Luftfahrt Gewerkschafter wollen Flughafen Frankfurt erneut tagelang bestreiken

Flugsicherung gegen Fraport: Weil die Gespräche über mehr Geld gescheitert sind, wollen die Vorfeldarbeiter erneut streiken – von Sonntagabend bis Donnerstagfrüh.

Die Flugfeld-Kontrolleure am Frankfurter Flughafen wollen erneut für mehrere Tage streiken. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rief ihre Mitglieder dazu auf, die Arbeit von Sonntagabend 21 Uhr bis Donnerstag um 5 Uhr ruhen zu lassen.

Der Betreiber Fraport rechnete für Sonntagabend mit weitgehend normalem Flugbetrieb und erst am Montag mit Einschränkungen. Derzeit gilt zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ohnehin ein Nachtflugverbot. Die Lufthansa kündigte an, am Montag etwa 70 Verbindungen – jeweils Hin- und Rückflug – innerhalb von Deutschland und Europa zu streichen. Etwa 80 Prozent des Flugplanes könnten aber wie geplant abgewickelt werden, darunter auch die interkontinentalen Verbindungen. Wer nicht auf andere Flüge umgebucht werden kann, soll mit der Deutschen Bahn ans Ziel gebracht werden. 

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Zuvor waren neue Tarifverhandlungen zwischen dem Flughafenbetreiber Fraport und der GdF gescheitert. Beide Seiten machten sich gegenseitig für das neuerliche Scheitern verantwortlich. GdF-Sprecher Maas äußerte sich enttäuscht über das neue Angebot von Fraport. Dieses sei schlechter gewesen als das vor der Schlichtung vorgelegte und habe die etwa hundert Angestellten der sogenannten Vorfeld-Aufsicht gar nicht mehr enthalten.

Hotline für Reisende

Flugreisende können sich nach Angaben von Fraport unter folgender Rufnummer über die Lage am Frankfurter Flughafen informieren: 01805-3724636 (laut Fraport-Website 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz).

Fraport erklärte, "ein gutes Angebot" vorgelegt zu haben. Arbeitsdirektor Herbert Mai teilte mit, die Forderungen der GdF nach Gehaltssteigerungen "im zweistelligen Prozentbereich" seien "durch nichts gerechtfertigt und im Hinblick auf die Vergütungen anderer Tätigkeiten an Flughäfen mit vergleichbaren Anforderungen auch nicht zu vertreten". Fraport zufolge will die GdF teils über 70 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft selbst spricht von Forderungen zwischen drei und 30 Prozent über vier Jahre.

Fraport will Flugbetrieb "weitestgehend" aufrecht halten

Die Fraport AG zeigte sich bei der Ankündigung eines erneuten Streiks aber zuversichtlich, trotzdem "den Flugbetrieb weitestgehend aufrecht zu halten".

Zuvor hatten die 200 Flugfeld-Kontrolleure den Großflughafen bereits mit mehrtägigen Streiks teilweise lahmgelegt. Insgesamt fielen dadurch mehr als 1.200 Flüge aus. Fraport hatte mit eigens geschulten Ersatzmannschaften dagegengehalten und die Auswirkungen des Streiks gemindert. Mehr als 80 Prozent der Flugbewegungen hätten stattgefunden, teilte Fraport mit. Bei internationalen Flügen habe es keine Einschränkungen gegeben.

Das von den Tarifverhandlungen betroffene Vorfeldpersonal ist eine kleine Berufsgruppe, die jedoch eine zentrale Rolle am Flughafen einnimmt. Sie weist Flugzeugen ihre Parkpositionen zu oder lotst sie dorthin.

 
Leser-Kommentare
  1. 87.000 € Jahregehalt plus Zulagen minus 13% weniger Arbeitszeit um einen VW-Bus einen gelben Strich entlangfahren zu lassen?

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    Auch wenn die fraport jetzt den Eindruck erweckt, dass man die MA auf dem Vorfeld auch locker mit dem Lasso am Frankfurter Ostbahnhof einfangen kann - so ist es aber nicht!

    Angabe der fraport:
    Die Ausbildung bei der Vorfeldaufsicht
    ist nur erfahrenen Flughafenmitarbeitern
    möglich.
    http://www.raufeld.de/cms...

    Ein bisschen mehr über den Tarifstreit erfährt man bei der FNP:
    "Nach sieben Schlichtungstagen hatte der frühere Erste Bürgermeister von Hamburg seinen Schlichterspruch Anfang Februar an beide Seiten verschickt. Dieser wurde von der Fraport aber umgehend abgelehnt. Ein Novum in der Geschichte der GdF-Tarifkonflikte, die stets per Schlichtung gelöst wurden, ohne dass ihre Mitglieder hätten streiken müssen. "Dass ein Arbeitgeber den Spruch des von ihr selbst vorgeschlagenen Schlichters nicht akzeptiert, habe ich noch nie erlebt", sagt denn auch Vogelsang."
    http://www.fnp.de/fnp/reg...

    "Welche Bildung haben die denn eigentlich?!"

    Sicher sind Sie auch dafür, allen Arbeitnehmern, die nicht mit dem Kopf(intelektuell) arbeiten, den Mindestohn zu verpassen.
    Verkäuferinnen, Pflegerinnen, Haarschneider, Betonmischer, sämtliche Reinigungskräfte (Hotel, Wäschreien, Touletten ...)
    Schichtzulage? Nachtzuzlage? Wozu!
    Das würde ja nur den Lohn der Schreibtischtäter mindern.

    Es wird Zeit, daß man den Mindestlohn auch mal überprüft.
    Wer nur niedrige Arbeiten macht, er soll nicht mehr bekommen, als das was notwenidg ist um seine Arbietskraft zu erhalten: Essen (von Aldi) Ttrinken (Wasser), und Kleidung (seccondhand)
    Der Leiter von Fraport (ein Genie, das 6 Semester BWL sudierte?!) ein Gott in seinem Arbeitsbereich, sollte dafür noch jedes Jahr eine Prämie von 1 Million bekommen. Weil er so "wirtschatlich" denkt und handelt.

    Auch wenn die fraport jetzt den Eindruck erweckt, dass man die MA auf dem Vorfeld auch locker mit dem Lasso am Frankfurter Ostbahnhof einfangen kann - so ist es aber nicht!

    Angabe der fraport:
    Die Ausbildung bei der Vorfeldaufsicht
    ist nur erfahrenen Flughafenmitarbeitern
    möglich.
    http://www.raufeld.de/cms...

    Ein bisschen mehr über den Tarifstreit erfährt man bei der FNP:
    "Nach sieben Schlichtungstagen hatte der frühere Erste Bürgermeister von Hamburg seinen Schlichterspruch Anfang Februar an beide Seiten verschickt. Dieser wurde von der Fraport aber umgehend abgelehnt. Ein Novum in der Geschichte der GdF-Tarifkonflikte, die stets per Schlichtung gelöst wurden, ohne dass ihre Mitglieder hätten streiken müssen. "Dass ein Arbeitgeber den Spruch des von ihr selbst vorgeschlagenen Schlichters nicht akzeptiert, habe ich noch nie erlebt", sagt denn auch Vogelsang."
    http://www.fnp.de/fnp/reg...

    "Welche Bildung haben die denn eigentlich?!"

    Sicher sind Sie auch dafür, allen Arbeitnehmern, die nicht mit dem Kopf(intelektuell) arbeiten, den Mindestohn zu verpassen.
    Verkäuferinnen, Pflegerinnen, Haarschneider, Betonmischer, sämtliche Reinigungskräfte (Hotel, Wäschreien, Touletten ...)
    Schichtzulage? Nachtzuzlage? Wozu!
    Das würde ja nur den Lohn der Schreibtischtäter mindern.

    Es wird Zeit, daß man den Mindestlohn auch mal überprüft.
    Wer nur niedrige Arbeiten macht, er soll nicht mehr bekommen, als das was notwenidg ist um seine Arbietskraft zu erhalten: Essen (von Aldi) Ttrinken (Wasser), und Kleidung (seccondhand)
    Der Leiter von Fraport (ein Genie, das 6 Semester BWL sudierte?!) ein Gott in seinem Arbeitsbereich, sollte dafür noch jedes Jahr eine Prämie von 1 Million bekommen. Weil er so "wirtschatlich" denkt und handelt.

  2. was ist das fuer eine arbeitsmoral?

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    ..

    ..

  3. wenn man mit Hilfskräften, die in drei Tagen angelernt wurden, über 80% der Arbeit erledigen kann, sollte man sich fragen, ob die eigenen Lohnforderungen nicht doch etwas überzogen sind.

    Man kann sich mit einem ausgedehnten Streik auch leicht ins eigene Bein schießen. Wenn die Vorfeldarbeiter Fraport erst mal bewiesen haben, dass man sie auch einfach mit Zeitarbeitern zum halben Preis ersetzen kann, wird Fraport die ganze Vorfeld-Truppe auch wirklich gegen Zeitarbeiter austauschen.

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    "Faire Löhne okay, aber...
    wenn man mit Hilfskräften, die in drei Tagen angelernt wurden, über 80% der Arbeit erledigen kann, sollte man sich fragen, ob die eigenen Lohnforderungen nicht doch etwas überzogen sind."

    Hilfskräfte? Geht nicht! Alles ausgebildete Fluglotsen, die aus anderen Arbeitsbereichen abgezogen wurden. Die sind zwar auf dem Rollfeld, aber woanders bleibt dafür die Arbeit liegen. (Verteilung des Streiks auf nicht beachtete Arbeitsplätze)

    Mit ein paar Hilfskräften 80% der Leistung? Ich erinnere an das Paretoprinzip.

    "Faire Löhne okay, aber...
    wenn man mit Hilfskräften, die in drei Tagen angelernt wurden, über 80% der Arbeit erledigen kann, sollte man sich fragen, ob die eigenen Lohnforderungen nicht doch etwas überzogen sind."

    Hilfskräfte? Geht nicht! Alles ausgebildete Fluglotsen, die aus anderen Arbeitsbereichen abgezogen wurden. Die sind zwar auf dem Rollfeld, aber woanders bleibt dafür die Arbeit liegen. (Verteilung des Streiks auf nicht beachtete Arbeitsplätze)

    Mit ein paar Hilfskräften 80% der Leistung? Ich erinnere an das Paretoprinzip.

  4. Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Streik in D?"
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    was will uns der kuenstler damit sagen?

    aber gut, das programm koennen sie als trial herunterladen :)

    was will uns der kuenstler damit sagen?

    aber gut, das programm koennen sie als trial herunterladen :)

  5. Man sollte die Leute permanent streiken lassen, das ist ihr gutes Recht. Mittlerweile sollten neue Mitarbeiter angelernt und eingearbeitet werden, permanent.
    Jede(r) der/die mit solchen unverschaemten Forderungen andere erpressen will, sollte zum letzten Mal gearbeitet haben. Und tschuess... es gibt sicher genug Leute, die zu den bisherigen Bedingungen arbeiten wollen.

  6. 6. ?????

    was will uns der kuenstler damit sagen?

    aber gut, das programm koennen sie als trial herunterladen :)

    Antwort auf "Name ist Programm?"
  7. ....aber bin ich der einzige, dem das Artikelbild Rätsel aufgibt?

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    ist das Follow me Fahrzeug eigentlich recht überflüssig.
    War es dass was Sie meinen?

    zumal der Schlepptrack die Richtung für den Flieger bestimmt. Solange der den Flieger auf dem Haken hat, kann der Pilot überhaupt nichts machen!

    ist das Follow me Fahrzeug eigentlich recht überflüssig.
    War es dass was Sie meinen?

    zumal der Schlepptrack die Richtung für den Flieger bestimmt. Solange der den Flieger auf dem Haken hat, kann der Pilot überhaupt nichts machen!

  8. ist das Follow me Fahrzeug eigentlich recht überflüssig.
    War es dass was Sie meinen?

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Banal...."

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