strukturen, die uns helfen. Das müssen wir analysieren und, wo möglich, auf andere europäische Länder übertragen.

ZEIT ONLINE: Was kann Spanien von Deutschland lernen?

Von der Leyen: Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist unter anderem niedrig, weil wir das duale Ausbildungssystem haben. Die Jungen lernen in der Schule, absolvieren aber zeitgleich eine praktische Ausbildung im Betrieb. Das erleichtert den Übergang in den Beruf, denn die Unternehmen kennen ihre jungen Fachkräfte schon. In Spanien bewerben sich die Schulabgänger und Studienabsolventen direkt. Sie haben theoretisches Wissen, aber es fehlt praktische Berufserfahrung. Viele Firmen scheuen das Risiko.

ZEIT ONLINE: Wie kommt Südeuropa wieder zu Wachstum?

Von der Leyen: Vor 15 Jahren waren wir der kranke Mann Europas. Was uns geholfen hat, kann auch anderswo funktionieren. Das heißt: die Strukturen in den Ländern schonungslos analysieren. Jeder Arbeitslose braucht ein Angebot, sei es ein Job, Weiterbildung, oder öffentlich geförderte Arbeit. Der Arbeitsmarkt braucht flexible Einstiegsmöglichkeiten, damit auch Junge und Arbeitslose Chancen bekommen. Überflüssige Privilegien und Besitzstände müssen abgebaut werden. Die Unternehmen müssen wettbewerbsfähiger werden.

Südeuropa hat Ressourcen: Wenn es um Solartechnik geht, haben die südeuropäischen Staaten einen natürlichen Vorteil. Was ihnen fehlt, ist die Struktur, ihn zu nutzen. Viele Staaten müssen ihren Mittelstand erst aufbauen. Geld dafür ist übrigens da: Es liegt beispielsweise in europäischen Strukturfonds, deren Mittel aber zum Teil nicht abgerufen werden.

ZEIT ONLINE: Einem arbeitslosen Jugendlichen hilft das alles heute wenig.

Von der Leyen: Für die Jugendlichen in Spanien ist die Situation dramatisch. Es besteht – übrigens auch in anderen Ländern – die Gefahr, dass eine ganze Generation auf der Strecke bleibt. Andererseits lässt ihr die Freizügigkeit in Europa viel Bewegungsmöglichkeit. Junge Absolventen aus Spanien oder Griechenland brauchen kein Visum, keine Aufenthaltsgenehmigung, keine Arbeitsgenehmigung. Die jungen, mobilen Spanier haben Interesse nach Deutschland zu kommen, oder aber in die Niederlande oder nach Österreich. Natürlich gibt es eine Sprachbarriere, aber die Nachfrage in unseren Arbeitsagenturen ist dennoch hoch.

Leserkommentare
  1. >> Während die mittlere und obere Einkommensentwicklung in Deutschland gut war, sind die unteren Einkommen in den vergangenen zehn Jahren stagniert oder teilweise gesunken. Das verstößt gegen das Gerechtigkeitsgefühl der meisten Menschen und übrigens auch gegen die soziale Marktwirtschaft, die davon lebt, dass alle von Arbeit profitieren. <<

    ... Erkenntnisgewinn kann man Frau von der Leyen immerhin gratulieren. Manche brauchen halt länger, um das Offensichtliche zu begreifen.

    Allein: Abhilfe ist nach wie vor nicht geschaffen. Vielleicht sollte die Union weniger diskutieren und sich stattdessen lieber die Lösungsmöglichkeiten ansehen, die bei anderen längst in der Schublade liegen.

    Für CDU und CSU muss wohl der GAU immer erst eintreten, damit sie glauben, dass er möglich ist.

    16 Leserempfehlungen
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    • Olyom
    • 07.02.2012 um 11:39 Uhr

    Der erst dann lenkt, wenn der Aufprall schon geschehen ist?

    "Für CDU und CSU muss wohl der GAU immer erst eintreten, damit sie glauben, dass er möglich ist."

    Alles andere wäre ja eine üble Kampagne "von ganz links Aussen". Zudem: Einen GAU kann man auch nicht damit "wegdiskutieren", in dem man ein "Ende der Debatte" fordert.

    Übrigens: was macht eigentlich unser "Freund" Christian Wulff?

    • Olyom
    • 07.02.2012 um 11:39 Uhr

    Der erst dann lenkt, wenn der Aufprall schon geschehen ist?

    "Für CDU und CSU muss wohl der GAU immer erst eintreten, damit sie glauben, dass er möglich ist."

    Alles andere wäre ja eine üble Kampagne "von ganz links Aussen". Zudem: Einen GAU kann man auch nicht damit "wegdiskutieren", in dem man ein "Ende der Debatte" fordert.

    Übrigens: was macht eigentlich unser "Freund" Christian Wulff?

  2. ...Hartz IV für Europa greift zu kurz. ..."

    In der Übersetzung heißt das, die Menschen- und Bürgerrechte sollen bis zur Unkenntlichkeit geschliffen werden. So macht man aus den Bürgern die neuen Untertanen, die gleichsam einer Horde Rinder quer durch Europa geprügelt und getrieben werden sollen.

    "... Wir haben Sozialabgaben auf Arbeit reduziert und dafür stärker ins Steuersystem verlagert, Flexibilität geschaffen, gefördert und gefordert und Lohnzurückhaltung geübt. ..."

    Kurzum, die Bürger haben die durch den Plünderungszug der Banken und Spekulanten erzeugten Lasten getragen, sind ihrer Sicherheiten beraubt worden, übernehmen alle unternehmerischen Risiken, arbeiten für Niedrigst- und Hungerlöhne und werden deshalb mit Sklavenarbeit belohnt.

    Liest man alles ganz genau und analysiert das, was Frau von der Leyen hier von sich gibt, dann weiß man genau, mit was wir in Zukunft bedroht werden, wenn wir nicht endlich aufstehen und uns gegen diese Refeudalisierung wehren.

    66 Leserempfehlungen
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    Im Orwellschen Sinne sollten die Bürger auch wachsam sein, wenn Politiker mit Ansichten, wie sie hier Frau vdL ausbreitet, als "kompetent" titutliert werden. Kompetent im Abbau von Bürgerrechten und Zivilität, kompetent im Betören von Journalisten und unkritischer Öffentlichkeit.

    Refeudalisierung voran treiben = "gilt in Fachkreisen als äußerst kompetent". Mal drauf achten in Zukunft.

    Als sich die EU als wirkliche politische Institution zu formieren begann, habe ich diejenigen, die meinten, dies würde zu Demokratieabbau, Bürokratisierung, Ausbeutung und Verlust von staatlicher Souveränität führen, als Verschwörungstheoretiker belächelt.

    Anscheinend haben diese aber Recht behalten. Wird mir eine Lehre sein.

    "Liest man alles ganz genau und analysiert das, was Frau von der Leyen hier von sich gibt, dann weiß man genau, mit was wir in Zukunft bedroht werden, wenn wir nicht endlich aufstehen und uns gegen diese Refeudalisierung wehren."

    daß sich im Bundestag,
    mit Ausnahme von 76 Abgeordneten der Partei "Die Linke",

    NIEMAND aktiv der sich abzeichnenden und von Politikern wie v.d.Leyen/Uhl/Friedrich/ aktiv betriebenen Renaissance des Untertanenstaates entgegenstellt.
    Von den führenden Medien in diesem Lande ganz zu schweigen.

    Aber wenigstens die Gegenöffentlichkeit ist alarmiert.

    http://www.nachdenkseiten...

    MfG
    biggerB

    Im Orwellschen Sinne sollten die Bürger auch wachsam sein, wenn Politiker mit Ansichten, wie sie hier Frau vdL ausbreitet, als "kompetent" titutliert werden. Kompetent im Abbau von Bürgerrechten und Zivilität, kompetent im Betören von Journalisten und unkritischer Öffentlichkeit.

    Refeudalisierung voran treiben = "gilt in Fachkreisen als äußerst kompetent". Mal drauf achten in Zukunft.

    Als sich die EU als wirkliche politische Institution zu formieren begann, habe ich diejenigen, die meinten, dies würde zu Demokratieabbau, Bürokratisierung, Ausbeutung und Verlust von staatlicher Souveränität führen, als Verschwörungstheoretiker belächelt.

    Anscheinend haben diese aber Recht behalten. Wird mir eine Lehre sein.

    "Liest man alles ganz genau und analysiert das, was Frau von der Leyen hier von sich gibt, dann weiß man genau, mit was wir in Zukunft bedroht werden, wenn wir nicht endlich aufstehen und uns gegen diese Refeudalisierung wehren."

    daß sich im Bundestag,
    mit Ausnahme von 76 Abgeordneten der Partei "Die Linke",

    NIEMAND aktiv der sich abzeichnenden und von Politikern wie v.d.Leyen/Uhl/Friedrich/ aktiv betriebenen Renaissance des Untertanenstaates entgegenstellt.
    Von den führenden Medien in diesem Lande ganz zu schweigen.

    Aber wenigstens die Gegenöffentlichkeit ist alarmiert.

    http://www.nachdenkseiten...

    MfG
    biggerB

    • Thesa
    • 07.02.2012 um 10:57 Uhr

    Um die deutsche Arbeitsmoral und Disziplin in Spanien einzuführen, müsste man auch die soziale Kälte aus Deutschland nach Spanien importieren, die aus den Menschen abgestumpfte Roboter machen. Die Spanier, denen Familien- und Privatleben heilig ist, würden dann in Mord und Totschlag eskalieren.

    14 Leserempfehlungen
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    Wie soll das denn gehen, wenn die Familie so wenig zählt, dass es eine unglaublich niedrige Geburtenrate gibt und das schon lange for der Krise.

    Aber schön, wenn man Vorurteile pflegen kann.

    Die meisten Deutschen machen gerne Urlaub und die Arbeit rückt immer mehr in der Hintergrund. Stattdessen ist ''Geld verdienen'' angesagt. Menschen, die in diesem Land noch schwer schuften, ernähren damit auch noch häufig ihre Familien. Die wahren Roboter sind doch die Personen, welche nur auf Vermögen fixiert sind um damit teure Reisen veranstalten zu können (oder Anderes). Nicht umsonst machen die Reedereien der Kreuzfahrten Rekordumsätze. Von irgendeiner Moral, so schön es klingt, kann wohl nicht mehr die Rede sein, wenn der Wert der Arbeit immer weniger geschätzt wird und stattdessen an allen Ecken Lohnerhöhungen gefordert werden. Wir arbeiten im Vergleich zu den anderen EU-Ländern immer weniger.

    • joG
    • 07.02.2012 um 14:10 Uhr

    ...und haben bereits nach zehn Jahren Stagnation und zu hoher Zinsen erholt kust als die Krise begann. So erholten wir uns vom externen Schock schnell. Jetzt werden die anderen Länder etwa zehn Jahre brauchen.

    • lupodo
    • 08.02.2012 um 15:36 Uhr

    stimmt schon, aber wo sehen sie in Deutschland mehr Soziale Kälte als in Spanien? und als abgestumfter Roboter fühle ich mich zumindest auch nicht. Fragen Sie doch mal die Hälfte der spanischen Jugend, wie sie sich so fühlt ohne Arbeit und ohne Aussicht auf Arbeit. Das Familienleben bei der dortigen Geburtenrate wird bald auch nicht mehr richtig prickelnd sein. Sie haben wohl geträumt.

    Ja, ein vortrefflicher Kommentar.
    Es gibt wohl kein anderes land auf der Welt, wo das soziale Klima derart unterentwickelt ist wie in der BRD.
    Das ist dann wirklich die Kehrseite der Medaille des Dummfleisses vieler Deutscher.
    Und glaube man mir, dieser sogenannte "Fleiss" hat im Ausland nicht nur Bewundererung, sondern - im Gegenteil - Kopfschütteln, aber auch Angst ausgelöst.
    Man denkt nun immer öfter, die Deutschen wollen nun mit anderen mitteln das fortsetzen, womit man 1945 noch gescheitert ist.
    Ob dem wirklich so ist, will ich nicht abschliessend beurteilen, aber es kann schon was ran sein.
    Ich denke , dieser abgrundtief lächerlicher Fleiss der Deutschen soll ihr Analphabetentum in Sachen "Nächstenliebe", Solidarität mit Schwächeren kaschieren und davon ablenken, dass die Deutschen mit sich selbst nichts anzufangen wissen, was über "Arbeit, Arbeit über alles" hinausgeht.

    Wie soll das denn gehen, wenn die Familie so wenig zählt, dass es eine unglaublich niedrige Geburtenrate gibt und das schon lange for der Krise.

    Aber schön, wenn man Vorurteile pflegen kann.

    Die meisten Deutschen machen gerne Urlaub und die Arbeit rückt immer mehr in der Hintergrund. Stattdessen ist ''Geld verdienen'' angesagt. Menschen, die in diesem Land noch schwer schuften, ernähren damit auch noch häufig ihre Familien. Die wahren Roboter sind doch die Personen, welche nur auf Vermögen fixiert sind um damit teure Reisen veranstalten zu können (oder Anderes). Nicht umsonst machen die Reedereien der Kreuzfahrten Rekordumsätze. Von irgendeiner Moral, so schön es klingt, kann wohl nicht mehr die Rede sein, wenn der Wert der Arbeit immer weniger geschätzt wird und stattdessen an allen Ecken Lohnerhöhungen gefordert werden. Wir arbeiten im Vergleich zu den anderen EU-Ländern immer weniger.

    • joG
    • 07.02.2012 um 14:10 Uhr

    ...und haben bereits nach zehn Jahren Stagnation und zu hoher Zinsen erholt kust als die Krise begann. So erholten wir uns vom externen Schock schnell. Jetzt werden die anderen Länder etwa zehn Jahre brauchen.

    • lupodo
    • 08.02.2012 um 15:36 Uhr

    stimmt schon, aber wo sehen sie in Deutschland mehr Soziale Kälte als in Spanien? und als abgestumfter Roboter fühle ich mich zumindest auch nicht. Fragen Sie doch mal die Hälfte der spanischen Jugend, wie sie sich so fühlt ohne Arbeit und ohne Aussicht auf Arbeit. Das Familienleben bei der dortigen Geburtenrate wird bald auch nicht mehr richtig prickelnd sein. Sie haben wohl geträumt.

    Ja, ein vortrefflicher Kommentar.
    Es gibt wohl kein anderes land auf der Welt, wo das soziale Klima derart unterentwickelt ist wie in der BRD.
    Das ist dann wirklich die Kehrseite der Medaille des Dummfleisses vieler Deutscher.
    Und glaube man mir, dieser sogenannte "Fleiss" hat im Ausland nicht nur Bewundererung, sondern - im Gegenteil - Kopfschütteln, aber auch Angst ausgelöst.
    Man denkt nun immer öfter, die Deutschen wollen nun mit anderen mitteln das fortsetzen, womit man 1945 noch gescheitert ist.
    Ob dem wirklich so ist, will ich nicht abschliessend beurteilen, aber es kann schon was ran sein.
    Ich denke , dieser abgrundtief lächerlicher Fleiss der Deutschen soll ihr Analphabetentum in Sachen "Nächstenliebe", Solidarität mit Schwächeren kaschieren und davon ablenken, dass die Deutschen mit sich selbst nichts anzufangen wissen, was über "Arbeit, Arbeit über alles" hinausgeht.

  3. Alles nach deutscher Art und Weise.
    Die selben Niedriglöhne, Niedrigrenten, Hartz4 überall und überall den selben Steuersatz. Deutschland hat alle im Sack.

    14 Leserempfehlungen
    • Chali
    • 07.02.2012 um 11:04 Uhr

    Es bedarf dabei keiner ERrwähung, dass die
    Privilegien und Besitzstände von Angeordneten oder/und Beamten keineswegs Überflüssig sind!

    17 Leserempfehlungen
  4. kann eigentlich aus meiner Perspektive alles unterschreiben. Das passiert mir selten bei Politikern :)

    2 Leserempfehlungen
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    beruht auf einem klassischen Irrtum: daß Klugheit dann und nur dann besteht, wenn jemand die selben Ansichten wie man selbst teilt.

    Wenn man - gerade bei einem Politiker/einer Politikerin - "alles unterschreiben könnte", sollte man lieber schauen, ob sich da nicht des Populismus bedient wird.

    ... die Taten. Sie können ja zum Beispiel nachschauen, ob Frau v.d.Leyen im Bundestag für oder gegen Mindeslöhne gestimmt hat.

    Ich spare mir diesen Aufwand, das Ergebnis war auch in 2011 zu eindeutig, die Fronten zu klar. Siehe dazu "Forderung nach Mindestlohn abgelehnt" beim Bundestag (http://www.bundestag.de/d...).

    Kai Hamann

    "Kluge Frau,
    kann eigentlich aus meiner Perspektive alles unterschreiben."

    dass Ihre Perspektive eines "wertkonservativen Sozialliberalen"
    mit dem beneidenswerten Luxus verbunden ist, sowohl in Ihrer wirtschaftlichen Existenz als auch in Ihrem sozialen Umfeld, nicht von den möglichen Auswirkungen der "Sozial-und Arbeitsmarktpolitik" und den "politischen" Europa- Visionen dieser Dame tangiert werden zu können,

    oder dass Sie Ihren Beitrag ironisch meinten.

    Im zweiten Falle, wäre außer des :) eine weitere Kennzeichnung hilfreich und freundlich gewesen.

    P.S. Sollten Sie noch immer keine deutsche Institution gefunden haben, die Ihrer monatlichen 30 EURO Spendengeld wert wäre, versuchen sie es mal bei einer der "TAFELN" in Ihrer näheren Umgebung.
    Dort bekommen Sie dann sozusagen als Gegenleistung, neben dem DANK, auch noch eine möglicherweise leicht veränderte Sicht auf das, was Sie von der Leyen durch ihre Unterschrift beinahe als "Kluge Politik" attestiert hätten.
    .

    MfG
    biggerB

    beruht auf einem klassischen Irrtum: daß Klugheit dann und nur dann besteht, wenn jemand die selben Ansichten wie man selbst teilt.

    Wenn man - gerade bei einem Politiker/einer Politikerin - "alles unterschreiben könnte", sollte man lieber schauen, ob sich da nicht des Populismus bedient wird.

    ... die Taten. Sie können ja zum Beispiel nachschauen, ob Frau v.d.Leyen im Bundestag für oder gegen Mindeslöhne gestimmt hat.

    Ich spare mir diesen Aufwand, das Ergebnis war auch in 2011 zu eindeutig, die Fronten zu klar. Siehe dazu "Forderung nach Mindestlohn abgelehnt" beim Bundestag (http://www.bundestag.de/d...).

    Kai Hamann

    "Kluge Frau,
    kann eigentlich aus meiner Perspektive alles unterschreiben."

    dass Ihre Perspektive eines "wertkonservativen Sozialliberalen"
    mit dem beneidenswerten Luxus verbunden ist, sowohl in Ihrer wirtschaftlichen Existenz als auch in Ihrem sozialen Umfeld, nicht von den möglichen Auswirkungen der "Sozial-und Arbeitsmarktpolitik" und den "politischen" Europa- Visionen dieser Dame tangiert werden zu können,

    oder dass Sie Ihren Beitrag ironisch meinten.

    Im zweiten Falle, wäre außer des :) eine weitere Kennzeichnung hilfreich und freundlich gewesen.

    P.S. Sollten Sie noch immer keine deutsche Institution gefunden haben, die Ihrer monatlichen 30 EURO Spendengeld wert wäre, versuchen sie es mal bei einer der "TAFELN" in Ihrer näheren Umgebung.
    Dort bekommen Sie dann sozusagen als Gegenleistung, neben dem DANK, auch noch eine möglicherweise leicht veränderte Sicht auf das, was Sie von der Leyen durch ihre Unterschrift beinahe als "Kluge Politik" attestiert hätten.
    .

    MfG
    biggerB

  5. Wie soll das denn gehen, wenn die Familie so wenig zählt, dass es eine unglaublich niedrige Geburtenrate gibt und das schon lange for der Krise.

    Aber schön, wenn man Vorurteile pflegen kann.

    2 Leserempfehlungen
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    ...was sich da das HumanKAPITAL erlaubt: Es gleicht sich den gesellschaftlichen Bedingungen an und will sich partout nicht mehr vermehren - was für eine Unverschämtheit!

    ...was sich da das HumanKAPITAL erlaubt: Es gleicht sich den gesellschaftlichen Bedingungen an und will sich partout nicht mehr vermehren - was für eine Unverschämtheit!

  6. und 8 Mio. Hartz-IV-Empfänger und vdL schwafelt von "es gehen uns die Leute aus am Arbeitsmarkt".

    Die hohe Arbeitslosigkeit in Europa seit 2 Jahrzehnten ist eine Katastrophe, und es ist eine Schande, daß Politik und Medien mit vereinten Kräften die Lüge vom prosperierenden Arbeitsmarkt verbreiten.

    Es wird nichts getan gegen die immer noch viel zu hohe Arbeitslosigkeit. Im Gegenteil, sie wird offenbar als naturgegeben hingenommen und man bekämpft lieber die Arbeitslosen statt die Arbeitslosigkeit.

    45 Leserempfehlungen
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    • Olyom
    • 07.02.2012 um 11:47 Uhr

    Es ist die Art, wie wir damit umgehen. Unser Reichtum beruht auf Produktivität und Produktivität bedeutet nunmal weniger Arbeit bei gleichem Ertrag.

    Nur wir pumpen die Früchte dieser wachsenden Produktivität in Kapitalisten hinein, also die Feudalherren der Maschinen, während unten weiterhin auf altem bis vorsintfluchtlichem Niveau geschuftet werden soll. Und wenn selbst das nicht mehr rentabel ist, wäre es sogar genehm, wenn diese Leute einfach sterben würden, dann wären Sie weg und man müsste sie nicht durchfüttern.

    Aber wenigstens kann man sie politisch missbrauchen und auf sie spucken, ist ja auch etwas...

    Wenn Rekordegewinn in diesem Land verkündet werden, bedeutet das nur eins: Dass da ein Konzern (o.ä.) es nicht für nötig hält, die Arbeitenden daran zu beteiligen bzw. er auch Wucher betreibt, denn offensichtlich verlangt er ja wesentlich mehr für sein Produkt, als es eigentlich wert ist, anders sind Rekordgewinne nämlich nicht möglich.

    "... Die hohe Arbeitslosigkeit in Europa seit 2 Jahrzehnten ..."

    Die hohe Arbeitslosigkeit gibt es seit 40ig Jahren. http://de.wikipedia.org/w...
    http://de.wikipedia.org/w...

    Die Bekämpfung der arbeitslos gewordenen und/oder gemachten Bürger ist eine von der besitzbürgerlichen Klasse lang eingeübte Praxis http://de.wikipedia.org/w... und hat direkt mit der Umgestaltung der ständisch-feudalen Gesellschaft und deren geordneten Märkten in kapitalistische Märkte zu tun http://de.wikipedia.org/w... .

    Die Gesetze zur Bekämpfung der Arbeitslosen auch mittels Arbeitslosigkeit als Waffe speisen sich aus dieser Praxis, zuletzt mit den Brünningschen Notverordnungen angewandt. Deshalb mag man mit Fug und Recht von den SPD-Grünen Züchtigungs, Zurichtungs- und Verwertungsgesetzen sprechen, die aus dem sozialen Rechtsstaat einen Suppenküchen-, Almosen und Willkürstaat machten.

    Hier die Ideologie: http://www.tagesspiegel.d...

    Hier die Täter: http://www.zeit.de/2010/4...

    Hier die Folgen: http://www.zeit.de/2011/3...

    http://www.tagesspiegel.d...

    Die Nutznießer: http://www.tagesspiegel.d...

    • Olyom
    • 07.02.2012 um 11:47 Uhr

    Es ist die Art, wie wir damit umgehen. Unser Reichtum beruht auf Produktivität und Produktivität bedeutet nunmal weniger Arbeit bei gleichem Ertrag.

    Nur wir pumpen die Früchte dieser wachsenden Produktivität in Kapitalisten hinein, also die Feudalherren der Maschinen, während unten weiterhin auf altem bis vorsintfluchtlichem Niveau geschuftet werden soll. Und wenn selbst das nicht mehr rentabel ist, wäre es sogar genehm, wenn diese Leute einfach sterben würden, dann wären Sie weg und man müsste sie nicht durchfüttern.

    Aber wenigstens kann man sie politisch missbrauchen und auf sie spucken, ist ja auch etwas...

    Wenn Rekordegewinn in diesem Land verkündet werden, bedeutet das nur eins: Dass da ein Konzern (o.ä.) es nicht für nötig hält, die Arbeitenden daran zu beteiligen bzw. er auch Wucher betreibt, denn offensichtlich verlangt er ja wesentlich mehr für sein Produkt, als es eigentlich wert ist, anders sind Rekordgewinne nämlich nicht möglich.

    "... Die hohe Arbeitslosigkeit in Europa seit 2 Jahrzehnten ..."

    Die hohe Arbeitslosigkeit gibt es seit 40ig Jahren. http://de.wikipedia.org/w...
    http://de.wikipedia.org/w...

    Die Bekämpfung der arbeitslos gewordenen und/oder gemachten Bürger ist eine von der besitzbürgerlichen Klasse lang eingeübte Praxis http://de.wikipedia.org/w... und hat direkt mit der Umgestaltung der ständisch-feudalen Gesellschaft und deren geordneten Märkten in kapitalistische Märkte zu tun http://de.wikipedia.org/w... .

    Die Gesetze zur Bekämpfung der Arbeitslosen auch mittels Arbeitslosigkeit als Waffe speisen sich aus dieser Praxis, zuletzt mit den Brünningschen Notverordnungen angewandt. Deshalb mag man mit Fug und Recht von den SPD-Grünen Züchtigungs, Zurichtungs- und Verwertungsgesetzen sprechen, die aus dem sozialen Rechtsstaat einen Suppenküchen-, Almosen und Willkürstaat machten.

    Hier die Ideologie: http://www.tagesspiegel.d...

    Hier die Täter: http://www.zeit.de/2010/4...

    Hier die Folgen: http://www.zeit.de/2011/3...

    http://www.tagesspiegel.d...

    Die Nutznießer: http://www.tagesspiegel.d...

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