EU-Umweltvorschriften: Luftfahrtbranche schließt Allianz gegen Öko-Abgabe
Europäische Luftfahrtunternehmen haben sich an ihre Regierungen gewandt: Sie protestieren gemeinsam gegen die Pflicht, für Flugzeuge Emissionsrechte zu erwerben.
Im Kampf gegen EU-Umweltabgaben haben sich sechs europäische Fluggesellschaften und der europäische Luftfahrtkonzern Airbus zusammengeschlossen. Die Unternehmen aus Frankreich, Spanien und Großbritannien forderten in einem gemeinsamen Brief ihre jeweiligen Regierungschefs auf, sich bei der EU-Kommission dafür einzusetzen, dass der Streit um den zu Jahresbeginn eingeführten Emissionshandel nicht zulasten der Unternehmen ausgetragen wird.
Die Umweltabgabe ist seit dem 1. Januar dieses Jahres von allen Luftfahrtunternehmen zu zahlen, die in Europa starten oder landen. Sie müssen Abgas-Emissionsrechte für ihre Flugzeuge kaufen.
Die Absender des Briefes fürchten dadurch Nachteile gegenüber den Mitbewerbern außerhalb Europas. Die Abgabe sei eine "untragbare" Bedrohung für ihr Geschäftsfeld, hieß es in dem Schreiben von Airbus, Lufthansa, Air Berlin, Air France, British Airways und Iberia. Das Problem "der durch die internationale Luftfahrt verursachten Emissionen" könne nur auf globaler Ebene angemessen gelöst werden. Die internationale Zivilluftorganisation ICAO wolle bis Ende 2012 dazu einen Vorschlag vorlegen.
Reaktionen außerhalb Europas
China und die USA liegen mit der EU über der Abgabe im Streit. Die Regierung in Peking verweigerte deshalb jüngst die Zustimmung zu Aufträgen chinesischer Gesellschaften über den Kauf von 45 Airbus-Maschinen, darunter zehn Maschinen vom Typ A380 und 35 vom Typ A330. Insgesamt entgingen Airbus damit zwölf Milliarden Dollar Umsatz, beklagen die Unternehmen. Mindestens 1.000 Arbeitsstellen seien bei Airbus und bei den Zulieferern bedroht.
Wegen der erhöhten finanziellen Belastung für ihre Konzerne im europäischen Luftraum drohten Staaten außerhalb Europas bereits mit Konsequenzen. Indien habe bereits angekündigt, dass Verkehrsrechte nicht verlängert werden, schreiben die Autoren des Briefes. Russland wolle die Überfluggebühren erhöhen. Ein großer Teil der Flugrouten aus Europa heraus in Richtung Japan, China und Indien verläuft über russischem Gebiet.





... liebe EU-Komission.
Die Luftfahrbranche ist eine der größten Umweltverschmutzern. Viel mehr Flugverkehr als jetzt verträgt die Welt echt nicht. Wenn jemand ein Mittel findet dies einzuschränken, ist das immer zu begrüßen. Ich hoffe sie halten durch.
Na ja, so ist das ein wenig einseitig. Ein modernes Flugzeug braucht, ausgelastet, pro Person nicht besonders viel Treibstoff - dieser wird auch in modernen Triebwerken so vollständig wie möglich verbrannt.
Im Gegensatz dazu sind die alten Dieselzüge in England die reinsten Dreckschleudern. Und auch ein einzelner Fahrgast in einem PKW verbraucht mehr Fossilen Treibstoff - je nach Kraftfahrzeug ändert sich dies mit zwei oder erst mit drei Personen, wobei hier allerdings der weniger direkte Weg ignoriert wird.
Na ja, so ist das ein wenig einseitig. Ein modernes Flugzeug braucht, ausgelastet, pro Person nicht besonders viel Treibstoff - dieser wird auch in modernen Triebwerken so vollständig wie möglich verbrannt.
Im Gegensatz dazu sind die alten Dieselzüge in England die reinsten Dreckschleudern. Und auch ein einzelner Fahrgast in einem PKW verbraucht mehr Fossilen Treibstoff - je nach Kraftfahrzeug ändert sich dies mit zwei oder erst mit drei Personen, wobei hier allerdings der weniger direkte Weg ignoriert wird.
Als die EU Komission dies eingeführt hatte, gab es kluge Kommentare dass man doch besser das Geld über die Flughäfen einziehen sollte.
Vielleicht sollte man dies tun - und dann mit einem 50%igen Zuschlag für den bürokratischen Aufwand....
Na ja, so ist das ein wenig einseitig. Ein modernes Flugzeug braucht, ausgelastet, pro Person nicht besonders viel Treibstoff - dieser wird auch in modernen Triebwerken so vollständig wie möglich verbrannt.
Im Gegensatz dazu sind die alten Dieselzüge in England die reinsten Dreckschleudern. Und auch ein einzelner Fahrgast in einem PKW verbraucht mehr Fossilen Treibstoff - je nach Kraftfahrzeug ändert sich dies mit zwei oder erst mit drei Personen, wobei hier allerdings der weniger direkte Weg ignoriert wird.
Auch wenn ein Flugzeug effizienter ist als ein PKW mit einer Person ändert das nichts daran, dass ich im Jahr vielleicht 15000 km fahre es bei den derzeitigen Flugpreisen aber selbstverständlich ist mal für 2 Wochen nach Indien zu fligen (ca. 20.000km). Sie sehen, das Problem liegt weniger an der Effizienz als an der Art und Weise wie unverantwortlich damit umgegangen wird. Von Angeboten für 1 Wochenende shoppen in London etc. wollen wir garnicht erst sprechen.
Auch wenn ein Flugzeug effizienter ist als ein PKW mit einer Person ändert das nichts daran, dass ich im Jahr vielleicht 15000 km fahre es bei den derzeitigen Flugpreisen aber selbstverständlich ist mal für 2 Wochen nach Indien zu fligen (ca. 20.000km). Sie sehen, das Problem liegt weniger an der Effizienz als an der Art und Weise wie unverantwortlich damit umgegangen wird. Von Angeboten für 1 Wochenende shoppen in London etc. wollen wir garnicht erst sprechen.
wird ja (hoffentlich) die Klimaschutz-Vereinbarung der ICAO in trockenen Tüchern sein. Und wenn, dann nur wegen der unbeirrbaren Haltung der EU.
Das wissen natürlich auch die Lobbyisten, die diesen Rummel veranstalten, ganz genau. Ihr Vorstoß zu diesem Zeitpunkt ist wohlkalkuliert.
Und die ca. 10 Dollar mehr pro Atlantikflug treffen übrigens keineswegs die Armen dieser Welt.
Luftfahrtbranche, die ihre Bestellungen auf Jahre nicht abarbeiten kann? Hey, zehntausende verlorene Stellen durch Röslers Solarpolitik sind doch offensichtlich überhaupt kein Problem, und die gehen sofort verloren!
Die Luftfahrtbranche wird vor allem durch immer höhere Kerosinpreise belastet, d.h. die Ökoabgaben sind dagegen völlig zu vernachlässigen. Die Wachstumsprognosen des Luftverkehrs berechnen die extrem steigenden Treibstoffpreise nicht ein; der Kostenanteil für Treibstoff stieg zwischen 2002 und 2008 von 13% auf 36% der Gesamtkosten. Der "Aufreger" Ökoabgaben ist also als absolut künstlich zu bezeichnen innerhalb einer Branche, die sich hartnäckig weigert anzuerkennen, dass die ständige Verknappung/Verteuerung von Öl ihr Geschäftsmodell schlicht infrage stellt.
---> Die Wachstumsprognosen des Luftverkehrs berechnen die extrem steigenden Treibstoffpreise nicht ein; <---
In diesem Punkt sichern sich die Airlines mit Termingeschäften gegen Preissteigerungen ab.
---> Die Wachstumsprognosen des Luftverkehrs berechnen die extrem steigenden Treibstoffpreise nicht ein; <---
In diesem Punkt sichern sich die Airlines mit Termingeschäften gegen Preissteigerungen ab.
Die Airlines haben sich jahrelang erbitterte Billigpreiskämpfe geliefert, gegenseitig aufgekauft und stecken mehrheitlich in den roten Zahlen.
Billigflüge sind nicht ansatzweise kostendeckend. Da dachte man sich: Erheben wir einfach neue Gebühren. So entstanden ausgefeilte Preismodelle um dem Kunden über Kerosinzuschlag, Gepäckmitnahme, Essen, schnelleres Einchecken, Sitzplatz, etc. das Geld hinten rum aus der Tasche zu ziehen. Da läppern sich ganz schöne Summen zusammen, während der Flugnettopreis auf der Rechnung hübsch niedrig bleibt.
Die Airlines haben vor allem im Inland viele Jahre darauf gesetzt, der Bahn die Kunden wegzufischen. Wer will schon Bahn fahren, wenn er dieselbe Strecke schneller und für weniger Geld fliegen kann?
Das Modell Billigfliegerei geht heute nicht mehr auf, hat aber bei den Kunden die Illusion erzeugt, Fliegen würde immer teurer - obwohl es trotz aller Gebühren und Zuschläge im Vergleich zu vor 20-30 Jahren immer noch unanständig billig ist.
An der Luftverkehrsabgabe von 8 Euro pro Passagier und Flug für "Kurzstrecke" - das umfasst ein Riesengebiet vom Inland, über Europa, Marokko, Türkei, Tunesien, Zypern bis ins östlichste Russland, praktisch alle klassischen Touriziele - kann es jedenfalls nicht liegen. Diese 8 Euro sind Peanuts im Vergleich zu dem, was die Airlines sich ihren "Service" kosten lassen.
Tja, die Zeiten wo man ein Kanonenboot den Janktse hinauf schicken konnte um Europäische Vorstellungen durchdrücken zu können sind vorbei. Europa - allen voran Deutschland - will die Welt Öko-Missionieren und macht sich lächerlich.Der Öko-Krieg gegen
China
Russland
USA
Indien
....
ist schon verloren ehe er beginnt. Mal sehen wann das in die Köpfe der grünbewegten Tranfergeldempfänger hier zu Lande einsickert.
Nein, am "Deutschen Öko-Wesen" wird - auch diesemal nicht! - die welt genesen.
Anhand Ihres Kommentars kann man erkennen, dass die Nebelkerzen und Drohgebärden von Lobbyisten bei dem ein oder anderen doch hängen bleiben. Man muss nur laut genug drohen, ein paar fallen eben doch drauf rein. Wetten, das Säbelrasseln von RWE mit dem kampferprobten Fritz Vahrenholt an der Spitze hat auch bei Ihnen funktioniert?
Den Ökobewegten wird unterstellt, sie würden Deutschland in die Steinzeit zurückwünschen und üppig Subventionen abgreifen wollen. Dass aber die Lobbyisten der Industrie seit Jahrzehnten genau das tun und auch ungeniert weiter tun, stört anscheinend einige überhaupt nicht. Und das nur, um am Status Quo festzuhalten, sichert dieser doch für die nächsten Jahre die Gewinne. Nur eben nur die nächsten Jahre. Fortschritt sieht anders aus. Und um Fortschritt zu fördern, braucht es eben Druck vom Gesetzgeber. War so, ist so und wird immer so bleiben. Ohne Druck bewegt sich selten etwas.
Anhand Ihres Kommentars kann man erkennen, dass die Nebelkerzen und Drohgebärden von Lobbyisten bei dem ein oder anderen doch hängen bleiben. Man muss nur laut genug drohen, ein paar fallen eben doch drauf rein. Wetten, das Säbelrasseln von RWE mit dem kampferprobten Fritz Vahrenholt an der Spitze hat auch bei Ihnen funktioniert?
Den Ökobewegten wird unterstellt, sie würden Deutschland in die Steinzeit zurückwünschen und üppig Subventionen abgreifen wollen. Dass aber die Lobbyisten der Industrie seit Jahrzehnten genau das tun und auch ungeniert weiter tun, stört anscheinend einige überhaupt nicht. Und das nur, um am Status Quo festzuhalten, sichert dieser doch für die nächsten Jahre die Gewinne. Nur eben nur die nächsten Jahre. Fortschritt sieht anders aus. Und um Fortschritt zu fördern, braucht es eben Druck vom Gesetzgeber. War so, ist so und wird immer so bleiben. Ohne Druck bewegt sich selten etwas.
---> Die Wachstumsprognosen des Luftverkehrs berechnen die extrem steigenden Treibstoffpreise nicht ein; <---
In diesem Punkt sichern sich die Airlines mit Termingeschäften gegen Preissteigerungen ab.
zur Begrenzung des einen Risikos taugt, dafür andere bewirkt.
"Steigende Ölpreise" bedeutet ja nur die generelle Tendenz, es ermöglicht keine sichere Voraussage: der steigende Preis bewirkt gleichzeitig Nachfrageeinbrüche, die wiederum zu fallenden Preisen führen, die solche Hedge Optionen zum Verlustgeschäft werden lassen.
Insgesamt ändert es also nichts an einer Verteuerung der Tickets und dem steigenden Risiko, weshalb natürlich die Airlines den geringsten Vorteil für die Konkurrenz und den kleinsten Nachteil für sich selbst fürchten.
Die völlig überzogenen Wachstumsvorstellungen für den Luftverkehr in Zeiten begrenzter Ölvorräte sind trotzdem verrückt.
zur Begrenzung des einen Risikos taugt, dafür andere bewirkt.
"Steigende Ölpreise" bedeutet ja nur die generelle Tendenz, es ermöglicht keine sichere Voraussage: der steigende Preis bewirkt gleichzeitig Nachfrageeinbrüche, die wiederum zu fallenden Preisen führen, die solche Hedge Optionen zum Verlustgeschäft werden lassen.
Insgesamt ändert es also nichts an einer Verteuerung der Tickets und dem steigenden Risiko, weshalb natürlich die Airlines den geringsten Vorteil für die Konkurrenz und den kleinsten Nachteil für sich selbst fürchten.
Die völlig überzogenen Wachstumsvorstellungen für den Luftverkehr in Zeiten begrenzter Ölvorräte sind trotzdem verrückt.
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