Euro-KriseMoody's prüft Herabstufung von 114 Banken

Angesichts der Euro-Krise plant die Rating-Agentur Moody's eine umfassende Neubewertung der europäischen Banken. Auch die Bonität der Deutschen Bank ist in Gefahr.

Die Rating-Agentur Moody's erwägt die Herabstufung der Bonitätsnote von 114 europäischen Banken, darunter auch die Deutsche Bank. Als Grund nannte die Rating-Agentur die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise und die sich verschlechternde Bonität der Regierungen in Europa.

Die Deutsche Bank könnte um bis zu zwei Noten herabgestuft werden. Auch die Commerzbank, die DekaBank, die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Landesbank Hessen-Thüringen sowie die Norddeutsche Landesbank will Moody's überprüfen.

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Zudem solle bei europäischen Großbanken wie Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale geprüft werden, ob sie herabgestuft werden müssten. Auch in den USA stehen einige Branchengrößen unter besonderer Beobachtung: Dazu zählen die Bank of Amerika, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley. Als Grund nannte Moody's erschwerte Finanzierungsbedingungen, eine stärkere Regulierung und ein generell schwierigeres Marktumfeld.

Erst am Montag hatte die Agentur sechs Euro-Staaten herabgestuft sowie die Topnoten von Frankreich, Großbritannien und Österreich infrage gestellt. Eine schlechtere Kreditwürdigkeit bedeutet häufig, dass die Aufnahme von neuen Schulden teurer und schwieriger wird. Deutschland als wirtschaftlich stärkster Staat in Europa war indes verschont geblieben.

 
Leserkommentare
  1. Diese Schnellmerker bei den Ratingagenturen - einfach sensationell!

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    • joG
    • 16.02.2012 um 11:16 Uhr

    ....unter Beobachtung und sind in den meisten Fällen auch schon herabgestuft worden. Eine neuerliche Verschlechterung kann daraus abgeleitet werden, dass es zunehmend "denkbar" für die Entscheidungsträger geworden ist, Griechenland in die Zahlungsunfähigkeit laufen zu lassen.

    Ja, das gehört bei den Entscheidungsträgern auf jeden Fall in Anführungsstriche. Mit dem Denken ist es da nicht so weit her.

    • joG
    • 16.02.2012 um 11:16 Uhr

    ....unter Beobachtung und sind in den meisten Fällen auch schon herabgestuft worden. Eine neuerliche Verschlechterung kann daraus abgeleitet werden, dass es zunehmend "denkbar" für die Entscheidungsträger geworden ist, Griechenland in die Zahlungsunfähigkeit laufen zu lassen.

    Ja, das gehört bei den Entscheidungsträgern auf jeden Fall in Anführungsstriche. Mit dem Denken ist es da nicht so weit her.

  2. Jetzt möchte ich mal wissen, inwieweit andere Banken auch von den Herabstufungen durch die 3 führenden us-amerikanschen Ratingagenturen betroffen sind. Schließlich sind diese ja auch mit Ländern aus "Krisenstaaten" und ihren Geldinstituten verflochten.

    - Nur um mich des Eindrucks zu erwehren, es handle sich bei den Herabstufungen um "System".

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    • joG
    • 16.02.2012 um 11:25 Uhr

    ...verbreiteten falschen Sicht der Dinge. Lassen Sie sich doch nicht für dumm verkaufen. Es gibt zum Einen mehr als nur drei wichtige Agenturen. Zumindest müsste man die chinesisch noch berücksichtigen. Zum Anderen ist eine der drei Amerikaner kein Amerikaner.

    PS: amerikanische Banken sind bereits herabgestuft worden. Fakt ist jedoch, dass sie weniger europaisches Risiko in den Büchern haben und sehr viel mehr gemacht haben seit 2008, um ihre Eigenkapital Position zu verbessern.

    Die generelle Parole der weltweiten Investoren und Spekulanten lautet momentan: Bloß raus aus Europa! Dazu bedarf man keiner Ratings, denn die kleinen Differenzen zwischen einzelnen Banken spielen keine große Rolle mehr.

    • joG
    • 16.02.2012 um 11:25 Uhr

    ...verbreiteten falschen Sicht der Dinge. Lassen Sie sich doch nicht für dumm verkaufen. Es gibt zum Einen mehr als nur drei wichtige Agenturen. Zumindest müsste man die chinesisch noch berücksichtigen. Zum Anderen ist eine der drei Amerikaner kein Amerikaner.

    PS: amerikanische Banken sind bereits herabgestuft worden. Fakt ist jedoch, dass sie weniger europaisches Risiko in den Büchern haben und sehr viel mehr gemacht haben seit 2008, um ihre Eigenkapital Position zu verbessern.

    Die generelle Parole der weltweiten Investoren und Spekulanten lautet momentan: Bloß raus aus Europa! Dazu bedarf man keiner Ratings, denn die kleinen Differenzen zwischen einzelnen Banken spielen keine große Rolle mehr.

  3. 3. ......

    Wen interessiert eigentlich noch, was diese Ratingagenturen von sich geben?

    Wenn man zu keltischen Sehern gehen könnte, die aus den Gedärmen eines Bullen vor der Frankfurter Börse Prognosen und Empfehlungen lesen würden, hätte man weitaus zuverlässigere Aussagen bekommen :D.

    4 Leserempfehlungen
    • joG
    • 16.02.2012 um 11:16 Uhr

    ....unter Beobachtung und sind in den meisten Fällen auch schon herabgestuft worden. Eine neuerliche Verschlechterung kann daraus abgeleitet werden, dass es zunehmend "denkbar" für die Entscheidungsträger geworden ist, Griechenland in die Zahlungsunfähigkeit laufen zu lassen.

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    • joG
    • 16.02.2012 um 11:25 Uhr

    ...verbreiteten falschen Sicht der Dinge. Lassen Sie sich doch nicht für dumm verkaufen. Es gibt zum Einen mehr als nur drei wichtige Agenturen. Zumindest müsste man die chinesisch noch berücksichtigen. Zum Anderen ist eine der drei Amerikaner kein Amerikaner.

    PS: amerikanische Banken sind bereits herabgestuft worden. Fakt ist jedoch, dass sie weniger europaisches Risiko in den Büchern haben und sehr viel mehr gemacht haben seit 2008, um ihre Eigenkapital Position zu verbessern.

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    Berichterstattung liegen könnte, hatte ich durchaus mit einkalkuliert. Ich würde mir da auch, wenn dem so ist, einen differenzierteren Journalismus wünschen.

    Dass die amerikanischen Banken mehr für ihre Eigenkapitaleinlage getan haben erstaunt mich, wo doch insbesondere die USA eifrig die Basel-Abkommen blockiert haben.

    Berichterstattung liegen könnte, hatte ich durchaus mit einkalkuliert. Ich würde mir da auch, wenn dem so ist, einen differenzierteren Journalismus wünschen.

    Dass die amerikanischen Banken mehr für ihre Eigenkapitaleinlage getan haben erstaunt mich, wo doch insbesondere die USA eifrig die Basel-Abkommen blockiert haben.

    • FEDBOY
    • 16.02.2012 um 11:26 Uhr

    ...ALLES, was Ihnen vor die Flinte... äh... den Bewertungshorizont kommt auf

    RAMSCH setzen.

    Dann kann wieder jeder selbst entscheiden, wo er investiert.

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  4. Berichterstattung liegen könnte, hatte ich durchaus mit einkalkuliert. Ich würde mir da auch, wenn dem so ist, einen differenzierteren Journalismus wünschen.

    Dass die amerikanischen Banken mehr für ihre Eigenkapitaleinlage getan haben erstaunt mich, wo doch insbesondere die USA eifrig die Basel-Abkommen blockiert haben.

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  5. scheint jetzt nichtmehr regelmässig Panik auszubrechen, bloß weil die Herren und Damen da in ihrem Kaffeesatz wieder ein verbrannten Korn gefunden haben.

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    • joG
    • 16.02.2012 um 12:39 Uhr

    ...wenn man falsch bzw plakativ informiert wurde, wenn man mit der Realität konfrontiert wird. Leider kann ich schlecht verlinken mit diesem Gerät, aber es gab einen ganz guten Artikel bei Wikipedia zu Basel 2. Darin werden die Positionen zur Kapitalisierung erörtert. Zur Kapitalisierung der Banken ist tatsächlich die Lage unübersichtlich. Wenn Sie es ergooglen wollen, würde ich raten internationale Quellen nehmen. Selbst die amerikanisch sind jedoch objektiver als hiesige.

    • joG
    • 16.02.2012 um 12:39 Uhr

    ...wenn man falsch bzw plakativ informiert wurde, wenn man mit der Realität konfrontiert wird. Leider kann ich schlecht verlinken mit diesem Gerät, aber es gab einen ganz guten Artikel bei Wikipedia zu Basel 2. Darin werden die Positionen zur Kapitalisierung erörtert. Zur Kapitalisierung der Banken ist tatsächlich die Lage unübersichtlich. Wenn Sie es ergooglen wollen, würde ich raten internationale Quellen nehmen. Selbst die amerikanisch sind jedoch objektiver als hiesige.

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